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Wöchentliche Kolumne | 6.3.26

Am letzten Samstag fand die Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Oranienburger Feuerwehr statt. Zuerst standen einige Berichte auf dem Programm. Dann wurde der „Leiterin des Brandschutzes“ Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) das Wort erteilt. Schon allein dieser Auftritt der neuen Bürgermeisterin wurde von einigen nachfolgenden Rednern positiv erwähnt. Der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD), Vertreter der Kreis- und Landesfeuerwehr, sowie die Stadtverordneten Nicole Walter-Mundt (CDU) und Susanne Zamecki (Grüne) gehörten ebenfalls zu den Rednern. Anschließend standen Ehrungen (nach bestandenen Prüfungen und langjährigen Mitgliedschaften) und viele Gespräche auf der Tagesordnung. Ein rührender Höhepunkt waren die Worte von Feuerwehrmann Alexander Kurb, der vom Gesundheitszustand seines Bruders Antonio und der Dankbarkeit der gesamten Familie für die Hilfe und Solidarität berichtete, die die Familie seit der schweren Erkrankung des jungen Mannes seit Monaten erfährt. Bewegend, wenn der gesamte Saal aufsteht und langanhaltend Beifall spendet.

Auch die MAZ berichtete über die Familie Kurb: Antonio ist aus seinem Koma wieder aufgewacht! Die Familie bedankt sich herzlich für viel Unterstützung. Auch wir hoffen gemeinsam mit der Familie. dass Antonio wieder ganz gesund wird!

Am Mittwoch war es so weit: Die Landeschefs von SPD und CDU, Dietmar Woidke und Jan Redmann, haben mit den Generalsekretären ihrer Parteien den ausgehandelten Koalitionsvertrag vorgestellt. Dieser besticht mit seiner Kürze: Auf „nur“ 39 Seiten hält er die groben Linien für die Zukunft des Landes Brandenburgs fest. Er soll ein flexibler Vertrag sein, der jährlich überprüft und aktualisiert werden soll. Damit wird er einer krisenhaften Zeit gerecht. Zeitgleich nennt er konkrete Meilensteine, an denen sich der Erfolg der Regierung immer wieder messen lassen kann. Jetzt steht auch die Verteilung der Ministerien fest, wobei es teils große Überraschungen gibt: Die SPD sichert sich neben der Staatskanzlei das starke Finanzministerium und das Super-Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Asyl und Integration, für das Minister René Wilke zuständig sein wird. Dafür werden das Innenministerium und das Bildungsministerium durch die CDU geführt. Das klingt nach respektvollen Verhandlungen, bei denen beide Parteien erforderliche Zugeständnisse machten. Den Entwurf des Koalitionsvertrags finden Sie hier: Link Koalitionsvertrag .

Der SPD-Fraktionschef im Landtag und Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann zeigte sich zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis. Denn auch Oranienburg und die Region Oberhavel profitieren – zum Beispiel durch folgende Vorhaben: Die „Kompetenzregion Oranienburg bei der Kampfmitteluche“ wird umgesetzt, der Bau des neuen Besucherzentrums von Museum und Gedenkstätte Sachsenhausen wird gefördert und das Erfolgsprojekt „Pakt für Pflege“, das in Oranienburg beim Märkischen Sozialverein angesiedelt ist, wird fest im Landespflegegesetz verankert.

Auch Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist weiter aktiv und berichtet über ihre Social-Media-Kanäle von ihrer Arbeit. Diese Woche auf dem Programm: Treffen mit den Ortsvorstehern, Besuch der Friedrich-Wolf-Grundschule, Lehnitzer Karneval, Ausschusssitzungen, Feuerwehr … . So vielfältig ist die Palette, und sie ist weiterhin engagiert am Ball. Am vergangenen langen Dienstag überraschte der Lehnitzer Ortsvorsteher und SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Hennig sie mit selbstgebackenem Apfelkuchen – mit echten Brandenburger Äpfeln! Wertschätzung geht eben auch durch den Magen.

Für etwas Überraschung sorgte der SPD Ortsverein am vergangenen Freitag: Mit einem Info-Stand war er nahe der Bushaltestelle Bernauer Straße aktiv. Einige nutzten die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen und verschiedene Anliegen insbesondere zu Toiletten im öffentlichen Raum anzusprechen. Viele haben sich sehr darüber gefreut, sich auch außerhalb der Wahlkämpfe mit politischen Vertretern auszutauschen – obwohl das für die Oranienburger Sozis sowieso selbstverständlich ist. Ein Konzept, das der Ortsverein in den kommenden Monaten häufiger anbieten möchte! Natürlich ist er auch jederzeit per Mail und Social-Media erreichbar, aber das direkte Gespräch wird doch von einigen noch immer bevorzugt.

Manchmal traut man seinen Augen nicht. Oranienburgs SPD ist auf den sozialen Medien ständig präsent. Die Oranienburger Kolumne, Einladungen zu Veranstaltungen oder auch Informationen über Wahlergebnisse (wie vor kurzem aus dem Ortsteil Zehlendorf) finden ein immer breiteres Publikum. Ein Beitrag wurde sogar 25.000-mal aufgerufen. Ein Erfolg, den wir gerne auch mal veröffentlichen, so SPD-Ortsvereinsvorsitzende Marei John-Ohnesorg.

Die Oranienburger CDU-Fraktion musste in der vergangenen Woche einiges an Kritik einstecken. Der Oranienburger Generalanzeiger spricht unter anderem von einem „Dauerstreit mit der Verwaltung“, davon, die CDU verhindere zügiges Arbeiten und bremse Projekte aus, und stellt sogar die Frage, ob sie die Verwaltung zu sehr von ihrer eigentlichen Arbeit abhalte. Nun muss man nicht jede dieser Zuspitzungen uneingeschränkt teilen. Die angeführten Beispiele geben dennoch Anlass zur Diskussion: wiederholte Änderungswünsche an einem Bebauungsplan, ein bewusstes Hineinwirken in laufende Verwaltungsprozesse durch zahlreiche Nachfragen – und weitere Punkte, die das Spannungsfeld zwischen Politik und Verwaltung sichtbar machen.

Gleichzeitig gehört es selbstverständlich zu den Kernaufgaben von Stadtverordneten und Fraktionen, kritisch nachzufragen und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Kontrolle und Mitgestaltung sind schließlich wesentliche Elemente kommunalpolitischer Arbeit. Fest steht auch: Oranienburgs neue Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder kennt ihre Zuständigkeiten und verteidigt die Hoheit über die Aufgaben der Verwaltung mit Nachdruck. Sie scheut die Auseinandersetzung nicht – und ist bereit, Debatten offen zu führen. Zu hoffen bleibt, dass sich alle Beteiligten der Außenwirkung ihres Handelns bewusst sind und in einen verantwortungsvollen, konstruktiven Arbeitsmodus finden. Am Montag tagt die Stadtverordnetenversammlung – und wir freuen uns über alle, die die Sitzung live oder vor Ort verfolgen.

Nicht vergessen: Am Sonntag ist Frauentag! Im Vorfeld dessen hatte unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann am Mittwoch traditionell zu einer Gesprächsrunde im Rahmen der Brandenburger Frauenwochen eingeladen: „Frauen, Macht Politik!“. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Kommunalpolitikerin Romy Segler und Landtagsabgeordnete Katja Poschmann sprachen über Chancen und Hürden von Frauen in der Politik. Es entstanden interessante Gespräche mit über 50 Gästen im Publikum, die der Einladung gefolgt sind. Für die feierliche Stimmung sorgte die Oranienburger Band L.A.R.S. Vielen Dank für diesen tollen Abend!

Am Donnerstag Abend fand in Hohen Neuendorf die regionale Auftaktveranstaltung zu den Brandenburgischen Frauenwochen 2026 statt. Die Gleichstellungsbeauftragten haben einen Interviewband präsentiert: „Frauen sprechen Klartext“. Sehr beeindruckend. Hier ist aus den Interviews ein Buch entstanden. Die Themen reichen von Sorgearbeit und Vereinbarkeit über Pflege bis zu politischem Engagement und biografischen Brüchen. Sehr spannend. Marei John-Ohnesorg war dabei im sehr gut besuchten Rathaussaal. Hoffentlich lassen sich viele neu motivieren, sich selbst politisch zu engagieren!

Ein frühlingshaftes Wochenende wünscht herzlich

Euer Henri von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 27.2.26

Die Rechnung ging am letzten Sonntag für das frühere Ortsbeiratsmitglied und AfD-Stadtverordneten Jörg Thomas nicht auf. Im Oktober provozierte er mit seinem Rücktritt aus dem Zehlendorfer Ortsbeirat eine Neuwahl. Am Sonntag entschied sich die Zehlendorfer Bürgerschaft für einen Neuanfang mit Holger Mücke (SPD), der die meisten Stimmen auf sich vereinigte. Danach folgte der Vertreter der Freien Wähler, Andreas Zenser und ein Vertreter der AfD, Thomas Eichstätt. Wer von den dreien Ortsvorsteher wird, entscheidet sich im März, da findet die nächste ordentliche Sitzung statt. Auf jeden Fall kann die Oranienburger/Zehlendorfer SPD zufrieden mit dem Ergebnis von 40,5 % der abgegebenen Stimmen sein. Danke für Euren Einsatz, Ahmet Öztemel, Dominic Kaiser und Holger Mücke.

Am Montag im Hauptausschuss ging es teilweise richtig zur Sache. Inhaltlich wurde teilweise hart gestritten, es wurden bei den meisten Vorlagen aber große Einigkeit hergestellt. Beim Thema „Prüfung von Böllerverbotszonen“ und der „Umbau der Walther-Bothe-Straße“ stimmten AfD, CDU und FDP/Piraten gemeinsam ab. Ein ungewohntes Bild, da sich die demokratischen Parteien bislang einig waren, dass die Stimmen der äußeren Rechten keinen Ausschlag bei Entscheidungen der Stadt Oranienburg haben sollen. Nun haben die drei Fraktionen keine Mehrheit im Hauptausschuss. Der SPD-Stadtverordnete Dirk Blettermann streute genau da Salz in die offene Wunde der CDU und der FDP/Piraten. In der SVV ist wieder alles offen. Vielleicht suchen die beiden Fraktionen doch den Schulterschluss mit den anderen demokratischen Fraktionen. Und gute Argumente können die Kraft des Kompromisses auch beflügeln.

Andernorts haben sich die Christdemokraten aus der Mitte verabschiedet. In Hennigsdorf stimmten fünf CDU-Stadtverordnete einem AfD-Antrag zu, der „Sicherheitspartnerschaften“ für die Stadt vorsieht. Bürgerinnen und Bürger sollen freiwillig patrouillieren, um „unangemessenes Verhalten“ festzustellen und so ein Sicherheitsgefühl zu stärken. Damit wurden an manchen Orten gute Erfahrungen gemacht, wenn es um ruhige Wohngebiete ging und die Initiative aus der Nachbarschaft kam – nicht von einer Partei. Denn die Schattenseite ist: Einfache Bürger dürften danach andere festhalten, ohne dass „unangemessenes Verhalten“ genauer definiert worden wäre. Das rassistische Weltbild der AfD öffne so der Willkür Tür und Tor, wie manche befürchten. Andere sprechen von „AfD-Patrouillen“ und fühlen sich an die vor gut 10 Jahren von der NPD errichteten „Schutz-Zonen“ erinnert. Gruselig, worauf sich CDU-Stadtverordnete hier eingelassen haben.

Eigentlich sagte CDU-Fritze Merz ursprünglich: „Wenn irgendjemand von uns die Hand hebt, um mit der AfD zusammenzuarbeiten, dann steht am nächsten Tag ein Parteiausschlussverfahren an.“ Und die Abgrenzung zur AfD hat beim Parteitag unmissverständlich bekräftigt.

Die SPD ist weiter auf dem Weg „in die neue Zeit“, zu einem neuen Grundsatzprogramm. Auf Antrag der Oberhaveler Jusos haben sich auch die Jusos Brandenburg auf den Weg gemacht, herauszufinden, wie sie sich das Brandenburg von 2040 vorstellen. Dadurch sollen langfristige Visionen gesteckt werden. Am Wochenende fand hierzu das erste Verbandswochenende der Jungsozialisten statt. Es ging um Finanzen & Wirtschaft, Klima & Umwelt, Gesundheit & Rente und Bildung. Dazu wurden Experten anderer Organisationen eingeladen und Ideen und Ergebnisse zusammengetragen, die nun weiterzuverfolgen sind. Aus Oberhavel waren die beiden Vorsitzenden dabei: Vivien Semrau und Gero Gewald.

Am Dienstag jährte sich der offene russische Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine bereits zum vierten Mal. Vier Jahre Krieg, Leid, Elend, die Verschleppung von Kindern und Tod, die die russische Armee in die Ukraine getragen haben. Nach der anfänglichen hohen Solidarität mit dem angegriffenen Land beginnen mittlerweile immer mehr den Lügen und Propaganda-Erzählungen der russischen Machthaber das Wort zu reden. Teil davon sind Troll-Armeen im Internet, die gezielt die Kreml-Narrative wiederholen, um den Zusammenhalt in westlichen Gesellschaften zu zerstören und so die Unterstützung der Ukraine zu unterminieren. Die falsche Annahme, innerhalb weniger Wochen die Ukraine eingenommen zu haben und stattdessen in einem jahrelangen Zermürbungskrieg geendet zu sein, in dem auch hunderttausende russischer Soldaten ihr Leben ließen, wird als große Tragödie in die Geschichte der russischen Föderation eingehen. Es liegt einzig in der Hand Putins, seine Truppen zurückzurufen und den Krieg zu beenden. Wir stehen fest an der Seite der Ukraine, ihren tapferen Kämpfern, die dem Aggressor seit vier Jahren nun offen die Stirn bieten. Slawa Ukrajini!

Aufatmen konnte am Mittwoch die SPD-Kreistagsfraktion: Nach monatelangen Beratungen wurde der Kreishauhalt beschlossen. Trotz nötiger Einsparungen ist der Haushalt 2026 ein Investitionshaushalt vor allem in Bildung. Ein Änderungsantrag von SPD, CDU, Bündnis90/Die Grünen/Tierschutz und BVB/Freie Wähler/LGU zum Haushaltsentwurf fand eine Mehrheit und sorgt dafür, dass die bisher an drei Schulen im Landkreis laufenden Lernwerkstätten weitergeführt werden können – zuvor standen sie auf einer Streichliste.  In Lernwerkstätten werden Schülerinnen und Schülern mit sozial schwierigem Hintergrund unterstützt. Davon profitieren auch Schülerinnen und Schüler der Jean-Clermont-Oberschule in Sachsenhausen.

Nicht vergessen: In der kommenden Woche kommt die Brandenburgische Frauenwoche nach Oranienburg! Unter dem Titel „Frauen: Macht Politik“ spricht der Oranienburger SPD-Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann mit Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Gleichstellungsbeauftragte Christiane Bonk, Landtagsabgeordnete Katja Poschmann und Kommunalpolitikerin Romy Segler. Sie sprechen über Herausforderungen und Chancen für Frauen in der Politik. Viele haben sich bereits angemeldet, daher wird um eine Anmeldung gebeten, um ausreichend Sitzmöglichkeiten bereitzustellen. Anmeldungen bitte an das Büro Björn Lüttmann: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de

Es grüßt herzlich Eure

Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 20.2.26

Am Montag feierte die TURM ErlebnisCity in Oranienburg das 24jährige Bestehen! Eine Erfolgsstory in Oranienburg. Bei einem kurzen Empfang wurden einigen Kolleginnen und Kollegen, die ein „rundes Jubiläum“ hatten, einen Blumenstrauß übergeben. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und der Aufsichtsratsvorsitzende der LEO-Gruppe Burkhard Wilde sprachen einige Grußworte. Auch der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann, sowie Werner Mundt und Christian Howe gehörten zu den Gästen. Am Rande wurde bekannt, dass die Turm ErlebnisCity bereits eine „5 Sterne-Anlage“ ist, eine Auszeichnung die es nur 5-mal in den neuen Bundesländern gibt. Herzlichen Glückwunsch!

Am letzten Samstag gab es einen winterlicher Info-Stand in Zehlendorf. Am 22. Februar wird ein neuer Ortsbeirat gewählt. Unser Team für Zehlendorf: Holger Mücke, Ahmet Öztemel und Dominic Kaiser. Deshalb haben auch Judith Brandt, Burkhard Wilde, Gero Gewald und Dirk Blettermann die drei am letzten Samstag tatkräftig unterstützt. Morgen, am Samstag, werden wieder die Zehlendorfer SPD-Kandidaten öffentlich ansprechbar sein. Wir sind um 11 Uhr vor Ort und freuen uns über Besuch!

In dieser Woche lief ebenfalls die erste Sitzungsrunde der städtischen Gremien weiter. Unter anderem wurde im Sozialausschuss beherzt über eine mögliche Übertragung der Jean-Clermont-Schule an den Landkreis diskutiert. Selbst ihr Schulleiter, Herr Franz, sprach in der Sitzung, um seine Bedenken vorzutragen. „Zum Glück fand unser Änderungsantrag eine Mehrheit, der das Bekenntnis zur Übertragung herausnahm und ein Gespräch zwischen allen Beteiligten aus Stadt, Landkreis und Schule vorsieht“, sagt SPD-Ausschussmitglied Gero Gewald. So wird der Weg für eine Entscheidungsfindung geebnet, von der niemand überrumpelt wird. Toll!
Am Folgetag trat der Ordnungs- und Feuerwehrausschuss zusammen. Es ging insbesondere um die langwierige Umsetzung der Feuerwachen Ost und Nord. Man merkte, dass einige -verständlicherweise – noch sehr dadurch verletzt waren, wie sehr das Thema in der Vergangenheit seitens der Stadtspitze schleifen gelassen wurde. Dies wurde auch zur Kritik an der derzeitigen Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder benutzt, die noch keine 50 Tage im Amt ist und an jenem Abend einen Paralleltermin hatte. Andere wussten es einzuordnen und betonten, wie wichtig der Bürgermeisterin das Thema Feuerwehr ist und dass sie es zur Chefsache erklärt. Aber auch das braucht Zeit und diese sollte ihr dafür auch gewährt werden.

„Ihr lasst euch ja nur zu den Wahlen blicken“, ist ein Vorwurf, der jeder demokratischen Partei dann und wann mal am Infostand vorgeworfen wird. Aufmerksame Kolumnenleser wissen: Das stimmt beim Oranienburger SPD-Ortsverein nicht: Stammtische, Veranstaltungen auch des SPD-Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann wie z.B. seine „Ansprech-Bar“, regelmäßige Rotkehlchen, Präsenz bei Veranstaltungen, das Bürgerbüro in der Bernauer Straße und nicht zuletzt unsere Kolumne widerlegen diese Behauptung. Und so könnt ihr den Ortsverein auch am kommenden Freitag (27.2.26) treffen: Ab 9:00 Uhr findet ihr die SPD mit einem Info-Stand auf dem Wochenmarkt in der Bernauer Straße am Boulevard. Die Oranienburger Sozis freuen sich auf euch, eure Fragen und eure Anliegen!

Am Mittwoch kam die SPD-Kreistagsfraktion zu ihrer Beratung zusammen. Mit am Tisch: die Kreistagsabgeordneten Dirk Blettermann und Judith Brandt. Ihr Oranienburger Kollege Matthias Hennig war zeitgleich in einer Aufsichtsratssitzung gebunden. Hauptthema war der Kreishaushalt: Gemeinsam mit anderen Fraktionen haben die Sozialdemokraten einen Änderungsantrag zum Haushalt eingebracht. Ziel ist es, die Lernwerkstätten im Landkreis zu erhalten – unter anderem an der Jean-Clermont-Oberschule in Oranienburg. Ein Angebot, das gerade jenen Kindern zugutekommt, die es im Alltag nicht immer leicht haben und besondere Unterstützung brauchen. Eine Herzensangelegenheit für die Sozis!

Unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann war am Donnerstag an der Jean-Clermont-Oberschule zu Gast. Das neue Bildungsangebot des Landtages „Der Landtag geht zur Schule“ hatte dort Premiere. Fazit: Die Schülerinnen und Schüler waren inhaltlich super vorbereitet und haben die anwesenden Landtagsabgeordneten mit Fragen gelöchert.

Am Donnerstag hat die Oranienburger SPD-Vorsitzende, Marei John-Ohnesorg, zur Mitgliederversammlung in den TURM eingeladen. Sehr spannend war der Beitrag von Björn Lüttmann, Fraktionsvorsitzender, der von den Koalitionsgesprächen im Land mit der CDU berichtete. Es läuft offensichtlich. Am 14. März 2026 ist der SPD-Parteitag, dann werden wir über die Details berichten können. Bei der anschließenden politischen Debatte über Aktuelles aus Stadt, Land und Bund wurde ein großer Bogen von Gesundheitsthemen über Chatbots bis zur Weltlage gespannt.

Es ging um die SPD-Vorschläge, bei der Finanzierung des Gesundheitssystems auch Kapitalerträge und Mieteinnahmen einzubeziehen (Fazit: Zustimmung). Eine lange Debatte hatten wir über die sogenannten Leerfahrten, die dem Landkreis Sorge bereiten. Die Finanzierung muss neu geklärt werden, wenn der Rettungswagen ohne echte Not und eine Einlieferung ins Krankenhaus erfolgt. Helfen könnte eine Werbekampagne für die 116 117, für den ärztlichen Bereitschaftsdienst, helfen. Der dann aber natürlich auch erreichbar und besetzt sein muss. Und, sehr erfreulich: Wir durften wieder ein neues Mitglied begrüßen. Wir freuen uns!

Wir wünschen wie immer ein tolles Wochenende mit hoffnungsvoll milderen Temperaturen.

Herzlichst

Euer Henri von Oranienburg

 


Nachruf | 18.2.26

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unseren langjährigen Mitgliedern Angret und Dr. Ernst Stransky, die kurz nacheinander verstorben sind – Ernst im Alter von 90 Jahren im Januar, Angret vor wenigen Tagen im Alter von 88 Jahren. Mit ihnen verliert die SPD Oranienburg zwei Persönlichkeiten, die über viele Jahre hinweg das kommunalpolitische Leben unserer Stadt und unseres Landkreises maßgeblich geprägt haben.

