Am 29.01.2021 war es soweit: Die Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialist*innen in Oranienburg wurde beschlossen. Wir – viele motivierte, junge Menschen – realisierten, dass die 45.000 Einwohnerstadt einen starken Juso-Ortsverein braucht. Mit einem engen kommunikativen Netz und institutionell frischem Wind möchten wir neuen Schwung in den Unterbezirk der Jusos Oberhavel bringen, der uns dankenswerterweise anerkannt und die Gründung komplettiert hat. Mit zahlreichen engagierten Alt- und Neumitglieder und einem progressiven Vorstandsmodell aus fünf gleichberechtigten Sprecher*innen wecken wir große Erwartungen und versprechen eine spannende, aussichtsreiche Zukunft. Wir werden euch künftig auf diesem Kanal über unsere Arbeit auf dem Laufenden halten und freuen uns über jede Unterstützung.

Die Jusos stellen sich vor

Wen interessiert, wer sich hinter den Oranienburger Jusos verbirgt, sollte unbedingt einen Blick in die persönlichen Vorstellungen unserer Jusos werfen.

Mitgliederbereich

Für alle Mitglieder der AG Jusos Oranienburg und Interessierte aus dem Oranienburger SPD-Ortsverein finden sich im Mitgliederbereich einige zusätzliche Informationen.

Aktuelles

Gedanken zum aktuellen Weltgeschehen

Zurzeit gehen wieder einmal erschütternde Bilder durch die Medien. Wir sind entsetzt über den andauernden Terror der Hamas. Über 1000 Raketen wurden in den letzten 48 Stunden auf Israel abgefeuert. Der Hamas ist egal, ob sie jüdische Israelis, arabisch-muslimische Israelis, Christ*innen oder arabische Palästinenser*innen töten. Die Räumung von Wohnungen in Sheikh Jarrah, weil sich die Bewohner*innen weigern Miete zu zahlen, ist ein rechtsstaatlicher Vorgang. Unmut darüber ist verständlich, rechtfertigt jedoch niemals Terror und Gewalt. Ohne den Iron Dome stünde Israel wieder einmal vor einer humanitären Katastrophe. Wer in Deutschland Synagogen und jüdische Mitmenschen angreift und ein „freies Palästina zwischen Jordan und Mittelmeer“ fordert, ist kein*e Aktivist*in, sondern Antisemit*in und fordert die Auslöschung Israels. Wir verurteilen jegliche Form von Terrorismus und Gewalt gegenüber jüdischen Mitbürger*innen und Israel. Eine friedliche Lösung des Konflikts zwischen den arabischen Palästinenser*innen und Israel kann nur am Verhandlungstisch stattfinden. Dafür müssen Hamas, Fatah und PLO den Terror einstellen.

Mazel Tov zum 73.!

Israel feiert heute den Jom haAtzma’ut, den „Tag der Unabhängigkeit“. Vor 73 Jahren, am 14. Mai 1948 erfolgte die israelische Unabhängigkeitserklärung. Seit der Gründung des Staates ist Israel Schutzraum für Jüdinnen und Juden. Weltweite Verfolgung und Pogrome zeigten und zeigen die Notwendigkeit dieses Schutzraumes. Von Beginn an mussten Jüdinnen und Juden diesen Schutzraum mit ihrem Leben beschützen. Seit 1948 sind 23,928 israelische Soldat:innen in der Verteidigung ihrer Heimat gefallen und 3,158 Zivilist:innen wurden durch Terrorist:innen ermordet. Schicksale wie das von David Guttmann sind besonders anschaulich, David überlebte das Konzentrationslager Auschwitz und fiel 1948 nach dem Überfall arabischer Armeen auf den neu gegründeten Staat Israel. Unter der langen Liste israelischer Opfer befindet sich auch Yonathan Netanyahu. Der Bruder des in der (linken) Kritik stehenden Benjamin Netanyahu fiel in der Operation Entebbe. Yonathan kommandierte die Sajareth Matkal, welche israelische Geiseln aus der Hand palästinensischer und deutscher linksextremer Terrorist:innen befreite. Trotz der permanenten Gefahr durch Terror und Krieg ist Israel eine blühende Demokratie. Vor kurzem hat bereits die vierte Wahl seit 2 Jahren stattgefunden. Obwohl Israel ein jüdischer Staat und jüdischer Schutzraum ist, ist Israel auch multikulturell geprägt. Christ:innen, Araber:innen, Muslim:innen, (ultra-)orthodoxe Jüd:innen und andere religiöse Minderheiten wie die Bahai leben in Israel in einer diversen Gesellschaft zusammen. Die Knesset ist deutlich diverser als unser Bundestag und zeigt, dass politische Teilhabe von gesellschaftlichen Minderheiten sehr gut funktionieren kann. Grundsätzlich findet jährlich (pandemiebedingt zuletzt 2019 mit 250.000 Besucher:innen) die Tel Aviv Pride Parade statt für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern oder Nichtbinären.
Geimpfte Tourist:innen können ab dem 23.Mai.2021 wieder nach Israel einreisen, eine gute Gelegenheit Vorurteile abzubauen und ein interessantes Land kennenzulernen!

Shalom uBracha,
Jusos Oranienburg!

19. Februar

Mölln, Rostock, Halle, Istha, Hamburg, Solingen, Garbsen, Hannover, München, Berlin und am 19.02.20: Hanau. Heute vor einem Jahr wurden Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun und Fatih Saraçoğlu von einem Rassisten und Neo-Nazi in Hanau ermordet. Der Täter erschoss die Opfer in einer Bar, einem Kiosk, einem Lokal und auf einem Parkplatz. Noch immer sind etliche Fragen ungeklärt. Warum waren die Notrufleitungen nicht besetzt? Hat die Polizei angeordnet die Notausgänge der Arena Bar verschließen zu lassen? Warum erhielten die Familienangehörigen der Opfer Gefährderansprachen durch die Polizei? Warum wurden die Leichen ohne Rücksprache mit den Familien obduziert?
Der Großvater von Filip Goman, der Urgroßvater von Mercedes Kierpacz
wurde im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz vergast. Mercedes wird 2020 von einem Neo-Nazi erschossen, weil sie Rom:nja waren. 2021 diskutieren Prominente im Fernsehen ob wir das Z-Wort noch sagen dürfen. Deutschland hat ein Rassismus-Problem. Die Zuschreibung von Andersartigkeit reproduziert rassistische Denkmuster. Hamza Kurtović hatte blonde Haare und blaue Augen, die Polizei beschrieb sein Äußeres als typisch orientalisch. Die Opfer waren keine Fremden, sie waren keine ‚Anderen‘. Sie waren Hanauerinnen und Hanauer, Deutsche. Sprache ist mächtig, Begriffe wie „Migrationshintergrund“, „Clan-Kriminalität“, „südländisches Aussehen“ oder „kulturelle Unterschiede“ stigmatisieren komplette Teile unserer Bevölkerung und bieten Ansatzpunkte für rassistische Ideologien. Wie viele rassistische und rechtsextreme Morde müssen noch geschehen, bis die Gesellschaft aufsteht?




Richtlinie der Arbeitsgemeinschaft Jusos Oranienburg



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