Die Luft wird dünner um den Bürgermeister!

Am Montag tagte der Hauptausschuss. Die Vertreterinnen und Vertreter sollten eigentlich die Konstituierung des Untersuchungsausschusses vollziehen. Allerdings wurde daraus nichts. Der Vorsitzende des Gremiums, Werner Mundt (CDU), hatte sich in der Vorwoche an die Kommunalaufsicht gewandt. Diese erklärte nun, dass der größte Teil der Mitglieder des Untersuchungsausschusses „befangen“ sei. Kurzerhand wurde nun eine Sitzung der Stadtverordnetenversammlung beantragt. Kurioses am Rande: Ziemlich zerknirscht erklärte der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Ralph Bujok (Die Linke), dass er nun den Aufsichtsrat mit der Aufklärung der verschiedenen Ungereimtheiten bemühen will. Jenen Aufsichtsrat, der ausschließlich als „befangen“ gilt. Ob diese Absicht geeignet ist, wieder Ruhe in die verfahrene Lange zu bringen, ist wohl höchst fragwürdig. Aber vielleicht sollten auch nur wieder mal Nebelkerzen verschossen werden.

Am Dienstag platzte der Vorsitzenden der Grünen-Fraktion, Petra Klemp, wohl der Kragen. Sonst immer sehr konziliant in der Sache, brachte sie die ätzende Kritik an Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke auf den Punkt. „Anstatt die Situation (um die Oranienburg-Holding) zu beruhigen, vergiftet er weiter den Umgang in der Stadt“, so die grüne Fraktionschefin. Den Beitrag des Bürgermeisters im Stadtmagazin kritisierte sie scharf. „Die martialische Sprache des Bürgermeisters soll wohl die Kritiker einschüchtern“! Völlig fassungslos sind die Grünen, so Petra Klemp. Die Luft wird dünner um den Bürgermeister. Das kann man wohl behaupten.

Am Dienstag trafen sich die Mitglieder des Vorstands der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Oberhavels in gewohnt gemütlicher Atmosphäre. Die Frauen verstehen es, das Praktische mit dem Schönen zu verbinden. Meike Burchardt, Lisa Wagner, Kirstin Fussan und Mareen Curran ließen ihre Veranstaltung „Frauen brauchen Interessenvertretungen“ Revue passieren und formulierten Erwartungen an den/die nächste/n Bundestagskandidat:in. Gleichstellung bleibt ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag, der im Grundgesetz verankert ist und ständig neue Anstrengungen fordert. Der ASF ist es wichtig, dass Gleichstellungspolitik nicht als Familienpolitik begriffen wird. Auf ihre konkreten Forderungen kann man gespannt sein.

„Schweinchen gestreichelt, Honig geimkert, auf Biogasanlagen geklettert, Wiesenrinder erkundet, was man so macht, wenn man auf „Bauerntour“ ist. Zum nun schon vierten Mal nutzte am Mittwoch Oranienburgs SPD-Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann die parlamentarische Sommerpause, um mit der regionalen Landwirtschaft ins Gespräch zu kommen. Danke an den Landwirtschaftsbetrieb Jarnack in Zehlendorf, die Agrar GmbH Bergsdorf, die Agrar GmbH Kraatz sowie die Marktschwärmerei Oranienburg & Bioland Imkerei an der Probstheide für den guten Austausch und den netten Empfang! Begleitet wurde der Abgeordnete durch den landwirtschaftspolitischen Sprecher Johannes Funke, Mareen Curran von der Oranienburger SPD und Sophia Zeyse.

Am Mittwoch lud der Ortsbeirat aus Zehlendorf die Oranienburger Abgeordneten Heiner Klemp (Die Grünen) und Björn Lüttmann (SPD), sowie den Vorsitzenden der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann und den stellvertretenden Landrat Oberhavels Egmont Hamelow (CDU) zu einem Gedankenaustausch der weiteren Entwicklung des Ortsteils ein. Ein Investor aus Berlin saß mit in der Runde. Dieser möchte Umwelttechnik, soziale Infrastruktur und Forschung an diesem Ort zusammenbringen. Besonders erfreut zeigten sich die Anwesenden, als bekannt wurde, dass sich die Investoren an die Wiedererschließung der Heidekrautbahn nach Zehlendorf finanziell beteiligen wollen. 

Die Jugendkoordinatorin der Stadt Oranienburg, Angela Mattner und Sozialarbeiterin Christiane Schulz haben vergangenen Mittwoch am geplanten Jugendcafé (Bernauerst. Ecke Stralsunderstr.) die Ergebnisse des Jugendforums vorgestellt. Unsere Vorstandsmitglieder Meike Burchardt und Gero Gewald, welcher auch im Koordinationsteam des Jugendbeirates ist, ließen sich über den aktuellen Stand des Jugendcafés informieren. Nach Überprüfung der Umsetzbarkeit haben sich 12 Gewinnerthemen herausgebildet. Darunter zum Beispiel mehr Geld für die Generation-Youth-Partys, viele Ideen für die Gestaltung und Veränderungen in der Stadtbibliothek und mehr Projekte in den Jugendclubs. Der heißersehnte Zebrastreifen am Luise-Henriette-Gymnasium scheint allerdings noch in weiter Entfernung zu liegen. Außerdem erklärte Angela Mattner, dass sich die Eröffnung des Jugendclubs noch aufgrund der Nutzungsänderung und des Brandschutzkonzeptes noch etwas verzögert.

Am Donnerstag sagte der Oranienburger Bürgermeister Alexander Laesicke den Stadtempfang wegen der Coronapandemie ab. Nachdem schon die feierliche Zeremonie zur Gründung einer Städtepartnerschaft mit der israelischen Stadt Kfar Jona abgesagt werden musste, nun die nächste Absage. Manchmal will einfach gar nichts gelingen.   

Ich wünsche allen beste Gesundheit, steckt Euch nicht an, haltet Abstand und tragt beim Bahn fahren, oder einkaufen eine Maske,

Eure

Henriette von Oranienburg

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