Seit 1973 war Oranienburg ihre Heimat. Sie haben miterlebt, wie sich unsere Stadt von einem stark belasteten Industriestandort mit Kriegsschäden und den Einschränkungen der DDR-Zeit zu einer liebenswerten, lebendigen Stadt entwickelte – mit dem Schlosspark, der Orangerie, dem Tierpark und vielen anderen Orten, die heute selbstverständlich zu Oranienburg gehören. Diese Entwicklung haben sie nicht nur beobachtet, sondern aktiv mitgestaltet.

Angret und Ernst waren nicht nur engagierte Kommunalpolitiker – sie waren überzeugte Demokraten.

Angret Stransky trat im September 1990 in die SPD ein – aus dem Wunsch heraus, Verantwortung zu übernehmen und Demokratie vor Ort mit Leben zu füllen. 1993 wurde sie in die  Stadtverordnetenversammlung und in den Kreistag gewählt. Bereits ein Jahr später übernahm sie den Vorsitz der SPD-Fraktion, 1996 wurde sie Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Oranienburg – ein Amt, das sie bis 2003 mit großem Engagement und beeindruckender Souveränität ausübte.

Ihr Grundsatz war stets Neutralität, Sachlichkeit und die Unabhängigkeit von parteipolitischen Querelen. Auch in kontroversen Debatten achtete sie auf einen respektvollen Umgang. Sie repräsentierte unsere Stadt würdevoll bei den Partnerstädten in Hamm, Vught, Melnik und Bagnolet und erlebte 1999 anlässlich der Eröffnung der Oranje-Ausstellung im renovierten Barockschloss Oranienburg einen besonderen Moment, als sie die niederländische Königin begrüßen durfte. Der Erhalt und Ausbau der Orangerie war ihr ein persönliches Anliegen – heute ist sie ein fester Bestandteil unseres Stadtbildes.

Über ihre politische Arbeit sagte sie einmal: „Diese politische Tätigkeit habe ich nie als Belastung und Pflicht, sondern als außergewöhnliche Bereicherung meines Lebens betrachtet.“
Dieser Satz beschreibt ihr Wirken treffend.

Auch Ernst Stransky stellte sein Engagement ganz in den Dienst der Menschen in unserer Region. Von 1998 bis 2003 war er Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses im Kreistag Oberhavel. Bildung und Jugend lagen ihm besonders am Herzen – nicht zuletzt durch seine frühere Tätigkeit als Dezernent der Stadt Oranienburg, in der er unter anderem für die Schulen verantwortlich war.

Als die Auflösung des Runge-Gymnasiums beschlossen werden sollte, stellte er sich – aus Überzeugung und im Interesse der Schülerinnen und Schüler – gegen dieses Vorhaben. Um unabhängig handeln zu können, verließ er sogar seine Fraktion und nahm persönliche Anfeindungen in Kauf. Sein Einsatz zeigte Wirkung: Der Antrag wurde zunächst zurückgezogen. Dieser Schritt zeugt von großem Mut, Standhaftigkeit und einem tiefen Verantwortungsbewusstsein.

Beide verband die Erfahrung der Nachkriegszeit – Jahre des Mangels, des Hungers und der Entbehrung. Bildung bedeutete für sie Hoffnung auf ein besseres Leben. Vielleicht erklärt gerade das ihren unermüdlichen Einsatz für Schulen, Kitas und kommunale Einrichtungen. Ihr politisches Credo war klar: Die Infrastruktur unserer Stadt muss mit dem Wachstum Schritt halten, damit Oranienburg lebenswert bleibt – für alle Generationen.

Angret und Ernst Stransky standen für eine politische Kultur des Respekts, der Sachlichkeit und des persönlichen Gesprächs. Sie waren überzeugt, dass Demokratie vom Mitmachen lebt – und dass insbesondere junge Menschen ihren Platz in der Kommunalpolitik finden müssen.

Wir verlieren mit ihnen zwei aufrechte Sozialdemokraten, die die SPD und unsere Stadt über Jahrzehnte geprägt haben. Ihr Wirken bleibt sichtbar – in Projekten, Entscheidungen und in der Haltung, mit der sie Politik verstanden: als Dienst am Gemeinwohl.

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihnen nahestanden.
Wir werden Angret und Ernst Stransky ein ehrendes Andenken bewahren.


Wöchentliche Kolumne | 13.2.26

Falls Sie es noch nicht bemerkt haben: Heute ist Freitag der Dreizehnte! Aber keine Panik, statistisch gesehen kommt es an diesen Tagen nicht zu mehr Unfällen oder anderen Unglücken. Die Angst vor Freitagen, die auf einen 13. fallen, trägt übrigens den klangvollen Namen Paraskavedekatriaphobie. Eine deutlich näherliegende Sorge dürfte in den vergangenen Wochen viele Oranienburgerinnen und Oranienburger umgetrieben haben: die Pagophobie – die Angst vor Eis, Frost und der Gefahr, bei Glätte auszurutschen. Aber nun sind die Eismassen den Temperaturen über 0 °C weitestgehend gewichen. Eine weitere Angst vorerst gebannt!

Unbeeindruckt von dieser winterlichen Phobie kam am Montagabend der Vorstand der SPD Oranienburg zusammen. Einmal durchgezählt: Alle da! Auf der Tagesordnung stand die Wahl zum Ortsbeirat Zehlendorf am 22. Februar, die inhaltliche Planung kommender Mitgliederversammlungen und auch möglicher Aktionen. Marei John-Ohnesorg, Vorsitzende der SPD Oranienburg, hat eingeladen, Yvonne Lehmann gewohnt souverän moderiert. Parteiarbeit zeigt sich dabei einmal mehr als das, was sie oft ist: engagierte und notwendige Grundlagenarbeit.

Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist angetreten mit dem Versprechen, ansprechbar und sichtbar zu sein. Regelmäßig gewährt sie über Social Media Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Neu ist auch, dass sie wöchentlich Presseinformation dazu verschickt, welche Termine im Laufe der Woche anfallen und wo sie unterwegs ist. Ihr Amtsvorgänger kannte so etwas nicht. Es sind oft die kleinen Dinge, die einen Unterschied machen, aber einen sichtbaren!

Einer dieser Termine fand am Mittwoch im Louise-Henriette-Gymnasium statt. Die Stadt hat zum Jugendforum eingeladen und über 150 Schülerinnen und Schülern folgten der Einladung. Sie konnten sich in verschiedenen Workshops einbringen. Von Beteiligung mit LEGO-Blöcken über Überlegungen zur Gestaltung des Schlossparks bis zu praktischen Demokratie- und Argumentationstrainings war für jede und jeden etwas dabei. Auch viele Stadtverordnete nutzten die Möglichkeit, mit den  jungen Menschen  zu ihren Wünschen für unsere Stadt  ins Gespräch zu kommen. Von der SPD waren Fraktionschef Matthias Hennig und Sozialausschuss-Mitglied Gero Gewald dabei. In ihrer Begrüßungsrede betonte Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder die Relevanz der Jugendbeteiligung und dass sie und die politischen Vertreter der Stadt gern Ansprechpartner für die jungen Menschen sind. Sehr gut!

Jetzt ist die Stadtpolitik wieder am Zug: Die erste Sitzungsfolge startet und alle Ausschüsse tagen. In diesen werden u.a. Satzungsänderungen besprochen, die im Vorfeld bereits zu Diskussionen in den facebook-Kommentarspalten gesorgt haben: Hundesteuer, Zweitwohnsitzsteuer, Kita- und Schulessenbeitragssatzung und einiges mehr. Im Bauausschuss steht das Stadtentwicklungskonzept auf der Tagesordnung und vieles mehr.

Im Werksausschuss am Mittwochabend ging es zum Beispiel um die Hundesteuer. Der Ausschuss empfiehlt eine Erhöhung des derzeitigen Jahressatzes von 50 Euro auf 84 Euro. Dem voraus ging eine Debatte, in der einige Stadtverordnete sich dazu bekannten, zwei Herzen in der Brust zu haben, aber mit Blick auf die Gesamtverantwortung für die Stadt diesen Schritt mitzugehen. Ein Änderungsantrag der CDU bei bestimmten Abständen zu anderen Wohngebäuden eine Ermäßigung für „Wachhunde“ zuzulassen, wurde als unpraktikabel und bürokratielastig kritisiert und mehrheitlich nicht empfohlen. Ebenso empfahl der Ausschuss eine Anhebung der Zweitwohnsitzsteuer. Auch hier zeigte sich, wer bereit dazu ist, Verantwortung zu übernehmen und wer sich nur hinter populistischen Parolen versteckt. Leider erwartbar. Aber die Bürgermeisterin nahm sich die Zeit, der Sitzung beizuwohnen und die Debatten zu begleiten. Ein wichtiger Ausdruck des Interesses und der Wertschätzung!

Am Samstag fand im Willy-Brandt-Haus, der SPD Parteizentrale, der Startschuss für das neue SPD-Grundsatzprogramm statt. Wilhelm Liebknecht, einer der  SPD-Gründerväter, schrieb bereits 1869: „Weil wir die Untrennbarkeit der Demokratie und des Sozialismus begriffen haben, nennen wir uns Sozialdemokraten.“ Seitdem musste die Idee der „Sozialdemokratie“ immer wieder auf neue Herausforderungen und Fragen angewendet werden, welche sich in den angesprochenen Grundsatzprogrammen niedergeschrieben fanden. Das derzeitige „Hamburger Programm“ ist aus dem Jahr 2007 – also einer Zeit vor der Finanzkrise, großen Fluchtbewegungen nach Europa, dem Erstarken des Rechtsextremismus, der Covid-19-Pandemie, den Fridays-for-Future-Demonstrationen, eines US-Präsidenten Trump und des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine. Höchste Zeit also für ein Update! Wer auch einen Sozialdemokraten in seinem Herzen schlagen hört, hat nun die beste Möglichkeit dazu, in die Partei einzutreten und die Ausrichtung der SPD aktiv mitzugestalten: Jetzt Mitglied werden! Bei der Auftaktveranstaltung waren Yvonne Lehmann und Marei John-Ohnesorg aus unserem Ortsverein dabei.

Im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche plant traditionell auch unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann eine Veranstaltung. In der JUPP-Bar im Oranienwerk empfängt er hochkarätige Gäste: Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, die städtische Gleichstellungsbeauftragte Christiane Bonk, die Landtagsabgeordnete Katja Poschmann und die Co-Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Romy Segler. Unter dem Titel „Frauen, macht Politik!“ werden sie über Erfahrungen, Hürden und Chancen von Frauen in der Politik sprechen. Es soll aber nicht nur diskutiert, sondern auch ordentlich gefeiert werden. Für rockige Stimmung sorgt die Oranienburger-Band L.A.R.S. Die Veranstaltung findet am 4. März 2026 um 17 Uhr in der JUPP-Bar statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig, erleichtert jedoch die Planung (E-Mail: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de | Tel.: 03301-3978890)

Und wo wir gerade beim Landtag sind: Kennen Sie politisch interessierte Jugendliche? Im Landtag findet vom 24. – 26. April 2026 das erste parlamentarische Jugendforum statt.  Wer Lust hat, hinter die Kulissen des Politikbetriebs zu schauen, ist hier genau richtig. Bis zum 27. Februar 2026 können sich junge Menschen von 14-21 Jahren noch bewerben. Neben Diskussionsrunden stehen auch Treffen mit Landtagsabgeordneten auf dem Programm. Genauere Informationen finden Sie hier: Parlamentarisches Jugendforum

Herzliche Grüße

Eure Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 6.2.26

Letztes Wochenende machte das Traumschüff Theater mit dem Stück „Schankwirtschaft“ zum vorerst letzten Mal Halt, nämlich im Oranienburger Ortsteil Lehnitz. Und wieder volles Haus und super Stimmung. Auch viele Sozis konnte man im Kulturhaus erblicken, darunter Marei John-Ohnesorg, Gero Gewald, Ortsvorsteher Matthias Hennig, Ortsbeirätin Yvonne Lehmann und den Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann.

In dieser Woche gaben sich zahlreiche Kommunalpolitiker im Oranienburger Schloss die Klinke in die Hand. Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) empfing die Fraktionsvorsitzenden von den Freien Wählern, Antje Wendt, den Bündnisgrünen, Susanne Zamecki, der Piraten/FDP-Fraktion, Thomas Ney und der SPD, Matthias Hennig. Den Schluss bildete der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD). Wie man hört, haben beide über eine Stunde intensiv die Lokalpolitik und die Pläne der „Neuen“ besprochen.

Politik lebt von Kontakten – und Oranienburg ist dabei bestens vernetzt. Deshalb trafen sich in dieser Woche auch Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und der Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann (SPD), um ihre Zusammenarbeit weiter zu schärfen. Kurze Wege statt langer Warteschleifen, ein Griff zum Telefon statt umständlicher Anträge: Genau das ist ein echter Standortvorteil, den parteilose Mandatsträger kaum ersetzen können. Mit Jennifer Collin-Feeder im Schloss, Björn Lüttmann als SPD-Fraktionschef im Landtag, Alexander Tönnies als SPD-Landrat und Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke (SPD) an der Spitze des Landes hat Oranienburg beste Karten, wenn es darum geht, kommunale Anliegen zu platzieren.

Am Dienstag kam die SPD-Fraktion der Stadt zusammen, um die Ausschüsse der Stadt in der kommenden Woche zu besprechen. Viele Beschlussvorlagen der Verwaltung, aber auch einige Anträge stehen auf den Tagesordnungen. Matthias Hennig, der Fraktionschef, führte flott durch die Punkte. Zum Schluss überreichte er der anwesenden Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder noch ein Stück selbstgebackenen Apfelkuchen. Diese verriet später, dass sie bei Kuchen und anderen süßen Leckereien nicht „Nein“ sagen kann. Guten Appetit.

Im Bundestag ging es wieder heiß her. Die AfD hat einen Antrag eingebracht, der u.a. sämtliche Erbschaftsteuern streichen sollte. Dabei sagen über 60% der Deutschen, dass Mehrere-Millionen-Euro-Erbschaften stärker besteuert werden sollten. Wieder macht sich die verklärte „Partei der kleinen Leute“ zum Steigbügelhalter für all jene, die hohe Vermögen angehäuft haben. Dann doch lieber der SPD-Vorschlag: Hohe Freibeträge, um kleinen und mittleren Vermögen zu schützen, steuerfreies selbst genutztes Eigenheim für „Omas Häuschen“ und 5 Mio. € Freibetrag für Unternehmensvermögen. So geht Soziale Politik für Dich, statt Vermögenskonzentrationen weiter zu zementieren!

Rutscht nicht aus, bleibt gesund und habt ein schönes Wochenende,

Euer Henri von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 6.3.26

Am letzten Samstag fand die Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Oranienburger Feuerwehr statt. Zuerst standen einige Berichte auf dem Programm. Dann wurde der „Leiterin des Brandschutzes“ Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) das Wort erteilt. Schon allein dieser Auftritt der neuen Bürgermeisterin wurde von einigen nachfolgenden Rednern positiv erwähnt. Der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD), Vertreter der Kreis- und Landesfeuerwehr, sowie die Stadtverordneten Nicole Walter-Mundt (CDU) und Susanne Zamecki (Grüne) gehörten ebenfalls zu den Rednern. Anschließend standen Ehrungen (nach bestandenen Prüfungen und langjährigen Mitgliedschaften) und viele Gespräche auf der Tagesordnung. Ein rührender Höhepunkt waren die Worte von Feuerwehrmann Alexander Kurb, der vom Gesundheitszustand seines Bruders Antonio und der Dankbarkeit der gesamten Familie für die Hilfe und Solidarität berichtete, die die Familie seit der schweren Erkrankung des jungen Mannes seit Monaten erfährt. Bewegend, wenn der gesamte Saal aufsteht und langanhaltend Beifall spendet.

Auch die MAZ berichtete über die Familie Kurb: Antonio ist aus seinem Koma wieder aufgewacht! Die Familie bedankt sich herzlich für viel Unterstützung. Auch wir hoffen gemeinsam mit der Familie. dass Antonio wieder ganz gesund wird!

Am Mittwoch war es so weit: Die Landeschefs von SPD und CDU, Dietmar Woidke und Jan Redmann, haben mit den Generalsekretären ihrer Parteien den ausgehandelten Koalitionsvertrag vorgestellt. Dieser besticht mit seiner Kürze: Auf „nur“ 39 Seiten hält er die groben Linien für die Zukunft des Landes Brandenburgs fest. Er soll ein flexibler Vertrag sein, der jährlich überprüft und aktualisiert werden soll. Damit wird er einer krisenhaften Zeit gerecht. Zeitgleich nennt er konkrete Meilensteine, an denen sich der Erfolg der Regierung immer wieder messen lassen kann. Jetzt steht auch die Verteilung der Ministerien fest, wobei es teils große Überraschungen gibt: Die SPD sichert sich neben der Staatskanzlei das starke Finanzministerium und das Super-Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Asyl und Integration, für das Minister René Wilke zuständig sein wird. Dafür werden das Innenministerium und das Bildungsministerium durch die CDU geführt. Das klingt nach respektvollen Verhandlungen, bei denen beide Parteien erforderliche Zugeständnisse machten. Den Entwurf des Koalitionsvertrags finden Sie hier: Link Koalitionsvertrag .

Der SPD-Fraktionschef im Landtag und Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann zeigte sich zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis. Denn auch Oranienburg und die Region Oberhavel profitieren – zum Beispiel durch folgende Vorhaben: Die „Kompetenzregion Oranienburg bei der Kampfmitteluche“ wird umgesetzt, der Bau des neuen Besucherzentrums von Museum und Gedenkstätte Sachsenhausen wird gefördert und das Erfolgsprojekt „Pakt für Pflege“, das in Oranienburg beim Märkischen Sozialverein angesiedelt ist, wird fest im Landespflegegesetz verankert.

Auch Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist weiter aktiv und berichtet über ihre Social-Media-Kanäle von ihrer Arbeit. Diese Woche auf dem Programm: Treffen mit den Ortsvorstehern, Besuch der Friedrich-Wolf-Grundschule, Lehnitzer Karneval, Ausschusssitzungen, Feuerwehr … . So vielfältig ist die Palette, und sie ist weiterhin engagiert am Ball. Am vergangenen langen Dienstag überraschte der Lehnitzer Ortsvorsteher und SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Hennig sie mit selbstgebackenem Apfelkuchen – mit echten Brandenburger Äpfeln! Wertschätzung geht eben auch durch den Magen.

Für etwas Überraschung sorgte der SPD Ortsverein am vergangenen Freitag: Mit einem Info-Stand war er nahe der Bushaltestelle Bernauer Straße aktiv. Einige nutzten die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen und verschiedene Anliegen insbesondere zu Toiletten im öffentlichen Raum anzusprechen. Viele haben sich sehr darüber gefreut, sich auch außerhalb der Wahlkämpfe mit politischen Vertretern auszutauschen – obwohl das für die Oranienburger Sozis sowieso selbstverständlich ist. Ein Konzept, das der Ortsverein in den kommenden Monaten häufiger anbieten möchte! Natürlich ist er auch jederzeit per Mail und Social-Media erreichbar, aber das direkte Gespräch wird doch von einigen noch immer bevorzugt.

Manchmal traut man seinen Augen nicht. Oranienburgs SPD ist auf den sozialen Medien ständig präsent. Die Oranienburger Kolumne, Einladungen zu Veranstaltungen oder auch Informationen über Wahlergebnisse (wie vor kurzem aus dem Ortsteil Zehlendorf) finden ein immer breiteres Publikum. Ein Beitrag wurde sogar 25.000-mal aufgerufen. Ein Erfolg, den wir gerne auch mal veröffentlichen, so SPD-Ortsvereinsvorsitzende Marei John-Ohnesorg.

Die Oranienburger CDU-Fraktion musste in der vergangenen Woche einiges an Kritik einstecken. Der Oranienburger Generalanzeiger spricht unter anderem von einem „Dauerstreit mit der Verwaltung“, davon, die CDU verhindere zügiges Arbeiten und bremse Projekte aus, und stellt sogar die Frage, ob sie die Verwaltung zu sehr von ihrer eigentlichen Arbeit abhalte. Nun muss man nicht jede dieser Zuspitzungen uneingeschränkt teilen. Die angeführten Beispiele geben dennoch Anlass zur Diskussion: wiederholte Änderungswünsche an einem Bebauungsplan, ein bewusstes Hineinwirken in laufende Verwaltungsprozesse durch zahlreiche Nachfragen – und weitere Punkte, die das Spannungsfeld zwischen Politik und Verwaltung sichtbar machen.

Gleichzeitig gehört es selbstverständlich zu den Kernaufgaben von Stadtverordneten und Fraktionen, kritisch nachzufragen und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Kontrolle und Mitgestaltung sind schließlich wesentliche Elemente kommunalpolitischer Arbeit. Fest steht auch: Oranienburgs neue Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder kennt ihre Zuständigkeiten und verteidigt die Hoheit über die Aufgaben der Verwaltung mit Nachdruck. Sie scheut die Auseinandersetzung nicht – und ist bereit, Debatten offen zu führen. Zu hoffen bleibt, dass sich alle Beteiligten der Außenwirkung ihres Handelns bewusst sind und in einen verantwortungsvollen, konstruktiven Arbeitsmodus finden. Am Montag tagt die Stadtverordnetenversammlung – und wir freuen uns über alle, die die Sitzung live oder vor Ort verfolgen.

Nicht vergessen: Am Sonntag ist Frauentag! Im Vorfeld dessen hatte unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann am Mittwoch traditionell zu einer Gesprächsrunde im Rahmen der Brandenburger Frauenwochen eingeladen: „Frauen, Macht Politik!“. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Kommunalpolitikerin Romy Segler und Landtagsabgeordnete Katja Poschmann sprachen über Chancen und Hürden von Frauen in der Politik. Es entstanden interessante Gespräche mit über 50 Gästen im Publikum, die der Einladung gefolgt sind. Für die feierliche Stimmung sorgte die Oranienburger Band L.A.R.S. Vielen Dank für diesen tollen Abend!

Am Donnerstag Abend fand in Hohen Neuendorf die regionale Auftaktveranstaltung zu den Brandenburgischen Frauenwochen 2026 statt. Die Gleichstellungsbeauftragten haben einen Interviewband präsentiert: „Frauen sprechen Klartext“. Sehr beeindruckend. Hier ist aus den Interviews ein Buch entstanden. Die Themen reichen von Sorgearbeit und Vereinbarkeit über Pflege bis zu politischem Engagement und biografischen Brüchen. Sehr spannend. Marei John-Ohnesorg war dabei im sehr gut besuchten Rathaussaal. Hoffentlich lassen sich viele neu motivieren, sich selbst politisch zu engagieren!

