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News / Wöchentliche Kolumne


Wöchentliche Kolumne | 21.11.25

In dieser Woche standen spannende Abstimmungen an – in Oranienburg, auf Kreisebene und im Landtag Brandenburg. Aber der Reihe nach:

Am Dienstag traf sich die SPD-Stadtfraktion. Es ging um die Ergebnisse und Verläufe der Fachausschüsse, um alle Beteiligten auf Hauptausschuss und Stadtverordnetenversammlung vorzubereiten. Nach ein paar Stunden guter Führung durch den Fraktionsvorsitzenden Matthias Hennig stand der Fahrplan fest. Und da bei allen Terminen und Verpflichtungen auch das Angenehme nicht zu kurz kommen darf, wurde natürlich auch ein Termin für das Weihnachtsessen der Fraktion gesucht.

Im Landtag Brandenburg fanden in dieser Woche Landtagssitzungen statt. Und wie sicher alle nur halbwegs politisch Interessierten mitbekommen haben, hat unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann als SPD-Fraktionschef derzeit alle Hände voll zu tun. „Kompliziert“ beschreibt den aktuellen Beziehungsstatus zum Koalitionspartner BSW recht treffend. Die für Mittwoch angesetzte Abstimmung zur Rundfunkreform stürzte die BSW-Fraktion zuvor in eine tiefe Krise – ob sie sich davon erholt, bleibt abzuwarten. Ohne die CDU wäre es am Ende nicht gegangen. Dafür gebührt der CDU-Fraktion Respekt: So geht konstruktive Opposition, auch wenn erwähnt werden muss, dass die CDU die neue Reform maßgeblich mit ausgehandelt hatte.

Thema im Landtag war auch das neue „Zukunftspaket Brandenburg“. Eine „historische Chance“ nannte Björn Lüttmann die Infrastrukturoffensive für Schulen, Kitas, Straßen, Sport, Krankenhäuser oder Digitalisierung in seiner Rede. Das Paket soll die Mittel aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes verteilen. Von den insgesamt 500 Mrd. Euro gehen 3 Mrd. Euro nach Brandenburg und dort direkt in die Kreise und Städte. Schon gut, wenn die SPD auf allen Ebenen beteiligt ist! Denn ohne die SPD im Bund hätte es dieses Paket nicht gegeben.

In dieser Woche startete die neue Sitzungsrunde im Kreistag und damit die Haushaltsberatungen für das kommende Jahr. Auch der Kreis hat harte Sparmaßnahmen angekündigt, die natürlich zu Diskussionen führen. Unsere Oranienburger SPD-Kreistagsmitglieder Matthias Hennig, Judith Brandt und Dirk Blettermann müssen gemeinsam mit der SPD-Kreistagsfraktion entscheiden, was verträglich ist und wo vielleicht nachbessert werden kann, damit die Einschnitte nicht zu groß ausfallen. Klar ist, sparen tut weh, jedoch muss der Landkreis mit einem soliden Haushalt handlungsfähig bleiben. Eine Premiere gab es für Judith Brandt, die den Sozialausschuss leiten durfte. Das hat ihr offenbar Spaß gemacht – „da könnte ich mich dran gewöhnen“, war nach der Sitzung von ihr zu hören.

Weißer Rauch stieg am Donnerstagabend über der TURM ErlebnisCity auf – ein neuer Vorstand der SPD Oranienburg wurde gewählt! Marei John-Ohnesorg wurde als Vorsitzende bestätigt. Stellvertreter sind Gero Gewald, Yvonne Lehmann und Torsten Simon. Unser neuer Finanzchef ist Thomas Lehmann. Der Mann für die Protokolle ist der neue Schriftführer Ole Funke. Die Beisitzerinnen und Beisitzer Judith Brandt, Arne Grimm, Tobias Kubusch, Claudia Werner (fehlt auf dem Foto) und Burkhard Wilde machen den Vorstand komplett. Damit besteht der neue Vorstand aus einer guten Mischung aus „alten Hasen“ und „frischem Wind“ – und das zeigt, jede und jeder, der sich politisch einbringen möchte, ist bei uns herzlich willkommen und kann sich für sozialdemokratische Politik in Oranienburg stark machen.

