
News / Wöchentliche Kolumne
Zehlendorf hat am 22. Februar die Wahl

In den skandinavischen Ländern ist es Tradition: Das Ende der Weihnachtszeit wird mit dem Knutfest gefeiert. Auch bei uns finden immer mehr Orte daran Gefallen. Gefeiert wurde am Wochenende auch im Ortsteil Germendorf. Unter den Feiernden waren Torsten Simon und Yvonne Lehmann vom Vorstand der SPD Oranienburg sowie Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD).

Brandenburg ist, wenn der Abteilungsleiter Rainer Grieger aus dem Innenministerium des Landes zusammen mit dem Landespolizeiorchestermal mal eben einen Hit zum 20. Jubiläum des Campus der Hochschule der Polizei in Oranienburg schmettert. Oranienburgs Bürgermeisterin Collin-Feeder war begeistert! Hören Sie rein, was sagen Sie?
Am 22. Februar wird im Ortsteil Zehlendorf ein neuen Ortsbeirat gewählt. Für die SPD treten Holger Mücke, Ahmet Öztemel und Dominic Kaiser an. Ihre Plakate hängen seit dieser Woche. Zur Erinnerung: Nötig ist die Wahl nur, weil im Oktober Jörg Thomas (AfD) überraschend zurückgetreten ist, um jetzt doch wieder für die gesichert rechtsextremistische Partei bei der Neuwahl anzutreten. Das ist Heuchelei. Denn wer offensichtlich wenig übrig hat für Zehlendorf und keine Verantwortung übernehmen will, der hat auch jetzt nichts im Ortsbeirat zu suchen!

Der Facebook-Beitrag zum Plakatierungsstart wurde scheinbar in AfD-nahe Gruppen geteilt, um diesen mit negativen Reaktionen und Kommentaren zu überziehen. Neben dem üblichen, inhaltslosen SPD-Bashing wurden unsere Kandidaten, die für ihren Ortsteil ehrenamtlich Verantwortung übernehmen wollen, ebenso pauschal verurteilt und mit abfälligen Kommentaren bedacht. Das geht so nicht und gehört entschieden abgewiesen. Was die Facebook-Rambos jedoch vergessen haben: Mit jedem Kommentar, jeder Reaktion erhöht sich die Reichweite des Beitrags. Und gerade die Menschen, die es betrifft, wissen von den Vorhaben ihrer Freunde und Nachbarn. Mal wieder ins eigene Fleisch geschnitten.
Neues steht auch in Potsdam an: SPD und CDU haben Koalitionsgespräche aufgenommen. Unser Oranienburger Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann verhandelt zu den Themen Gesundheit, Soziales und Kultur mit. Wie man hört, verlaufen die Gespräche konstruktiv. Alle Beteiligten sind sich ihrer Verantwortung bewusst. SPD und CDU wollen Tempo machen. Und wie wichtig das ist, zeigte Finanzminister Robert Crumbach mit seinem Ausblick zum nächsten Landeshaushalt: Über 3 Milliarden Euro fehlen. Es braucht einen guten Fahrplan, um diese erste große Herausforderung zu meistern. Für den 14. März ist ein Parteitag der SPD Brandenburg geplant, wo über den neuen Koalitionsvertag abgestimmt werden soll.
Was sonst noch los war: David Presciuttini, Vorsitzender der Jusos Oranienburg, hat sich in unserer Stadt umgesehen, wo die EU ganz konkrete Projekte ermöglicht hat. Die Suche nach den Fördermitteln führte ihn zur Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof, zum TolOra-Gelände und zu unserer Stadtbibliothek. Allein in letzterer stecken 3,5 Millionen Euro aus EU-Geldern drin. Man sehe also, so der Sozialdemokrat, wie die EU auch direkt vor Ort helfe, jenseits der großen Linien des Binnenmarktes, Freizügigkeit und Frieden. Toll! Hier können Sie sich das Video ansehen: EU in Oranienburg?!
Dass man das Jahr auch etwas ruhiger angehen kann, haben SPD-Chefin Marei John-Ohnesorg, die Stadtverordnete Mareen Curran und Stadtverordnetenvorsteher Dirk Blettermann erlebt. Die Fraktion Bündnis 90 /Die Grünen in der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung haben zum Neujahrsspaziergang 2026 eingeladen. Auch weitere Vertreterinnen und Vertreter der demokratischer Fraktionen nahmen die Einladung gerne an. Interessante Einblicke gab es auch – nämlich in das Oranienburger Wasserwerk. Danke für die Einladung, den Gästen hat es gut gefallen. Das war ein toller Einblick in die Technik, die Brunnen, die Aufbereitung und überhaupt alles, was mit Wasser in Oranienburg zu tun hat.