Ein frühlingshaftes Wochenende wünscht herzlich

Euer Henri von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 27.2.26

Die Rechnung ging am letzten Sonntag für das frühere Ortsbeiratsmitglied und AfD-Stadtverordneten Jörg Thomas nicht auf. Im Oktober provozierte er mit seinem Rücktritt aus dem Zehlendorfer Ortsbeirat eine Neuwahl. Am Sonntag entschied sich die Zehlendorfer Bürgerschaft für einen Neuanfang mit Holger Mücke (SPD), der die meisten Stimmen auf sich vereinigte. Danach folgte der Vertreter der Freien Wähler, Andreas Zenser und ein Vertreter der AfD, Thomas Eichstätt. Wer von den dreien Ortsvorsteher wird, entscheidet sich im März, da findet die nächste ordentliche Sitzung statt. Auf jeden Fall kann die Oranienburger/Zehlendorfer SPD zufrieden mit dem Ergebnis von 40,5 % der abgegebenen Stimmen sein. Danke für Euren Einsatz, Ahmet Öztemel, Dominic Kaiser und Holger Mücke.

Am Montag im Hauptausschuss ging es teilweise richtig zur Sache. Inhaltlich wurde teilweise hart gestritten, es wurden bei den meisten Vorlagen aber große Einigkeit hergestellt. Beim Thema „Prüfung von Böllerverbotszonen“ und der „Umbau der Walther-Bothe-Straße“ stimmten AfD, CDU und FDP/Piraten gemeinsam ab. Ein ungewohntes Bild, da sich die demokratischen Parteien bislang einig waren, dass die Stimmen der äußeren Rechten keinen Ausschlag bei Entscheidungen der Stadt Oranienburg haben sollen. Nun haben die drei Fraktionen keine Mehrheit im Hauptausschuss. Der SPD-Stadtverordnete Dirk Blettermann streute genau da Salz in die offene Wunde der CDU und der FDP/Piraten. In der SVV ist wieder alles offen. Vielleicht suchen die beiden Fraktionen doch den Schulterschluss mit den anderen demokratischen Fraktionen. Und gute Argumente können die Kraft des Kompromisses auch beflügeln.

Andernorts haben sich die Christdemokraten aus der Mitte verabschiedet. In Hennigsdorf stimmten fünf CDU-Stadtverordnete einem AfD-Antrag zu, der „Sicherheitspartnerschaften“ für die Stadt vorsieht. Bürgerinnen und Bürger sollen freiwillig patrouillieren, um „unangemessenes Verhalten“ festzustellen und so ein Sicherheitsgefühl zu stärken. Damit wurden an manchen Orten gute Erfahrungen gemacht, wenn es um ruhige Wohngebiete ging und die Initiative aus der Nachbarschaft kam – nicht von einer Partei. Denn die Schattenseite ist: Einfache Bürger dürften danach andere festhalten, ohne dass „unangemessenes Verhalten“ genauer definiert worden wäre. Das rassistische Weltbild der AfD öffne so der Willkür Tür und Tor, wie manche befürchten. Andere sprechen von „AfD-Patrouillen“ und fühlen sich an die vor gut 10 Jahren von der NPD errichteten „Schutz-Zonen“ erinnert. Gruselig, worauf sich CDU-Stadtverordnete hier eingelassen haben.

Eigentlich sagte CDU-Fritze Merz ursprünglich: „Wenn irgendjemand von uns die Hand hebt, um mit der AfD zusammenzuarbeiten, dann steht am nächsten Tag ein Parteiausschlussverfahren an.“ Und die Abgrenzung zur AfD hat beim Parteitag unmissverständlich bekräftigt.

Die SPD ist weiter auf dem Weg „in die neue Zeit“, zu einem neuen Grundsatzprogramm. Auf Antrag der Oberhaveler Jusos haben sich auch die Jusos Brandenburg auf den Weg gemacht, herauszufinden, wie sie sich das Brandenburg von 2040 vorstellen. Dadurch sollen langfristige Visionen gesteckt werden. Am Wochenende fand hierzu das erste Verbandswochenende der Jungsozialisten statt. Es ging um Finanzen & Wirtschaft, Klima & Umwelt, Gesundheit & Rente und Bildung. Dazu wurden Experten anderer Organisationen eingeladen und Ideen und Ergebnisse zusammengetragen, die nun weiterzuverfolgen sind. Aus Oberhavel waren die beiden Vorsitzenden dabei: Vivien Semrau und Gero Gewald.

Am Dienstag jährte sich der offene russische Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine bereits zum vierten Mal. Vier Jahre Krieg, Leid, Elend, die Verschleppung von Kindern und Tod, die die russische Armee in die Ukraine getragen haben. Nach der anfänglichen hohen Solidarität mit dem angegriffenen Land beginnen mittlerweile immer mehr den Lügen und Propaganda-Erzählungen der russischen Machthaber das Wort zu reden. Teil davon sind Troll-Armeen im Internet, die gezielt die Kreml-Narrative wiederholen, um den Zusammenhalt in westlichen Gesellschaften zu zerstören und so die Unterstützung der Ukraine zu unterminieren. Die falsche Annahme, innerhalb weniger Wochen die Ukraine eingenommen zu haben und stattdessen in einem jahrelangen Zermürbungskrieg geendet zu sein, in dem auch hunderttausende russischer Soldaten ihr Leben ließen, wird als große Tragödie in die Geschichte der russischen Föderation eingehen. Es liegt einzig in der Hand Putins, seine Truppen zurückzurufen und den Krieg zu beenden. Wir stehen fest an der Seite der Ukraine, ihren tapferen Kämpfern, die dem Aggressor seit vier Jahren nun offen die Stirn bieten. Slawa Ukrajini!

Aufatmen konnte am Mittwoch die SPD-Kreistagsfraktion: Nach monatelangen Beratungen wurde der Kreishauhalt beschlossen. Trotz nötiger Einsparungen ist der Haushalt 2026 ein Investitionshaushalt vor allem in Bildung. Ein Änderungsantrag von SPD, CDU, Bündnis90/Die Grünen/Tierschutz und BVB/Freie Wähler/LGU zum Haushaltsentwurf fand eine Mehrheit und sorgt dafür, dass die bisher an drei Schulen im Landkreis laufenden Lernwerkstätten weitergeführt werden können – zuvor standen sie auf einer Streichliste.  In Lernwerkstätten werden Schülerinnen und Schülern mit sozial schwierigem Hintergrund unterstützt. Davon profitieren auch Schülerinnen und Schüler der Jean-Clermont-Oberschule in Sachsenhausen.

Nicht vergessen: In der kommenden Woche kommt die Brandenburgische Frauenwoche nach Oranienburg! Unter dem Titel „Frauen: Macht Politik“ spricht der Oranienburger SPD-Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann mit Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Gleichstellungsbeauftragte Christiane Bonk, Landtagsabgeordnete Katja Poschmann und Kommunalpolitikerin Romy Segler. Sie sprechen über Herausforderungen und Chancen für Frauen in der Politik. Viele haben sich bereits angemeldet, daher wird um eine Anmeldung gebeten, um ausreichend Sitzmöglichkeiten bereitzustellen. Anmeldungen bitte an das Büro Björn Lüttmann: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de

Es grüßt herzlich Eure

Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 20.2.26

Am Montag feierte die TURM ErlebnisCity in Oranienburg das 24jährige Bestehen! Eine Erfolgsstory in Oranienburg. Bei einem kurzen Empfang wurden einigen Kolleginnen und Kollegen, die ein „rundes Jubiläum“ hatten, einen Blumenstrauß übergeben. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und der Aufsichtsratsvorsitzende der LEO-Gruppe Burkhard Wilde sprachen einige Grußworte. Auch der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann, sowie Werner Mundt und Christian Howe gehörten zu den Gästen. Am Rande wurde bekannt, dass die Turm ErlebnisCity bereits eine „5 Sterne-Anlage“ ist, eine Auszeichnung die es nur 5-mal in den neuen Bundesländern gibt. Herzlichen Glückwunsch!

Am letzten Samstag gab es einen winterlicher Info-Stand in Zehlendorf. Am 22. Februar wird ein neuer Ortsbeirat gewählt. Unser Team für Zehlendorf: Holger Mücke, Ahmet Öztemel und Dominic Kaiser. Deshalb haben auch Judith Brandt, Burkhard Wilde, Gero Gewald und Dirk Blettermann die drei am letzten Samstag tatkräftig unterstützt. Morgen, am Samstag, werden wieder die Zehlendorfer SPD-Kandidaten öffentlich ansprechbar sein. Wir sind um 11 Uhr vor Ort und freuen uns über Besuch!

In dieser Woche lief ebenfalls die erste Sitzungsrunde der städtischen Gremien weiter. Unter anderem wurde im Sozialausschuss beherzt über eine mögliche Übertragung der Jean-Clermont-Schule an den Landkreis diskutiert. Selbst ihr Schulleiter, Herr Franz, sprach in der Sitzung, um seine Bedenken vorzutragen. „Zum Glück fand unser Änderungsantrag eine Mehrheit, der das Bekenntnis zur Übertragung herausnahm und ein Gespräch zwischen allen Beteiligten aus Stadt, Landkreis und Schule vorsieht“, sagt SPD-Ausschussmitglied Gero Gewald. So wird der Weg für eine Entscheidungsfindung geebnet, von der niemand überrumpelt wird. Toll!
Am Folgetag trat der Ordnungs- und Feuerwehrausschuss zusammen. Es ging insbesondere um die langwierige Umsetzung der Feuerwachen Ost und Nord. Man merkte, dass einige -verständlicherweise – noch sehr dadurch verletzt waren, wie sehr das Thema in der Vergangenheit seitens der Stadtspitze schleifen gelassen wurde. Dies wurde auch zur Kritik an der derzeitigen Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder benutzt, die noch keine 50 Tage im Amt ist und an jenem Abend einen Paralleltermin hatte. Andere wussten es einzuordnen und betonten, wie wichtig der Bürgermeisterin das Thema Feuerwehr ist und dass sie es zur Chefsache erklärt. Aber auch das braucht Zeit und diese sollte ihr dafür auch gewährt werden.

„Ihr lasst euch ja nur zu den Wahlen blicken“, ist ein Vorwurf, der jeder demokratischen Partei dann und wann mal am Infostand vorgeworfen wird. Aufmerksame Kolumnenleser wissen: Das stimmt beim Oranienburger SPD-Ortsverein nicht: Stammtische, Veranstaltungen auch des SPD-Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann wie z.B. seine „Ansprech-Bar“, regelmäßige Rotkehlchen, Präsenz bei Veranstaltungen, das Bürgerbüro in der Bernauer Straße und nicht zuletzt unsere Kolumne widerlegen diese Behauptung. Und so könnt ihr den Ortsverein auch am kommenden Freitag (27.2.26) treffen: Ab 9:00 Uhr findet ihr die SPD mit einem Info-Stand auf dem Wochenmarkt in der Bernauer Straße am Boulevard. Die Oranienburger Sozis freuen sich auf euch, eure Fragen und eure Anliegen!

Am Mittwoch kam die SPD-Kreistagsfraktion zu ihrer Beratung zusammen. Mit am Tisch: die Kreistagsabgeordneten Dirk Blettermann und Judith Brandt. Ihr Oranienburger Kollege Matthias Hennig war zeitgleich in einer Aufsichtsratssitzung gebunden. Hauptthema war der Kreishaushalt: Gemeinsam mit anderen Fraktionen haben die Sozialdemokraten einen Änderungsantrag zum Haushalt eingebracht. Ziel ist es, die Lernwerkstätten im Landkreis zu erhalten – unter anderem an der Jean-Clermont-Oberschule in Oranienburg. Ein Angebot, das gerade jenen Kindern zugutekommt, die es im Alltag nicht immer leicht haben und besondere Unterstützung brauchen. Eine Herzensangelegenheit für die Sozis!

Unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann war am Donnerstag an der Jean-Clermont-Oberschule zu Gast. Das neue Bildungsangebot des Landtages „Der Landtag geht zur Schule“ hatte dort Premiere. Fazit: Die Schülerinnen und Schüler waren inhaltlich super vorbereitet und haben die anwesenden Landtagsabgeordneten mit Fragen gelöchert.

Am Donnerstag hat die Oranienburger SPD-Vorsitzende, Marei John-Ohnesorg, zur Mitgliederversammlung in den TURM eingeladen. Sehr spannend war der Beitrag von Björn Lüttmann, Fraktionsvorsitzender, der von den Koalitionsgesprächen im Land mit der CDU berichtete. Es läuft offensichtlich. Am 14. März 2026 ist der SPD-Parteitag, dann werden wir über die Details berichten können. Bei der anschließenden politischen Debatte über Aktuelles aus Stadt, Land und Bund wurde ein großer Bogen von Gesundheitsthemen über Chatbots bis zur Weltlage gespannt.

Es ging um die SPD-Vorschläge, bei der Finanzierung des Gesundheitssystems auch Kapitalerträge und Mieteinnahmen einzubeziehen (Fazit: Zustimmung). Eine lange Debatte hatten wir über die sogenannten Leerfahrten, die dem Landkreis Sorge bereiten. Die Finanzierung muss neu geklärt werden, wenn der Rettungswagen ohne echte Not und eine Einlieferung ins Krankenhaus erfolgt. Helfen könnte eine Werbekampagne für die 116 117, für den ärztlichen Bereitschaftsdienst, helfen. Der dann aber natürlich auch erreichbar und besetzt sein muss. Und, sehr erfreulich: Wir durften wieder ein neues Mitglied begrüßen. Wir freuen uns!

Wir wünschen wie immer ein tolles Wochenende mit hoffnungsvoll milderen Temperaturen.

Herzlichst

Euer Henri von Oranienburg

 


Nachruf | 18.2.26

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unseren langjährigen Mitgliedern Angret und Dr. Ernst Stransky, die kurz nacheinander verstorben sind – Ernst im Alter von 90 Jahren im Januar, Angret vor wenigen Tagen im Alter von 88 Jahren. Mit ihnen verliert die SPD Oranienburg zwei Persönlichkeiten, die über viele Jahre hinweg das kommunalpolitische Leben unserer Stadt und unseres Landkreises maßgeblich geprägt haben.

Seit 1973 war Oranienburg ihre Heimat. Sie haben miterlebt, wie sich unsere Stadt von einem stark belasteten Industriestandort mit Kriegsschäden und den Einschränkungen der DDR-Zeit zu einer liebenswerten, lebendigen Stadt entwickelte – mit dem Schlosspark, der Orangerie, dem Tierpark und vielen anderen Orten, die heute selbstverständlich zu Oranienburg gehören. Diese Entwicklung haben sie nicht nur beobachtet, sondern aktiv mitgestaltet.

Angret und Ernst waren nicht nur engagierte Kommunalpolitiker – sie waren überzeugte Demokraten.

Angret Stransky trat im September 1990 in die SPD ein – aus dem Wunsch heraus, Verantwortung zu übernehmen und Demokratie vor Ort mit Leben zu füllen. 1993 wurde sie in die  Stadtverordnetenversammlung und in den Kreistag gewählt. Bereits ein Jahr später übernahm sie den Vorsitz der SPD-Fraktion, 1996 wurde sie Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Oranienburg – ein Amt, das sie bis 2003 mit großem Engagement und beeindruckender Souveränität ausübte.

Ihr Grundsatz war stets Neutralität, Sachlichkeit und die Unabhängigkeit von parteipolitischen Querelen. Auch in kontroversen Debatten achtete sie auf einen respektvollen Umgang. Sie repräsentierte unsere Stadt würdevoll bei den Partnerstädten in Hamm, Vught, Melnik und Bagnolet und erlebte 1999 anlässlich der Eröffnung der Oranje-Ausstellung im renovierten Barockschloss Oranienburg einen besonderen Moment, als sie die niederländische Königin begrüßen durfte. Der Erhalt und Ausbau der Orangerie war ihr ein persönliches Anliegen – heute ist sie ein fester Bestandteil unseres Stadtbildes.

Über ihre politische Arbeit sagte sie einmal: „Diese politische Tätigkeit habe ich nie als Belastung und Pflicht, sondern als außergewöhnliche Bereicherung meines Lebens betrachtet.“
Dieser Satz beschreibt ihr Wirken treffend.

Auch Ernst Stransky stellte sein Engagement ganz in den Dienst der Menschen in unserer Region. Von 1998 bis 2003 war er Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses im Kreistag Oberhavel. Bildung und Jugend lagen ihm besonders am Herzen – nicht zuletzt durch seine frühere Tätigkeit als Dezernent der Stadt Oranienburg, in der er unter anderem für die Schulen verantwortlich war.

Als die Auflösung des Runge-Gymnasiums beschlossen werden sollte, stellte er sich – aus Überzeugung und im Interesse der Schülerinnen und Schüler – gegen dieses Vorhaben. Um unabhängig handeln zu können, verließ er sogar seine Fraktion und nahm persönliche Anfeindungen in Kauf. Sein Einsatz zeigte Wirkung: Der Antrag wurde zunächst zurückgezogen. Dieser Schritt zeugt von großem Mut, Standhaftigkeit und einem tiefen Verantwortungsbewusstsein.

Beide verband die Erfahrung der Nachkriegszeit – Jahre des Mangels, des Hungers und der Entbehrung. Bildung bedeutete für sie Hoffnung auf ein besseres Leben. Vielleicht erklärt gerade das ihren unermüdlichen Einsatz für Schulen, Kitas und kommunale Einrichtungen. Ihr politisches Credo war klar: Die Infrastruktur unserer Stadt muss mit dem Wachstum Schritt halten, damit Oranienburg lebenswert bleibt – für alle Generationen.

Angret und Ernst Stransky standen für eine politische Kultur des Respekts, der Sachlichkeit und des persönlichen Gesprächs. Sie waren überzeugt, dass Demokratie vom Mitmachen lebt – und dass insbesondere junge Menschen ihren Platz in der Kommunalpolitik finden müssen.

Wir verlieren mit ihnen zwei aufrechte Sozialdemokraten, die die SPD und unsere Stadt über Jahrzehnte geprägt haben. Ihr Wirken bleibt sichtbar – in Projekten, Entscheidungen und in der Haltung, mit der sie Politik verstanden: als Dienst am Gemeinwohl.

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihnen nahestanden.
Wir werden Angret und Ernst Stransky ein ehrendes Andenken bewahren.


Wöchentliche Kolumne | 13.2.26

Falls Sie es noch nicht bemerkt haben: Heute ist Freitag der Dreizehnte! Aber keine Panik, statistisch gesehen kommt es an diesen Tagen nicht zu mehr Unfällen oder anderen Unglücken. Die Angst vor Freitagen, die auf einen 13. fallen, trägt übrigens den klangvollen Namen Paraskavedekatriaphobie. Eine deutlich näherliegende Sorge dürfte in den vergangenen Wochen viele Oranienburgerinnen und Oranienburger umgetrieben haben: die Pagophobie – die Angst vor Eis, Frost und der Gefahr, bei Glätte auszurutschen. Aber nun sind die Eismassen den Temperaturen über 0 °C weitestgehend gewichen. Eine weitere Angst vorerst gebannt!

Unbeeindruckt von dieser winterlichen Phobie kam am Montagabend der Vorstand der SPD Oranienburg zusammen. Einmal durchgezählt: Alle da! Auf der Tagesordnung stand die Wahl zum Ortsbeirat Zehlendorf am 22. Februar, die inhaltliche Planung kommender Mitgliederversammlungen und auch möglicher Aktionen. Marei John-Ohnesorg, Vorsitzende der SPD Oranienburg, hat eingeladen, Yvonne Lehmann gewohnt souverän moderiert. Parteiarbeit zeigt sich dabei einmal mehr als das, was sie oft ist: engagierte und notwendige Grundlagenarbeit.

Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist angetreten mit dem Versprechen, ansprechbar und sichtbar zu sein. Regelmäßig gewährt sie über Social Media Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Neu ist auch, dass sie wöchentlich Presseinformation dazu verschickt, welche Termine im Laufe der Woche anfallen und wo sie unterwegs ist. Ihr Amtsvorgänger kannte so etwas nicht. Es sind oft die kleinen Dinge, die einen Unterschied machen, aber einen sichtbaren!

Einer dieser Termine fand am Mittwoch im Louise-Henriette-Gymnasium statt. Die Stadt hat zum Jugendforum eingeladen und über 150 Schülerinnen und Schülern folgten der Einladung. Sie konnten sich in verschiedenen Workshops einbringen. Von Beteiligung mit LEGO-Blöcken über Überlegungen zur Gestaltung des Schlossparks bis zu praktischen Demokratie- und Argumentationstrainings war für jede und jeden etwas dabei. Auch viele Stadtverordnete nutzten die Möglichkeit, mit den  jungen Menschen  zu ihren Wünschen für unsere Stadt  ins Gespräch zu kommen. Von der SPD waren Fraktionschef Matthias Hennig und Sozialausschuss-Mitglied Gero Gewald dabei. In ihrer Begrüßungsrede betonte Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder die Relevanz der Jugendbeteiligung und dass sie und die politischen Vertreter der Stadt gern Ansprechpartner für die jungen Menschen sind. Sehr gut!

Jetzt ist die Stadtpolitik wieder am Zug: Die erste Sitzungsfolge startet und alle Ausschüsse tagen. In diesen werden u.a. Satzungsänderungen besprochen, die im Vorfeld bereits zu Diskussionen in den facebook-Kommentarspalten gesorgt haben: Hundesteuer, Zweitwohnsitzsteuer, Kita- und Schulessenbeitragssatzung und einiges mehr. Im Bauausschuss steht das Stadtentwicklungskonzept auf der Tagesordnung und vieles mehr.

Im Werksausschuss am Mittwochabend ging es zum Beispiel um die Hundesteuer. Der Ausschuss empfiehlt eine Erhöhung des derzeitigen Jahressatzes von 50 Euro auf 84 Euro. Dem voraus ging eine Debatte, in der einige Stadtverordnete sich dazu bekannten, zwei Herzen in der Brust zu haben, aber mit Blick auf die Gesamtverantwortung für die Stadt diesen Schritt mitzugehen. Ein Änderungsantrag der CDU bei bestimmten Abständen zu anderen Wohngebäuden eine Ermäßigung für „Wachhunde“ zuzulassen, wurde als unpraktikabel und bürokratielastig kritisiert und mehrheitlich nicht empfohlen. Ebenso empfahl der Ausschuss eine Anhebung der Zweitwohnsitzsteuer. Auch hier zeigte sich, wer bereit dazu ist, Verantwortung zu übernehmen und wer sich nur hinter populistischen Parolen versteckt. Leider erwartbar. Aber die Bürgermeisterin nahm sich die Zeit, der Sitzung beizuwohnen und die Debatten zu begleiten. Ein wichtiger Ausdruck des Interesses und der Wertschätzung!