Es wird kalt, der Winter kündigt sich langsam an. Passt auf Euch auf!

Herzlichst

Eure Henriette


Wöchentliche Kolumne | 14.11.25
Der 9. November – ein geschichtsträchtiger Tag. In jener Nacht, der Reichspogromnacht 1938, brannten in ganz Deutschland Synagogen, jüdische Geschäfte wurden zerstört, Menschen verfolgt, misshandelt und ermordet. Auch Oranienburg blieb davon nicht verschont: Das jüdische Bethaus in der Havelstraße – einst ein zentraler Ort jüdischen Glaubens und Miteinanders – wurde verwüstet und später zwangsverkauft. Heute erinnert ein Gedenkstein an dieses Unrecht und mahnt uns, wachsam zu bleiben. Erinnerung bedeutet für uns Verantwortung – gegenüber der Geschichte und für die Zukunft. Wir freuen uns, dass am 9. November viele Menschen – und auch Schülerinnen und Schüler der Torhorst Gesamtschule Oranienburg – an der Gedenkveranstaltung teilgenommen haben und damit ein deutliches Zeichen gegen das Vergessen gesetzt wurde. Gerade in Zeiten, in denen Antisemitismus und rechte Hetze wieder lauter werden, ist es unsere Pflicht, Haltung zu zeigen: für Toleranz, Respekt und ein friedliches Zusammenleben in unserer Stadt. Jennifer Collin-Feeder, Dirk Blettermann, Marei John-Ohnesorg, Judith Brandt und viele andere waren dabei. Wir vergessen nicht.
Traditionelles Martinsgans-Essen der SPD Oranienburg beim Gasthof Niegisch: Partei ist mehr als Mitgliederversammlungen und hohe Politik. Nicht ohne Grund gliedert sich die SPD in Brandenburg in OrtsVEREINen. Teil unseres Ortsvereinslebens ist das jährliche Martinsgansessen. Hier ehren wir langjährige Mitgliedschaften: Unsere Stadtverordnete Mareen Curran hatte z.B. ihren 10. Jahrestag, während Ansgar Hinze auf über 40 Jahre in der SPD zurückblicken und von seinem Eintritt nach dem Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt berichten konnte. Aber auch heute gibt es Neueintritte: Seit der gewonnenen Bürgermeisterwahl haben bereits 5 weitere Neumitglieder den Weg in die SPD gefunden. Von Wahl und Wahlkampf berichtete unsere Bürgermeisterin in spe Jennifer Collin-Feeder. Sie nutzte die Chance dazu, um den vielen Menschen aus unserem Ortsverein, jenen der anderen Parteien und vielen weiteren für ihre Unterstützung zu danken. Durch den formalen Teil moderierte gewohnt souverän unsere Vorsitzende Marei John-Ohnesorg und eröffnete dann das leckere Buffet mit Gänsekeulen und Entenbrust. Zum Abschluss sangen wir noch gemeinsam die SPD-Klassiker „Brüder, zur Sonne zur Freiheit“ und „Wann wir schreiten Seit‘ an Seit'“. Ein runder Abend! Vielen Dank an den Gasthof Niegisch für das tolle Ambiente und die kulinarische Versorgung!
Premiere im Sozialausschuss: Oranienburgs jüngster SPD-Stadtverordneter Gero Gewald durfte erstmals die Sitzung des Gremiums leiten. Dazu kam es, da der eigentliche Ausschussvorsitzende krankheitsbedingt ausgefallen war. Der Juso war aber gut vorbereitet, begleitet er das Gremium doch schon seit 10 Jahren: als Mitglied des Jugendbeirates, als sachkundiger Einwohner, als Stadtverordneter – und jetzt eben auch in Leitungsfunktion. Dass ausgerechnet in dieser Sitzung sich zudem der „Arbeitskreis Junior“, der die Jugend- und Sozialarbeit der Stadt verbindet, vorstellte, muss eine dieser witzigen Fügungen des Schicksals gewesen sein. Am Ende wurde er fraktionsübergreifend für seine Sitzungsleitung gelobt. Feuertaufe bestanden!
In der Landesebene brodelt es derweil: In der Beratung von zwei Medienstaatsverträgen, die das System der öffentlich-rechtlichen u.a. transparenter und stärker lokalorientierter aufstellen sollen, treffen unterschiedliche Ansichten in der Regierung aufeinander. Die SPD-Fraktion unterstützt die Anträge, jene des BSW zeigt sich gespalten. Laut Medienberichten seien 5 für diese, während sie 9 ablehnen – wie auch die Namensgeberin Sahra Wagenknecht. Nun haben vier BSW-Landtagsabgeordnete die Partei verlassen, bleiben aber Fraktionsmitglieder. Die Koalition steht also weiterhin mit ihrer Mehrheit von 46 zu 42 Stimmen. SPD-Fraktionsvorsitzender Björn Lüttmann dazu: „Die Dynamik innerhalb der BSW-Fraktion ist überraschend und zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend zu bewerten . Ich habe zur Kenntnis genommen, dass es in der Erklärung der vier ausgetretenen ehemaligen BSW-Mitglieder ein klares Bekenntnis zur Koalition gibt.“ Welch ein Glück, dass der Fraktionschef mit Erfahrung und einer ausgleichenden Vermittlerrolle für Sicherheit in stürmischen Zeiten sorgen kann. Danke!
Auch in Oranienburg hat Björn Lüttmann allen Grund zur Freude: Nach 20 Jahren ist es so weit und es kam gestern zum Spatenstich, zum Neubau der Schleuse Friedenthal. Ein Projekt, dass der heutige Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion seit dem Beginn seines Engagements in Oranienburg – damals u.a. als Referent des Bürgermeisters – begleitet. Nach 10 Jahren der Planung und Kooperationen von Stadt, Land, Bund und der Wassertourismusinitiative Nordbrandenburg geht das Projekt nun endlich in die entscheidende Phase. „Ich danke allen, die an das Potenzial des Bauprojektes glaubten und es über viele Jahre hinweg unterstützt haben. Ich freue mich auf die Eröffnungsfeier“, lässt Oranienburgs starke Stimme in seiner Pressemitteilung wissen.
Wie ihr seht, in Oranienburg steht es nicht still und die SPD-Genossen haben Woche für Woche aller Hand zu tun. Da kommt das Wochenende und Zeit zur Erholung gut gelegen.
Bis nächste Woche!
Euer
Henri von Oranienburg

