
Zehlendorf hat am 22. Februar die Wahl

In den skandinavischen Ländern ist es Tradition: Das Ende der Weihnachtszeit wird mit dem Knutfest gefeiert. Auch bei uns finden immer mehr Orte daran Gefallen. Gefeiert wurde am Wochenende auch im Ortsteil Germendorf. Unter den Feiernden waren Torsten Simon und Yvonne Lehmann vom Vorstand der SPD Oranienburg sowie Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD).

Brandenburg ist, wenn der Abteilungsleiter Rainer Grieger aus dem Innenministerium des Landes zusammen mit dem Landespolizeiorchestermal mal eben einen Hit zum 20. Jubiläum des Campus der Hochschule der Polizei in Oranienburg schmettert. Oranienburgs Bürgermeisterin Collin-Feeder war begeistert! Hören Sie rein, was sagen Sie?
Am 22. Februar wird im Ortsteil Zehlendorf ein neuen Ortsbeirat gewählt. Für die SPD treten Holger Mücke, Ahmet Öztemel und Dominic Kaiser an. Ihre Plakate hängen seit dieser Woche. Zur Erinnerung: Nötig ist die Wahl nur, weil im Oktober Jörg Thomas (AfD) überraschend zurückgetreten ist, um jetzt doch wieder für die gesichert rechtsextremistische Partei bei der Neuwahl anzutreten. Das ist Heuchelei. Denn wer offensichtlich wenig übrig hat für Zehlendorf und keine Verantwortung übernehmen will, der hat auch jetzt nichts im Ortsbeirat zu suchen!

Der Facebook-Beitrag zum Plakatierungsstart wurde scheinbar in AfD-nahe Gruppen geteilt, um diesen mit negativen Reaktionen und Kommentaren zu überziehen. Neben dem üblichen, inhaltslosen SPD-Bashing wurden unsere Kandidaten, die für ihren Ortsteil ehrenamtlich Verantwortung übernehmen wollen, ebenso pauschal verurteilt und mit abfälligen Kommentaren bedacht. Das geht so nicht und gehört entschieden abgewiesen. Was die Facebook-Rambos jedoch vergessen haben: Mit jedem Kommentar, jeder Reaktion erhöht sich die Reichweite des Beitrags. Und gerade die Menschen, die es betrifft, wissen von den Vorhaben ihrer Freunde und Nachbarn. Mal wieder ins eigene Fleisch geschnitten.
Neues steht auch in Potsdam an: SPD und CDU haben Koalitionsgespräche aufgenommen. Unser Oranienburger Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann verhandelt zu den Themen Gesundheit, Soziales und Kultur mit. Wie man hört, verlaufen die Gespräche konstruktiv. Alle Beteiligten sind sich ihrer Verantwortung bewusst. SPD und CDU wollen Tempo machen. Und wie wichtig das ist, zeigte Finanzminister Robert Crumbach mit seinem Ausblick zum nächsten Landeshaushalt: Über 3 Milliarden Euro fehlen. Es braucht einen guten Fahrplan, um diese erste große Herausforderung zu meistern. Für den 14. März ist ein Parteitag der SPD Brandenburg geplant, wo über den neuen Koalitionsvertag abgestimmt werden soll.
Was sonst noch los war: David Presciuttini, Vorsitzender der Jusos Oranienburg, hat sich in unserer Stadt umgesehen, wo die EU ganz konkrete Projekte ermöglicht hat. Die Suche nach den Fördermitteln führte ihn zur Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof, zum TolOra-Gelände und zu unserer Stadtbibliothek. Allein in letzterer stecken 3,5 Millionen Euro aus EU-Geldern drin. Man sehe also, so der Sozialdemokrat, wie die EU auch direkt vor Ort helfe, jenseits der großen Linien des Binnenmarktes, Freizügigkeit und Frieden. Toll! Hier können Sie sich das Video ansehen: EU in Oranienburg?!
Dass man das Jahr auch etwas ruhiger angehen kann, haben SPD-Chefin Marei John-Ohnesorg, die Stadtverordnete Mareen Curran und Stadtverordnetenvorsteher Dirk Blettermann erlebt. Die Fraktion Bündnis 90 /Die Grünen in der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung haben zum Neujahrsspaziergang 2026 eingeladen. Auch weitere Vertreterinnen und Vertreter der demokratischer Fraktionen nahmen die Einladung gerne an. Interessante Einblicke gab es auch – nämlich in das Oranienburger Wasserwerk. Danke für die Einladung, den Gästen hat es gut gefallen. Das war ein toller Einblick in die Technik, die Brunnen, die Aufbereitung und überhaupt alles, was mit Wasser in Oranienburg zu tun hat.
Am Donnerstag trafen sich die Sozis aus Oranienburg zur ersten Mitgliederversammlung in diesem Jahr. Dir Hütte war voll. Klar, denn unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann und Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder hatten Spannendes aus dem Landtag und dem Schloss Oranienburg zu berichten. Da gibt es natürlich ordentlich Gesprächsbedarf.
Gesprächsbedarf gibt es auch zu Sparvorschlägen der Stadtverwaltung, um den städtischen Haushalt zu entlasten. Ein Vorschlag: Einsparungen bei der der Kostenbeteiligung am Schulessen. Die Folge wären höhere Kosten für Kinder und Eltern. In Kommentarspalten stehen die Schuldigen schnell fest: „Die SPD und ihre Bürgermeisterin.“ Dass das Thema schon vor der Amtsübernahme debattiert wurde und die Kürzung nicht von der SPD vorangetrieben wurde, wird gerne ignoriert. Deshalb sei noch einmal erwähnt: Alle Ausschüsse und die Stadtverordnetenversammlung tagen öffentlich. Jede und jeder ist herzlich eingeladen, dabei zu sein und lieber Fakten geliefert zu bekommen, statt Fake News auf den Leim zu gehen.
Eure Henriette von Oranienburg


