
Eine bewegende Woche – für Oranienburg und ganz Brandenburg

Am letzten Samstag fand die Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Oranienburger Feuerwehr statt. Zuerst standen einige Berichte auf dem Programm. Dann wurde der „Leiterin des Brandschutzes“ Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) das Wort erteilt. Schon allein dieser Auftritt der neuen Bürgermeisterin wurde von einigen nachfolgenden Rednern positiv erwähnt. Der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD), Vertreter der Kreis- und Landesfeuerwehr, sowie die Stadtverordneten Nicole Walter-Mundt (CDU) und Susanne Zamecki (Grüne) gehörten ebenfalls zu den Rednern. Anschließend standen Ehrungen (nach bestandenen Prüfungen und langjährigen Mitgliedschaften) und viele Gespräche auf der Tagesordnung. Ein rührender Höhepunkt waren die Worte von Feuerwehrmann Alexander Kurb, der vom Gesundheitszustand seines Bruders Antonio und der Dankbarkeit der gesamten Familie für die Hilfe und Solidarität berichtete, die die Familie seit der schweren Erkrankung des jungen Mannes seit Monaten erfährt. Bewegend, wenn der gesamte Saal aufsteht und langanhaltend Beifall spendet.
Auch die MAZ berichtete über die Familie Kurb: Antonio ist aus seinem Koma wieder aufgewacht! Die Familie bedankt sich herzlich für viel Unterstützung. Auch wir hoffen gemeinsam mit der Familie. dass Antonio wieder ganz gesund wird!
Am Mittwoch war es so weit: Die Landeschefs von SPD und CDU, Dietmar Woidke und Jan Redmann, haben mit den Generalsekretären ihrer Parteien den ausgehandelten Koalitionsvertrag vorgestellt. Dieser besticht mit seiner Kürze: Auf „nur“ 39 Seiten hält er die groben Linien für die Zukunft des Landes Brandenburgs fest. Er soll ein flexibler Vertrag sein, der jährlich überprüft und aktualisiert werden soll. Damit wird er einer krisenhaften Zeit gerecht. Zeitgleich nennt er konkrete Meilensteine, an denen sich der Erfolg der Regierung immer wieder messen lassen kann. Jetzt steht auch die Verteilung der Ministerien fest, wobei es teils große Überraschungen gibt: Die SPD sichert sich neben der Staatskanzlei das starke Finanzministerium und das Super-Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Asyl und Integration, für das Minister René Wilke zuständig sein wird. Dafür werden das Innenministerium und das Bildungsministerium durch die CDU geführt. Das klingt nach respektvollen Verhandlungen, bei denen beide Parteien erforderliche Zugeständnisse machten. Den Entwurf des Koalitionsvertrags finden Sie hier: Link Koalitionsvertrag .
Der SPD-Fraktionschef im Landtag und Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann zeigte sich zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis. Denn auch Oranienburg und die Region Oberhavel profitieren – zum Beispiel durch folgende Vorhaben: Die „Kompetenzregion Oranienburg bei der Kampfmitteluche“ wird umgesetzt, der Bau des neuen Besucherzentrums von Museum und Gedenkstätte Sachsenhausen wird gefördert und das Erfolgsprojekt „Pakt für Pflege“, das in Oranienburg beim Märkischen Sozialverein angesiedelt ist, wird fest im Landespflegegesetz verankert.
Auch Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist weiter aktiv und berichtet über ihre Social-Media-Kanäle von ihrer Arbeit. Diese Woche auf dem Programm: Treffen mit den Ortsvorstehern, Besuch der Friedrich-Wolf-Grundschule, Lehnitzer Karneval, Ausschusssitzungen, Feuerwehr … . So vielfältig ist die Palette, und sie ist weiterhin engagiert am Ball. Am vergangenen langen Dienstag überraschte der Lehnitzer Ortsvorsteher und SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Hennig sie mit selbstgebackenem Apfelkuchen – mit echten Brandenburger Äpfeln! Wertschätzung geht eben auch durch den Magen.
