Äpfel und Birnen, Käse und Quark

Am Montag war es endlich vollbracht. Der Haushalt der Stadt Oranienburg wurde mit 29 Ja-Stimmen beschlossen. Zuvor kam es allerdings zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Verwaltung und Stadtverordneten! Schon im Hauptausschuss ärgerte sich der Bürgermeister über einen Antrag, den CDU, Freie Wähler und FDP eingebracht haben und ihm das Budget kürzen wollten. Nachdem der Verwaltungschef erneut den Fraktionen der Stadt Unkenntnis vorgeworfen hat, platzte dem CDU-Fraktionschef Werner Mundtförmlich der Kragen. Unerhört fand er es, dass Bürgermeister Alexander Laesicke von Äpfeln und Birnen und anschließend auch noch von Käse und Quark gesprochen hat. Und es ging nicht um seinen Diätplan sondern über einen Antrag einiger Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung. 

Erneut gerieten der Vorsitzende von der Linksfraktion, Ralph Bujok und von der FDP, Daniel Langhoff, heftig aneinander. Zum Glück, konnte man fast meinen, waren die Beteiligten deutlich voneinander entfernt. Der Linke war nämlich im Sitzungssaal, während der Liberale am PC saß und von dort der Sitzung beiwohnte. Der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD) stellte es den Fraktionsvorsitzenden frei, ob diese in Präsenz oder aus der Ferne an der Sitzung teilnehmen. Es ging ja schließlich um den Haushalt der Stadt.   

In der Aussprache über den Haushalt gab es dann bemerkenswerte Redebeiträge. Während der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Matthias Hennig sich nicht nur an das vorgesehene Zeitkonto hielt, überzog der Linke erheblich sein Redekontingent. Den deutlich kürzesten Beitrag hörte man von der Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Petra Klemp.  Bemerkenswert an den Reden zum Haushalt war allerdings, dass Matthias Hennigvoller Freude erklärte, dass es die Anträge der SPD-Fraktion alle in den Haushalt geschafft haben. Lange Gesichter sah man allerdings bei den Linken. Ihre Anträge wurden (fast) alle abgelehnt. 

Am Mittwoch machten Marga Schlag, die Vorsitzende der Oranienburger Senioren und ihr Mann, Lothar, eine kleine Wanderung. Der Ausflug führte zum Lärchenberg, der höchsten natürlichen Erhebung in Oranienburg. „Schön ist sie, unsere Stadt mit ihren Ortsteilen und deren kleinen Geheimnissen“, findet Marga Schlag!

Nachdem es in der letzten Woche so viel zu berichten gab, stelle ich euch in dieser Woche ein weiteres Mitglied des Oranienburger Juso-Sprecher:innenrates vor. Jennifer Eitner ist seit über einem Jahr Mitglied in unserem Ortsverein. Neben der Politik ist sie unter anderem auch im sozialen Bereich bei der Lebenshilfe Oberhavel Süd engagiert. Hier erfahrt ihr mehr über Jennifer.

In dieser Woche gab es wieder einen neuen Beitrag von „Lüttmanns Lage“- einen Videobeitrag des Oranienburger SPD-Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann. Diesmal ging es darum, wie die Verkehrswende auch in Oberhavel gelingen kann und welche Projekte schon auf den Weg gebracht wurden. Inzwischen hat sich das Medium gut gemausert, da auch die Zugriffe auf den Beitrag erfreuliche Tendenzen aufweisen. 

Am Donnerstag wurde bekannt, dass der Oranienburger Speicher nun doch nicht abgerissen werden soll, so wie der bisherige Eigentümer es immer wieder gefordert und beantragt hat. In den letzten Monaten haben sich die Oranienburger Stadtverordneten, der Bürgermeister der Stadt und ganz besonders auch der Stadtverordnete von der Piratenpartei, Thomas Ney, mit einer Onlinepetition engagiert. Das nun der Oranienburger Bürgermeister Alexander Laesicke diesen Erfolg wieder mit großen Worten ausschließlich für sich nutzte, ist bezeichnend. Anstatt mit allen Beteiligten den Erfolg zu genießen, schmückte er sich wieder mal mit fremden Federn. Eine Peinlichkeit mehr aus dem Oranienburger Schloss (Rathaus)!  

Morgen ist 1. Mai! Der Sachsenhausen-Gedenklauf findet auch in diesem Jahr aus den bekannten Gründen nicht wie gewohnt statt. Allerdings wird er in diesem Jahr online ausgetragen. Jeder läuft für sich und kann sich vorab unter der Webseite des Gedenklaufes registrieren. In Hennigsdorf wird es wieder einen 1. Mai-Aufzug in geben. Ich mache für Hennigsdorf deshalb Werbung, weil auch wieder einige gewerkschaftlich organisierte Mitglieder aus dem Oranienburger SPD-Ortsverein dabei sein werden, wie Ralf Leymann vom Vorstand berichtet. 

Bleibt alle gesund, haltet Abstand zu anderen, schützt Euch, setzt Masken auf, bis zum nächsten Freitag, 

Eure

Henriette von Oranienburg 

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