Am Samstag fand im Willy-Brandt-Haus, der SPD Parteizentrale, der Startschuss für das neue SPD-Grundsatzprogramm statt. Wilhelm Liebknecht, einer der  SPD-Gründerväter, schrieb bereits 1869: „Weil wir die Untrennbarkeit der Demokratie und des Sozialismus begriffen haben, nennen wir uns Sozialdemokraten.“ Seitdem musste die Idee der „Sozialdemokratie“ immer wieder auf neue Herausforderungen und Fragen angewendet werden, welche sich in den angesprochenen Grundsatzprogrammen niedergeschrieben fanden. Das derzeitige „Hamburger Programm“ ist aus dem Jahr 2007 – also einer Zeit vor der Finanzkrise, großen Fluchtbewegungen nach Europa, dem Erstarken des Rechtsextremismus, der Covid-19-Pandemie, den Fridays-for-Future-Demonstrationen, eines US-Präsidenten Trump und des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine. Höchste Zeit also für ein Update! Wer auch einen Sozialdemokraten in seinem Herzen schlagen hört, hat nun die beste Möglichkeit dazu, in die Partei einzutreten und die Ausrichtung der SPD aktiv mitzugestalten: Jetzt Mitglied werden! Bei der Auftaktveranstaltung waren Yvonne Lehmann und Marei John-Ohnesorg aus unserem Ortsverein dabei.

Im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche plant traditionell auch unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann eine Veranstaltung. In der JUPP-Bar im Oranienwerk empfängt er hochkarätige Gäste: Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, die städtische Gleichstellungsbeauftragte Christiane Bonk, die Landtagsabgeordnete Katja Poschmann und die Co-Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Romy Segler. Unter dem Titel „Frauen, macht Politik!“ werden sie über Erfahrungen, Hürden und Chancen von Frauen in der Politik sprechen. Es soll aber nicht nur diskutiert, sondern auch ordentlich gefeiert werden. Für rockige Stimmung sorgt die Oranienburger-Band L.A.R.S. Die Veranstaltung findet am 4. März 2026 um 17 Uhr in der JUPP-Bar statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig, erleichtert jedoch die Planung (E-Mail: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de | Tel.: 03301-3978890)

Und wo wir gerade beim Landtag sind: Kennen Sie politisch interessierte Jugendliche? Im Landtag findet vom 24. – 26. April 2026 das erste parlamentarische Jugendforum statt.  Wer Lust hat, hinter die Kulissen des Politikbetriebs zu schauen, ist hier genau richtig. Bis zum 27. Februar 2026 können sich junge Menschen von 14-21 Jahren noch bewerben. Neben Diskussionsrunden stehen auch Treffen mit Landtagsabgeordneten auf dem Programm. Genauere Informationen finden Sie hier: Parlamentarisches Jugendforum

Herzliche Grüße

Eure Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 6.2.26

Letztes Wochenende machte das Traumschüff Theater mit dem Stück „Schankwirtschaft“ zum vorerst letzten Mal Halt, nämlich im Oranienburger Ortsteil Lehnitz. Und wieder volles Haus und super Stimmung. Auch viele Sozis konnte man im Kulturhaus erblicken, darunter Marei John-Ohnesorg, Gero Gewald, Ortsvorsteher Matthias Hennig, Ortsbeirätin Yvonne Lehmann und den Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann.

In dieser Woche gaben sich zahlreiche Kommunalpolitiker im Oranienburger Schloss die Klinke in die Hand. Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) empfing die Fraktionsvorsitzenden von den Freien Wählern, Antje Wendt, den Bündnisgrünen, Susanne Zamecki, der Piraten/FDP-Fraktion, Thomas Ney und der SPD, Matthias Hennig. Den Schluss bildete der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD). Wie man hört, haben beide über eine Stunde intensiv die Lokalpolitik und die Pläne der „Neuen“ besprochen.

Politik lebt von Kontakten – und Oranienburg ist dabei bestens vernetzt. Deshalb trafen sich in dieser Woche auch Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und der Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann (SPD), um ihre Zusammenarbeit weiter zu schärfen. Kurze Wege statt langer Warteschleifen, ein Griff zum Telefon statt umständlicher Anträge: Genau das ist ein echter Standortvorteil, den parteilose Mandatsträger kaum ersetzen können. Mit Jennifer Collin-Feeder im Schloss, Björn Lüttmann als SPD-Fraktionschef im Landtag, Alexander Tönnies als SPD-Landrat und Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke (SPD) an der Spitze des Landes hat Oranienburg beste Karten, wenn es darum geht, kommunale Anliegen zu platzieren.

Am Dienstag kam die SPD-Fraktion der Stadt zusammen, um die Ausschüsse der Stadt in der kommenden Woche zu besprechen. Viele Beschlussvorlagen der Verwaltung, aber auch einige Anträge stehen auf den Tagesordnungen. Matthias Hennig, der Fraktionschef, führte flott durch die Punkte. Zum Schluss überreichte er der anwesenden Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder noch ein Stück selbstgebackenen Apfelkuchen. Diese verriet später, dass sie bei Kuchen und anderen süßen Leckereien nicht „Nein“ sagen kann. Guten Appetit.

Im Bundestag ging es wieder heiß her. Die AfD hat einen Antrag eingebracht, der u.a. sämtliche Erbschaftsteuern streichen sollte. Dabei sagen über 60% der Deutschen, dass Mehrere-Millionen-Euro-Erbschaften stärker besteuert werden sollten. Wieder macht sich die verklärte „Partei der kleinen Leute“ zum Steigbügelhalter für all jene, die hohe Vermögen angehäuft haben. Dann doch lieber der SPD-Vorschlag: Hohe Freibeträge, um kleinen und mittleren Vermögen zu schützen, steuerfreies selbst genutztes Eigenheim für „Omas Häuschen“ und 5 Mio. € Freibetrag für Unternehmensvermögen. So geht Soziale Politik für Dich, statt Vermögenskonzentrationen weiter zu zementieren!

Rutscht nicht aus, bleibt gesund und habt ein schönes Wochenende,

Euer Henri von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 6.3.26

Am letzten Samstag fand die Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Oranienburger Feuerwehr statt. Zuerst standen einige Berichte auf dem Programm. Dann wurde der „Leiterin des Brandschutzes“ Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) das Wort erteilt. Schon allein dieser Auftritt der neuen Bürgermeisterin wurde von einigen nachfolgenden Rednern positiv erwähnt. Der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD), Vertreter der Kreis- und Landesfeuerwehr, sowie die Stadtverordneten Nicole Walter-Mundt (CDU) und Susanne Zamecki (Grüne) gehörten ebenfalls zu den Rednern. Anschließend standen Ehrungen (nach bestandenen Prüfungen und langjährigen Mitgliedschaften) und viele Gespräche auf der Tagesordnung. Ein rührender Höhepunkt waren die Worte von Feuerwehrmann Alexander Kurb, der vom Gesundheitszustand seines Bruders Antonio und der Dankbarkeit der gesamten Familie für die Hilfe und Solidarität berichtete, die die Familie seit der schweren Erkrankung des jungen Mannes seit Monaten erfährt. Bewegend, wenn der gesamte Saal aufsteht und langanhaltend Beifall spendet.

Auch die MAZ berichtete über die Familie Kurb: Antonio ist aus seinem Koma wieder aufgewacht! Die Familie bedankt sich herzlich für viel Unterstützung. Auch wir hoffen gemeinsam mit der Familie. dass Antonio wieder ganz gesund wird!

Am Mittwoch war es so weit: Die Landeschefs von SPD und CDU, Dietmar Woidke und Jan Redmann, haben mit den Generalsekretären ihrer Parteien den ausgehandelten Koalitionsvertrag vorgestellt. Dieser besticht mit seiner Kürze: Auf „nur“ 39 Seiten hält er die groben Linien für die Zukunft des Landes Brandenburgs fest. Er soll ein flexibler Vertrag sein, der jährlich überprüft und aktualisiert werden soll. Damit wird er einer krisenhaften Zeit gerecht. Zeitgleich nennt er konkrete Meilensteine, an denen sich der Erfolg der Regierung immer wieder messen lassen kann. Jetzt steht auch die Verteilung der Ministerien fest, wobei es teils große Überraschungen gibt: Die SPD sichert sich neben der Staatskanzlei das starke Finanzministerium und das Super-Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Asyl und Integration, für das Minister René Wilke zuständig sein wird. Dafür werden das Innenministerium und das Bildungsministerium durch die CDU geführt. Das klingt nach respektvollen Verhandlungen, bei denen beide Parteien erforderliche Zugeständnisse machten. Den Entwurf des Koalitionsvertrags finden Sie hier: Link Koalitionsvertrag .

Der SPD-Fraktionschef im Landtag und Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann zeigte sich zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis. Denn auch Oranienburg und die Region Oberhavel profitieren – zum Beispiel durch folgende Vorhaben: Die „Kompetenzregion Oranienburg bei der Kampfmitteluche“ wird umgesetzt, der Bau des neuen Besucherzentrums von Museum und Gedenkstätte Sachsenhausen wird gefördert und das Erfolgsprojekt „Pakt für Pflege“, das in Oranienburg beim Märkischen Sozialverein angesiedelt ist, wird fest im Landespflegegesetz verankert.

Auch Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist weiter aktiv und berichtet über ihre Social-Media-Kanäle von ihrer Arbeit. Diese Woche auf dem Programm: Treffen mit den Ortsvorstehern, Besuch der Friedrich-Wolf-Grundschule, Lehnitzer Karneval, Ausschusssitzungen, Feuerwehr … . So vielfältig ist die Palette, und sie ist weiterhin engagiert am Ball. Am vergangenen langen Dienstag überraschte der Lehnitzer Ortsvorsteher und SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Hennig sie mit selbstgebackenem Apfelkuchen – mit echten Brandenburger Äpfeln! Wertschätzung geht eben auch durch den Magen.

Für etwas Überraschung sorgte der SPD Ortsverein am vergangenen Freitag: Mit einem Info-Stand war er nahe der Bushaltestelle Bernauer Straße aktiv. Einige nutzten die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen und verschiedene Anliegen insbesondere zu Toiletten im öffentlichen Raum anzusprechen. Viele haben sich sehr darüber gefreut, sich auch außerhalb der Wahlkämpfe mit politischen Vertretern auszutauschen – obwohl das für die Oranienburger Sozis sowieso selbstverständlich ist. Ein Konzept, das der Ortsverein in den kommenden Monaten häufiger anbieten möchte! Natürlich ist er auch jederzeit per Mail und Social-Media erreichbar, aber das direkte Gespräch wird doch von einigen noch immer bevorzugt.

Manchmal traut man seinen Augen nicht. Oranienburgs SPD ist auf den sozialen Medien ständig präsent. Die Oranienburger Kolumne, Einladungen zu Veranstaltungen oder auch Informationen über Wahlergebnisse (wie vor kurzem aus dem Ortsteil Zehlendorf) finden ein immer breiteres Publikum. Ein Beitrag wurde sogar 25.000-mal aufgerufen. Ein Erfolg, den wir gerne auch mal veröffentlichen, so SPD-Ortsvereinsvorsitzende Marei John-Ohnesorg.

Die Oranienburger CDU-Fraktion musste in der vergangenen Woche einiges an Kritik einstecken. Der Oranienburger Generalanzeiger spricht unter anderem von einem „Dauerstreit mit der Verwaltung“, davon, die CDU verhindere zügiges Arbeiten und bremse Projekte aus, und stellt sogar die Frage, ob sie die Verwaltung zu sehr von ihrer eigentlichen Arbeit abhalte. Nun muss man nicht jede dieser Zuspitzungen uneingeschränkt teilen. Die angeführten Beispiele geben dennoch Anlass zur Diskussion: wiederholte Änderungswünsche an einem Bebauungsplan, ein bewusstes Hineinwirken in laufende Verwaltungsprozesse durch zahlreiche Nachfragen – und weitere Punkte, die das Spannungsfeld zwischen Politik und Verwaltung sichtbar machen.

Gleichzeitig gehört es selbstverständlich zu den Kernaufgaben von Stadtverordneten und Fraktionen, kritisch nachzufragen und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Kontrolle und Mitgestaltung sind schließlich wesentliche Elemente kommunalpolitischer Arbeit. Fest steht auch: Oranienburgs neue Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder kennt ihre Zuständigkeiten und verteidigt die Hoheit über die Aufgaben der Verwaltung mit Nachdruck. Sie scheut die Auseinandersetzung nicht – und ist bereit, Debatten offen zu führen. Zu hoffen bleibt, dass sich alle Beteiligten der Außenwirkung ihres Handelns bewusst sind und in einen verantwortungsvollen, konstruktiven Arbeitsmodus finden. Am Montag tagt die Stadtverordnetenversammlung – und wir freuen uns über alle, die die Sitzung live oder vor Ort verfolgen.

Nicht vergessen: Am Sonntag ist Frauentag! Im Vorfeld dessen hatte unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann am Mittwoch traditionell zu einer Gesprächsrunde im Rahmen der Brandenburger Frauenwochen eingeladen: „Frauen, Macht Politik!“. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Kommunalpolitikerin Romy Segler und Landtagsabgeordnete Katja Poschmann sprachen über Chancen und Hürden von Frauen in der Politik. Es entstanden interessante Gespräche mit über 50 Gästen im Publikum, die der Einladung gefolgt sind. Für die feierliche Stimmung sorgte die Oranienburger Band L.A.R.S. Vielen Dank für diesen tollen Abend!

Am Donnerstag Abend fand in Hohen Neuendorf die regionale Auftaktveranstaltung zu den Brandenburgischen Frauenwochen 2026 statt. Die Gleichstellungsbeauftragten haben einen Interviewband präsentiert: „Frauen sprechen Klartext“. Sehr beeindruckend. Hier ist aus den Interviews ein Buch entstanden. Die Themen reichen von Sorgearbeit und Vereinbarkeit über Pflege bis zu politischem Engagement und biografischen Brüchen. Sehr spannend. Marei John-Ohnesorg war dabei im sehr gut besuchten Rathaussaal. Hoffentlich lassen sich viele neu motivieren, sich selbst politisch zu engagieren!

Ein frühlingshaftes Wochenende wünscht herzlich

Euer Henri von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 27.2.26

Die Rechnung ging am letzten Sonntag für das frühere Ortsbeiratsmitglied und AfD-Stadtverordneten Jörg Thomas nicht auf. Im Oktober provozierte er mit seinem Rücktritt aus dem Zehlendorfer Ortsbeirat eine Neuwahl. Am Sonntag entschied sich die Zehlendorfer Bürgerschaft für einen Neuanfang mit Holger Mücke (SPD), der die meisten Stimmen auf sich vereinigte. Danach folgte der Vertreter der Freien Wähler, Andreas Zenser und ein Vertreter der AfD, Thomas Eichstätt. Wer von den dreien Ortsvorsteher wird, entscheidet sich im März, da findet die nächste ordentliche Sitzung statt. Auf jeden Fall kann die Oranienburger/Zehlendorfer SPD zufrieden mit dem Ergebnis von 40,5 % der abgegebenen Stimmen sein. Danke für Euren Einsatz, Ahmet Öztemel, Dominic Kaiser und Holger Mücke.

Am Montag im Hauptausschuss ging es teilweise richtig zur Sache. Inhaltlich wurde teilweise hart gestritten, es wurden bei den meisten Vorlagen aber große Einigkeit hergestellt. Beim Thema „Prüfung von Böllerverbotszonen“ und der „Umbau der Walther-Bothe-Straße“ stimmten AfD, CDU und FDP/Piraten gemeinsam ab. Ein ungewohntes Bild, da sich die demokratischen Parteien bislang einig waren, dass die Stimmen der äußeren Rechten keinen Ausschlag bei Entscheidungen der Stadt Oranienburg haben sollen. Nun haben die drei Fraktionen keine Mehrheit im Hauptausschuss. Der SPD-Stadtverordnete Dirk Blettermann streute genau da Salz in die offene Wunde der CDU und der FDP/Piraten. In der SVV ist wieder alles offen. Vielleicht suchen die beiden Fraktionen doch den Schulterschluss mit den anderen demokratischen Fraktionen. Und gute Argumente können die Kraft des Kompromisses auch beflügeln.

Andernorts haben sich die Christdemokraten aus der Mitte verabschiedet. In Hennigsdorf stimmten fünf CDU-Stadtverordnete einem AfD-Antrag zu, der „Sicherheitspartnerschaften“ für die Stadt vorsieht. Bürgerinnen und Bürger sollen freiwillig patrouillieren, um „unangemessenes Verhalten“ festzustellen und so ein Sicherheitsgefühl zu stärken. Damit wurden an manchen Orten gute Erfahrungen gemacht, wenn es um ruhige Wohngebiete ging und die Initiative aus der Nachbarschaft kam – nicht von einer Partei. Denn die Schattenseite ist: Einfache Bürger dürften danach andere festhalten, ohne dass „unangemessenes Verhalten“ genauer definiert worden wäre. Das rassistische Weltbild der AfD öffne so der Willkür Tür und Tor, wie manche befürchten. Andere sprechen von „AfD-Patrouillen“ und fühlen sich an die vor gut 10 Jahren von der NPD errichteten „Schutz-Zonen“ erinnert. Gruselig, worauf sich CDU-Stadtverordnete hier eingelassen haben.

Eigentlich sagte CDU-Fritze Merz ursprünglich: „Wenn irgendjemand von uns die Hand hebt, um mit der AfD zusammenzuarbeiten, dann steht am nächsten Tag ein Parteiausschlussverfahren an.“ Und die Abgrenzung zur AfD hat beim Parteitag unmissverständlich bekräftigt.

Die SPD ist weiter auf dem Weg „in die neue Zeit“, zu einem neuen Grundsatzprogramm. Auf Antrag der Oberhaveler Jusos haben sich auch die Jusos Brandenburg auf den Weg gemacht, herauszufinden, wie sie sich das Brandenburg von 2040 vorstellen. Dadurch sollen langfristige Visionen gesteckt werden. Am Wochenende fand hierzu das erste Verbandswochenende der Jungsozialisten statt. Es ging um Finanzen & Wirtschaft, Klima & Umwelt, Gesundheit & Rente und Bildung. Dazu wurden Experten anderer Organisationen eingeladen und Ideen und Ergebnisse zusammengetragen, die nun weiterzuverfolgen sind. Aus Oberhavel waren die beiden Vorsitzenden dabei: Vivien Semrau und Gero Gewald.

Am Dienstag jährte sich der offene russische Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine bereits zum vierten Mal. Vier Jahre Krieg, Leid, Elend, die Verschleppung von Kindern und Tod, die die russische Armee in die Ukraine getragen haben. Nach der anfänglichen hohen Solidarität mit dem angegriffenen Land beginnen mittlerweile immer mehr den Lügen und Propaganda-Erzählungen der russischen Machthaber das Wort zu reden. Teil davon sind Troll-Armeen im Internet, die gezielt die Kreml-Narrative wiederholen, um den Zusammenhalt in westlichen Gesellschaften zu zerstören und so die Unterstützung der Ukraine zu unterminieren. Die falsche Annahme, innerhalb weniger Wochen die Ukraine eingenommen zu haben und stattdessen in einem jahrelangen Zermürbungskrieg geendet zu sein, in dem auch hunderttausende russischer Soldaten ihr Leben ließen, wird als große Tragödie in die Geschichte der russischen Föderation eingehen. Es liegt einzig in der Hand Putins, seine Truppen zurückzurufen und den Krieg zu beenden. Wir stehen fest an der Seite der Ukraine, ihren tapferen Kämpfern, die dem Aggressor seit vier Jahren nun offen die Stirn bieten. Slawa Ukrajini!

Aufatmen konnte am Mittwoch die SPD-Kreistagsfraktion: Nach monatelangen Beratungen wurde der Kreishauhalt beschlossen. Trotz nötiger Einsparungen ist der Haushalt 2026 ein Investitionshaushalt vor allem in Bildung. Ein Änderungsantrag von SPD, CDU, Bündnis90/Die Grünen/Tierschutz und BVB/Freie Wähler/LGU zum Haushaltsentwurf fand eine Mehrheit und sorgt dafür, dass die bisher an drei Schulen im Landkreis laufenden Lernwerkstätten weitergeführt werden können – zuvor standen sie auf einer Streichliste.  In Lernwerkstätten werden Schülerinnen und Schülern mit sozial schwierigem Hintergrund unterstützt. Davon profitieren auch Schülerinnen und Schüler der Jean-Clermont-Oberschule in Sachsenhausen.

Nicht vergessen: In der kommenden Woche kommt die Brandenburgische Frauenwoche nach Oranienburg! Unter dem Titel „Frauen: Macht Politik“ spricht der Oranienburger SPD-Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann mit Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Gleichstellungsbeauftragte Christiane Bonk, Landtagsabgeordnete Katja Poschmann und Kommunalpolitikerin Romy Segler. Sie sprechen über Herausforderungen und Chancen für Frauen in der Politik. Viele haben sich bereits angemeldet, daher wird um eine Anmeldung gebeten, um ausreichend Sitzmöglichkeiten bereitzustellen. Anmeldungen bitte an das Büro Björn Lüttmann: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de

Es grüßt herzlich Eure

Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 20.2.26

Am Montag feierte die TURM ErlebnisCity in Oranienburg das 24jährige Bestehen! Eine Erfolgsstory in Oranienburg. Bei einem kurzen Empfang wurden einigen Kolleginnen und Kollegen, die ein „rundes Jubiläum“ hatten, einen Blumenstrauß übergeben. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und der Aufsichtsratsvorsitzende der LEO-Gruppe Burkhard Wilde sprachen einige Grußworte. Auch der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann, sowie Werner Mundt und Christian Howe gehörten zu den Gästen. Am Rande wurde bekannt, dass die Turm ErlebnisCity bereits eine „5 Sterne-Anlage“ ist, eine Auszeichnung die es nur 5-mal in den neuen Bundesländern gibt. Herzlichen Glückwunsch!

