
Wahlvorbereitungen in Zehlendorf laufen an

Am Montagabend (8. Dezember) bestätigten die Oranienburger Stadtverordneten das Wahlergebnis der Bürgermeister-Stichwahl vom 19. Oktober – und zwar endgültig. Jennifer Collin-Feder (SPD) konnte sich mit 59,6 Prozent klar gegen Anja Waschkau (AfD) durchsetzen. Doch wie es bei schlechten Verlierern so ist, meldeten sich Andreas Mielke (parteilos) und der Oranienburger AfD-Ortsverband zu Wort, um Widerspruch einzulegen. Ihre Vorwürfe: angebliche Sicherheitsmängel und falsch zugestellte Wahlunterlagen. Doch nach einer gründlichen Prüfung durch die Stadtverordneten stellte sich heraus, dass es sich dabei um wilde Spekulationen und nicht um handfeste Beweise handelte.
Auch die Vorwürfe der AfD, es habe vorzeitige Schließungen von Wahllokalen gegeben und die Wahlurnen seien zwischenzeitig geöffnet worden, erwiesen sich als substanzlose Behauptungen. Und der dreiste Vorwurf der Wahlbeeinflussung in sozialen Einrichtungen? Nun, auch da konnte der AfD-Ortsverband keine stichhaltigen Beweise vorlegen – weil es keine gab. Besonders kurios war der Vorwurf des fehlerhaften Versands von Wahlbriefen, vor allem, wenn man bedenkt, dass gerade der AfD-Ortsverband zuvor die Briefwahl generell infrage gestellt hatte.
Die klare Stimmendifferenz von 4.300 Stimmen machte eine Neuauszählung der Briefwahl überflüssig, auch im besten Fall hätte sich am Ergebnis nichts geändert. Am Ende wiesen die Stadtverordneten die Einwände als „zulässig, aber unbegründet“ zurück. Und damit war klar: Die Wahl von Jennifer Collin-Feder ist und bleibt gültig. Wir freuen uns sehr, dass Jennifer Collin-Feder am 5. Januar 2026 offiziell das Bürgermeisteramt in Oranienburg übernehmen wird. Vielleicht schafft es bis dahin auch die AfD endlich, das Wahlergebnis zu akzeptieren.
Am Mittwoch haben die Gleichstellungsbeauftragten zu einem Netzwerktreffen für Mandatsträgerinnen eingeladen. Am Tisch saßen Frauen, die im Kreistag oder in der Stadtverordnetenversammlung oder in einem Ortsbeirat sitzen – parteiübergreifend. Eine wirklich gute Sache. Austausch ist immer sinnvoll, in vertrauensvoller Atmosphäre erst recht. Getagt wurde im Kaminzimmer im Kreistagsgebäude, geredet wurde über politische Erfolge und Missstände gleichermaßen. Oranienburg war, neben dem Landkreis-Team, gut vertreten mit Marei John-Ohnesorg (SPD-Vorsitzende), Susanne Zamecki (Bündnis 90/Die Grünen) und Marion Pforr (CDU). 2026 geht es weiter.
Wer dachte, bei den Sozis sei schon Weihnachtspause, hat sich ordentlich getäuscht! Am Donnerstag stand noch eine Mitgliederversammlung auf dem Plan – schließlich muss am 22. Februar 2026 der Ortsbeirat Zehlendorf neu gewählt werden. Man muss schon sagen, in den letzten Jahren gab es dort ein wahres Kommen und Gehen. Zuletzt war Ahmet Öztemel (SPD) Ortsvorsteher, aber scheinbar wollte Jörg Thomas (AfD), der Stellvertreter, das nicht einfach so auf sich sitzen lassen. Er trat zurück, was zur Folge hatte, dass der gesamte Ortsbeirat aufgrund zu weniger Mitglieder aufgelöst werden musste und nun Neuwahlen fällig sind.
Doch der Knaller kommt noch: Jetzt will der AfDler plötzlich wohl wieder antreten – als ob er das Ganze nicht selbst mit seinem Rücktritt ins Rollen gebracht hätte! Erneut ein Versuch, demokratische Prozesse auszuhebeln. Aber keine Sorge, die Sozis sind bereit für den Wahlkampf! Mit Holger Mücke (SPD), Ahmet Öztemel (SPD) und Dominic Kaiser (SPD) stellen sie gleich drei starke Kandidaten.
Am Freitag ist es endlich wieder so weit: Der Oranienburger Weihnachtsgans-Auguste-Markt öffnet seine Tore auf dem Schlossplatz! Das ganze Wochenende lang erwartet uns dort weihnachtliches Treiben – mit Eisstockschießen, Feuerschalen und der exklusiven Weihnachtsmann-Sprechstunde. Und natürlich eröffnet der Bürgermeister traditionell den Markt und hat die ehrenvolle Aufgabe, den Stollen von Bäckermeister Plentz anzuschneiden.
Aber Moment mal – als wir die letzte Ausgabe des Märker in die Hand nahmen, mussten wir doch zweimal hinschauen: Da stand doch glatt, dass Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke den Stollen anschneidet! Uhm, kleiner Fehler: Der gute Herr Laesicke ist schon seit acht Jahren nicht mehr im Amt. Da scheint der Redaktion wohl der Stollen aus der Hand gefallen zu sein. Oder wollten sie einfach die Amtsjahre seines Nachfolgers eleganter ausblenden? Wir wollen ja nichts unterstellen, aber vielleicht ein kleiner Tipp: Ab nächstem Jahr einfach „Frau Bürgermeisterin“ anstelle von „Herr Bürgermeister“ – so geht’s auch!
Naja, genug der Scherze: Es wird kühler, und das ist auch gut so, denn nichts geht über einen heißen Glühwein bei frostigen Temperaturen. Wir wünschen Euch allen viel Spaß auf dem Weihnachtsmarkt und einen schönen dritten Advent!
Mit den besten Grüßen
Eure Henriette von Oranienburg