Am Donnerstag trafen sich die Sozis aus Oranienburg zur ersten Mitgliederversammlung in diesem Jahr. Dir Hütte war voll. Klar, denn unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann und Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder hatten Spannendes aus dem Landtag und dem Schloss Oranienburg zu berichten. Da gibt es natürlich ordentlich Gesprächsbedarf.
Gesprächsbedarf gibt es auch zu Sparvorschlägen der Stadtverwaltung, um den städtischen Haushalt zu entlasten. Ein Vorschlag: Einsparungen bei der der Kostenbeteiligung am Schulessen. Die Folge wären höhere Kosten für Kinder und Eltern. In Kommentarspalten stehen die Schuldigen schnell fest: „Die SPD und ihre Bürgermeisterin.“ Dass das Thema schon vor der Amtsübernahme debattiert wurde und die Kürzung nicht von der SPD vorangetrieben wurde, wird gerne ignoriert. Deshalb sei noch einmal erwähnt: Alle Ausschüsse und die Stadtverordnetenversammlung tagen öffentlich. Jede und jeder ist herzlich eingeladen, dabei zu sein und lieber Fakten geliefert zu bekommen, statt Fake News auf den Leim zu gehen.
Eure Henriette von Oranienburg
Ärmel hochkrempeln und ran an die Arbeit!

Auf dem Laufendem hält Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder die Menschen über ihre ersten Tage im Amt. Haben Sie das Video auf den Social Media- Seiten der Stadt gesehen? Sie informiert über Dezernenten-Runden oder Besuche in den Ämtern. Im Schloss wurde sie herzlich begrüßt. Die City-Gemeinschaft Oranienburg hat sie am Freitag besucht und es sich nicht nehmen lassen, eine besondere Leckerei der Bäckerei Grünlers für das Team mitzubringen. Das war offensichtlich eine Überraschung und eine, die sich sehen lassen kann. Ihr erster öffentlicher Termin war der Anstoß der OHV-Hallenmasters am Samstag gemeinsam mit Landrat Alexander Tönnies (SPD). Auch TuS-Sachsenhausen-Vorsitzender Burkhard Wilde war natürlich live dabei. Eine Bürgermeisterin, die präsent und ansprechbar ist, wie im Wahlkampf versprochen – weiter so, finden wir gut!
Beginnendes Glatteis veranlasste den Vorstand der SPD Oranienburg dazu, sich am Montag online zur ersten Sitzung in diesem Jahr zu treffen. Eine Ausnahme, wie SPD-Chefin Marei John-Ohnesorg verkündete, aber Sicherheit geht vor. Auf dem Programm standen unter anderem erste Planungen für 2026. An Motivation und Tatendrang mangelt es dem Vorstand nicht: Das wirft große Schatten voraus. Es wird von den Oranienburger Genossinnen und Genossen einiges zu hören und zu lesen geben in diesem Jahr!
Apropos Schatten: Haben Sie es gehört? Die SPD im Bund hat einen Entwurf für eine Reform der Erbschaftssteuer vorgelegt. Die Empörungswellen ließen nicht lange auf sich warten, auch der CDU-Koalitionspartner geizte nicht mit Kritik. Doch mal Klartext: Die Kassen in Bund, Ländern und Kommunen sind leer. Erbschaften sind stark konzentriert auf etwa 10 Prozent der superreichen Bevölkerung. Die reichsten der Reichen rechnen sich geschickt künstlich arm, um am Fiskus vorbei Steuern zu sparen. Schon heute gelten Freibeträge für Erbschaften, von denen der Großteil der Menschen in Brandenburg nur träumen kann. Statt also in Haushaltsdiskussionen immer nach unten zu schielen und den Rotstift bei Sozialausgaben ansetzen zu wollen, ist es richtig, über neue Regeln für Superreiche nachzudenken, denn um die geht es.
