Briefe schreiben in Oranienburg!

In dieser Woche kursieren zwei Briefe in der Stadt. Zuerst zu dem Brief, der keine Unterschrift trägt. In diesem werden die Gründung der Oranienburg-Holding und deren Auswirkungen für die Stadt beleuchtet. Dem geneigten Leser wird en passant mitgeteilt, dass der Holding Geschäftsführer Alireza Assadi ein Jahreseinkommen hat, welches das der Bundeskanzlerin Angela Merkel um Längen übertrifft. Das Ganze wird auch noch mit Zitaten aus scheinbar nichtöffentlichen Sitzungen garniert. Hier stinkt was mächtig zum Himmel. Und in der Tat: hier ist Aufklärung von Nöten. Wie man hört, soll bereits eine Fraktion in der SVV einen „Untersuchungsausschuss“ beantragen wollen. Dem kann sich wohl keiner verschließen.   

Der zweite Brief, vom Woba-Geschäftsführer Bernd Jarczewski, ist eigentlich an die Stadtverordneten gerichtet, muss allerdings bereits am Zustelltag den örtlichen Zeitungen übergeben worden sein, weil bereits am Mittwoch der Oranienburger Generalanzeiger darüber berichtete. In diesem soll der Geschäftsführer erhebliche Kritik an dem Holdingchef üben. Weiterhin soll Rechtsbruch im Raum stehen. In den sogenannten sozialen Medien treibt die Spekulation darüber wahrlich Blüten. Immer wird an die Verantwortung der Stadtverordneten appelliert, für Aufklärung zu sorgen. Heftig in der Kritik steht aber auch der Vorsitzende der LINKEN-Fraktion und Chef des Aufsichtsrates, Ralph Bujok. Verwundert reiben sich einige die Augen, wenn Ralph Bujok eher nicht den Aufklärer in der Sache, sondern den Anschein vermittelt, kapitalistischer zu sein als die FDP. Wahrscheinlich ist das auch ein Punkt der „hausgemachten Probleme“, wie er es selbst nach der verheerenden Wahlniederlage seiner Partei im letzten Jahr bezeichnet hat.  

Ein anderer LINKEN-Politiker macht in Oranienburg ebenfalls von sich reden. Immer wieder provoziert Enrico Geissler die Stadtverordneten mit Aktionen, die sicherlich bei einigen auf fruchtbaren Boden fallen. Durch eine gezielte Provokation hat der Stadtverordnete erreicht, dass die von den LINKEN beantragte Sondersitzung des Finanzausschusses abgesagt wurde. Mehrfach wurde Enrico Geissler zur Ordnung gerufen. Schon frech weigerte er sich, der Aufforderung des Vorsitzenden vom Finanzausschuss, den Sitzungssaal zu verlassen, nachzukommen. Dass Geissler nicht nur seiner LINKEN-Fraktion mit seinen Auftritten einen Bärendienst erwiesen hat, muss man nicht mehr besonders erwähnen. Dass die einst so mächtige Fraktion taumelt, ist allerdings jedem offensichtlich. 

Wenn Desinfektionsmittel, Gesichtsmasken und Klopapier zu Wucherpreisen angeboten werden, wenn Scheinmedikamente gegen Corona angeboten werden und die Rückerstattung der Urlaubsanzahlungen in Gefahr ist, dann ist starker Verbraucherschutz wichtiger denn je. Im Landtag wurde dazu ein Antrag beschlossen, der den Verbraucherschutz in Brandenburg stärken soll. Oranienburgs SPD-Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann hat am Mittwoch für die brandenburgische Koalition den Antrag „30 Jahre Verbraucherschutz in Brandenburg“ begründet und vorgestellt. Wieder mal eine gelungene Rede!

Langsam öffnen wieder die Schulen, Kitas, Schlossparks und andere wichtige Einrichtungen. Auch die TURM-Erlebniscity geht demnächst wieder an den Start. Bis dahin werden sich alle noch auf einige Folgen von FALKO freuen, der täglich nicht nur seine Runden auf dem TURM-Gelände dreht, sondern auch immer wieder mit kurzen Videoclips die künftigen Besucher bei Laune hält. FALKO ist das Maskottchen des TURMS. Vielleicht werden wir alle mal erfahren, wer sich das Kostüm überzieht und immer wieder neue Ideen hat.  

Bis dahin bleibt alle gesund, kommt gut durch die Woche, bis zum nächsten Freitag,

Euer

Henri von Oranienburg

2 Gedanken zu „Briefe schreiben in Oranienburg!

  1. Der Grundstein für die Holding mit dem gegenwärtigen Geschäftsführer Assidi wurde doch bereits unter dem Bürgermeister a.D Laesicke sen. gelegt und es fällt nicht schwer zu verstehen, daß diese Kungelei in der vergangenen Amtszeit schon eingetütet wurde. Der derzeitige Bürgermeister befindet sich nunmehr in einer Zwickmühle, dieses Spiel weiterzuführen und mitzumachen oder nicht. Mit seiner Entscheidung hat er sein Gewissen aus familiären Gründen abgegeben, menschlich verständlich, moralisch nicht.
    Die seinerzeit vorbereiteten und dem Herrn Assidi in Aussicht gestellten Bezüge und Annehmlichkeiten, (u.a. Halbtagskraft) spotten jeder Beschreibung und sind ebenso hoechst unmoralisch. Wie der Herr Geschäftsführer den Aufsichtsrat entweder getäuscht oder gar eingewickelt scheint ein kapitalistisches Meisterstück zu sein. Es wäre juristisch zu untersuchen:

    1. Die Rolles des Bürgermeister a.D. Laesicke
    2. Die Rolle des derzeitigen Bürgermeisters
    Laesicke
    3. Die Rolle des Aufsichtsrates
    4. Die Rolle des Geschäftsführers Assidi

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