Am letzten Samstag gab es einen winterlicher Info-Stand in Zehlendorf. Am 22. Februar wird ein neuer Ortsbeirat gewählt. Unser Team für Zehlendorf: Holger Mücke, Ahmet Öztemel und Dominic Kaiser. Deshalb haben auch Judith Brandt, Burkhard Wilde, Gero Gewald und Dirk Blettermann die drei am letzten Samstag tatkräftig unterstützt. Morgen, am Samstag, werden wieder die Zehlendorfer SPD-Kandidaten öffentlich ansprechbar sein. Wir sind um 11 Uhr vor Ort und freuen uns über Besuch!

In dieser Woche lief ebenfalls die erste Sitzungsrunde der städtischen Gremien weiter. Unter anderem wurde im Sozialausschuss beherzt über eine mögliche Übertragung der Jean-Clermont-Schule an den Landkreis diskutiert. Selbst ihr Schulleiter, Herr Franz, sprach in der Sitzung, um seine Bedenken vorzutragen. „Zum Glück fand unser Änderungsantrag eine Mehrheit, der das Bekenntnis zur Übertragung herausnahm und ein Gespräch zwischen allen Beteiligten aus Stadt, Landkreis und Schule vorsieht“, sagt SPD-Ausschussmitglied Gero Gewald. So wird der Weg für eine Entscheidungsfindung geebnet, von der niemand überrumpelt wird. Toll!
Am Folgetag trat der Ordnungs- und Feuerwehrausschuss zusammen. Es ging insbesondere um die langwierige Umsetzung der Feuerwachen Ost und Nord. Man merkte, dass einige -verständlicherweise – noch sehr dadurch verletzt waren, wie sehr das Thema in der Vergangenheit seitens der Stadtspitze schleifen gelassen wurde. Dies wurde auch zur Kritik an der derzeitigen Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder benutzt, die noch keine 50 Tage im Amt ist und an jenem Abend einen Paralleltermin hatte. Andere wussten es einzuordnen und betonten, wie wichtig der Bürgermeisterin das Thema Feuerwehr ist und dass sie es zur Chefsache erklärt. Aber auch das braucht Zeit und diese sollte ihr dafür auch gewährt werden.

„Ihr lasst euch ja nur zu den Wahlen blicken“, ist ein Vorwurf, der jeder demokratischen Partei dann und wann mal am Infostand vorgeworfen wird. Aufmerksame Kolumnenleser wissen: Das stimmt beim Oranienburger SPD-Ortsverein nicht: Stammtische, Veranstaltungen auch des SPD-Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann wie z.B. seine „Ansprech-Bar“, regelmäßige Rotkehlchen, Präsenz bei Veranstaltungen, das Bürgerbüro in der Bernauer Straße und nicht zuletzt unsere Kolumne widerlegen diese Behauptung. Und so könnt ihr den Ortsverein auch am kommenden Freitag (27.2.26) treffen: Ab 9:00 Uhr findet ihr die SPD mit einem Info-Stand auf dem Wochenmarkt in der Bernauer Straße am Boulevard. Die Oranienburger Sozis freuen sich auf euch, eure Fragen und eure Anliegen!

Am Mittwoch kam die SPD-Kreistagsfraktion zu ihrer Beratung zusammen. Mit am Tisch: die Kreistagsabgeordneten Dirk Blettermann und Judith Brandt. Ihr Oranienburger Kollege Matthias Hennig war zeitgleich in einer Aufsichtsratssitzung gebunden. Hauptthema war der Kreishaushalt: Gemeinsam mit anderen Fraktionen haben die Sozialdemokraten einen Änderungsantrag zum Haushalt eingebracht. Ziel ist es, die Lernwerkstätten im Landkreis zu erhalten – unter anderem an der Jean-Clermont-Oberschule in Oranienburg. Ein Angebot, das gerade jenen Kindern zugutekommt, die es im Alltag nicht immer leicht haben und besondere Unterstützung brauchen. Eine Herzensangelegenheit für die Sozis!

Unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann war am Donnerstag an der Jean-Clermont-Oberschule zu Gast. Das neue Bildungsangebot des Landtages „Der Landtag geht zur Schule“ hatte dort Premiere. Fazit: Die Schülerinnen und Schüler waren inhaltlich super vorbereitet und haben die anwesenden Landtagsabgeordneten mit Fragen gelöchert.

Am Donnerstag hat die Oranienburger SPD-Vorsitzende, Marei John-Ohnesorg, zur Mitgliederversammlung in den TURM eingeladen. Sehr spannend war der Beitrag von Björn Lüttmann, Fraktionsvorsitzender, der von den Koalitionsgesprächen im Land mit der CDU berichtete. Es läuft offensichtlich. Am 14. März 2026 ist der SPD-Parteitag, dann werden wir über die Details berichten können. Bei der anschließenden politischen Debatte über Aktuelles aus Stadt, Land und Bund wurde ein großer Bogen von Gesundheitsthemen über Chatbots bis zur Weltlage gespannt.

Es ging um die SPD-Vorschläge, bei der Finanzierung des Gesundheitssystems auch Kapitalerträge und Mieteinnahmen einzubeziehen (Fazit: Zustimmung). Eine lange Debatte hatten wir über die sogenannten Leerfahrten, die dem Landkreis Sorge bereiten. Die Finanzierung muss neu geklärt werden, wenn der Rettungswagen ohne echte Not und eine Einlieferung ins Krankenhaus erfolgt. Helfen könnte eine Werbekampagne für die 116 117, für den ärztlichen Bereitschaftsdienst, helfen. Der dann aber natürlich auch erreichbar und besetzt sein muss. Und, sehr erfreulich: Wir durften wieder ein neues Mitglied begrüßen. Wir freuen uns!

Wir wünschen wie immer ein tolles Wochenende mit hoffnungsvoll milderen Temperaturen.

Herzlichst

Euer Henri von Oranienburg

 


Nachruf | 18.2.26

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unseren langjährigen Mitgliedern Angret und Dr. Ernst Stransky, die kurz nacheinander verstorben sind – Ernst im Alter von 90 Jahren im Januar, Angret vor wenigen Tagen im Alter von 88 Jahren. Mit ihnen verliert die SPD Oranienburg zwei Persönlichkeiten, die über viele Jahre hinweg das kommunalpolitische Leben unserer Stadt und unseres Landkreises maßgeblich geprägt haben.

Seit 1973 war Oranienburg ihre Heimat. Sie haben miterlebt, wie sich unsere Stadt von einem stark belasteten Industriestandort mit Kriegsschäden und den Einschränkungen der DDR-Zeit zu einer liebenswerten, lebendigen Stadt entwickelte – mit dem Schlosspark, der Orangerie, dem Tierpark und vielen anderen Orten, die heute selbstverständlich zu Oranienburg gehören. Diese Entwicklung haben sie nicht nur beobachtet, sondern aktiv mitgestaltet.

Angret und Ernst waren nicht nur engagierte Kommunalpolitiker – sie waren überzeugte Demokraten.

Angret Stransky trat im September 1990 in die SPD ein – aus dem Wunsch heraus, Verantwortung zu übernehmen und Demokratie vor Ort mit Leben zu füllen. 1993 wurde sie in die  Stadtverordnetenversammlung und in den Kreistag gewählt. Bereits ein Jahr später übernahm sie den Vorsitz der SPD-Fraktion, 1996 wurde sie Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Oranienburg – ein Amt, das sie bis 2003 mit großem Engagement und beeindruckender Souveränität ausübte.

Ihr Grundsatz war stets Neutralität, Sachlichkeit und die Unabhängigkeit von parteipolitischen Querelen. Auch in kontroversen Debatten achtete sie auf einen respektvollen Umgang. Sie repräsentierte unsere Stadt würdevoll bei den Partnerstädten in Hamm, Vught, Melnik und Bagnolet und erlebte 1999 anlässlich der Eröffnung der Oranje-Ausstellung im renovierten Barockschloss Oranienburg einen besonderen Moment, als sie die niederländische Königin begrüßen durfte. Der Erhalt und Ausbau der Orangerie war ihr ein persönliches Anliegen – heute ist sie ein fester Bestandteil unseres Stadtbildes.

Über ihre politische Arbeit sagte sie einmal: „Diese politische Tätigkeit habe ich nie als Belastung und Pflicht, sondern als außergewöhnliche Bereicherung meines Lebens betrachtet.“
Dieser Satz beschreibt ihr Wirken treffend.

Auch Ernst Stransky stellte sein Engagement ganz in den Dienst der Menschen in unserer Region. Von 1998 bis 2003 war er Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses im Kreistag Oberhavel. Bildung und Jugend lagen ihm besonders am Herzen – nicht zuletzt durch seine frühere Tätigkeit als Dezernent der Stadt Oranienburg, in der er unter anderem für die Schulen verantwortlich war.

Als die Auflösung des Runge-Gymnasiums beschlossen werden sollte, stellte er sich – aus Überzeugung und im Interesse der Schülerinnen und Schüler – gegen dieses Vorhaben. Um unabhängig handeln zu können, verließ er sogar seine Fraktion und nahm persönliche Anfeindungen in Kauf. Sein Einsatz zeigte Wirkung: Der Antrag wurde zunächst zurückgezogen. Dieser Schritt zeugt von großem Mut, Standhaftigkeit und einem tiefen Verantwortungsbewusstsein.

Beide verband die Erfahrung der Nachkriegszeit – Jahre des Mangels, des Hungers und der Entbehrung. Bildung bedeutete für sie Hoffnung auf ein besseres Leben. Vielleicht erklärt gerade das ihren unermüdlichen Einsatz für Schulen, Kitas und kommunale Einrichtungen. Ihr politisches Credo war klar: Die Infrastruktur unserer Stadt muss mit dem Wachstum Schritt halten, damit Oranienburg lebenswert bleibt – für alle Generationen.

Angret und Ernst Stransky standen für eine politische Kultur des Respekts, der Sachlichkeit und des persönlichen Gesprächs. Sie waren überzeugt, dass Demokratie vom Mitmachen lebt – und dass insbesondere junge Menschen ihren Platz in der Kommunalpolitik finden müssen.

Wir verlieren mit ihnen zwei aufrechte Sozialdemokraten, die die SPD und unsere Stadt über Jahrzehnte geprägt haben. Ihr Wirken bleibt sichtbar – in Projekten, Entscheidungen und in der Haltung, mit der sie Politik verstanden: als Dienst am Gemeinwohl.

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihnen nahestanden.
Wir werden Angret und Ernst Stransky ein ehrendes Andenken bewahren.


Wöchentliche Kolumne | 13.2.26

Falls Sie es noch nicht bemerkt haben: Heute ist Freitag der Dreizehnte! Aber keine Panik, statistisch gesehen kommt es an diesen Tagen nicht zu mehr Unfällen oder anderen Unglücken. Die Angst vor Freitagen, die auf einen 13. fallen, trägt übrigens den klangvollen Namen Paraskavedekatriaphobie. Eine deutlich näherliegende Sorge dürfte in den vergangenen Wochen viele Oranienburgerinnen und Oranienburger umgetrieben haben: die Pagophobie – die Angst vor Eis, Frost und der Gefahr, bei Glätte auszurutschen. Aber nun sind die Eismassen den Temperaturen über 0 °C weitestgehend gewichen. Eine weitere Angst vorerst gebannt!

Unbeeindruckt von dieser winterlichen Phobie kam am Montagabend der Vorstand der SPD Oranienburg zusammen. Einmal durchgezählt: Alle da! Auf der Tagesordnung stand die Wahl zum Ortsbeirat Zehlendorf am 22. Februar, die inhaltliche Planung kommender Mitgliederversammlungen und auch möglicher Aktionen. Marei John-Ohnesorg, Vorsitzende der SPD Oranienburg, hat eingeladen, Yvonne Lehmann gewohnt souverän moderiert. Parteiarbeit zeigt sich dabei einmal mehr als das, was sie oft ist: engagierte und notwendige Grundlagenarbeit.

Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist angetreten mit dem Versprechen, ansprechbar und sichtbar zu sein. Regelmäßig gewährt sie über Social Media Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Neu ist auch, dass sie wöchentlich Presseinformation dazu verschickt, welche Termine im Laufe der Woche anfallen und wo sie unterwegs ist. Ihr Amtsvorgänger kannte so etwas nicht. Es sind oft die kleinen Dinge, die einen Unterschied machen, aber einen sichtbaren!

Einer dieser Termine fand am Mittwoch im Louise-Henriette-Gymnasium statt. Die Stadt hat zum Jugendforum eingeladen und über 150 Schülerinnen und Schülern folgten der Einladung. Sie konnten sich in verschiedenen Workshops einbringen. Von Beteiligung mit LEGO-Blöcken über Überlegungen zur Gestaltung des Schlossparks bis zu praktischen Demokratie- und Argumentationstrainings war für jede und jeden etwas dabei. Auch viele Stadtverordnete nutzten die Möglichkeit, mit den  jungen Menschen  zu ihren Wünschen für unsere Stadt  ins Gespräch zu kommen. Von der SPD waren Fraktionschef Matthias Hennig und Sozialausschuss-Mitglied Gero Gewald dabei. In ihrer Begrüßungsrede betonte Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder die Relevanz der Jugendbeteiligung und dass sie und die politischen Vertreter der Stadt gern Ansprechpartner für die jungen Menschen sind. Sehr gut!

Jetzt ist die Stadtpolitik wieder am Zug: Die erste Sitzungsfolge startet und alle Ausschüsse tagen. In diesen werden u.a. Satzungsänderungen besprochen, die im Vorfeld bereits zu Diskussionen in den facebook-Kommentarspalten gesorgt haben: Hundesteuer, Zweitwohnsitzsteuer, Kita- und Schulessenbeitragssatzung und einiges mehr. Im Bauausschuss steht das Stadtentwicklungskonzept auf der Tagesordnung und vieles mehr.

Im Werksausschuss am Mittwochabend ging es zum Beispiel um die Hundesteuer. Der Ausschuss empfiehlt eine Erhöhung des derzeitigen Jahressatzes von 50 Euro auf 84 Euro. Dem voraus ging eine Debatte, in der einige Stadtverordnete sich dazu bekannten, zwei Herzen in der Brust zu haben, aber mit Blick auf die Gesamtverantwortung für die Stadt diesen Schritt mitzugehen. Ein Änderungsantrag der CDU bei bestimmten Abständen zu anderen Wohngebäuden eine Ermäßigung für „Wachhunde“ zuzulassen, wurde als unpraktikabel und bürokratielastig kritisiert und mehrheitlich nicht empfohlen. Ebenso empfahl der Ausschuss eine Anhebung der Zweitwohnsitzsteuer. Auch hier zeigte sich, wer bereit dazu ist, Verantwortung zu übernehmen und wer sich nur hinter populistischen Parolen versteckt. Leider erwartbar. Aber die Bürgermeisterin nahm sich die Zeit, der Sitzung beizuwohnen und die Debatten zu begleiten. Ein wichtiger Ausdruck des Interesses und der Wertschätzung!

Am Samstag fand im Willy-Brandt-Haus, der SPD Parteizentrale, der Startschuss für das neue SPD-Grundsatzprogramm statt. Wilhelm Liebknecht, einer der  SPD-Gründerväter, schrieb bereits 1869: „Weil wir die Untrennbarkeit der Demokratie und des Sozialismus begriffen haben, nennen wir uns Sozialdemokraten.“ Seitdem musste die Idee der „Sozialdemokratie“ immer wieder auf neue Herausforderungen und Fragen angewendet werden, welche sich in den angesprochenen Grundsatzprogrammen niedergeschrieben fanden. Das derzeitige „Hamburger Programm“ ist aus dem Jahr 2007 – also einer Zeit vor der Finanzkrise, großen Fluchtbewegungen nach Europa, dem Erstarken des Rechtsextremismus, der Covid-19-Pandemie, den Fridays-for-Future-Demonstrationen, eines US-Präsidenten Trump und des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine. Höchste Zeit also für ein Update! Wer auch einen Sozialdemokraten in seinem Herzen schlagen hört, hat nun die beste Möglichkeit dazu, in die Partei einzutreten und die Ausrichtung der SPD aktiv mitzugestalten: Jetzt Mitglied werden! Bei der Auftaktveranstaltung waren Yvonne Lehmann und Marei John-Ohnesorg aus unserem Ortsverein dabei.

Im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche plant traditionell auch unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann eine Veranstaltung. In der JUPP-Bar im Oranienwerk empfängt er hochkarätige Gäste: Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, die städtische Gleichstellungsbeauftragte Christiane Bonk, die Landtagsabgeordnete Katja Poschmann und die Co-Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Romy Segler. Unter dem Titel „Frauen, macht Politik!“ werden sie über Erfahrungen, Hürden und Chancen von Frauen in der Politik sprechen. Es soll aber nicht nur diskutiert, sondern auch ordentlich gefeiert werden. Für rockige Stimmung sorgt die Oranienburger-Band L.A.R.S. Die Veranstaltung findet am 4. März 2026 um 17 Uhr in der JUPP-Bar statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig, erleichtert jedoch die Planung (E-Mail: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de | Tel.: 03301-3978890)

Und wo wir gerade beim Landtag sind: Kennen Sie politisch interessierte Jugendliche? Im Landtag findet vom 24. – 26. April 2026 das erste parlamentarische Jugendforum statt.  Wer Lust hat, hinter die Kulissen des Politikbetriebs zu schauen, ist hier genau richtig. Bis zum 27. Februar 2026 können sich junge Menschen von 14-21 Jahren noch bewerben. Neben Diskussionsrunden stehen auch Treffen mit Landtagsabgeordneten auf dem Programm. Genauere Informationen finden Sie hier: Parlamentarisches Jugendforum

Herzliche Grüße

Eure Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 6.2.26

Letztes Wochenende machte das Traumschüff Theater mit dem Stück „Schankwirtschaft“ zum vorerst letzten Mal Halt, nämlich im Oranienburger Ortsteil Lehnitz. Und wieder volles Haus und super Stimmung. Auch viele Sozis konnte man im Kulturhaus erblicken, darunter Marei John-Ohnesorg, Gero Gewald, Ortsvorsteher Matthias Hennig, Ortsbeirätin Yvonne Lehmann und den Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann.

In dieser Woche gaben sich zahlreiche Kommunalpolitiker im Oranienburger Schloss die Klinke in die Hand. Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) empfing die Fraktionsvorsitzenden von den Freien Wählern, Antje Wendt, den Bündnisgrünen, Susanne Zamecki, der Piraten/FDP-Fraktion, Thomas Ney und der SPD, Matthias Hennig. Den Schluss bildete der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD). Wie man hört, haben beide über eine Stunde intensiv die Lokalpolitik und die Pläne der „Neuen“ besprochen.

Politik lebt von Kontakten – und Oranienburg ist dabei bestens vernetzt. Deshalb trafen sich in dieser Woche auch Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und der Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann (SPD), um ihre Zusammenarbeit weiter zu schärfen. Kurze Wege statt langer Warteschleifen, ein Griff zum Telefon statt umständlicher Anträge: Genau das ist ein echter Standortvorteil, den parteilose Mandatsträger kaum ersetzen können. Mit Jennifer Collin-Feeder im Schloss, Björn Lüttmann als SPD-Fraktionschef im Landtag, Alexander Tönnies als SPD-Landrat und Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke (SPD) an der Spitze des Landes hat Oranienburg beste Karten, wenn es darum geht, kommunale Anliegen zu platzieren.

Am Dienstag kam die SPD-Fraktion der Stadt zusammen, um die Ausschüsse der Stadt in der kommenden Woche zu besprechen. Viele Beschlussvorlagen der Verwaltung, aber auch einige Anträge stehen auf den Tagesordnungen. Matthias Hennig, der Fraktionschef, führte flott durch die Punkte. Zum Schluss überreichte er der anwesenden Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder noch ein Stück selbstgebackenen Apfelkuchen. Diese verriet später, dass sie bei Kuchen und anderen süßen Leckereien nicht „Nein“ sagen kann. Guten Appetit.

Im Bundestag ging es wieder heiß her. Die AfD hat einen Antrag eingebracht, der u.a. sämtliche Erbschaftsteuern streichen sollte. Dabei sagen über 60% der Deutschen, dass Mehrere-Millionen-Euro-Erbschaften stärker besteuert werden sollten. Wieder macht sich die verklärte „Partei der kleinen Leute“ zum Steigbügelhalter für all jene, die hohe Vermögen angehäuft haben. Dann doch lieber der SPD-Vorschlag: Hohe Freibeträge, um kleinen und mittleren Vermögen zu schützen, steuerfreies selbst genutztes Eigenheim für „Omas Häuschen“ und 5 Mio. € Freibetrag für Unternehmensvermögen. So geht Soziale Politik für Dich, statt Vermögenskonzentrationen weiter zu zementieren!

Rutscht nicht aus, bleibt gesund und habt ein schönes Wochenende,

Euer Henri von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 6.3.26

Am letzten Samstag fand die Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Oranienburger Feuerwehr statt. Zuerst standen einige Berichte auf dem Programm. Dann wurde der „Leiterin des Brandschutzes“ Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) das Wort erteilt. Schon allein dieser Auftritt der neuen Bürgermeisterin wurde von einigen nachfolgenden Rednern positiv erwähnt. Der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD), Vertreter der Kreis- und Landesfeuerwehr, sowie die Stadtverordneten Nicole Walter-Mundt (CDU) und Susanne Zamecki (Grüne) gehörten ebenfalls zu den Rednern. Anschließend standen Ehrungen (nach bestandenen Prüfungen und langjährigen Mitgliedschaften) und viele Gespräche auf der Tagesordnung. Ein rührender Höhepunkt waren die Worte von Feuerwehrmann Alexander Kurb, der vom Gesundheitszustand seines Bruders Antonio und der Dankbarkeit der gesamten Familie für die Hilfe und Solidarität berichtete, die die Familie seit der schweren Erkrankung des jungen Mannes seit Monaten erfährt. Bewegend, wenn der gesamte Saal aufsteht und langanhaltend Beifall spendet.

Auch die MAZ berichtete über die Familie Kurb: Antonio ist aus seinem Koma wieder aufgewacht! Die Familie bedankt sich herzlich für viel Unterstützung. Auch wir hoffen gemeinsam mit der Familie. dass Antonio wieder ganz gesund wird!