Wöchentliche Kolumne | 07.11.25

In der letzten Woche lud der amtierende Ortsvorsteher Ahmet Öztemel (SPD) aus dem Ortsteil Zehlendorf zu einer Infoveranstaltung. Der Sitzungsraum war zum Bersten voll. Eine Sitzung des Ortsbeirates kann nun nicht mehr stattfinden, weil die letzten Ortsbeiratsmitglieder ihr Mandat niedergelegt hatten und kein Nachrücker vorhanden war. Ahmed Öztemel berichtete über seine Arbeit der letzten Wochen. Immer wieder wurde er von seinen „Vorgängern/in“ lautstark unterbrochen. Man merkt schon, eine gedeihliche Arbeit war nicht mehr möglich. Nun steht eine Neuwahl des Ortsbeirates in Zehlendorf an. Der Termin steht auch schon fest: 22. Februar 206.

Am Montag wurde der Mannschaftstransportwagen (MTW) in der Oranienburger Hauptwache seiner Bestimmung übergeben. Neben dem Bürgermeister Alexander Laesicke und dem Vorsitzenden der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD) hat auch der Leiter der Oranienburger Feuerwehr, Jan Fielitz, und der Ortswehrführer der Feuerwehr Innenstadt, Felix Bugiel, einige Worte an die versammelten Feuerwehrleute gerichtet. Das neue Feuerwehrfahrzeug sieht nicht nur schick aus, sondern kann auch bis zu acht Personen zu den Gefahrenstellen in der Stadt befördern. Zur Übergabe kamen neben dem Vorsitzenden der SVV zwei weitere Stadtverordnete, nämlich Elke Kästner und Christian Howe.