Eine gute Nachricht: In diesem Jahr sind geringe Einkommen wieder deutlich gestiegen. Der Mindestlohn wurde zu Jahresbeginn von 12,82 € auf 13,90 € um über 1 € pro Stunde angehoben. Davon profitieren über 6 Millionen Menschen ganz real – und besonders viele Brandenburgerinnen und Brandenburger! 2027 soll er dann auf 14,60€ steigen. Das kommt der SPD-Forderung aus dem Bundestagswahlprogramm von 15€/Stunde sehr nahe. Der Mindestlohn ist ein sozialdemokratisches Erfolgsprojekt! Begonnen bei 8 Euro unter massiver (und nicht nur unberechtigter) Kritik, brach er über Monate und Jahre auch bei Neoliberalen und Konservativen das Eis. Selbst diese stellen sich nicht mehr offen gegen ihn und tragen Erhöhungen mit.

Kleine und große Anfragen aus der Bundespolitik finden oft ihre mediale Verwertung. Anfragen gibt es aber auch in der Kommunalpolitik, sie binden Ressourcen in der Verwaltung und offenbaren mal mehr mal weniger spannende Einblicke in die Daten unserer Stadt. Politisch passiert mit diesen Erkenntnissen in der Regel aber wenig. Diese „Tradition“ hat Genosse Gero Gewald nun gebrochen und die Erkenntnisse aus der jüngsten Anfrage aufgegriffen und eine SPD-Position aus ihnen abgeleitet. Es geht um den Livestream der kommunalpolitischen Sitzungen, deren Kosten und Zugriffszahlen. Ein aufschlussreiches Video – schauen Sie rein: Facebook-Reel

Nach dem Koalitionsende im Landtag Brandenburg stehen die Zeichen auf Neustart. Fraktionschef Björn Lüttmann gab am Dienstag Einblicke, wie es weitergeht. Schon in dieser Woche haben sich die Landesverbände von SPD und CDU zu ersten Gesprächen getroffen. Für die SPD sitzen am Verhandlungstisch: SPD-Landeschef Dietmar Woidke, Vize-Chefin Ines Hübner, Generalsekretär Kurt Fischer, Björn Lüttmann, Kathrin Schneider und Jörg Vogelsänger. Im März soll die Koalition stehen – wir sind zuversichtlich, dass das klappt. Am Mittwoch hat die Oberhaveler SPD nach Hennigsdorf eingeladen. Benjamin Grimm, Vorsitzender des Unterbezirks, hat dort berichtet, wie es weitergeht. Der Raum war voll.
Zum 81. Jahrestag der Ermordung von Fritz Elsas im ehemaligen KZ Sachsenhausen kamen zahlreiche Kommunalpolitiker zusammen, um gemeinsam an dessen Schicksal zu erinnern. Fritz Elsas war zwischen 1931 und 1933 zweiter Bürgermeister der Stadt Berlin. Kurze Ansprachen hielten der Glienicker Bürgermeister Oberlack und des Antisemitismusbeauftragte des Landes Brandenburg, Andreas Büttner. Für Stadt und Kreis nahm auch der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann an der jährlichen Veranstaltung teil und legte einen Kranz nieder.
Frauen und Finanzen: Das Thema Finanzen schreckt immer noch viele ab. Dass der Umgang mit Geld und ein Polster für die eigene Vorsorge aufzubauen, gar nicht schwer ist, zeigen die SPD-Frauen um Marei John-Ohnesorg und Romy Segler in ihrer Veranstaltungsreihe. Beim Online-Treffen am Dienstag ging es um das Thema „Vom Denken ins Handeln – Gedanken rund ums Geld verändern“. Verpasst? Kein Problem. Die Reihe läuft weiter und ist für alle offen! Die nächsten Termine sind: 10.2. und 24.3.

Das neue Jahr ist noch jung – hat aber schon wieder ordentlich an Fahrt aufgenommen. Bei aller Arbeit sollte aber auch das Vergnügen nicht zu kurz kommen. Beim Knutfest am Samstag, 17 Uhr, auf der Festwiese in Germendorf gibt es dazu eine erste Gelegenheit. Wer einen Weihnachtsbaum mitbringt, bekommt einen Glühwein gratis – allen, die dabei sind, wünschen wir viel Vergnügen!