Am Mittwoch war es so weit: Die Landeschefs von SPD und CDU, Dietmar Woidke und Jan Redmann, haben mit den Generalsekretären ihrer Parteien den ausgehandelten Koalitionsvertrag vorgestellt. Dieser besticht mit seiner Kürze: Auf „nur“ 39 Seiten hält er die groben Linien für die Zukunft des Landes Brandenburgs fest. Er soll ein flexibler Vertrag sein, der jährlich überprüft und aktualisiert werden soll. Damit wird er einer krisenhaften Zeit gerecht. Zeitgleich nennt er konkrete Meilensteine, an denen sich der Erfolg der Regierung immer wieder messen lassen kann. Jetzt steht auch die Verteilung der Ministerien fest, wobei es teils große Überraschungen gibt: Die SPD sichert sich neben der Staatskanzlei das starke Finanzministerium und das Super-Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Asyl und Integration, für das Minister René Wilke zuständig sein wird. Dafür werden das Innenministerium und das Bildungsministerium durch die CDU geführt. Das klingt nach respektvollen Verhandlungen, bei denen beide Parteien erforderliche Zugeständnisse machten. Den Entwurf des Koalitionsvertrags finden Sie hier: Link Koalitionsvertrag .

Der SPD-Fraktionschef im Landtag und Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann zeigte sich zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis. Denn auch Oranienburg und die Region Oberhavel profitieren – zum Beispiel durch folgende Vorhaben: Die „Kompetenzregion Oranienburg bei der Kampfmitteluche“ wird umgesetzt, der Bau des neuen Besucherzentrums von Museum und Gedenkstätte Sachsenhausen wird gefördert und das Erfolgsprojekt „Pakt für Pflege“, das in Oranienburg beim Märkischen Sozialverein angesiedelt ist, wird fest im Landespflegegesetz verankert.

Auch Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist weiter aktiv und berichtet über ihre Social-Media-Kanäle von ihrer Arbeit. Diese Woche auf dem Programm: Treffen mit den Ortsvorstehern, Besuch der Friedrich-Wolf-Grundschule, Lehnitzer Karneval, Ausschusssitzungen, Feuerwehr … . So vielfältig ist die Palette, und sie ist weiterhin engagiert am Ball. Am vergangenen langen Dienstag überraschte der Lehnitzer Ortsvorsteher und SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Hennig sie mit selbstgebackenem Apfelkuchen – mit echten Brandenburger Äpfeln! Wertschätzung geht eben auch durch den Magen.

Für etwas Überraschung sorgte der SPD Ortsverein am vergangenen Freitag: Mit einem Info-Stand war er nahe der Bushaltestelle Bernauer Straße aktiv. Einige nutzten die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen und verschiedene Anliegen insbesondere zu Toiletten im öffentlichen Raum anzusprechen. Viele haben sich sehr darüber gefreut, sich auch außerhalb der Wahlkämpfe mit politischen Vertretern auszutauschen – obwohl das für die Oranienburger Sozis sowieso selbstverständlich ist. Ein Konzept, das der Ortsverein in den kommenden Monaten häufiger anbieten möchte! Natürlich ist er auch jederzeit per Mail und Social-Media erreichbar, aber das direkte Gespräch wird doch von einigen noch immer bevorzugt.

Manchmal traut man seinen Augen nicht. Oranienburgs SPD ist auf den sozialen Medien ständig präsent. Die Oranienburger Kolumne, Einladungen zu Veranstaltungen oder auch Informationen über Wahlergebnisse (wie vor kurzem aus dem Ortsteil Zehlendorf) finden ein immer breiteres Publikum. Ein Beitrag wurde sogar 25.000-mal aufgerufen. Ein Erfolg, den wir gerne auch mal veröffentlichen, so SPD-Ortsvereinsvorsitzende Marei John-Ohnesorg.

Die Oranienburger CDU-Fraktion musste in der vergangenen Woche einiges an Kritik einstecken. Der Oranienburger Generalanzeiger spricht unter anderem von einem „Dauerstreit mit der Verwaltung“, davon, die CDU verhindere zügiges Arbeiten und bremse Projekte aus, und stellt sogar die Frage, ob sie die Verwaltung zu sehr von ihrer eigentlichen Arbeit abhalte. Nun muss man nicht jede dieser Zuspitzungen uneingeschränkt teilen. Die angeführten Beispiele geben dennoch Anlass zur Diskussion: wiederholte Änderungswünsche an einem Bebauungsplan, ein bewusstes Hineinwirken in laufende Verwaltungsprozesse durch zahlreiche Nachfragen – und weitere Punkte, die das Spannungsfeld zwischen Politik und Verwaltung sichtbar machen.

Gleichzeitig gehört es selbstverständlich zu den Kernaufgaben von Stadtverordneten und Fraktionen, kritisch nachzufragen und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Kontrolle und Mitgestaltung sind schließlich wesentliche Elemente kommunalpolitischer Arbeit. Fest steht auch: Oranienburgs neue Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder kennt ihre Zuständigkeiten und verteidigt die Hoheit über die Aufgaben der Verwaltung mit Nachdruck. Sie scheut die Auseinandersetzung nicht – und ist bereit, Debatten offen zu führen. Zu hoffen bleibt, dass sich alle Beteiligten der Außenwirkung ihres Handelns bewusst sind und in einen verantwortungsvollen, konstruktiven Arbeitsmodus finden. Am Montag tagt die Stadtverordnetenversammlung – und wir freuen uns über alle, die die Sitzung live oder vor Ort verfolgen.

Nicht vergessen: Am Sonntag ist Frauentag! Im Vorfeld dessen hatte unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann am Mittwoch traditionell zu einer Gesprächsrunde im Rahmen der Brandenburger Frauenwochen eingeladen: „Frauen, Macht Politik!“. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Kommunalpolitikerin Romy Segler und Landtagsabgeordnete Katja Poschmann sprachen über Chancen und Hürden von Frauen in der Politik. Es entstanden interessante Gespräche mit über 50 Gästen im Publikum, die der Einladung gefolgt sind. Für die feierliche Stimmung sorgte die Oranienburger Band L.A.R.S. Vielen Dank für diesen tollen Abend!

Am Donnerstag Abend fand in Hohen Neuendorf die regionale Auftaktveranstaltung zu den Brandenburgischen Frauenwochen 2026 statt. Die Gleichstellungsbeauftragten haben einen Interviewband präsentiert: „Frauen sprechen Klartext“. Sehr beeindruckend. Hier ist aus den Interviews ein Buch entstanden. Die Themen reichen von Sorgearbeit und Vereinbarkeit über Pflege bis zu politischem Engagement und biografischen Brüchen. Sehr spannend. Marei John-Ohnesorg war dabei im sehr gut besuchten Rathaussaal. Hoffentlich lassen sich viele neu motivieren, sich selbst politisch zu engagieren!

Ein frühlingshaftes Wochenende wünscht herzlich

Euer Henri von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 27.2.26

Die Rechnung ging am letzten Sonntag für das frühere Ortsbeiratsmitglied und AfD-Stadtverordneten Jörg Thomas nicht auf. Im Oktober provozierte er mit seinem Rücktritt aus dem Zehlendorfer Ortsbeirat eine Neuwahl. Am Sonntag entschied sich die Zehlendorfer Bürgerschaft für einen Neuanfang mit Holger Mücke (SPD), der die meisten Stimmen auf sich vereinigte. Danach folgte der Vertreter der Freien Wähler, Andreas Zenser und ein Vertreter der AfD, Thomas Eichstätt. Wer von den dreien Ortsvorsteher wird, entscheidet sich im März, da findet die nächste ordentliche Sitzung statt. Auf jeden Fall kann die Oranienburger/Zehlendorfer SPD zufrieden mit dem Ergebnis von 40,5 % der abgegebenen Stimmen sein. Danke für Euren Einsatz, Ahmet Öztemel, Dominic Kaiser und Holger Mücke.

Am Montag im Hauptausschuss ging es teilweise richtig zur Sache. Inhaltlich wurde teilweise hart gestritten, es wurden bei den meisten Vorlagen aber große Einigkeit hergestellt. Beim Thema „Prüfung von Böllerverbotszonen“ und der „Umbau der Walther-Bothe-Straße“ stimmten AfD, CDU und FDP/Piraten gemeinsam ab. Ein ungewohntes Bild, da sich die demokratischen Parteien bislang einig waren, dass die Stimmen der äußeren Rechten keinen Ausschlag bei Entscheidungen der Stadt Oranienburg haben sollen. Nun haben die drei Fraktionen keine Mehrheit im Hauptausschuss. Der SPD-Stadtverordnete Dirk Blettermann streute genau da Salz in die offene Wunde der CDU und der FDP/Piraten. In der SVV ist wieder alles offen. Vielleicht suchen die beiden Fraktionen doch den Schulterschluss mit den anderen demokratischen Fraktionen. Und gute Argumente können die Kraft des Kompromisses auch beflügeln.

Andernorts haben sich die Christdemokraten aus der Mitte verabschiedet. In Hennigsdorf stimmten fünf CDU-Stadtverordnete einem AfD-Antrag zu, der „Sicherheitspartnerschaften“ für die Stadt vorsieht. Bürgerinnen und Bürger sollen freiwillig patrouillieren, um „unangemessenes Verhalten“ festzustellen und so ein Sicherheitsgefühl zu stärken. Damit wurden an manchen Orten gute Erfahrungen gemacht, wenn es um ruhige Wohngebiete ging und die Initiative aus der Nachbarschaft kam – nicht von einer Partei. Denn die Schattenseite ist: Einfache Bürger dürften danach andere festhalten, ohne dass „unangemessenes Verhalten“ genauer definiert worden wäre. Das rassistische Weltbild der AfD öffne so der Willkür Tür und Tor, wie manche befürchten. Andere sprechen von „AfD-Patrouillen“ und fühlen sich an die vor gut 10 Jahren von der NPD errichteten „Schutz-Zonen“ erinnert. Gruselig, worauf sich CDU-Stadtverordnete hier eingelassen haben.

Eigentlich sagte CDU-Fritze Merz ursprünglich: „Wenn irgendjemand von uns die Hand hebt, um mit der AfD zusammenzuarbeiten, dann steht am nächsten Tag ein Parteiausschlussverfahren an.“ Und die Abgrenzung zur AfD hat beim Parteitag unmissverständlich bekräftigt.

Die SPD ist weiter auf dem Weg „in die neue Zeit“, zu einem neuen Grundsatzprogramm. Auf Antrag der Oberhaveler Jusos haben sich auch die Jusos Brandenburg auf den Weg gemacht, herauszufinden, wie sie sich das Brandenburg von 2040 vorstellen. Dadurch sollen langfristige Visionen gesteckt werden. Am Wochenende fand hierzu das erste Verbandswochenende der Jungsozialisten statt. Es ging um Finanzen & Wirtschaft, Klima & Umwelt, Gesundheit & Rente und Bildung. Dazu wurden Experten anderer Organisationen eingeladen und Ideen und Ergebnisse zusammengetragen, die nun weiterzuverfolgen sind. Aus Oberhavel waren die beiden Vorsitzenden dabei: Vivien Semrau und Gero Gewald.

Am Dienstag jährte sich der offene russische Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine bereits zum vierten Mal. Vier Jahre Krieg, Leid, Elend, die Verschleppung von Kindern und Tod, die die russische Armee in die Ukraine getragen haben. Nach der anfänglichen hohen Solidarität mit dem angegriffenen Land beginnen mittlerweile immer mehr den Lügen und Propaganda-Erzählungen der russischen Machthaber das Wort zu reden. Teil davon sind Troll-Armeen im Internet, die gezielt die Kreml-Narrative wiederholen, um den Zusammenhalt in westlichen Gesellschaften zu zerstören und so die Unterstützung der Ukraine zu unterminieren. Die falsche Annahme, innerhalb weniger Wochen die Ukraine eingenommen zu haben und stattdessen in einem jahrelangen Zermürbungskrieg geendet zu sein, in dem auch hunderttausende russischer Soldaten ihr Leben ließen, wird als große Tragödie in die Geschichte der russischen Föderation eingehen. Es liegt einzig in der Hand Putins, seine Truppen zurückzurufen und den Krieg zu beenden. Wir stehen fest an der Seite der Ukraine, ihren tapferen Kämpfern, die dem Aggressor seit vier Jahren nun offen die Stirn bieten. Slawa Ukrajini!

Aufatmen konnte am Mittwoch die SPD-Kreistagsfraktion: Nach monatelangen Beratungen wurde der Kreishauhalt beschlossen. Trotz nötiger Einsparungen ist der Haushalt 2026 ein Investitionshaushalt vor allem in Bildung. Ein Änderungsantrag von SPD, CDU, Bündnis90/Die Grünen/Tierschutz und BVB/Freie Wähler/LGU zum Haushaltsentwurf fand eine Mehrheit und sorgt dafür, dass die bisher an drei Schulen im Landkreis laufenden Lernwerkstätten weitergeführt werden können – zuvor standen sie auf einer Streichliste.  In Lernwerkstätten werden Schülerinnen und Schülern mit sozial schwierigem Hintergrund unterstützt. Davon profitieren auch Schülerinnen und Schüler der Jean-Clermont-Oberschule in Sachsenhausen.

Nicht vergessen: In der kommenden Woche kommt die Brandenburgische Frauenwoche nach Oranienburg! Unter dem Titel „Frauen: Macht Politik“ spricht der Oranienburger SPD-Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann mit Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Gleichstellungsbeauftragte Christiane Bonk, Landtagsabgeordnete Katja Poschmann und Kommunalpolitikerin Romy Segler. Sie sprechen über Herausforderungen und Chancen für Frauen in der Politik. Viele haben sich bereits angemeldet, daher wird um eine Anmeldung gebeten, um ausreichend Sitzmöglichkeiten bereitzustellen. Anmeldungen bitte an das Büro Björn Lüttmann: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de

Es grüßt herzlich Eure

Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 20.2.26

Am Montag feierte die TURM ErlebnisCity in Oranienburg das 24jährige Bestehen! Eine Erfolgsstory in Oranienburg. Bei einem kurzen Empfang wurden einigen Kolleginnen und Kollegen, die ein „rundes Jubiläum“ hatten, einen Blumenstrauß übergeben. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und der Aufsichtsratsvorsitzende der LEO-Gruppe Burkhard Wilde sprachen einige Grußworte. Auch der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann, sowie Werner Mundt und Christian Howe gehörten zu den Gästen. Am Rande wurde bekannt, dass die Turm ErlebnisCity bereits eine „5 Sterne-Anlage“ ist, eine Auszeichnung die es nur 5-mal in den neuen Bundesländern gibt. Herzlichen Glückwunsch!

Am letzten Samstag gab es einen winterlicher Info-Stand in Zehlendorf. Am 22. Februar wird ein neuer Ortsbeirat gewählt. Unser Team für Zehlendorf: Holger Mücke, Ahmet Öztemel und Dominic Kaiser. Deshalb haben auch Judith Brandt, Burkhard Wilde, Gero Gewald und Dirk Blettermann die drei am letzten Samstag tatkräftig unterstützt. Morgen, am Samstag, werden wieder die Zehlendorfer SPD-Kandidaten öffentlich ansprechbar sein. Wir sind um 11 Uhr vor Ort und freuen uns über Besuch!

In dieser Woche lief ebenfalls die erste Sitzungsrunde der städtischen Gremien weiter. Unter anderem wurde im Sozialausschuss beherzt über eine mögliche Übertragung der Jean-Clermont-Schule an den Landkreis diskutiert. Selbst ihr Schulleiter, Herr Franz, sprach in der Sitzung, um seine Bedenken vorzutragen. „Zum Glück fand unser Änderungsantrag eine Mehrheit, der das Bekenntnis zur Übertragung herausnahm und ein Gespräch zwischen allen Beteiligten aus Stadt, Landkreis und Schule vorsieht“, sagt SPD-Ausschussmitglied Gero Gewald. So wird der Weg für eine Entscheidungsfindung geebnet, von der niemand überrumpelt wird. Toll!
Am Folgetag trat der Ordnungs- und Feuerwehrausschuss zusammen. Es ging insbesondere um die langwierige Umsetzung der Feuerwachen Ost und Nord. Man merkte, dass einige -verständlicherweise – noch sehr dadurch verletzt waren, wie sehr das Thema in der Vergangenheit seitens der Stadtspitze schleifen gelassen wurde. Dies wurde auch zur Kritik an der derzeitigen Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder benutzt, die noch keine 50 Tage im Amt ist und an jenem Abend einen Paralleltermin hatte. Andere wussten es einzuordnen und betonten, wie wichtig der Bürgermeisterin das Thema Feuerwehr ist und dass sie es zur Chefsache erklärt. Aber auch das braucht Zeit und diese sollte ihr dafür auch gewährt werden.

„Ihr lasst euch ja nur zu den Wahlen blicken“, ist ein Vorwurf, der jeder demokratischen Partei dann und wann mal am Infostand vorgeworfen wird. Aufmerksame Kolumnenleser wissen: Das stimmt beim Oranienburger SPD-Ortsverein nicht: Stammtische, Veranstaltungen auch des SPD-Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann wie z.B. seine „Ansprech-Bar“, regelmäßige Rotkehlchen, Präsenz bei Veranstaltungen, das Bürgerbüro in der Bernauer Straße und nicht zuletzt unsere Kolumne widerlegen diese Behauptung. Und so könnt ihr den Ortsverein auch am kommenden Freitag (27.2.26) treffen: Ab 9:00 Uhr findet ihr die SPD mit einem Info-Stand auf dem Wochenmarkt in der Bernauer Straße am Boulevard. Die Oranienburger Sozis freuen sich auf euch, eure Fragen und eure Anliegen!

Am Mittwoch kam die SPD-Kreistagsfraktion zu ihrer Beratung zusammen. Mit am Tisch: die Kreistagsabgeordneten Dirk Blettermann und Judith Brandt. Ihr Oranienburger Kollege Matthias Hennig war zeitgleich in einer Aufsichtsratssitzung gebunden. Hauptthema war der Kreishaushalt: Gemeinsam mit anderen Fraktionen haben die Sozialdemokraten einen Änderungsantrag zum Haushalt eingebracht. Ziel ist es, die Lernwerkstätten im Landkreis zu erhalten – unter anderem an der Jean-Clermont-Oberschule in Oranienburg. Ein Angebot, das gerade jenen Kindern zugutekommt, die es im Alltag nicht immer leicht haben und besondere Unterstützung brauchen. Eine Herzensangelegenheit für die Sozis!

Unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann war am Donnerstag an der Jean-Clermont-Oberschule zu Gast. Das neue Bildungsangebot des Landtages „Der Landtag geht zur Schule“ hatte dort Premiere. Fazit: Die Schülerinnen und Schüler waren inhaltlich super vorbereitet und haben die anwesenden Landtagsabgeordneten mit Fragen gelöchert.

Am Donnerstag hat die Oranienburger SPD-Vorsitzende, Marei John-Ohnesorg, zur Mitgliederversammlung in den TURM eingeladen. Sehr spannend war der Beitrag von Björn Lüttmann, Fraktionsvorsitzender, der von den Koalitionsgesprächen im Land mit der CDU berichtete. Es läuft offensichtlich. Am 14. März 2026 ist der SPD-Parteitag, dann werden wir über die Details berichten können. Bei der anschließenden politischen Debatte über Aktuelles aus Stadt, Land und Bund wurde ein großer Bogen von Gesundheitsthemen über Chatbots bis zur Weltlage gespannt.

Es ging um die SPD-Vorschläge, bei der Finanzierung des Gesundheitssystems auch Kapitalerträge und Mieteinnahmen einzubeziehen (Fazit: Zustimmung). Eine lange Debatte hatten wir über die sogenannten Leerfahrten, die dem Landkreis Sorge bereiten. Die Finanzierung muss neu geklärt werden, wenn der Rettungswagen ohne echte Not und eine Einlieferung ins Krankenhaus erfolgt. Helfen könnte eine Werbekampagne für die 116 117, für den ärztlichen Bereitschaftsdienst, helfen. Der dann aber natürlich auch erreichbar und besetzt sein muss. Und, sehr erfreulich: Wir durften wieder ein neues Mitglied begrüßen. Wir freuen uns!

Wir wünschen wie immer ein tolles Wochenende mit hoffnungsvoll milderen Temperaturen.

Herzlichst

Euer Henri von Oranienburg

 


Nachruf | 18.2.26

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unseren langjährigen Mitgliedern Angret und Dr. Ernst Stransky, die kurz nacheinander verstorben sind – Ernst im Alter von 90 Jahren im Januar, Angret vor wenigen Tagen im Alter von 88 Jahren. Mit ihnen verliert die SPD Oranienburg zwei Persönlichkeiten, die über viele Jahre hinweg das kommunalpolitische Leben unserer Stadt und unseres Landkreises maßgeblich geprägt haben.

Seit 1973 war Oranienburg ihre Heimat. Sie haben miterlebt, wie sich unsere Stadt von einem stark belasteten Industriestandort mit Kriegsschäden und den Einschränkungen der DDR-Zeit zu einer liebenswerten, lebendigen Stadt entwickelte – mit dem Schlosspark, der Orangerie, dem Tierpark und vielen anderen Orten, die heute selbstverständlich zu Oranienburg gehören. Diese Entwicklung haben sie nicht nur beobachtet, sondern aktiv mitgestaltet.

Angret und Ernst waren nicht nur engagierte Kommunalpolitiker – sie waren überzeugte Demokraten.

Angret Stransky trat im September 1990 in die SPD ein – aus dem Wunsch heraus, Verantwortung zu übernehmen und Demokratie vor Ort mit Leben zu füllen. 1993 wurde sie in die  Stadtverordnetenversammlung und in den Kreistag gewählt. Bereits ein Jahr später übernahm sie den Vorsitz der SPD-Fraktion, 1996 wurde sie Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Oranienburg – ein Amt, das sie bis 2003 mit großem Engagement und beeindruckender Souveränität ausübte.

Ihr Grundsatz war stets Neutralität, Sachlichkeit und die Unabhängigkeit von parteipolitischen Querelen. Auch in kontroversen Debatten achtete sie auf einen respektvollen Umgang. Sie repräsentierte unsere Stadt würdevoll bei den Partnerstädten in Hamm, Vught, Melnik und Bagnolet und erlebte 1999 anlässlich der Eröffnung der Oranje-Ausstellung im renovierten Barockschloss Oranienburg einen besonderen Moment, als sie die niederländische Königin begrüßen durfte. Der Erhalt und Ausbau der Orangerie war ihr ein persönliches Anliegen – heute ist sie ein fester Bestandteil unseres Stadtbildes.