Am Montagabend kamen auch die Mitglieder der SPD-Fraktion zusammen, um die Tagesordnungen für die nächsten Ausschusssitzungen vorzubereiten. Besonders schön war natürlich, dass die designierte Bürgermeisterin, Jennifer Collin-Feeder (SPD) Gast in der Fraktion war. Noch ist sie bis Ende Dezember 2025 in Velten als stellvertretende Bürgermeisterin tätig. Aber schon jetzt macht sie sich mit den aktuellen Themen der Stadt vertraut.

Am Mittwoch gab es einen ganz besonderen Termin: Jennifer Collin-Feeder war wieder zu Gast in der Fraktion, aber diesmal in der SPD-Bundestagsfraktion. Zusammen mit Marei John-Ohnesorg, der Vorsitzenden der SPD Oranienburg, durfte sie über ihren Wahlkampf in Oranienburg berichten – und vor allem über die Sorgen und Herausforderungen, die uns in den Städten beschäftigen. Sie hat dabei auch darüber gesprochen, wie wichtig es ist, Bürokratie abzubauen, unsere heimische Wirtschaft zu stärken und Oranienburg bei der Bekämpfung der Bombenlast zu unterstützen. Ein spannender Austausch, der gezeigt hat: Kommunalpolitik und Bundespolitik gehören zusammen – denn die großen Entscheidungen wirken sich immer auch bei uns vor Ort aus.

In dieser Woche wurden wieder die Stolpersteine in der Stadt Oranienburg geputzt. Eine jährliche Tradition, immer kurz vor dem 9. November, dem Tag der Pogrome von 1938. Schülerinnen und Schüler der Georg-Mentheim-Oberstufenzentum  waren auch in diesem Jahr wieder fleißig. Am Mittwoch säuberten sie die Steine, gemeinsam mit dem amtierenden Bürgermeister der Stadt, Alexander Laesicke und dem Vorsitzenden der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD).

Jetzt ist es wirklich Herbst geworden. Durch den ersten Frost fallen die Blätter von den Bäumen, die starken Winde tun ihr Übriges,

herzlichst

Eure

Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 31.10.25

In der vergangenen Woche haben sich zahlreiche Oranienburgerinnen und Oranienburger im Bürgerbüro des Oranienburger Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann (SPD) eingefunden. Viele wollten sich für den engagierten Wahlkampf der designierten Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder bedanken. Viele freuten sich über das deutliche Ergebnis der Bürgermeisterinnen-Wahl. Und ein besonderer Blumenstrauß wurde von der Firma ORAFOL mit den besten Glückwünschen abgegeben. Auch aus dem Rest der Republik kamen nette, positive Nachrichten. Wahl in Oranienburg ist eben nicht nur ein Lokalereignis.

Die Wahl war gerade vorbei, folgte schon das nächste Event: Die Lichternacht Oranienburg – Ein jährliches Highlight! Gute Laune, Lampionumzug und langes Shoppen in der Innenstadt. Es war wie immer eine tolle Veranstaltung. Danke an die CityGemeimschaft fürs Organisieren. Wir waren natürlich auch dabei und sammelten wie immer Spenden für einen guten Zweck – dieses Mal für die Oranienburger Tafel. Gero Gewald, Judith Brandt, Stefan Hübner, Tobias Kubusch, Marei John-Ohnesorg, David Presciuttini, Claudia Werner und Hagen Pietrzak haben tatkräftig unterstützt.
Parallel war der Lehnitzer Ortsvorsteher Matthias Hennig zusammen mit vielen anderen musikalisch unterwegs. Die 6 Richtigen haben in Lehnitz ihr Jubiläum gefeiert. Von Swing bis Rock, gute Laune garantiert. Tolle Sache, solche Veranstaltungen, auch und gerade in den Ortsteilen.

