Oranienburger Abhängigkeiten

Am letzten Wochenende waren sie wieder unterwegs. Die fleißigen Sozis, die (auch außerhalb von Wahlkämpfen) das Gespräch mit den Menschen suchen, haben das erste Exemplar des ersten „Rotkelchen“ verteilt. Oranienburgs Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten werden zukünftig nicht nur über die sozialen Medien weiter aktiv sein. Auch die früher typischen Zeitschriften werden wieder verteilt. Und wer kein Exemplar in seinem Briefkasten hatte, kann auch über die Facebook-Seite der Oranienburger SPD den Inhalt herunterladen und lesen.

Ganz besonders freut sich Oranienburgs SPD-Vorsitzende Marei John-Ohnesorg über die Reaktion der ersten Ausgabe des „Rotkehlchen“. Die ersten haben die Lösungen des kleinen Rätsels eingesandt. Dabei war das Lösungswort gar nicht so einfach herauszubekommen. Auch kleine Preise werden vergeben. Versprochen ist versprochen. Dazu dann in den nächsten Ausgaben der ORANIENBURGER KOLUMNE mehr.   

Derzeit treten CDU- und CSU-Bundestagabgeordnete zurück, geben zuhauf wegen ihre Bundestagsmandate ab, weil man sie erwischt hat, wie sich ihr politisches Geschäft zu einem erheblichen Vermögensvorteil benutzt haben. Dabei geht es wieder einmal darum, wie sich konservative Politiker:innen in Abhängigkeit zu Firmen und Auftraggebern bringen. Gibt es in Oranienburg auch solche Abhängigkeiten, fragen schon seit langem einige? Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet ruft jedenfalls alle CDU-Mitglieder mit anrüchigem Gebaren auf, sich bis heute Abend 18 Uhr bei ihm zu melden. 

Das zweite Innenstadtgespräch wurde am letzten Wochenende auf den SPD-Seiten veröffentlicht. Diesmal interviewte Oranienburgs SPD-Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann den Inhaber der Schlossparfümerie Sebastian Lagatz. Sehr pointiert argumentierte der Parfümeriechef über ein Gespräch mit dem Bürgermeister der Stadt Oranienburg, Alexander Laesicke. Und wieder einmal war zu hören, dass der Verwaltungschef nicht „im Stoff“ stand.

In dieser Woche fanden wieder die Ausschüsse der Stadt Oranienburg statt. Der Werkausschuss tagte am Montag am kürzesten. Ganze 45 Minuten brauchten die Stadtverordneten und sachkundigen Einwohner:innen, um alle Vorlagen und Berichte abzuarbeiten, bis der Vorsitzende des Gremiums, Michael Richter (SPD) die Sitzung schließen konnte. 

Am Dienstag im Sozial- und Bildungsausschuss ging es deutlich länger, bis die Vorsitzende, Gabriele Schiebe (CDU) zum Schlusspfiff ansetzen konnte. Ein besonderes „Schmankerl“ war die Diskussion zur Sauberkeitskonzeption der Stadt. Eine neue Wortkreation schaffte dabei SPD-Fraktionschef Matthias Hennig, als er von „Intensivkaugummispucker“ sprach. Man sieht, auch Ausschusssitzungen der Stadt können zu kreativen Neuschöpfungen kommen. Einen neuen sachkundigen Einwohner konnte die Ausschussvorsitzende auch noch verpflichten. Die SPD-Fraktion hat einen Vertreter des Jungendbeirates vorgeschlagen. Und so konnte Gero Gewald am Dienstag offiziell seine Arbeit aufnehmen. 

Auch der Bauausschuss konnte die Sitzung am Mittwoch nicht vor 22 Uhr schließen, bis alle Vorlagen diskutiert und empfohlen, oder nicht empfohlen werden konnten. Der Ausschussvorsitzende Olaf Bendin(SPD) hatte am Ende des Ausschusses alle Hände voll zu tun, um die Streithähne zu beruhigen. Auch das Wort der Entschuldigung wurde gebraucht. Wahrscheinlich waren alle nach einem anstrengenden Tag auch nur kaputt. Wie menschlich!

Die Ortsteile der Stadt Oranienburg werben sehr unterschiedlich für sich. Während ein Ortsteil damit wirbt, „der schönste Ortsteil“ zu sein, geht Lehnitz noch einen Schritt weiter. Wer www.unser-lehnitz.de aufruft, kommt auf eine Seite des Ortsteils. Der stellvertretende Ortsvorsteher Christian Studier (SPD) ist ein sehr kreativer Kopf. Gemeinsam mit dem Lehnitzer Ortsvorsteher Matthias Hennig (SPD) hat er nicht nur die Seite gestaltet, die sich über 1,6 Millionen Aufrufe erfreuen. 

Im Rahmen der 31. Brandenburgischen Frauenwoche veranstalteten die SPD-Ortsvereine Hohen Neuendorf, Oranienburg und die ASF Oberhavel gemeinsam die Online-Veranstaltung „Kinder, Karriere, Küsse… und Katastrophen Frauen bewegen die Welt. Was bewegt Dich?“. Zu Gast waren die Landesgleichstellungsbeauftragte Manuela Dörnenburg und die Journalistin und Buchautorin Martina Rellin. Die ASF-Vorsitzende, Mareen Curran moderierte gemeinsam mit der Oranienburger SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Marei John-Ohnesorg durch den Abend. Es wurde im Kreis von ca. 20 Frauen aus Oberhavel über diverse Themen, welche die Gesellschaft bewegen, debattiert. Am Ende der Veranstaltung fasste Ariane Fäscher, Bewerberin um das Bundestagsmandat für die SPD und Mit-Gastgeberin, die Forderungen und Denkanstöße welche sich aus dieser Veranstaltung ergaben zusammen.

Die SPD begrüßt die Planung zum Ausbau der Sachsenhausener Straße. Neue Bushaltestellen, zwei Querungshilfen und Verbesserungen für Radfahrende. Die beiden SPD-Stadtverordneten Burkhard Wildeund Björn Lüttmann begrüßen den geplanten Ausbau der Sachsenhausener Straße und die damit verbundenen Maßnahmen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr und hoffen mit den Maßnahmen auf eine Entschärfung des Straßenverkehrs an dieser Stelle der Stadt.

Am kommenden Montag treffen sich die Delegierten der SPD Oberhavel und des Havellandes, um einen/eine Kandidat:in zur Wahl des Deutschen Bundestages zu bestimmen. Zur Wahl stehen vier Bewerber:innen: Steffen Hirschmann (Birkenwerder), Ria Geyer (Falkensee), Ariane Fäscher (Hohen Neuendorf), Finn Kuhne (Falkensee). In der nächsten Kolumne dazu mehr!

Auch wenn es den einen oder anderen langsam nervt. Aber. Haltet Abstand zu anderen, schützt Euch vor dem Coronavirus und setzt Masken auf, und durchsteht die nächsten Tage, bis zum nächsten Freitag, 

Eure

Henriette von Oranienburg 

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