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Wöchentliche Kolumne | 7.8.26

Oranienburg zeigt sich solidarisch!

Am Rande des Christopher-Street-Days in Berlin gab es einen islamistischen Anschlag. Dabei wurde eine Frau getötet und viele weitere verletzt, teils schwer. Um diesen Anschlag klar zu verurteilen und Trauer und Mitgefühl mit den Opfern des Anschlags und ihren Angehörigen auszudrücken, versammelten sich am Sonntag über 30 Menschen vor dem Oranienburger Schloss. Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ließ zu diesem Anlass eine große Regenbogenfahne aus dem Fenster hängenund eine weitere vor dem Schloss hissen. Die Botschaft der Versammlung ist so kurz wie treffend: „Jetzt erst recht!“

Es ist Sommerpause. Warme Temperaturen haben auch viele lokalpolitische Akteurinnen und Akteure über die Parteigrenzen hinweg zu nahen oder fernen Urlaubszielen gelockt. Ganz still standen Oranienburg und Umgebung aber trotzdem nicht!

Keinen Urlaub haben zum Beispiel auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kampfmittelsuche. Sie haben an der Adolf-Damaschke-Straße (zwei Straßen nördlich vom Weidengarten) einen metallischen Gegenstand im Boden gefunden. Am Montag um 10 Uhr soll das Ergebnis der Prüfung vorliegen. Sollte es sich um einen Blindgänger handeln, würde umgehend ein Sperrkreis mit einemRadius von 100 Metern um die Fundstelle eingerichtet.

In Stolpe hat die AfD zur White Pow… – ähh: „White Party“ eingeladen. Dass sie das am 1.8. taten, ein Datum, das dem bei Rechtsextremisten beliebten Zahlencode (für A.H.) nahe kommt, war sicherlich reiner Zufall. Von diesem „Zufall“ weniger überzeugt war ein breites Bündnis aus lokalen Vereinen und Parteien, die gegenüber zu einem bunten Fest mit Live-Musik und verschiedenen Aktionen lockten. Das Gute immer im Blick behalten: Dem bunten Straßenfest folgten deutlich mehr Menschen als der eintönigen Veranstaltung von rechtsaußen. Mit dabei waren auch der Oranienburger Sozi Gero Gewald und Oberhavels Jusos-Chef Daniel Mendel.

Der Lesesommer geht auch in den Ferien weiter. Am vergangenen Wochenende teilten sich dabei Gerrit Große (Die Linke) und Gero Gewald (SPD) eine Schicht der ehrenamtlichen Helfer. Zwischen den Gesprächen mit den Kindern über deren Leseerlebnisse blieb so auch einiges an Zeit, um sich über andere Bücher und die Tagespolitik auszutauschen. Schön, wenn verschiedene Ansichten konstruktiv miteinander diskutiert werden können – auch über Parteigrenzen hinweg.

Wer bei den heißen Temperaturen ins kühle Nass will, sollte vorsichtig sein. Der Landkreis Oberhavel gab bekannt, dass im Nieder-Neuendorfer-See in Hennigsdorf, sowie im Waldsee und Lehnitzsee in Oranienburg „auffällige Wassertrübungen und Aufrahmungen“ festgestellt worden seien. Im Labor konnten Cyanobakterien (Blaualgen) nachgewiesen werden. Badeverbote gibt es bislang noch nicht. Es sei aber ratsam vor dem Baden das Wasser auf Schlieren zu untersuchen.

Unbedenkliche Abkühlungen versprechen hingegen die Büros der Oberhaveler SPD-Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann (Oranienburg), Benjamin Grimm (Birkenwerder), Andreas Noack (Hennigsdorf) und Annemarie Wolff (Gransee). Während ihrer Öffnungszeiten laden sie Passantinnen und Passanten mit Plakaten in ihr Büro ein, um kostenlos Wasser zu trinken und sich etwas abzukühlen. Wir finden: Ein tolles und wichtiges Angebot!

Und falls jemandem nicht zu warm sein sollte: In Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern stehen im September wichtige Wahlen an. In Sachsen-Anhalt geht es unter anderem darum, durch einen Wiedereinzug der SPD die AfD an einer unsozialen Alleinregierung zu hindern. In Mecklenburg-Vorpommern hat Landesmutter Manuela Schwesig (SPD) die Aufholjagd gegen die Rechtsaußen-Partei bereits begonnen. Auch aus Oberhavel verabreden sich bereits erste Genossinnen und Genossen, um bei den Landtagswahlkämpfen zu unterstützen. Wenn ihr Teil davon sein wollt, meldet euch gern!

Die Temperaturen bleiben hoch. Genießt den Sommer und wir lesen uns in einer Woche wieder.

Euer Henri aus Oranienburg!