Verdiente Ruhestände in Oranienburg

Letztes Wochenende feierte die Lebenshilfe in Oranienburg ihr jährliches Hausfest. Attraktionen, heiße Sommerrhythmen und einige Ansprachen sorgten für einen abwechslungsreichen Nachmittag. SPD-Bundestagskandidatin Ariane Fäscher hatte alle Hände voll zu tun, die vielen Fragen für ihre Tätigkeit im Bundestag entgegenzunehmen. Aber auch die Kommunalpolitik kam nicht zu kurz. SPD-Fraktionschef Matthias Hennig kam ebenso vorbei, wie Gero Gewald, dem designierten Stadtverordneten der SPD-Fraktion und eine der Juso-Sprecherinnen, Jennifer Eitner. Die Geschäftsführerin der Lebenshilfe, Uta Gerber, freute sich jedenfalls über einen erfolgreichen Nachmittag.     

Am Montag wurden zwei langjährige Kommunalpolitiker Oranienburgs für ihre ehrenamtliche Tätigkeit geehrt. Zum einen Günter Lehmann (Die Linke) für seine über 60-jährige ehrenamtliche Tätigkeit und Eckhard Kuschel für über 30 Jahre Kommunalpolitik in und für Oranienburg. In einer kurzen Feierstunde hob der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD) die Verdienste beider hervor. Matthias Hennig, der Vorsitzende der SPD-Fraktion überreichte dem in der kommenden Woche, aus der Stadtverordnetenversammlung ausscheidenden   Eckhard Kuschel ein Buch voller Geschichten und Fotos der letzten Jahrzehnte. Sichtlich gerührt nahmen beide die Ehrenurkunde der Stadt entgegen.

Mit Andreas Deutschländer geht in dieser Woche einer der engagiertesten Grundschuldirektoren Oranienburgs in den Ruhestand. Regelmäßig standen der Direktor der Havelschule und Oranienburgs SPD-Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann im Austausch zu schul- und bildungspolitischen Themen. Der Oranienburger Stadtverordnete glaubt, dass der Direktor der Schule seine Erfahrung und sein Engagement auch als pensionierter Lehrer weiter einbringen wird. 

Das Hotel Eilers soll wieder aufgebaut werden. Natürlich nicht als Hotel, sondern als moderner Zweckbau, indem Verwaltung, Dienstleistung und auch Gewerbe Unterkunft finden soll. Mit Ausnahme von Grünen und Linken waren auch alle Redner der Fraktionen überzeugt, eine Initialzündung zur Entwicklung der bisherigen Parkplatzbrache mit dem Beschluss ausgelöst zu haben. Und Geschichtsunterricht gab es auch noch kostenfrei. Thomas Ney (Piraten) belehrte seinen linken Kollegen. Es ging um Pickelhauben und das Hotel Eilers. Ob die gut gemeinten Hinweise angekommen sind? 

Erstaunt war man auch über das Stimmverhalten der CDU-Vertreter:innen in der SVV am Montag, als es um die Gründung eines Klimabeirates der Stadt Oranienburg ging enthielten sich die Konservativen. Enthaltung? Der festgestellte Klimawandel scheint bei einigen noch nicht angekommen zu sein. Aber es gibt ja mit Gabriele Schiebe Hoffnung bei den CDUlern. Wenigstens stimmte sie dem Antrag zu.   

Am Mittwoch wurde bekannt, dass der Landkreis Oberhavel, genauer gesagt, die CDU-geführte Verkehrsabteilung, immer noch nicht im 21. Jahrhundert einer modernen Verkehrspolitik angekommen ist. Ein einstimmiger Beschluss der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung vom vergangenen Jahr, nach Schaffung von zwei Querungshilfe für Fußgänger und einem Radfahrstreifen, wurde abgelehnt. SPD-Stadtverordneter Björn Lüttmann zeigte sich empört über diese Entscheidung und kündigte an, diese überprüfen zu lassen. 

Am Donnerstag hieß es wieder einmal Nachsitzen. Die Oranienburger Stadtverordneten schaffen seit geraumer Zeit nicht mehr die Abarbeitung der Tagesordnung. Als der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD), die Sitzung am Donnerstagnachmittag eröffnete, war es deutlich kühler als am Montag. Die Hitzigkeit der Debatten folgte dem Wetter nicht. Nun aber ist erst einmal Sommerpause und man hofft, dass sich die Gemüter dann abgekühlt haben. 

Gestern Abend kam es bei den Oranienburger Sozialdemokraten zu einer lang ersehnten Premiere. Nach fast einem Jahr ausschließlichen Onlinesitzungen wurde Donnerstagabend die erste Mitgliederversammlung 2021 in Präsenz abgehalten. Aber nicht nur das war ein Highlight des Abends. Marei John-Ohnesorg, Vorsitzende des Ortsvereins, ehrte die langjährigen Mitglieder. Unsere Mitglieder die nun mehr als 30 Jahre dabei sind, berichteten wie sie damals kurz nach der deutschen Wiedervereinigung den Schritt in die SPD gewagt haben. Neben den Ehrungen der 5-, 10-, 15-, 25-, und 30-jährigen Mitgliedschaft wurde an diesem Abend aber auch über den bereits angelaufenen Bundestagswahlkampf als auch zukünftige Vorhaben und Aktionen berichtet. Hoffen wir alle, dass wir uns demnächst wieder häufiger in Präsenz im Biergarten für politische Debatten treffen können.   

Verbringt eine schöne Zeit, bis zum nächsten Freitag, 

Euer

Henri von Oranienburg

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