Herzlichst
Eure Henriette von Oranienburg
Machtwechsel, Matsch und Meinungsschlachten

Am Montag war es so weit – und man darf das ruhig wörtlich nehmen: In einer außerordentlichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde Alexander Laesicke offiziell aus dem Amt entlassen und Jennifer Collin-Feeder als neue Bürgermeisterin vereidigt. Ein Moment mit Gewicht. Stadtverordneten-Vorsitzender Dirk Blettermann fand die passenden Worte für beide und hatte sich zuvor persönlich dafür eingesetzt, dass dieser Anlass den würdigen Rahmen bekam, den er verdiente. Danach wurde gratuliert, fotografiert und – ganz kommunalpolitisch bodenständig – bei belegten Brötchen weiterdiskutiert. Demokratie riecht eben manchmal nach Kaffee und Remoulade.
Während im Saal noch Händeschütteln angesagt war, lag draußen Oranienburg unter einer dicken Schneedecke. Wunderschön anzusehen, vor allem auf Instagram und Facebook. Weniger schön dagegen in den Kommentarspalten. Dort wurde der Winterdienst wahlweise für unfähig oder gleich für arbeitsunwillig erklärt. Dirk Blettermann stellte sich – sachlich und klar – vor die Mitarbeitenden, die in mehreren Schichten, auch nachts, unterwegs sind, um Wege sicher zu halten. Ein Dank, der angebracht war und im Saal entsprechend honoriert wurde. Ob er auch bis zu den „Facebook-Rambos“ durchgedrungen ist? Man darf zweifeln. Aber gesagt werden musste es. Danke dafür. Und Dank auch heute noch mal an alle, die da draußen für Sicherheit sorgen.
Apropos soziale Netzwerke: Natürlich berichteten auch MAZ und OGA dort über die Amtsübernahme von Jennifer Collin-Feeder. Und natürlich dauerte es nicht lange, bis sich darunter die immer gleichen Erzählungen sammelten: von der „gestohlenen Wahl“, vom angeblich illegitimen zweiten Wahlgang, von ominöser Schiebung. Alles ließe sich leicht erklären, rechtlich einordnen und mit einem Blick ins Wahlgesetz klären. Aber wer nimmt sich dafür schon Zeit, wenn es doch viel einfacher ist, den eigenen Frust ungefiltert ins Internet zu kippen? Dass die AfD solche Narrative streut und befeuert, überrascht nicht. Dass Menschen, die sich selbst für kritisch und unabhängig halten, sie unreflektiert nachplappern, dagegen schon. Offenbar gehört unbegründete Empörung inzwischen fest zum digitalen Grundrauschen. Neue Zeiten, neue Zumutungen.
Kaum hatte Jennifer Collin-Feeder ihren Amtseid als neue Bürgermeisterin abgelegt, ging es am nächsten Morgen auch schon los im Schloss. Mit einer großen „Herzlich Willkommen“ Girlande und vielen Blumen wurde sie von ihrem neuen Team herzlich begrüßt. Anschließend ging es durch die ganze Verwaltung und die neue Bürgermeisterin stellte sich allen Mitarbeitenden persönlich per Handschlag vor – genauso, wie sie es einst in einem ihrer vielen Videos angekündigt hatte. Das kam gut an im Haus. Ihr erster externer Gast im neuen Büro war übrigens Dirk Blettermann, der der neuen Bürgermeisterin am Donnerstag einen kurzen Besuch abstattete und feststelle: Der Laden brummt! Jennifer Collin-Feeder ist schon voll in der Mache und hat ein höchst engagiertes Team um sich. So muss es sein!
Und, natürlich sind mit der neuen Bürgermeisterin auch ein paar ihrer Geschenke und Präsente vom Tag der Amtseinführung mit eingezogen. So zum Beispiel die Topfpflanze der Freien Wähler, wie man munkelt.
Mit einem politischen Paukenschlag startete auch der Brandenburger Landtag ins neue Jahr. Ministerpräsident Dietmar Woidke beendete die Koalition aus SPD und BSW. Anhaltende Streitigkeiten innerhalb der BSW-Fraktion, die sich in den vergangenen Wochen öffentlichkeitswirksam selbst zerlegt hatte, machten eine verlässliche Zusammenarbeit unmöglich. Zwei ehemalige BSW-Abgeordnete, denen offenbar mehr an Gestaltungswillen als an Dauerdrama gelegen ist, schlossen sich der SPD-Fraktion an. Damit ist eine Koalition der politischen Mitte aus SPD und CDU rechnerisch wieder möglich. Fraktionschef Björn Lüttmann kündigte an, dass die Landesverbände von SPD und CDU nun Gespräche für eine verantwortungsvolle Zusammenarbeit führen werden. Kurz gesagt: Es gibt viel zu tun – und keine Zeit für Spielchen.
