Es rappelt im Gebälk

Die letzte Woche endete für den Oranienburger Bürgermeister Alexander Laesicke suboptimal, wie man neudeutsch sagt. Am Freitag warf er den drei Landtagsabgeordneten aus Oranienburg vor, dass sie nicht mit ihm ein Team in Oranienburg bilden, sondern „anderen ein Bein stellen, untereinander oder gegen andere Berufspolitiker:innen“ (also ihn selbst). In der Wochenendausgabe des Oranienburger Generalanzeiger hat sich nun ein Leserbriefschreiber zu Wort gemeldet, der sich zur Kritik des Bürgermeisters äußert. Ätzender kann man sich über den Bürgermeister nicht äußern, wenn er unter anderem schreibt, dass der junge Laesicke wohl „offenbar zu heiß gebadet worden sei“, wenn er sich jetzt „über zu viel persönliche Profilsucht“ anderer beschwere. 

Wer nun aber gedacht hat, dass die neue Woche entspannter verläuft als die Vorwoche, der irrt gewaltig. Schon am Montag holte der Oranienburger Bürgermeister Alexander Laesicke in der MAZ noch einmal aus und  wiederholte seine Vorwürfe. Was nun folgte, war absehbar. Der Stadtverordnete Christian Howe (CDU) spricht von einem Amtsenthebungsverfahren des Bürgermeisters, Thomas Ney von der Piratenpartei schließt sich an und erwartet eine 180-Grad-Wende.

In der kommenden Woche will sich nun der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Oranienburg, Dirk Blettermann (SPD) mit den Fraktionsvorsitzenden treffen. Ob die aufgeladene Stimmung dann immer noch anhält, muss man abwarten. Jedenfalls haben die Fraktions-Vorsitzenden von den Linken, Ralph Bujok und der SPD, Matthias Hennig, das Gesprächsangebot begrüßt: „Das Treffen ist gut, um die Stadt voranzubringen“, so die Fraktionschefs.  

Diese Woche hatte es für Burkhard Wilde (SPD) in sich. Gleich in 5 Ausschusssitzungen vertrat der stellvertretende Fraktionsvorsitzende die übrigen Kollegen. Am Montag standen mit Werksausschuss und Feuerwehrausschuss gleich zwei Sitzungen an. Am Dienstag wurde der im Bundestag seinen Dienst versehende Fraktionsvorsitzende Matthias Hennig im Sozialausschuss vertreten. Am Mittwoch hat Burkhard Wilde als stellvertretender Bauausschussvorsitzender für die Oranienburger gearbeitet. Und am Donnerstag sprang der Sachsenhausener Ortsvorsteher dann auch noch, für den im Landtag unabkömmlichen Björn Lüttmann, im Finanzausschuss ein. Eine vorbildliche und ehrenamtliche Topleistung. 

Man könnte sowieso den Eindruck haben, dass es eine Woche für Burkhard Wilde war. Als Ortsvorsteher in Sachsenhausen brachte er einen Antrag seines Ortsbeirates im Sozialausschuss durch. Dieser forderte ein Dorfgemeinschaftshaus. Und siehe da: Der Ausschuss folgte ihm, die große Mehrheit empfahl die Annahme des Antrages. 

Oranienburgs SPD-Vorsitzende Marei John-Ohnesorg hat in dieser Woche wieder einen Live-Chat zu den Ausschusssitzungen über die SPD-Oranienburg laufen lassen. Auch die zukünftigen sachkundigen Einwohner:innen der SPD-Fraktion, Christiane Holzhauer und Gero Gewald haben an dem Live-Chat teilgenommen. 

Seit 1996 gedenkt Deutschland am 27. Januar den Opfern und Verfolgten des Holocaust. Neben der SPD-Oranienburg haben auch Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke und Stadtverordnetenvorsteher Dirk Blettermann (SPD) gemeinsam dieses Tages gedacht. Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Oranienburg, Elena Miropolskaja, hat am Gedenkstein in der Havelstraße eine kurze Gedenkminute abgehalten. 

Märkische Allgemeine und Oranienburger Generalanzeiger befragen unregelmäßig die Oranienburger Ortsvorsteher über aktuelle Geschehnisse ihres Ortes. In dieser Woche konnte man ein Interview des neuen Malzer Ortsvorstehers Michael Richter (SPD) und des Ortsvorstehers aus Sachsenhausen, Burkhard Wilde (Pro Sachenhausen/SPD) lesen. Beide haben auch einen gemeinsamen Wunsch für dieses Jahr, nämlich endlich die Pandemie zu überwinden und das gesellschaftliche Leben wieder voranzubringen. 

Habt ihr eigentlich schon die neue Instagram-Seite der Oranienburger SPD gesehen? Diese ist nicht nur brandaktuell. In dieser wird auch durch viele interessante Menschen für diese Kolumne geworben. Schaut einfach mal rein. Es lohnt sich.   

Die Anzahl der mit dem Coranavirus infizierten Menschen, auch in Oranienburg, geht langsam zurück. Für Entwarnung ist es allerdings viel zu früh. Die bisherigen Maßnahmen scheinen aber zu wirken. Deshalb. Haltet weiter Abstände, setzt Masken auf und schützt Euch und Eure Lieben, bis zum nächsten Freitag, 

Eure

Henriette von Oranienburg 

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