Heftige Debatten in Oranienburg

In der letzten Woche wurde wieder einmal die Stimmung in Brandenburg abgefragt. Auch wenn diese „sog. Wasserstandsmeldungen“ über drei Jahre vor den nächsten Wahlen eher einen informativen Charakter haben, als den genauen Stimmenanteil der jeweiligen Partei am Wahltag, schauen dennoch alle auf die vorliegenden Zahlen. Der Wahlkreis Oranienburg/Leegebruch/Liebenwalde bleibt weiter in SPD-Rot gefärbt, dass heißt, Björn Lüttmann (SPD) hat auch diesmal die Nase vorn. Statt hektischer Aufgeregtheiten zahlt sich sachliche, kontinuierliche Politik doch aus!

Nach wie vor diskutiert Oranienburg die Aktion des umtriebigen Oranienburger Professor Henning Schluß, der am vorletzten Sonntagmittag die Bernauer Straße kurzzeitig schließen lassen hat, um via Foto festzuhalten, wie viel Straßenraum 50 Personen, 50 Radfahrer, oder ein Omnibus einnehmen. Wenige Tage später ätzte die Oranienburger CDU nun, dass mit ihnen eine Fußgängerzone auf 600 Meter in der Bernauer Straße nicht zu machen ist. Das wiederum brachte Enrico Geißler (Die Linke) auf die Palme. Er griff frontal die verkehrpolitische Sprecherin, Nicole Walter-Mundt (CDU) an und warf ihr vor, ihre Politik wäre ein „Armutszeugnis“. 

Foto: Andreas Herz

Im Oranienburger Generalanzeiger und in der Märkischen Allgemeinen  Zeitung rief nun der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD) zur Sachlichkeit in der Frage der Verkehrspolitik in Oranienburg auf. Dabei machte er auch Vorschläge, die nicht überall auf positiven Widerhall gestoßen sind. Das macht aber nichts, weil er gleichzeitig die Einwohner:innen der Stadt aufgerufen hat, alternative, konstruktive Vorschläge zu machen, wie man aus der Bernauer Straße eine attraktive Bummelmeile machen kann.

Am Sonntag war der 76. Jahrestag der Ermordung von 27 Häftlingen im KZ-Sachsenhausen, die dem Internationalen Wiederstand angehört haben. Unter den 24 deutschen Ermordeten waren Augustin Sandtner und Mathias Thesen. An der Gedenkveranstaltung, welche durch Schüler:innen des Georg-Mentheim-Oberstufenzentrums musikalisch untermalt wurde, nahmen unsere Genossen Patrick Rzepio und Ottomar Voß teil.

Am 13. Oktober jährte sich der 125. Geburtstag von Dr. Kurt Schumacher, dem ersten Vorsitzenden der SPD nach 1945. Mit der Spaltung des Landes war dieser dann nur noch Vorsitzender der SPD im westlichen Teil der Republik. Am 14.Oktober jährte sich dann der dreißigste Jahrestag der ersten freien Wahl des Landes Brandenburg. Damals bildeten Oranienburg und Velten einen gemeinsamen Wahlkreis für den Landtag. Die SPD-Kandidatin Reinhilde Schildhauer-Gaffrey eroberte diesen Wahlkreis und war somit erste Landtagsabgeordnete in Oranienburg. 

In dieser Woche schnellten die Zahlen der mit Covid19 infizierten auch in Oberhavel deutlich in die Höhe. Nicht nur der Amtsarzt Christian Schulze, sondern auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) appellierte am Donnerstag an die Menschen in Stadt, Kreis und Land, sich an die Regeln zu halten, die der Bund und das Land jetzt aufgestellt haben. Und die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird mit den Worten zitiert, dass „die Maßnahmen noch nicht hart genug sind, um Unheil von Deutschland abzuwenden“. Deutliche Worte!  

Nicht zuletzt: SPD Oranienburg meets Instagram! Seit Donnerstag könnt ihr uns und unsere Arbeit für Oranienburg auch auf Instagram verfolgen. „Über Instagram wollen wir noch mehr Oranienburger:innen erreichen und euch zeigen, wie wir im Ortsverein arbeiten und für was wir stehen“ sagt unser neues Vorstandsmitglied Maximilian Lobitz.

Liebe Leserinnen und Leser, seit einigen Monaten beenden wir unsere Kolumne immer mit dem Appell, die Abstandregeln und andere Auflagen einzuhalten. In diesem Sinne, bleibt gesund!

Eure

Henriette von Oranienburg

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