Trotzdem hat die AfD-Fraktion am Freitag eine Sondersitzung des Landtages einberufen lassen und spekuliert offen auf Neuwahlen. Mit diesem durchsichtigen Manöver werden die Rechtspopulisten nicht durchkommen. Denn für politisches Hickhack ist die Lage zu ernst. Die Verantwortung der gewählten Abgeordneten muss anerkannt werden – und es braucht schnellstmöglich eine arbeitsfähige Regierungskoalition. Die Menschen im Land erwarten zu Recht, dass Landespolitik nicht blockiert, sondern handelt und Politik zum Wohle der Brandenburgerinnen und Brandenburger macht – nicht zur Selbstinszenierung.
Und dann, kaum hatte das Jahr begonnen, diese Nachricht: Eine US-Spezialeinheit entführt den venezolanischen Machthaber Maduro, bringt ihn vor ein Gericht in New York, Caracas wird dabei mit Raketen beschossen. Während andere eifrig darüber diskutieren, welcher völkerrechtswidrige Angriff nun schlimmer sei und welcher weniger, weist SPD-Chef Lars Klingbeil darauf hin: Auch die USA dürfen internationales Recht nicht brechen. Erstaunlich, dass selbst solche Selbstverständlichkeiten inzwischen wieder ausgesprochen werden müssen.
Übrigens gibt’s schon Osterdeko in den Läden. Ist das zu glauben? Kaum ist Silvester um, geht’s in die nächste Saison. Das Wetter lässt einen allerdings nicht auf die Idee kommen … .
Ein völlig anderes Thema: Ein schreckliche Krebsdiagnose reißt eine Lehnitzer Familie aus ihrem normalen Leben. Antonio ist 16 Jahre und schwer erkrankt. Ein Spendenaufruf verbreitet sich rasend schnell. Er soll wenigstens den wirtschaftlichen Engpass der Familie in der schweren Zeit lindern. Dem Aufruf sind viele Menschen auch aus Oranienburg gefolgt. Das ist gelebte Menschlichkeit und Solidarität. Wir wünschen Antonio und seiner Familie alles Gute. Infos zum Spenden gibt es hier: Link zu gofundme
Der heutige Freitag bringt das Sturmtief „Elli“ zu uns – es wird ungemütlich mit viel Schnee, Wind und klirrender Kälte. Wer nicht unbedingt muss, sollte die eigenen vier Wände nicht verlassen. Passen Sie auf sich und die Menschen in Ihrem Umfeld auf!
Ihr Henri von Oranienburg
Frohes neues Jahr!

Wir sind Bürgermeisterin! Das Jahr 2025 ist vorbei. Für uns war das größte Ereignis natürlich die Bürgermeisterwahl. Das war ein Kraftakt. Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben. Jetzt freuen wir uns sehr mit Jennifer Collin-Feeder, dass sie am 6. Januar im Rathaus starten darf. Jetzt geht es an’s Arbeiten. Gut, dass es eine gut aufgestellte Verwaltung mit motivierten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gibt. Wir wünschen Jennifer allzeit viel Erfolg, viel Ruhe in den ersten Tagen, aber auch Weitsicht bei allen Entscheidungen für eine lebendige und attraktive Stadt.
Und jährlich grüßt die Böllerverbotsdiskussion. Meist beginnt sie Mitte bis später Dezember und endet Anfang Januar. Videos kursieren, die zitternde Hunde zeigen oder wie sich die „besten Freunde des Menschen“ beim Gassigehen nicht weiter trauen, weil einige bereits an den Vortagen Raketen zünden und Böller werfen. Auf Facebook gibt es ein Video eines Drohnenflugs über die Stadt. Es zeigt eine Stadt in dichtem Rauch. Andere argumentieren mit Tradition, Freiheit zu diesem Anlass und dass man sich nicht nach wenigen Unverantwortlichen richten darf, wenn wieder Menschen Finger und Leben beim unsachgemäßen Gebrauch oder im Umgang mit nicht-zugelassenem Material verlieren. Wie auch immer man dazu steht: Es ist erstaunlich, dass die Gesellschaft sich nicht auf einen Umgang einigt, sondern das Thema jährlich aufs Neue „aufflammt“, bis letztlich der Status Quo beibehalten wird. Die Diskussion zur Zeitumstellung lässt grüßen.