Über ihre politische Arbeit sagte sie einmal: „Diese politische Tätigkeit habe ich nie als Belastung und Pflicht, sondern als außergewöhnliche Bereicherung meines Lebens betrachtet.“
Dieser Satz beschreibt ihr Wirken treffend.

Auch Ernst Stransky stellte sein Engagement ganz in den Dienst der Menschen in unserer Region. Von 1998 bis 2003 war er Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses im Kreistag Oberhavel. Bildung und Jugend lagen ihm besonders am Herzen – nicht zuletzt durch seine frühere Tätigkeit als Dezernent der Stadt Oranienburg, in der er unter anderem für die Schulen verantwortlich war.

Als die Auflösung des Runge-Gymnasiums beschlossen werden sollte, stellte er sich – aus Überzeugung und im Interesse der Schülerinnen und Schüler – gegen dieses Vorhaben. Um unabhängig handeln zu können, verließ er sogar seine Fraktion und nahm persönliche Anfeindungen in Kauf. Sein Einsatz zeigte Wirkung: Der Antrag wurde zunächst zurückgezogen. Dieser Schritt zeugt von großem Mut, Standhaftigkeit und einem tiefen Verantwortungsbewusstsein.

Beide verband die Erfahrung der Nachkriegszeit – Jahre des Mangels, des Hungers und der Entbehrung. Bildung bedeutete für sie Hoffnung auf ein besseres Leben. Vielleicht erklärt gerade das ihren unermüdlichen Einsatz für Schulen, Kitas und kommunale Einrichtungen. Ihr politisches Credo war klar: Die Infrastruktur unserer Stadt muss mit dem Wachstum Schritt halten, damit Oranienburg lebenswert bleibt – für alle Generationen.

Angret und Ernst Stransky standen für eine politische Kultur des Respekts, der Sachlichkeit und des persönlichen Gesprächs. Sie waren überzeugt, dass Demokratie vom Mitmachen lebt – und dass insbesondere junge Menschen ihren Platz in der Kommunalpolitik finden müssen.

Wir verlieren mit ihnen zwei aufrechte Sozialdemokraten, die die SPD und unsere Stadt über Jahrzehnte geprägt haben. Ihr Wirken bleibt sichtbar – in Projekten, Entscheidungen und in der Haltung, mit der sie Politik verstanden: als Dienst am Gemeinwohl.

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihnen nahestanden.
Wir werden Angret und Ernst Stransky ein ehrendes Andenken bewahren.


Wöchentliche Kolumne | 13.2.26

Falls Sie es noch nicht bemerkt haben: Heute ist Freitag der Dreizehnte! Aber keine Panik, statistisch gesehen kommt es an diesen Tagen nicht zu mehr Unfällen oder anderen Unglücken. Die Angst vor Freitagen, die auf einen 13. fallen, trägt übrigens den klangvollen Namen Paraskavedekatriaphobie. Eine deutlich näherliegende Sorge dürfte in den vergangenen Wochen viele Oranienburgerinnen und Oranienburger umgetrieben haben: die Pagophobie – die Angst vor Eis, Frost und der Gefahr, bei Glätte auszurutschen. Aber nun sind die Eismassen den Temperaturen über 0 °C weitestgehend gewichen. Eine weitere Angst vorerst gebannt!

Unbeeindruckt von dieser winterlichen Phobie kam am Montagabend der Vorstand der SPD Oranienburg zusammen. Einmal durchgezählt: Alle da! Auf der Tagesordnung stand die Wahl zum Ortsbeirat Zehlendorf am 22. Februar, die inhaltliche Planung kommender Mitgliederversammlungen und auch möglicher Aktionen. Marei John-Ohnesorg, Vorsitzende der SPD Oranienburg, hat eingeladen, Yvonne Lehmann gewohnt souverän moderiert. Parteiarbeit zeigt sich dabei einmal mehr als das, was sie oft ist: engagierte und notwendige Grundlagenarbeit.

Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist angetreten mit dem Versprechen, ansprechbar und sichtbar zu sein. Regelmäßig gewährt sie über Social Media Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Neu ist auch, dass sie wöchentlich Presseinformation dazu verschickt, welche Termine im Laufe der Woche anfallen und wo sie unterwegs ist. Ihr Amtsvorgänger kannte so etwas nicht. Es sind oft die kleinen Dinge, die einen Unterschied machen, aber einen sichtbaren!

Einer dieser Termine fand am Mittwoch im Louise-Henriette-Gymnasium statt. Die Stadt hat zum Jugendforum eingeladen und über 150 Schülerinnen und Schülern folgten der Einladung. Sie konnten sich in verschiedenen Workshops einbringen. Von Beteiligung mit LEGO-Blöcken über Überlegungen zur Gestaltung des Schlossparks bis zu praktischen Demokratie- und Argumentationstrainings war für jede und jeden etwas dabei. Auch viele Stadtverordnete nutzten die Möglichkeit, mit den  jungen Menschen  zu ihren Wünschen für unsere Stadt  ins Gespräch zu kommen. Von der SPD waren Fraktionschef Matthias Hennig und Sozialausschuss-Mitglied Gero Gewald dabei. In ihrer Begrüßungsrede betonte Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder die Relevanz der Jugendbeteiligung und dass sie und die politischen Vertreter der Stadt gern Ansprechpartner für die jungen Menschen sind. Sehr gut!

Jetzt ist die Stadtpolitik wieder am Zug: Die erste Sitzungsfolge startet und alle Ausschüsse tagen. In diesen werden u.a. Satzungsänderungen besprochen, die im Vorfeld bereits zu Diskussionen in den facebook-Kommentarspalten gesorgt haben: Hundesteuer, Zweitwohnsitzsteuer, Kita- und Schulessenbeitragssatzung und einiges mehr. Im Bauausschuss steht das Stadtentwicklungskonzept auf der Tagesordnung und vieles mehr.

Im Werksausschuss am Mittwochabend ging es zum Beispiel um die Hundesteuer. Der Ausschuss empfiehlt eine Erhöhung des derzeitigen Jahressatzes von 50 Euro auf 84 Euro. Dem voraus ging eine Debatte, in der einige Stadtverordnete sich dazu bekannten, zwei Herzen in der Brust zu haben, aber mit Blick auf die Gesamtverantwortung für die Stadt diesen Schritt mitzugehen. Ein Änderungsantrag der CDU bei bestimmten Abständen zu anderen Wohngebäuden eine Ermäßigung für „Wachhunde“ zuzulassen, wurde als unpraktikabel und bürokratielastig kritisiert und mehrheitlich nicht empfohlen. Ebenso empfahl der Ausschuss eine Anhebung der Zweitwohnsitzsteuer. Auch hier zeigte sich, wer bereit dazu ist, Verantwortung zu übernehmen und wer sich nur hinter populistischen Parolen versteckt. Leider erwartbar. Aber die Bürgermeisterin nahm sich die Zeit, der Sitzung beizuwohnen und die Debatten zu begleiten. Ein wichtiger Ausdruck des Interesses und der Wertschätzung!

Am Samstag fand im Willy-Brandt-Haus, der SPD Parteizentrale, der Startschuss für das neue SPD-Grundsatzprogramm statt. Wilhelm Liebknecht, einer der  SPD-Gründerväter, schrieb bereits 1869: „Weil wir die Untrennbarkeit der Demokratie und des Sozialismus begriffen haben, nennen wir uns Sozialdemokraten.“ Seitdem musste die Idee der „Sozialdemokratie“ immer wieder auf neue Herausforderungen und Fragen angewendet werden, welche sich in den angesprochenen Grundsatzprogrammen niedergeschrieben fanden. Das derzeitige „Hamburger Programm“ ist aus dem Jahr 2007 – also einer Zeit vor der Finanzkrise, großen Fluchtbewegungen nach Europa, dem Erstarken des Rechtsextremismus, der Covid-19-Pandemie, den Fridays-for-Future-Demonstrationen, eines US-Präsidenten Trump und des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine. Höchste Zeit also für ein Update! Wer auch einen Sozialdemokraten in seinem Herzen schlagen hört, hat nun die beste Möglichkeit dazu, in die Partei einzutreten und die Ausrichtung der SPD aktiv mitzugestalten: Jetzt Mitglied werden! Bei der Auftaktveranstaltung waren Yvonne Lehmann und Marei John-Ohnesorg aus unserem Ortsverein dabei.

Im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche plant traditionell auch unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann eine Veranstaltung. In der JUPP-Bar im Oranienwerk empfängt er hochkarätige Gäste: Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, die städtische Gleichstellungsbeauftragte Christiane Bonk, die Landtagsabgeordnete Katja Poschmann und die Co-Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Romy Segler. Unter dem Titel „Frauen, macht Politik!“ werden sie über Erfahrungen, Hürden und Chancen von Frauen in der Politik sprechen. Es soll aber nicht nur diskutiert, sondern auch ordentlich gefeiert werden. Für rockige Stimmung sorgt die Oranienburger-Band L.A.R.S. Die Veranstaltung findet am 4. März 2026 um 17 Uhr in der JUPP-Bar statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig, erleichtert jedoch die Planung (E-Mail: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de | Tel.: 03301-3978890)

Und wo wir gerade beim Landtag sind: Kennen Sie politisch interessierte Jugendliche? Im Landtag findet vom 24. – 26. April 2026 das erste parlamentarische Jugendforum statt.  Wer Lust hat, hinter die Kulissen des Politikbetriebs zu schauen, ist hier genau richtig. Bis zum 27. Februar 2026 können sich junge Menschen von 14-21 Jahren noch bewerben. Neben Diskussionsrunden stehen auch Treffen mit Landtagsabgeordneten auf dem Programm. Genauere Informationen finden Sie hier: Parlamentarisches Jugendforum

Herzliche Grüße

Eure Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 6.2.26

Letztes Wochenende machte das Traumschüff Theater mit dem Stück „Schankwirtschaft“ zum vorerst letzten Mal Halt, nämlich im Oranienburger Ortsteil Lehnitz. Und wieder volles Haus und super Stimmung. Auch viele Sozis konnte man im Kulturhaus erblicken, darunter Marei John-Ohnesorg, Gero Gewald, Ortsvorsteher Matthias Hennig, Ortsbeirätin Yvonne Lehmann und den Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann.

In dieser Woche gaben sich zahlreiche Kommunalpolitiker im Oranienburger Schloss die Klinke in die Hand. Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) empfing die Fraktionsvorsitzenden von den Freien Wählern, Antje Wendt, den Bündnisgrünen, Susanne Zamecki, der Piraten/FDP-Fraktion, Thomas Ney und der SPD, Matthias Hennig. Den Schluss bildete der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD). Wie man hört, haben beide über eine Stunde intensiv die Lokalpolitik und die Pläne der „Neuen“ besprochen.

Politik lebt von Kontakten – und Oranienburg ist dabei bestens vernetzt. Deshalb trafen sich in dieser Woche auch Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und der Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann (SPD), um ihre Zusammenarbeit weiter zu schärfen. Kurze Wege statt langer Warteschleifen, ein Griff zum Telefon statt umständlicher Anträge: Genau das ist ein echter Standortvorteil, den parteilose Mandatsträger kaum ersetzen können. Mit Jennifer Collin-Feeder im Schloss, Björn Lüttmann als SPD-Fraktionschef im Landtag, Alexander Tönnies als SPD-Landrat und Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke (SPD) an der Spitze des Landes hat Oranienburg beste Karten, wenn es darum geht, kommunale Anliegen zu platzieren.

Am Dienstag kam die SPD-Fraktion der Stadt zusammen, um die Ausschüsse der Stadt in der kommenden Woche zu besprechen. Viele Beschlussvorlagen der Verwaltung, aber auch einige Anträge stehen auf den Tagesordnungen. Matthias Hennig, der Fraktionschef, führte flott durch die Punkte. Zum Schluss überreichte er der anwesenden Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder noch ein Stück selbstgebackenen Apfelkuchen. Diese verriet später, dass sie bei Kuchen und anderen süßen Leckereien nicht „Nein“ sagen kann. Guten Appetit.

Im Bundestag ging es wieder heiß her. Die AfD hat einen Antrag eingebracht, der u.a. sämtliche Erbschaftsteuern streichen sollte. Dabei sagen über 60% der Deutschen, dass Mehrere-Millionen-Euro-Erbschaften stärker besteuert werden sollten. Wieder macht sich die verklärte „Partei der kleinen Leute“ zum Steigbügelhalter für all jene, die hohe Vermögen angehäuft haben. Dann doch lieber der SPD-Vorschlag: Hohe Freibeträge, um kleinen und mittleren Vermögen zu schützen, steuerfreies selbst genutztes Eigenheim für „Omas Häuschen“ und 5 Mio. € Freibetrag für Unternehmensvermögen. So geht Soziale Politik für Dich, statt Vermögenskonzentrationen weiter zu zementieren!

Rutscht nicht aus, bleibt gesund und habt ein schönes Wochenende,

Euer Henri von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 6.3.26

Am letzten Samstag fand die Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Oranienburger Feuerwehr statt. Zuerst standen einige Berichte auf dem Programm. Dann wurde der „Leiterin des Brandschutzes“ Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) das Wort erteilt. Schon allein dieser Auftritt der neuen Bürgermeisterin wurde von einigen nachfolgenden Rednern positiv erwähnt. Der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD), Vertreter der Kreis- und Landesfeuerwehr, sowie die Stadtverordneten Nicole Walter-Mundt (CDU) und Susanne Zamecki (Grüne) gehörten ebenfalls zu den Rednern. Anschließend standen Ehrungen (nach bestandenen Prüfungen und langjährigen Mitgliedschaften) und viele Gespräche auf der Tagesordnung. Ein rührender Höhepunkt waren die Worte von Feuerwehrmann Alexander Kurb, der vom Gesundheitszustand seines Bruders Antonio und der Dankbarkeit der gesamten Familie für die Hilfe und Solidarität berichtete, die die Familie seit der schweren Erkrankung des jungen Mannes seit Monaten erfährt. Bewegend, wenn der gesamte Saal aufsteht und langanhaltend Beifall spendet.

Auch die MAZ berichtete über die Familie Kurb: Antonio ist aus seinem Koma wieder aufgewacht! Die Familie bedankt sich herzlich für viel Unterstützung. Auch wir hoffen gemeinsam mit der Familie. dass Antonio wieder ganz gesund wird!

Am Mittwoch war es so weit: Die Landeschefs von SPD und CDU, Dietmar Woidke und Jan Redmann, haben mit den Generalsekretären ihrer Parteien den ausgehandelten Koalitionsvertrag vorgestellt. Dieser besticht mit seiner Kürze: Auf „nur“ 39 Seiten hält er die groben Linien für die Zukunft des Landes Brandenburgs fest. Er soll ein flexibler Vertrag sein, der jährlich überprüft und aktualisiert werden soll. Damit wird er einer krisenhaften Zeit gerecht. Zeitgleich nennt er konkrete Meilensteine, an denen sich der Erfolg der Regierung immer wieder messen lassen kann. Jetzt steht auch die Verteilung der Ministerien fest, wobei es teils große Überraschungen gibt: Die SPD sichert sich neben der Staatskanzlei das starke Finanzministerium und das Super-Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Asyl und Integration, für das Minister René Wilke zuständig sein wird. Dafür werden das Innenministerium und das Bildungsministerium durch die CDU geführt. Das klingt nach respektvollen Verhandlungen, bei denen beide Parteien erforderliche Zugeständnisse machten. Den Entwurf des Koalitionsvertrags finden Sie hier: Link Koalitionsvertrag .

Der SPD-Fraktionschef im Landtag und Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann zeigte sich zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis. Denn auch Oranienburg und die Region Oberhavel profitieren – zum Beispiel durch folgende Vorhaben: Die „Kompetenzregion Oranienburg bei der Kampfmitteluche“ wird umgesetzt, der Bau des neuen Besucherzentrums von Museum und Gedenkstätte Sachsenhausen wird gefördert und das Erfolgsprojekt „Pakt für Pflege“, das in Oranienburg beim Märkischen Sozialverein angesiedelt ist, wird fest im Landespflegegesetz verankert.

Auch Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist weiter aktiv und berichtet über ihre Social-Media-Kanäle von ihrer Arbeit. Diese Woche auf dem Programm: Treffen mit den Ortsvorstehern, Besuch der Friedrich-Wolf-Grundschule, Lehnitzer Karneval, Ausschusssitzungen, Feuerwehr … . So vielfältig ist die Palette, und sie ist weiterhin engagiert am Ball. Am vergangenen langen Dienstag überraschte der Lehnitzer Ortsvorsteher und SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Hennig sie mit selbstgebackenem Apfelkuchen – mit echten Brandenburger Äpfeln! Wertschätzung geht eben auch durch den Magen.

Für etwas Überraschung sorgte der SPD Ortsverein am vergangenen Freitag: Mit einem Info-Stand war er nahe der Bushaltestelle Bernauer Straße aktiv. Einige nutzten die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen und verschiedene Anliegen insbesondere zu Toiletten im öffentlichen Raum anzusprechen. Viele haben sich sehr darüber gefreut, sich auch außerhalb der Wahlkämpfe mit politischen Vertretern auszutauschen – obwohl das für die Oranienburger Sozis sowieso selbstverständlich ist. Ein Konzept, das der Ortsverein in den kommenden Monaten häufiger anbieten möchte! Natürlich ist er auch jederzeit per Mail und Social-Media erreichbar, aber das direkte Gespräch wird doch von einigen noch immer bevorzugt.

Manchmal traut man seinen Augen nicht. Oranienburgs SPD ist auf den sozialen Medien ständig präsent. Die Oranienburger Kolumne, Einladungen zu Veranstaltungen oder auch Informationen über Wahlergebnisse (wie vor kurzem aus dem Ortsteil Zehlendorf) finden ein immer breiteres Publikum. Ein Beitrag wurde sogar 25.000-mal aufgerufen. Ein Erfolg, den wir gerne auch mal veröffentlichen, so SPD-Ortsvereinsvorsitzende Marei John-Ohnesorg.

Die Oranienburger CDU-Fraktion musste in der vergangenen Woche einiges an Kritik einstecken. Der Oranienburger Generalanzeiger spricht unter anderem von einem „Dauerstreit mit der Verwaltung“, davon, die CDU verhindere zügiges Arbeiten und bremse Projekte aus, und stellt sogar die Frage, ob sie die Verwaltung zu sehr von ihrer eigentlichen Arbeit abhalte. Nun muss man nicht jede dieser Zuspitzungen uneingeschränkt teilen. Die angeführten Beispiele geben dennoch Anlass zur Diskussion: wiederholte Änderungswünsche an einem Bebauungsplan, ein bewusstes Hineinwirken in laufende Verwaltungsprozesse durch zahlreiche Nachfragen – und weitere Punkte, die das Spannungsfeld zwischen Politik und Verwaltung sichtbar machen.

Gleichzeitig gehört es selbstverständlich zu den Kernaufgaben von Stadtverordneten und Fraktionen, kritisch nachzufragen und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Kontrolle und Mitgestaltung sind schließlich wesentliche Elemente kommunalpolitischer Arbeit. Fest steht auch: Oranienburgs neue Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder kennt ihre Zuständigkeiten und verteidigt die Hoheit über die Aufgaben der Verwaltung mit Nachdruck. Sie scheut die Auseinandersetzung nicht – und ist bereit, Debatten offen zu führen. Zu hoffen bleibt, dass sich alle Beteiligten der Außenwirkung ihres Handelns bewusst sind und in einen verantwortungsvollen, konstruktiven Arbeitsmodus finden. Am Montag tagt die Stadtverordnetenversammlung – und wir freuen uns über alle, die die Sitzung live oder vor Ort verfolgen.

Nicht vergessen: Am Sonntag ist Frauentag! Im Vorfeld dessen hatte unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann am Mittwoch traditionell zu einer Gesprächsrunde im Rahmen der Brandenburger Frauenwochen eingeladen: „Frauen, Macht Politik!“. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Kommunalpolitikerin Romy Segler und Landtagsabgeordnete Katja Poschmann sprachen über Chancen und Hürden von Frauen in der Politik. Es entstanden interessante Gespräche mit über 50 Gästen im Publikum, die der Einladung gefolgt sind. Für die feierliche Stimmung sorgte die Oranienburger Band L.A.R.S. Vielen Dank für diesen tollen Abend!

Am Donnerstag Abend fand in Hohen Neuendorf die regionale Auftaktveranstaltung zu den Brandenburgischen Frauenwochen 2026 statt. Die Gleichstellungsbeauftragten haben einen Interviewband präsentiert: „Frauen sprechen Klartext“. Sehr beeindruckend. Hier ist aus den Interviews ein Buch entstanden. Die Themen reichen von Sorgearbeit und Vereinbarkeit über Pflege bis zu politischem Engagement und biografischen Brüchen. Sehr spannend. Marei John-Ohnesorg war dabei im sehr gut besuchten Rathaussaal. Hoffentlich lassen sich viele neu motivieren, sich selbst politisch zu engagieren!

Ein frühlingshaftes Wochenende wünscht herzlich

Euer Henri von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 27.2.26

Die Rechnung ging am letzten Sonntag für das frühere Ortsbeiratsmitglied und AfD-Stadtverordneten Jörg Thomas nicht auf. Im Oktober provozierte er mit seinem Rücktritt aus dem Zehlendorfer Ortsbeirat eine Neuwahl. Am Sonntag entschied sich die Zehlendorfer Bürgerschaft für einen Neuanfang mit Holger Mücke (SPD), der die meisten Stimmen auf sich vereinigte. Danach folgte der Vertreter der Freien Wähler, Andreas Zenser und ein Vertreter der AfD, Thomas Eichstätt. Wer von den dreien Ortsvorsteher wird, entscheidet sich im März, da findet die nächste ordentliche Sitzung statt. Auf jeden Fall kann die Oranienburger/Zehlendorfer SPD zufrieden mit dem Ergebnis von 40,5 % der abgegebenen Stimmen sein. Danke für Euren Einsatz, Ahmet Öztemel, Dominic Kaiser und Holger Mücke.