Für etwas Überraschung sorgte der SPD Ortsverein am vergangenen Freitag: Mit einem Info-Stand war er nahe der Bushaltestelle Bernauer Straße aktiv. Einige nutzten die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen und verschiedene Anliegen insbesondere zu Toiletten im öffentlichen Raum anzusprechen. Viele haben sich sehr darüber gefreut, sich auch außerhalb der Wahlkämpfe mit politischen Vertretern auszutauschen – obwohl das für die Oranienburger Sozis sowieso selbstverständlich ist. Ein Konzept, das der Ortsverein in den kommenden Monaten häufiger anbieten möchte! Natürlich ist er auch jederzeit per Mail und Social-Media erreichbar, aber das direkte Gespräch wird doch von einigen noch immer bevorzugt.
Manchmal traut man seinen Augen nicht. Oranienburgs SPD ist auf den sozialen Medien ständig präsent. Die Oranienburger Kolumne, Einladungen zu Veranstaltungen oder auch Informationen über Wahlergebnisse (wie vor kurzem aus dem Ortsteil Zehlendorf) finden ein immer breiteres Publikum. Ein Beitrag wurde sogar 25.000-mal aufgerufen. Ein Erfolg, den wir gerne auch mal veröffentlichen, so SPD-Ortsvereinsvorsitzende Marei John-Ohnesorg.
Die Oranienburger CDU-Fraktion musste in der vergangenen Woche einiges an Kritik einstecken. Der Oranienburger Generalanzeiger spricht unter anderem von einem „Dauerstreit mit der Verwaltung“, davon, die CDU verhindere zügiges Arbeiten und bremse Projekte aus, und stellt sogar die Frage, ob sie die Verwaltung zu sehr von ihrer eigentlichen Arbeit abhalte. Nun muss man nicht jede dieser Zuspitzungen uneingeschränkt teilen. Die angeführten Beispiele geben dennoch Anlass zur Diskussion: wiederholte Änderungswünsche an einem Bebauungsplan, ein bewusstes Hineinwirken in laufende Verwaltungsprozesse durch zahlreiche Nachfragen – und weitere Punkte, die das Spannungsfeld zwischen Politik und Verwaltung sichtbar machen.
Gleichzeitig gehört es selbstverständlich zu den Kernaufgaben von Stadtverordneten und Fraktionen, kritisch nachzufragen und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Kontrolle und Mitgestaltung sind schließlich wesentliche Elemente kommunalpolitischer Arbeit. Fest steht auch: Oranienburgs neue Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder kennt ihre Zuständigkeiten und verteidigt die Hoheit über die Aufgaben der Verwaltung mit Nachdruck. Sie scheut die Auseinandersetzung nicht – und ist bereit, Debatten offen zu führen. Zu hoffen bleibt, dass sich alle Beteiligten der Außenwirkung ihres Handelns bewusst sind und in einen verantwortungsvollen, konstruktiven Arbeitsmodus finden. Am Montag tagt die Stadtverordnetenversammlung – und wir freuen uns über alle, die die Sitzung live oder vor Ort verfolgen.
Nicht vergessen: Am Sonntag ist Frauentag! Im Vorfeld dessen hatte unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann am Mittwoch traditionell zu einer Gesprächsrunde im Rahmen der Brandenburger Frauenwochen eingeladen: „Frauen, Macht Politik!“. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Kommunalpolitikerin Romy Segler und Landtagsabgeordnete Katja Poschmann sprachen über Chancen und Hürden von Frauen in der Politik. Es entstanden interessante Gespräche mit über 50 Gästen im Publikum, die der Einladung gefolgt sind. Für die feierliche Stimmung sorgte die Oranienburger Band L.A.R.S. Vielen Dank für diesen tollen Abend!
Am Donnerstag Abend fand in Hohen Neuendorf die regionale Auftaktveranstaltung zu den Brandenburgischen Frauenwochen 2026 statt. Die Gleichstellungsbeauftragten haben einen Interviewband präsentiert: „Frauen sprechen Klartext“. Sehr beeindruckend. Hier ist aus den Interviews ein Buch entstanden. Die Themen reichen von Sorgearbeit und Vereinbarkeit über Pflege bis zu politischem Engagement und biografischen Brüchen. Sehr spannend. Marei John-Ohnesorg war dabei im sehr gut besuchten Rathaussaal. Hoffentlich lassen sich viele neu motivieren, sich selbst politisch zu engagieren!
Ein frühlingshaftes Wochenende wünscht herzlich
Euer Henri von Oranienburg