Auf Social-Media gab es in den vergangenen Tagen viele Jahresrückblicke. Ob Abgeordnete, Ortsvereine verschiedener Parteien oder Privatpersonen: Immer mehr Anwendungen, die die Erstellung von Jahresrückblicken vereinfachen, machen es möglich. Es ist spsnnend, zu sehen, wie unterschiedlich verschiedene Erfahrungen waren und was in einem Jahr doch alles passiert ist. Mal schauen, was sich während der nächsten Sonnenumkreisung der Erde so ergibt.
Auch die SPD Oranienburg hat eine Grußbotschaft zum Jahreswechsel geschickt: Marei John-Ohnesorg (Vorsitzende), Gero Gewald (stellv. Vorsitzender) und Judith Brandt (Beisitzerin) warfen einen Blick auf das vergangene Jahr, gaben einen Ausblick auf bevorstehende Aktionen und machten auf die Erstellung des neuen SPD-Grundsatzprogramms aufmerksam. Ganz gemäß dem Motto: Bereits viel erreicht, noch mehr zu tun!
2025 war auch ein von großen Unsicherheiten geprägtes Jahr. Die Weltpolitik zwischen Trump und Putin lässt einen nicht mehr ruhig schlafen. Darauf haben wir nur sehr wenig Einfluss. Um so mehr wünschen wir uns in Bund, Land und Kommune einen funktionierenden Alltag, Busse, die kommen, Schulen, die gut ausgestattet sind, Gesundheitsversorgung, die einen nicht Monate auf Termine warten lässt, und vieles mehr. Das klappt mal mehr, mal weniger gut.
Ein letztes Highlight im vergangenen Jahr war der Silvester-Spendenlauf der Spedition Koczessa. Trotz frostiger Temperaturen gingen viele Läuferinnen und Läufer an den Start, um den 8 Kilometer Lauf um den Lehnitzsee zu bewältigen. Die Lehnitzer Ortsbeirätin Yvonne Lehmann und Stadtverordnete Mareen Curran waren wie jedes Jahr mit dabei. Auch Oranienburgs (fast) Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder zeigte sich von ihrer sportlichen Seite um war dabei.

Wir wünschen Euch allen ein friedliches neues Jahr. Bleibt gesund, bleibt optimistisch und gelassen. Dazu viel Freundlichkeit und Respekt untereinander und allen Menschen gegenüber.
Eure Henriette
Unsere Weihnachtskolumne zum Jahresende

Unsere angehende Bürgermeisterin, Jennifer Collin-Feeder, war vor Weihnachten viel unterwegs. Sie hat dabei die Gelegenheit genutzt, noch einmal Dankeskarten mit einem Weihnachtsgruß zu verteilen, was sehr gern angenommen wurde. Einige gab’s auch noch in die Briefkästen in der Umgebung.
Dann, am 21.12., ging es für Jennifer Collin-Feeder weiter zur Jüdischen Gemeinde. Dort wurde alle zum Chanukka-Fest und zum öffentlichen Entzünden des 8. Lichts ins Gemeindezentrum in die Lehnitzstraße begrüßt. Der Saal war so voll wie noch nie. Wir freuen uns zusammen mit der Vorsitzenden Elena Miropolskaja über den regen Zuspruch.
Jetzt ganz offiziell: Frieda-Glücksmann-Oberschule: Die Oberschule in Lehnitz hat die feierlichen Eröffnungsveranstaltung des Anbaus nebst neugestaltetem Schulhof gefeiert und gleichzeitig war es der offizielle Startschuss, sich künftig unter einem neuen, starken Namen zu präsentieren: die Oberschule Lehnitz ist nun Frieda-Glücksmann-Oberschule. Frieda Glücksmann steht für Mut und Verantwortung. Und das passt ziemlich gut zu uns“, sagt die Schülersprecherin Joud. Finden wir auch! Ortsvorsteher Matthias Hennig war natürlich zum Anschnitt der Torte dabei und Bildungsdezernent hat begrüßt.
Einen Tag vor Weihnachten, am Dienstag nutzten Jennifer Collin-Feeder und Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann den Tag für eine „Ansprech-Bar“. Neben einigen interessierten Bürgerinnen und Bürgern kamen auch viele, um der künftigen Bürgermeisterin zum Wahlsieg zu gratulieren. Außerdem war Matthias Hennig dabei und so entstand noch ein Weihnachtsgruß von den SPD-Fraktionsvorsitzenden aus Stadt und Land und der künftigen Hauptverwaltungsbeamtin.