Am letzten Wochenende wurde in Berlin spekuliert, dass es ein Aufnahmezentrum für Geflüchtete in Oranienburg geben soll. Und man wusste sogar schon, wo das Zentrum aufgebaut werden soll, nämlich „auf einer Wiese nahe Oranienburg“. Dass bestimmte Kreise von AfD und anderen Rechtsverdrehte sofort auf diesen Zug aufsprangen, war eigentlich klar. Die Nachricht war noch nicht richtig angekommen, da dementierten sowohl die Landesregierung aus Berlin und die aus Brandenburg, dass es solche Pläne gibt. Früher nannte man solche Meldungen eine RIAS-Ente (die Jüngeren müssen jetzt sicherlich erstmal googeln).

Ist es Ihnen schon aufgefallen? In der Stadt hingen noch in dieser Woche viele Wahlplakate. 99 Prozent von der Wahlverliererin der AfD, Anja Waschkau. Nun weiß man nicht, ob es ein bloßes Versehen war, oder ob man auf einen dritten Wahlgang hoffte, den es nicht gibt. Aber mal im Ernst. Es wurde jetzt Zeit, dass die Plakate abgenommen werden, langsam verschandeln sie das „Stadtbild“.

Erfreulich ist: In Wahlkampfzeiten erleben die Parteien meistens Zugänge politisch interessierter Personen. Auch die Oranienburger SPD verzeichnet signifikant Zugänge in ihren Ortsverein. Bislang haben sich fünf Interessierte gemeldet, freut sich die Oranienburger SPD-Vorsitzende Marei John-Ohnesorg.

Am letzten Samstag und Sonntag gab es auf dem Spargelhof Kiefer im Ortsteil Zehlendorf wieder das jährliche Kürbisschnitzen. Auch wurden herrliche Leckereien aus Kürbis angeboten. Der amtierende Ortsvorsteher Ahmed Öztemel (SPD) und der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann waren am Samstag vor Ort und ließen sich die Köstlichkeiten schmecken. Am Sonntag war dann Jennifer Collin-Feeder mit Familie beim Kürbisschnitzen auf dem Spargelhof Kiefer.

Jetzt ist es wirklich Herbst geworden. Durch den ersten Frost fallen die Blätter von den Bäumen, die starken Winde tun ihr Übriges,

herzlichst

Eure

Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 24.10.25

Die Spannung steigerte sich mit der Auszählung eines jeden Stimmbezirks am letzten Sonntag. Gegen 19.30 Uhr war klar, Jennifer Collin-Feeder (SPD) (59,6 %) ist von der Oranienburger Bürgerschaft mit einem Vorsprung von knapp 20 Prozent zur Bürgermeisterin von Oranienburg gewählt worden. Damit hat die AfD-Kandidatin Anja Waschkau (40,4 %) hat die Wahl deutlich verloren. Eine große Erleichterung ging durch die Stadt.

Besonders groß war die Freude bei den vielen Gästen im Bürgerbüro der SPD in der Bernauer Straße. Alle haben gespannt auf den Monitor geschaut, bis alle Ergebnisse da waren. Oranienburgs SPD-Vorsitzende Marei John-Ohnesorg konnte ihre Freude kaum verbergen, als sie die Gewinnerin beglückwünschte und eine kurze Ansprache hielt. Auch Benjamin Grimm, Vorsitzender der SPD Oberhavel, der Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann und der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann brachten ihre Freude zum Ausdruck. Den größten Beifall erhielt aber die Kandidatin selbst. Sie bedankte sich bei Grüne, CDU, Linke, Piraten und Freie Wähler und den vielen Unterstützern in den letzten Wochen.

