Die Eier des Bürgermeisters

Am letzten Samstag wurde ein neuer SPD-Unterbezirksvorstand mit Benjamin Grimm an der Spitze gewählt. Eine digitale Veranstaltung war angesagt. Oranienburgs Sozialdemokraten waren nicht nur prominent vertreten, sie wurden auch mit Lisa Wagner und Ralf Leymann in den neuen Vorstand gewählt. Auch bei den gewählten Delegierten für den Landesparteitag schnitten Oranienburger Genossinnen und Genossen gut ab. Für die nächsten zwei Jahre werden Dirk Blettermann, Björn Lüttmann und Jennifer Collin auf dem Landesparteitag vertreten sein. Für den Landesausschuss der brandenburgischen SPD wurde Meike Burchardt nominiert. Und die Schiedskommission Oberhavels leitet, wie auch in den letzten Jahren, der Oranienburger Sven Bodenbach.  Oranienburgs SPD-Vorsitzende Marei John-Ohnesorg war über das Ergebnis des Parteitags hochzufrieden. „Oranienburger:innen sind in den kommenden Jahren auf Kreis- und Landesebene sehr gut vertreten“. 

Einige wenige sind zum Unterbezirksparteitag dann doch in den angemieteten Kreistagssaal gekommen. Allerdings wurden alle durch eine strenge Kontrolle von Meike Burchardt unterzogen. Der Corona-Schnelltest musste erst absolviert werden, sonst verwehrte Meike den Zugang zum Sitzungssaal. Eine vorbildliche Aktion der SPD-Oberhavel. 

Vor einiger Zeit habe ich hier darüber berichtet, dass ein neuer Jugendbeirat seine Arbeit aufnehmen wird. Dazu hat der Bürgermeister jetzt eine Videobotschaft veröffentlicht. Aber man weiß nicht recht, in welche Richtung die Reise gehen soll. Der Jugendbeirat hofft auf eine engere Kommunikation mit der Stadt und als Reaktion kommt ein öffentliches Video, das erklärt, was alles nicht geht? Ist es eine Einladung zur Zusammenarbeit mit den engagierten Jugendlichen? Oder doch eher eine Kampfansage, nicht zu viel zu wollen? Zumindest wird klar festgehalten, dass verschiedene Meinungen nicht zu einem Konsens führen müssen und eigentlich auch nie Geld da ist. Seltsam. Oranienburg ist anders. Gero Gewald vom Jugendbeirat kommentierte bereits auf Facebook, dass er sich auf den nächsten Besuch des Bürgermeisters freue, denn plötzlich gebe es „erhöhten Redebedarf“.

Am Dienstag tagte wieder einmal die städtische SPD-Fraktion. Die Ausschüsse waren vorzubereiten. Um es vorwegzusagen. Die Stimmung war gut, man könnte fast sagen ausgelassen. Vielleicht war es aber auch die nette Geschichte, die ein Ortsvorsteher von sich gab. Er erzählte nämlich, dass sich der Oranienburger Bürgermeister bekannt hat, seine Frühstückseier nur in seinem Ortsteil bei einem Biolandwirt zu kaufen. Für Neuigkeiten ist eine SPD-Fraktionssitzung jedenfalls immer gut. Alle waren gut gelaunt, als Fraktionschef Matthias Hennig überpünktlich die Sitzung beendete.  

Björn Lüttmann, Oranienburgs SPD-Landtagsabgeordneter und Stadtverordneter „tanzte“ am Dienstag auf mehrere Hochzeiten. Zum einen beteiligte er sich an der Diskussion in der Stadtfraktion. Dann verabschiedete er sich um online, gemeinsam mit der SPD-Bundestagskandidatin Ariane Fäscher, beim sogenannten „Havelclub“ über neue Wege für die Pflege zu sprechen. Anschließend war er wieder in der Stadtfraktion. Organisation ist alles.  

Lange war nichts von ihr zu hören. Bis zum Mittwoch. Die CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Walter-Mundtwird im Oranienburger Generalanzeiger mit einigen Aussagen zum Thema „Bombenlast in Gewässern von Oranienburg“ zitiert. Wieder einmal hatte man den Eindruck, dass ein persönliches Interesse Pate bei dieser Nachfrage beim brandenburgischen Innenminister Michael Stübgen (CDU) stand, schließlich berichtete sie im November via BILD am Sonntag und den örtlichen Zeitungen, wie lange die Neutralisierung einer Weltkriegsbombe auf dem Grundstück nahe der Havel dauerte und welche Schwierigkeiten sie damit hatte.  

Unser SPD-Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann informierte sich, als Mitinitiator der Modellregion Oranienburg, beim Innenministerium des Landes Brandenburg, zur bisherigen Arbeits- und Wirkungsweise bei der Kampfmittelsuche. Die ihm zugegangene Antwort enthält Erfreuliches, wie der Landtagsabgeordnete bei Facebook berichtet: „Durch den Personalaufwuchs konnten mehr Flächen in niedriger Gefahrenlage abgesucht, Kontrollen von Räumstellen ausgeweitet, die Sicherheit an Räumstellen erhöht und die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kampfmittelbeseitigungsdienst intensiviert werden.“

In dieser Woche wurde in Malz kräftig in die Hände gespuckt. Der Malzer Ortsvorsteher Michael Richter(SPD) hat gemeinsam mit Lothar Schlag einige Sitzbänke im Ortsteil auf Vordermann gebracht. Der alte Anstrich wurde entfernt und neuer Lack aufgetragen. Eine tollte Aktion, da das Treiben auch von den Malzerinnen und Malzern wahrgenommen wurde. 

Bleibt alle gesund, haltet Abstand zu anderen, schützt Euch, setzt Masken auf, bis zum nächsten Freitag, 

Euer

Henri von Oranienburg 

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