Wie Björn Lüttmann berichtet, hat die Landesregierung beschlossen, dass die Modellregion Oranienburg zur Kampfmittelbeseitigung zur Kompetenzregion weiterentwickelt wird. Das bedeutet weiterhin viel Geld für Bombensuche und Personal. Es verbergen sich aber auch Kooperationen mit Hochschulen und eine Modernisierung der Kampfmittelsuche. Darüber kann sich auch Oranienburgs künftige Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder nur freuen.
Die letzte Veranstaltung mit dem amtierenden Bürgermeister Alexander Laesicke fand an Heiligabend statt. Traditionsgemäß besucht er mit dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann, die Oranienburger Feuerwehr. Wir danken allen Einsatzkräften sehr herzlich und wünschen in jeder Sicht ruhige und friedvolle Weihnachtstage.
Alle Jahre wieder: Heiligabend, 22 Uhr in der Florastraße in Lehnitz treffen sich die Lehnitzer_innen und lauschen den Bläser_innen und singen gemeinsam Weihnachtslieder. Ein toller Abschluss für Heiligabend und ein wunderschöner Start in die Weihnachtstage … auch wenn es diesmal bitter kalt war, haben der Ortsvorsteher Matthias Henning und Yvonne Lehmann begeistert mitgesungen.
Die Kälte hat uns fest im Griff. Um so mehr wünschen wir Euch warme, fröhliche Weihnachtstage. Erholt euch gut und sammelt Kraft für das nächste Jahr.
Eure Henriette von Oranienburg
Vom Spielen, Feste feiern und kulinarischen Höhepunkten

Ein Stück Stadtgeschichte ist zurück: Das sanierte „Haus der Familie Grieben“ in der Sachsenhausener Straße 1 wurde feierlich eingeweiht. Am 26. Januar 2026 öffnet es mit einem Tag der offenen Tür offiziell seine Türen. Künftig wird es Raum für Kultur, Freizeit und Ehrenamt bieten. Möglich gemacht wurde das Projekt unter anderem durch 1,7 Millionen Euro Städtebauförderung.
Am letzten Wochenende lockte der „Weihnachtgans-Auguste Markt“ wieder zahlreiche große und kleine Weihnachtsfans auf den Oranienburger Schlossplatz. Leuchtende Kinderaugen bei der lang erhofften Begegnung mit dem Weihnachtsmann und ein riesiger Weihnachtsbaum erfreuten die Besucherherzen genauso wie die wärmenden Speisen und Getränke.
Schöne Spielplätze braucht die Stadt … Oranienburg hat einen neuen Spielplatz und der wurde bei schönstem Wetter eingeweiht. Der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann, und unsere neue Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder haben schon mal die Schaukeln getestet. Insgesamt hat die Stadt 314.000 Euro in den Spielplatz investiert, die Gesamtfläche sind immerhin 2000 m2. Bei der Planung des Spielplatzes wurden auch weniger bewegliche Kinder oder Kinder, die einen Rollstuhl nutzen, mitgedacht. Finden wir gut. Habt ihr schon den Spielplatz an der Elfenwiese in Oranienburg-Süd entdeckt?
Ab Januar wird in Brandenburg private Nachbarschaftshilfe in der Pflege möglich: Unterstützungen wie Einkaufen, Begleitung zu Arztterminen oder gemeinsame Spaziergänge können künftig über die Pflegekasse, etwa über den Entlastungsbeitrag, entschädigt werden. Das entlastet Angehörige und schließt Versorgungslücken – insbesondere im ländlichen Raum. Das Brandenburger Kabinett machte in dieser Woche den Weg dafür frei. Ein sozialpolitischer Erfolg, für den sich auch die SPD-Landtagsfraktion starkgemacht hat, wie unsere Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann betont.
Der Landtag diskutierte in dieser Woche unter anderem das Thema Verteidigungsfähigkeit. In seiner Rede machte der Fraktionschef Björn Lüttmann deutlich, dass Frieden, Freiheit und Sicherheit keine Selbstverständlichkeiten mehr sind, sondern aktiv geschützt werden müssen. Angesichts von Krieg, Cyberangriffen und Desinformation braucht es eine handlungsfähige Bundeswehr. Standorte wie Holzdorf oder das Raketenabwehrsystem Arrow 3 zeigen: Sicherheitspolitik ist auch regionale Verantwortung – mit Chancen für Infrastruktur und Arbeitsplätze. Sicherheitspolitik bleibt damit keine abstrakte Debatte, sondern wird vor Ort spürbar – einer Verantwortung, der sich Brandenburg stellt.