Besonders schön war es, dass die Fraktionschefs der Grünen, Susanne Zamecki, der CDU, Christian Howe, der Freien Wähler, Antje Wendt sowie die Vorsitzende der Oranienburger CDU, Nicole Walter-Mundt, und der Vorsitzende der örtlichen Piraten, Thomas Ney, zu denen gehörten, die persönlich gratulierten. Auch Vertreter der Linken, Elke und Olaf Kästner gehörten zu den Gratulanten. Der Landrat, Alexander Tönnies, war vor Ort, Thomas Günther aus Hennigsdorf, Ines Hübner aus Velten, Filippo Smaldino aus dem Mühlenbecker Land und viele andere aus Oranienburg und Oberhavel. Danke schön. Hier noch einmal ein paar Einblicke aus den letzten Wochen.

Auch die Oberhaveler Jusos haben die Wahlergebnisse im Blick: Am Dienstag trafen sie sich und werteten die Ergebnisse und Wahlkämpfe in Glienicke/Nordbahn, Velten, Hennigsdorf und Oranienburg aus. Jetzt gilt es für die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten, nächste Aktionen und Angebote zu diskutieren, um auch in der Wahlkampf-freien Zeit aktiv und sichtbar zu sein. Immerhin: Eigene Flyer haben sie sich bereits erstellt!

Der Wahlkampf ist jetzt vorbei. Am letzten Wochenende vor der Wahl versuchten die Rechtspopulisten nochmal massiv mit Dreck  um sich zu werfen. Das Ziel war primär die SPD-Kandidatin – aber auch die Lebenshilfe Oberhavel Süd geriet in die Schusslinie. Die AfD erhob schwere Vorwürfe, dass Mitarbeiter angeblich dazu gedrängt worden seien, dass ihre Klienten „das Kreuz an der richtigen Stelle“ setzen sollten. Stand Dienstagabend ist bei der Kommunalaufsicht kein Prüfauftrag eingegangen – es hätte auch keine Anfechtung der Wahl o.ä. gegeben. Lediglich eine Privatperson habe ohne Belege einen Prüfauftrag zur politischen Neutralität der Lebenshilfe gestellt – beim örtlichen Wahlleiter, der damit nichts zu tun hat. Es bleibt bei Hörensagen. Spannend ist auch das ohrenbetäubende Schweigen der sonst üblichen AfD-Kommentatoren unter einem entsprechenden Beirag der MAZ: Nachtigall, ick hör dir trapsen…

Ab Montag galt es nun, die Wahlplakate wieder einzusammeln. Der erste Ortsteil Lehnitz mit seinem Ortsvorsteher Matthias Hennig (SPD) meldete bereits am Abend Vollzug. Alle Plakate waren abgenommen worden. Große Leistung.

In dieser Woche wurde bekannt, dass der AfD-Vertreter im Ortsteil Zehlendorf, Jörg Thomas, sein Mandat als Ortsbeiratsmitglied aufgegeben hat. Seltsam, so kurz nachdem er sich an der Wahl zum Ortsvorsteher beteiligt hatte, hier aber nicht erfolgreich war. Wie lange ist das her? Genau: wenige Monate… Das durchsichtige Manöver wird noch deutlicher, wenn man weiß, dass es jetzt Neuwahlen für den Zehlendorfer Ortsbeirat geben wird. Wir werden mit Interesse beobachten, ob der, der jetzt zurücktritt, dann gleich wieder antritt. Eine Erkenntnis wurde jedenfalls wieder deutlich. Nämlich. Das man Afd-Vertretern wohl eher nicht trauen darf. Das wurde nun wieder einmal eindrucksvoll dokumentiert.

Heute Abend ist es soweit: Lichternacht der City-Gemeinschaft Oranienburg in der Bernauer Straße! Auch die Oranienburger Sozis sind wieder mit einem Stand dabei und freuen sich auf euch. Schaut gern ab 18 Uhr vorbei! Es erwartet euch ein Glücksrad, heiße Getränke, eine Spendenaktion und: Die Zuckerwattemaschine. Aber natürlich auch gute Gespräche. Die angehende Bürgermeisterin wird im Laufe des Abends ebenfalls erwartet. Wir freuen uns auf euch.

