Verbissenheit gegen Ernsthaftigkeit!

In dieser Woche ging es los. Unter der Leitung von Daniel Langhoff (FDP) und Thomas Ney (Piraten) konstituierte sich der Untersuchungsausschuss der Stadt Oranienburg. Der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD), appellierte an die Mitglieder, sich nicht unter Druck setzen zu lassen, die Untersuchung aber schnell und gründlich durchzuführen. In den ersten Debattenbeiträgen von Matthias Hennig (SPD), Gabriele Schiebe und Michael Ney (beide CDU) sowie Jörg Roitsch (Die Grünen) wurde das Bemühen deutlich, dass die Aufklärung von großer Ernsthaftigkeit geprägt war. 

Eher eine Statistenrolle nehmen wohl die Vertreter der LINKEN ein. Es ist ja auch schwierig, wenn gerade von den Linken jedwede Kritik an dem Gebaren der Holding geradezu verbissen zurückgewiesen wird. Insofern waren die leisen halbkritischen Worte von Enrico Geißler (Die LINKE) fast schon revolutionär. Auf jeden Fall konnte jeder feststellen, dass nicht nur die Beschäftigten der Holding und der anderen städtischen Gesellschaften großes Interesse an der Aufklärung hatten. Rund 40 Zuschauerinnen und Zuschauer nahmen an der Ausschusssitzung teil. 

Am Samstag hat das KellerKind zur „1. Sommernacht im Oranienwerk“ eingeladen. In wunderbarer Gartenatmosphäre hat Hagen Pietrzak seine „Fingerpicking“-Stücke präsentiert. Zusammen mit Samira Dachwitz gab es dann Pop-Klassiker. Das Publikum war begeistert. Schön, dass das auch unter Corona-Bedingungen möglich gemacht wurde und wieder Kulturveranstaltungen stattfinden. Die Spielregeln wurden problemlos eingehalten. Viele unserer Oranienburger Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten waren gern dabei und haben die laue Sommernacht genossen.

Letztes Wochenende hatte die Oranienburger CDU-Stadt,- Kreis- und Landtagsabgeordnete Nicole Walter-Mundt keine gute Presse. Der von ihr propagierte 10-Minuten-Takt der Berliner S-Bahn nach Oranienburg ist in weite Ferne gerückt. Verwirrende Aussagen kamen von ihr auch zu dem Verkauf der ehemaligen Polizeiwache in der Lehnitzstraße. Abgesehen davon, das sich bei den Beamten im Ministerium die Stirn runzeln, weil sie interne Informationen an die Öffentlichkeit bringt, fragt man sich, warum tut sie das? Nun kann man ihr nicht vorwerfen, ihre Bekanntheit zu steigern. Ob sie sich jemals aus ihrem Dauerwahlkampf lösen kann und ernsthaft für Oranienburg Politik machen wird, steht weiter in den Sternen.

Am Montag besuchte Björn Lüttmann, SPD-Landtagsabgeordneter, den Leegebrucher SPD-Ortsverein. Die Freude war groß, denn seit März dieses Jahres finden aus Gründen der Corona-Pandemie politische Veranstaltungen nur sehr sporadisch oder nur per Videoscreen statt. Mit großem Abstand, einige trugen auch Mund-Nase-Masken, berichtete Björn Lüttmann aus dem Landtag Brandenburgs.  

Am letzten Dienstag traf sich Oranienburgs SPD-Vorstand unter freiem Himmel im Garten von Schatzmeister Stefan Westphal. Die Vorsitzende des Ortsvereins, Marei John-Ohnesorg, ging vor einigen Wochen mit gutem Beispiel voran. In ihrem Garten wurde ebenfalls schon getagt. Auch der Garten von Meike Burchardt und Kerstin Wendt hat schon für eine Vorstandssitzung hergehalten. Nun scheint sich das Sommerwetter zu verabschieden und es muss wohl wieder drinnen getagt werden.  

In dieser Woche machte der Lehnitzer Ortsvorsteher Matthias Hennig (SPD), bei der neuen Schuldirektorin Katja Hoyer in der Lehnitzer Oberschule seinen Antrittsbesuch. Bei einem netten Austausch kam heraus, dass die neue Direktorin im Nachbarlandkreis Barnim für die Grünen im Kreistag sitzt und dort Kommunalpolitik betreibt.  

Zurzeit findet das deutschlandweite Stadtradeln statt. Natürlich haben sich auch in Oranienburg verschiedene Teams zusammengefunden, um CO² einzusparen. Auch Oranienburgs SPD hat sich zu einer Gruppe zusammengefunden und sammelt nun täglich Kilometer. 2100 sind schon zusammen gekommen. Den Sieger der Gruppe veröffentlichen wir in der kommenden Woche. Also rauf aufs Rad und Kilometer sammeln.  

Während in der letzten Woche bei fast 35 Grad noch mächtig geschwitzt, hat sich der Sommer in Windeseile vorerst verabschiedet. Bleibt weiter gesund und haltet Abstand,

Eure

Henriette von Oranienburg

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