Selbst drei Wochen nach dem Bundeskongress der Jusos reißt die Kritik an SPD-Chefin Bärbel Bas nicht ab. Zur Erinnerung, Bas äußerte dort ihre Eindrücke vom Besuch des Arbeitgebertages mit den Worten ihr sei klar geworden, „gegen wen wir eigentlich gemeinsam kämpfen müssen“. Das war nichts Revolutionäres, sondern etwas ziemlich Bodenständiges: Dass es dort Konflikte gibt, wo wenige sehr viel haben und viele kaum über die Runden kommen. Und dass manche Arbeitgeber diese Realität gern ausblenden. Wer das als „Arbeitgeber sind die Gegner“-Skandal verkauft, hat entweder schlecht zugehört oder sehr empfindliche Ohren. Bärbel Bas hat keine Fronten erfunden, sie hat lediglich ausgesprochen, was viele erleben: soziale Ungleichheit. Es ist Aufgabe der Sozialdemokratie, das laut auszusprechen. Die Grenze zwischen Arm und Reich ist real, sie verläuft nicht theoretisch, sondern durch Betriebe, Haushalte und Lebensläufe. Und ja: Gute Arbeitgeber wissen das längst und übernehmen Verantwortung. Wer sich angesprochen fühlt, sollte vielleicht weniger empört reagieren und mehr darüber nachdenken, warum. Kurz gesagt: Soziale Gegensätze zu benennen heißt nicht zu spalten – sondern ehrlich zu sein.
Ein Blick nach Velten und was passiert, wenn Demokratie blockiert wird. Die letzte Veltener Stadtverordnetenversammlung (SVV) wird in Erinnerung bleiben. Wichtige Entscheidungen sollten getroffen werden: Haushalt, Wahl eines neuen wird SVV-Vorsitzenden, Abstimmung der Beanstandung der Wahl der neuen Wahlleitung, Wahl des Stadtwehrführers – doch es kam anders. Nach einem Patt bei der Wahl des neuen Vorsitzes verließen Pro Velten, AfD und Die Heimat (NPD) geschlossen die Sitzung. Ergebnis: Beschlussunfähigkeit, kein Haushalt, Stillstand. Ein bitteres Beispiel dafür, was passiert, wenn Rechtsaußen-Kräfte demokratische Verantwortung mit Füßen treten. Velten droht ins Chaos zu versinken. Die Leidtragenden sind die Bürgerinnen und Bürger der Stadt.
Essen ist wichtig. Und es sagt so viel. Manchmal werden auch Klischees erfüllt, aber das sagen wir natürlich nur ganz leise. Aus dem Aufsichtsrat der Holding wurde uns ein Foto mit sehr vielen Hackfleischbrötchen zugespielt. Sieht nicht so aus, als hätte es eine vegane Variante gegeben. Bei der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung sind Frikadellen populär. Unsere zukünftige Bürgermeisterin, Jennifer Collin-Feeder, hat diese Woche zusammen mit Thomas Lehmann, Mitglied im Ortsbeirat in Schmachtenhagen, vor Ort Dürüm probiert. War lecker, sagen die beiden.
Genießt die kulinarischen Höhepunkte der Weihnachtszeit!
Euer Henri von Oranienburg
TERMINE
VERANSTALTUNGEN / SITZUNGEN
Orangerie im Schloßpark, Kanalstraße
ab 17 Uhr
Die Tagesordnung zur Sitzung finden Sie auf der Webseite der Stadt Oranienburg unter folgendem Link: Informationen zu Stadtverordnetenversammlung
Die Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung werden live übertragen. Hier geht´s zum Livestream: Stadtverordnetenversammlung Oranienburg
Die Mitgliederversammlungen der SPD Oranienburg sind öffentlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, dabei zu sein.
> 18.30 Uhr, Versammlungsraum in der TURM ErlebnisCity
Wann: 19.3.26 | 19 Uhr | Stadt Oranienburg, Aula der Grundschule, Wiesenweg 4a









