Jetzt ist es wirklich Herbst geworden. Durch den ersten Frost fallen die Blätter von den Bäumen, die starken Winde tun ihr Übriges,

herzlichst

Euer

Henri von Oranienburg


Jennifer Collin-Feeder wird Bürgermeisterin in Oranienburg | 20.10.25

Oranienburg wählt Jennifer Collin-Feeder zur nächsten Bürgermeisterin. Sie erreichte 13.297 Stimmen und liegt damit klar vor der Gegenkandidatin.

Sie sagt: „Ich danke den Oranienburgerinnen und Oranienburgern für ihre Stimme und ihr Vertrauen. Ich möchte eine Bürgermeisterin für alle Menschen unserer Stadt sein. Auch denjenigen, die mich nicht gewählt haben, möchte ich meine Hand reichen. Ich werde meine ganze Kraft in diese Aufgabe legen. Ich stehe dafür, dass Oranienburg die nächsten Jahre engagiert, fokussiert und professionell geführt wird.“

Marei John-Ohnesorg, Vorsitzende der SPD Oranienburg unterstreicht: „Ihre Professionalität, ihre Energie und ihr unbedingter Wille, das Ziel zu erreichen, haben dieses Ergebnis möglich gemacht. Sie steht für ein gutes Miteinander und hat sich erfolgreich für ein breites Bündnis aus Parteien, Unternehmen, Vereinen und Zivilgesellschaft engagiert. Sie hat mir ihrer Kompetenz in der Bevölkerung überzeugt.“

Jennifer Collin-Feeder ist 40 Jahre alt und Diplom-Politikwissenschaftlerin. Sie hat die letzten Jahre den Fachbereich Soziales / Bürgerservice in der Stadt Velten geführt. Hier war sie zuständig für alle Belange rund um das Ordnungsamt, Kitas und Schulen, Seniorenarbeit bis hin zum Bürgerservice. Am 5. Januar 2026 wird sie ihre neue Tätigkeit als Bürgermeisterin in Oranienburg beginnen.

Collin-Feeder steht für einen Gestaltungsanspruch. Sie sagt: „Bürgermeisterin der fünfgrößten Stadt im Land Brandenburg zu sein, ist eine verantwortungsvolle und ganz besondere Aufgabe. Es geht darum, innovativ zu sein, die Verwaltung motiviert zu führen und ansprechbar für die Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger zu sein. Eine Stadt muss nach innen und nach außen gut funktionieren. Nur so kann das Wachstum behutsam gesteuert werden. Dafür bin ich angetreten und dem fühle ich mich verpflichtet.“

Jennifer Collin-Feeder ist hier in Oranienburg fest verwurzelt und ehrenamtlich engagiert. Sie ist hier geboren, zur Schule gegangen und auch heute hier mit ihrer Familie zu Hause. Sie wird davon profitieren, dass sie in Oranienburg und darüber hinaus bestens vernetzt ist und auf allen politischen Ebenen umfassende Unterstützung genießt.

 

TERMINE

VERANSTALTUNGEN / SITZUNGEN


HEUTE
28.10.
Klimabeirat der Stadt Oranienburg

Wo: 18 Uhr | Stadtverwaltung im Schloss | Am Schlossplatz 1 | Raum 1.303

Den Sitzungskalender und die Tagesordnungen finden Sie unter: Sitzungstermine / Stadt Oranienburg


HEUTE
30.10.
Lichternacht in der Oranienburger Innenstadt

Die Händlergemeinschaft Oranienburg lädt wieder ein zur Lichternacht. Das heißt: Oranienburgs Innenstadt wird wieder zur Flaniermeile mit Shopping, Musik, leckerem Essen und vielen Highlights.

Die SPD Oranienburg ist natürlich wieder mit dabei: Ab 18 Uhr sind wir vor unserem Bürgerbüro für Euch da. Bei uns gibt es Musik von DJ „All Disco“. Wie immer sammeln wir auch wieder Spenden für einen guten Zweck.

Natürlich sind wir auch da, um mit Euch ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns auf Euch!

 


HEUTE
31.10.
Halloween im Schlosspark
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