Am Montag im Hauptausschuss ging es teilweise richtig zur Sache. Inhaltlich wurde teilweise hart gestritten, es wurden bei den meisten Vorlagen aber große Einigkeit hergestellt. Beim Thema „Prüfung von Böllerverbotszonen“ und der „Umbau der Walther-Bothe-Straße“ stimmten AfD, CDU und FDP/Piraten gemeinsam ab. Ein ungewohntes Bild, da sich die demokratischen Parteien bislang einig waren, dass die Stimmen der äußeren Rechten keinen Ausschlag bei Entscheidungen der Stadt Oranienburg haben sollen. Nun haben die drei Fraktionen keine Mehrheit im Hauptausschuss. Der SPD-Stadtverordnete Dirk Blettermann streute genau da Salz in die offene Wunde der CDU und der FDP/Piraten. In der SVV ist wieder alles offen. Vielleicht suchen die beiden Fraktionen doch den Schulterschluss mit den anderen demokratischen Fraktionen. Und gute Argumente können die Kraft des Kompromisses auch beflügeln.

Andernorts haben sich die Christdemokraten aus der Mitte verabschiedet. In Hennigsdorf stimmten fünf CDU-Stadtverordnete einem AfD-Antrag zu, der „Sicherheitspartnerschaften“ für die Stadt vorsieht. Bürgerinnen und Bürger sollen freiwillig patrouillieren, um „unangemessenes Verhalten“ festzustellen und so ein Sicherheitsgefühl zu stärken. Damit wurden an manchen Orten gute Erfahrungen gemacht, wenn es um ruhige Wohngebiete ging und die Initiative aus der Nachbarschaft kam – nicht von einer Partei. Denn die Schattenseite ist: Einfache Bürger dürften danach andere festhalten, ohne dass „unangemessenes Verhalten“ genauer definiert worden wäre. Das rassistische Weltbild der AfD öffne so der Willkür Tür und Tor, wie manche befürchten. Andere sprechen von „AfD-Patrouillen“ und fühlen sich an die vor gut 10 Jahren von der NPD errichteten „Schutz-Zonen“ erinnert. Gruselig, worauf sich CDU-Stadtverordnete hier eingelassen haben.

Eigentlich sagte CDU-Fritze Merz ursprünglich: „Wenn irgendjemand von uns die Hand hebt, um mit der AfD zusammenzuarbeiten, dann steht am nächsten Tag ein Parteiausschlussverfahren an.“ Und die Abgrenzung zur AfD hat beim Parteitag unmissverständlich bekräftigt.

Die SPD ist weiter auf dem Weg „in die neue Zeit“, zu einem neuen Grundsatzprogramm. Auf Antrag der Oberhaveler Jusos haben sich auch die Jusos Brandenburg auf den Weg gemacht, herauszufinden, wie sie sich das Brandenburg von 2040 vorstellen. Dadurch sollen langfristige Visionen gesteckt werden. Am Wochenende fand hierzu das erste Verbandswochenende der Jungsozialisten statt. Es ging um Finanzen & Wirtschaft, Klima & Umwelt, Gesundheit & Rente und Bildung. Dazu wurden Experten anderer Organisationen eingeladen und Ideen und Ergebnisse zusammengetragen, die nun weiterzuverfolgen sind. Aus Oberhavel waren die beiden Vorsitzenden dabei: Vivien Semrau und Gero Gewald.

Am Dienstag jährte sich der offene russische Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine bereits zum vierten Mal. Vier Jahre Krieg, Leid, Elend, die Verschleppung von Kindern und Tod, die die russische Armee in die Ukraine getragen haben. Nach der anfänglichen hohen Solidarität mit dem angegriffenen Land beginnen mittlerweile immer mehr den Lügen und Propaganda-Erzählungen der russischen Machthaber das Wort zu reden. Teil davon sind Troll-Armeen im Internet, die gezielt die Kreml-Narrative wiederholen, um den Zusammenhalt in westlichen Gesellschaften zu zerstören und so die Unterstützung der Ukraine zu unterminieren. Die falsche Annahme, innerhalb weniger Wochen die Ukraine eingenommen zu haben und stattdessen in einem jahrelangen Zermürbungskrieg geendet zu sein, in dem auch hunderttausende russischer Soldaten ihr Leben ließen, wird als große Tragödie in die Geschichte der russischen Föderation eingehen. Es liegt einzig in der Hand Putins, seine Truppen zurückzurufen und den Krieg zu beenden. Wir stehen fest an der Seite der Ukraine, ihren tapferen Kämpfern, die dem Aggressor seit vier Jahren nun offen die Stirn bieten. Slawa Ukrajini!

Aufatmen konnte am Mittwoch die SPD-Kreistagsfraktion: Nach monatelangen Beratungen wurde der Kreishauhalt beschlossen. Trotz nötiger Einsparungen ist der Haushalt 2026 ein Investitionshaushalt vor allem in Bildung. Ein Änderungsantrag von SPD, CDU, Bündnis90/Die Grünen/Tierschutz und BVB/Freie Wähler/LGU zum Haushaltsentwurf fand eine Mehrheit und sorgt dafür, dass die bisher an drei Schulen im Landkreis laufenden Lernwerkstätten weitergeführt werden können – zuvor standen sie auf einer Streichliste.  In Lernwerkstätten werden Schülerinnen und Schülern mit sozial schwierigem Hintergrund unterstützt. Davon profitieren auch Schülerinnen und Schüler der Jean-Clermont-Oberschule in Sachsenhausen.

Nicht vergessen: In der kommenden Woche kommt die Brandenburgische Frauenwoche nach Oranienburg! Unter dem Titel „Frauen: Macht Politik“ spricht der Oranienburger SPD-Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann mit Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Gleichstellungsbeauftragte Christiane Bonk, Landtagsabgeordnete Katja Poschmann und Kommunalpolitikerin Romy Segler. Sie sprechen über Herausforderungen und Chancen für Frauen in der Politik. Viele haben sich bereits angemeldet, daher wird um eine Anmeldung gebeten, um ausreichend Sitzmöglichkeiten bereitzustellen. Anmeldungen bitte an das Büro Björn Lüttmann: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de

Es grüßt herzlich Eure

Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 20.2.26

Am Montag feierte die TURM ErlebnisCity in Oranienburg das 24jährige Bestehen! Eine Erfolgsstory in Oranienburg. Bei einem kurzen Empfang wurden einigen Kolleginnen und Kollegen, die ein „rundes Jubiläum“ hatten, einen Blumenstrauß übergeben. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und der Aufsichtsratsvorsitzende der LEO-Gruppe Burkhard Wilde sprachen einige Grußworte. Auch der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann, sowie Werner Mundt und Christian Howe gehörten zu den Gästen. Am Rande wurde bekannt, dass die Turm ErlebnisCity bereits eine „5 Sterne-Anlage“ ist, eine Auszeichnung die es nur 5-mal in den neuen Bundesländern gibt. Herzlichen Glückwunsch!

Am letzten Samstag gab es einen winterlicher Info-Stand in Zehlendorf. Am 22. Februar wird ein neuer Ortsbeirat gewählt. Unser Team für Zehlendorf: Holger Mücke, Ahmet Öztemel und Dominic Kaiser. Deshalb haben auch Judith Brandt, Burkhard Wilde, Gero Gewald und Dirk Blettermann die drei am letzten Samstag tatkräftig unterstützt. Morgen, am Samstag, werden wieder die Zehlendorfer SPD-Kandidaten öffentlich ansprechbar sein. Wir sind um 11 Uhr vor Ort und freuen uns über Besuch!

In dieser Woche lief ebenfalls die erste Sitzungsrunde der städtischen Gremien weiter. Unter anderem wurde im Sozialausschuss beherzt über eine mögliche Übertragung der Jean-Clermont-Schule an den Landkreis diskutiert. Selbst ihr Schulleiter, Herr Franz, sprach in der Sitzung, um seine Bedenken vorzutragen. „Zum Glück fand unser Änderungsantrag eine Mehrheit, der das Bekenntnis zur Übertragung herausnahm und ein Gespräch zwischen allen Beteiligten aus Stadt, Landkreis und Schule vorsieht“, sagt SPD-Ausschussmitglied Gero Gewald. So wird der Weg für eine Entscheidungsfindung geebnet, von der niemand überrumpelt wird. Toll!
Am Folgetag trat der Ordnungs- und Feuerwehrausschuss zusammen. Es ging insbesondere um die langwierige Umsetzung der Feuerwachen Ost und Nord. Man merkte, dass einige -verständlicherweise – noch sehr dadurch verletzt waren, wie sehr das Thema in der Vergangenheit seitens der Stadtspitze schleifen gelassen wurde. Dies wurde auch zur Kritik an der derzeitigen Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder benutzt, die noch keine 50 Tage im Amt ist und an jenem Abend einen Paralleltermin hatte. Andere wussten es einzuordnen und betonten, wie wichtig der Bürgermeisterin das Thema Feuerwehr ist und dass sie es zur Chefsache erklärt. Aber auch das braucht Zeit und diese sollte ihr dafür auch gewährt werden.

„Ihr lasst euch ja nur zu den Wahlen blicken“, ist ein Vorwurf, der jeder demokratischen Partei dann und wann mal am Infostand vorgeworfen wird. Aufmerksame Kolumnenleser wissen: Das stimmt beim Oranienburger SPD-Ortsverein nicht: Stammtische, Veranstaltungen auch des SPD-Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann wie z.B. seine „Ansprech-Bar“, regelmäßige Rotkehlchen, Präsenz bei Veranstaltungen, das Bürgerbüro in der Bernauer Straße und nicht zuletzt unsere Kolumne widerlegen diese Behauptung. Und so könnt ihr den Ortsverein auch am kommenden Freitag (27.2.26) treffen: Ab 9:00 Uhr findet ihr die SPD mit einem Info-Stand auf dem Wochenmarkt in der Bernauer Straße am Boulevard. Die Oranienburger Sozis freuen sich auf euch, eure Fragen und eure Anliegen!

Am Mittwoch kam die SPD-Kreistagsfraktion zu ihrer Beratung zusammen. Mit am Tisch: die Kreistagsabgeordneten Dirk Blettermann und Judith Brandt. Ihr Oranienburger Kollege Matthias Hennig war zeitgleich in einer Aufsichtsratssitzung gebunden. Hauptthema war der Kreishaushalt: Gemeinsam mit anderen Fraktionen haben die Sozialdemokraten einen Änderungsantrag zum Haushalt eingebracht. Ziel ist es, die Lernwerkstätten im Landkreis zu erhalten – unter anderem an der Jean-Clermont-Oberschule in Oranienburg. Ein Angebot, das gerade jenen Kindern zugutekommt, die es im Alltag nicht immer leicht haben und besondere Unterstützung brauchen. Eine Herzensangelegenheit für die Sozis!

Unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann war am Donnerstag an der Jean-Clermont-Oberschule zu Gast. Das neue Bildungsangebot des Landtages „Der Landtag geht zur Schule“ hatte dort Premiere. Fazit: Die Schülerinnen und Schüler waren inhaltlich super vorbereitet und haben die anwesenden Landtagsabgeordneten mit Fragen gelöchert.

Am Donnerstag hat die Oranienburger SPD-Vorsitzende, Marei John-Ohnesorg, zur Mitgliederversammlung in den TURM eingeladen. Sehr spannend war der Beitrag von Björn Lüttmann, Fraktionsvorsitzender, der von den Koalitionsgesprächen im Land mit der CDU berichtete. Es läuft offensichtlich. Am 14. März 2026 ist der SPD-Parteitag, dann werden wir über die Details berichten können. Bei der anschließenden politischen Debatte über Aktuelles aus Stadt, Land und Bund wurde ein großer Bogen von Gesundheitsthemen über Chatbots bis zur Weltlage gespannt.

Es ging um die SPD-Vorschläge, bei der Finanzierung des Gesundheitssystems auch Kapitalerträge und Mieteinnahmen einzubeziehen (Fazit: Zustimmung). Eine lange Debatte hatten wir über die sogenannten Leerfahrten, die dem Landkreis Sorge bereiten. Die Finanzierung muss neu geklärt werden, wenn der Rettungswagen ohne echte Not und eine Einlieferung ins Krankenhaus erfolgt. Helfen könnte eine Werbekampagne für die 116 117, für den ärztlichen Bereitschaftsdienst, helfen. Der dann aber natürlich auch erreichbar und besetzt sein muss. Und, sehr erfreulich: Wir durften wieder ein neues Mitglied begrüßen. Wir freuen uns!

Wir wünschen wie immer ein tolles Wochenende mit hoffnungsvoll milderen Temperaturen.

Herzlichst

Euer Henri von Oranienburg

 


Nachruf | 18.2.26

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unseren langjährigen Mitgliedern Angret und Dr. Ernst Stransky, die kurz nacheinander verstorben sind – Ernst im Alter von 90 Jahren im Januar, Angret vor wenigen Tagen im Alter von 88 Jahren. Mit ihnen verliert die SPD Oranienburg zwei Persönlichkeiten, die über viele Jahre hinweg das kommunalpolitische Leben unserer Stadt und unseres Landkreises maßgeblich geprägt haben.

Seit 1973 war Oranienburg ihre Heimat. Sie haben miterlebt, wie sich unsere Stadt von einem stark belasteten Industriestandort mit Kriegsschäden und den Einschränkungen der DDR-Zeit zu einer liebenswerten, lebendigen Stadt entwickelte – mit dem Schlosspark, der Orangerie, dem Tierpark und vielen anderen Orten, die heute selbstverständlich zu Oranienburg gehören. Diese Entwicklung haben sie nicht nur beobachtet, sondern aktiv mitgestaltet.

Angret und Ernst waren nicht nur engagierte Kommunalpolitiker – sie waren überzeugte Demokraten.

Angret Stransky trat im September 1990 in die SPD ein – aus dem Wunsch heraus, Verantwortung zu übernehmen und Demokratie vor Ort mit Leben zu füllen. 1993 wurde sie in die  Stadtverordnetenversammlung und in den Kreistag gewählt. Bereits ein Jahr später übernahm sie den Vorsitz der SPD-Fraktion, 1996 wurde sie Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Oranienburg – ein Amt, das sie bis 2003 mit großem Engagement und beeindruckender Souveränität ausübte.

Ihr Grundsatz war stets Neutralität, Sachlichkeit und die Unabhängigkeit von parteipolitischen Querelen. Auch in kontroversen Debatten achtete sie auf einen respektvollen Umgang. Sie repräsentierte unsere Stadt würdevoll bei den Partnerstädten in Hamm, Vught, Melnik und Bagnolet und erlebte 1999 anlässlich der Eröffnung der Oranje-Ausstellung im renovierten Barockschloss Oranienburg einen besonderen Moment, als sie die niederländische Königin begrüßen durfte. Der Erhalt und Ausbau der Orangerie war ihr ein persönliches Anliegen – heute ist sie ein fester Bestandteil unseres Stadtbildes.

Über ihre politische Arbeit sagte sie einmal: „Diese politische Tätigkeit habe ich nie als Belastung und Pflicht, sondern als außergewöhnliche Bereicherung meines Lebens betrachtet.“
Dieser Satz beschreibt ihr Wirken treffend.

Auch Ernst Stransky stellte sein Engagement ganz in den Dienst der Menschen in unserer Region. Von 1998 bis 2003 war er Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses im Kreistag Oberhavel. Bildung und Jugend lagen ihm besonders am Herzen – nicht zuletzt durch seine frühere Tätigkeit als Dezernent der Stadt Oranienburg, in der er unter anderem für die Schulen verantwortlich war.

Als die Auflösung des Runge-Gymnasiums beschlossen werden sollte, stellte er sich – aus Überzeugung und im Interesse der Schülerinnen und Schüler – gegen dieses Vorhaben. Um unabhängig handeln zu können, verließ er sogar seine Fraktion und nahm persönliche Anfeindungen in Kauf. Sein Einsatz zeigte Wirkung: Der Antrag wurde zunächst zurückgezogen. Dieser Schritt zeugt von großem Mut, Standhaftigkeit und einem tiefen Verantwortungsbewusstsein.

Beide verband die Erfahrung der Nachkriegszeit – Jahre des Mangels, des Hungers und der Entbehrung. Bildung bedeutete für sie Hoffnung auf ein besseres Leben. Vielleicht erklärt gerade das ihren unermüdlichen Einsatz für Schulen, Kitas und kommunale Einrichtungen. Ihr politisches Credo war klar: Die Infrastruktur unserer Stadt muss mit dem Wachstum Schritt halten, damit Oranienburg lebenswert bleibt – für alle Generationen.

Angret und Ernst Stransky standen für eine politische Kultur des Respekts, der Sachlichkeit und des persönlichen Gesprächs. Sie waren überzeugt, dass Demokratie vom Mitmachen lebt – und dass insbesondere junge Menschen ihren Platz in der Kommunalpolitik finden müssen.

Wir verlieren mit ihnen zwei aufrechte Sozialdemokraten, die die SPD und unsere Stadt über Jahrzehnte geprägt haben. Ihr Wirken bleibt sichtbar – in Projekten, Entscheidungen und in der Haltung, mit der sie Politik verstanden: als Dienst am Gemeinwohl.

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihnen nahestanden.
Wir werden Angret und Ernst Stransky ein ehrendes Andenken bewahren.


Wöchentliche Kolumne | 13.2.26

Falls Sie es noch nicht bemerkt haben: Heute ist Freitag der Dreizehnte! Aber keine Panik, statistisch gesehen kommt es an diesen Tagen nicht zu mehr Unfällen oder anderen Unglücken. Die Angst vor Freitagen, die auf einen 13. fallen, trägt übrigens den klangvollen Namen Paraskavedekatriaphobie. Eine deutlich näherliegende Sorge dürfte in den vergangenen Wochen viele Oranienburgerinnen und Oranienburger umgetrieben haben: die Pagophobie – die Angst vor Eis, Frost und der Gefahr, bei Glätte auszurutschen. Aber nun sind die Eismassen den Temperaturen über 0 °C weitestgehend gewichen. Eine weitere Angst vorerst gebannt!

Unbeeindruckt von dieser winterlichen Phobie kam am Montagabend der Vorstand der SPD Oranienburg zusammen. Einmal durchgezählt: Alle da! Auf der Tagesordnung stand die Wahl zum Ortsbeirat Zehlendorf am 22. Februar, die inhaltliche Planung kommender Mitgliederversammlungen und auch möglicher Aktionen. Marei John-Ohnesorg, Vorsitzende der SPD Oranienburg, hat eingeladen, Yvonne Lehmann gewohnt souverän moderiert. Parteiarbeit zeigt sich dabei einmal mehr als das, was sie oft ist: engagierte und notwendige Grundlagenarbeit.

Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist angetreten mit dem Versprechen, ansprechbar und sichtbar zu sein. Regelmäßig gewährt sie über Social Media Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Neu ist auch, dass sie wöchentlich Presseinformation dazu verschickt, welche Termine im Laufe der Woche anfallen und wo sie unterwegs ist. Ihr Amtsvorgänger kannte so etwas nicht. Es sind oft die kleinen Dinge, die einen Unterschied machen, aber einen sichtbaren!

Einer dieser Termine fand am Mittwoch im Louise-Henriette-Gymnasium statt. Die Stadt hat zum Jugendforum eingeladen und über 150 Schülerinnen und Schülern folgten der Einladung. Sie konnten sich in verschiedenen Workshops einbringen. Von Beteiligung mit LEGO-Blöcken über Überlegungen zur Gestaltung des Schlossparks bis zu praktischen Demokratie- und Argumentationstrainings war für jede und jeden etwas dabei. Auch viele Stadtverordnete nutzten die Möglichkeit, mit den  jungen Menschen  zu ihren Wünschen für unsere Stadt  ins Gespräch zu kommen. Von der SPD waren Fraktionschef Matthias Hennig und Sozialausschuss-Mitglied Gero Gewald dabei. In ihrer Begrüßungsrede betonte Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder die Relevanz der Jugendbeteiligung und dass sie und die politischen Vertreter der Stadt gern Ansprechpartner für die jungen Menschen sind. Sehr gut!

Jetzt ist die Stadtpolitik wieder am Zug: Die erste Sitzungsfolge startet und alle Ausschüsse tagen. In diesen werden u.a. Satzungsänderungen besprochen, die im Vorfeld bereits zu Diskussionen in den facebook-Kommentarspalten gesorgt haben: Hundesteuer, Zweitwohnsitzsteuer, Kita- und Schulessenbeitragssatzung und einiges mehr. Im Bauausschuss steht das Stadtentwicklungskonzept auf der Tagesordnung und vieles mehr.

Im Werksausschuss am Mittwochabend ging es zum Beispiel um die Hundesteuer. Der Ausschuss empfiehlt eine Erhöhung des derzeitigen Jahressatzes von 50 Euro auf 84 Euro. Dem voraus ging eine Debatte, in der einige Stadtverordnete sich dazu bekannten, zwei Herzen in der Brust zu haben, aber mit Blick auf die Gesamtverantwortung für die Stadt diesen Schritt mitzugehen. Ein Änderungsantrag der CDU bei bestimmten Abständen zu anderen Wohngebäuden eine Ermäßigung für „Wachhunde“ zuzulassen, wurde als unpraktikabel und bürokratielastig kritisiert und mehrheitlich nicht empfohlen. Ebenso empfahl der Ausschuss eine Anhebung der Zweitwohnsitzsteuer. Auch hier zeigte sich, wer bereit dazu ist, Verantwortung zu übernehmen und wer sich nur hinter populistischen Parolen versteckt. Leider erwartbar. Aber die Bürgermeisterin nahm sich die Zeit, der Sitzung beizuwohnen und die Debatten zu begleiten. Ein wichtiger Ausdruck des Interesses und der Wertschätzung!

Am Samstag fand im Willy-Brandt-Haus, der SPD Parteizentrale, der Startschuss für das neue SPD-Grundsatzprogramm statt. Wilhelm Liebknecht, einer der  SPD-Gründerväter, schrieb bereits 1869: „Weil wir die Untrennbarkeit der Demokratie und des Sozialismus begriffen haben, nennen wir uns Sozialdemokraten.“ Seitdem musste die Idee der „Sozialdemokratie“ immer wieder auf neue Herausforderungen und Fragen angewendet werden, welche sich in den angesprochenen Grundsatzprogrammen niedergeschrieben fanden. Das derzeitige „Hamburger Programm“ ist aus dem Jahr 2007 – also einer Zeit vor der Finanzkrise, großen Fluchtbewegungen nach Europa, dem Erstarken des Rechtsextremismus, der Covid-19-Pandemie, den Fridays-for-Future-Demonstrationen, eines US-Präsidenten Trump und des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine. Höchste Zeit also für ein Update! Wer auch einen Sozialdemokraten in seinem Herzen schlagen hört, hat nun die beste Möglichkeit dazu, in die Partei einzutreten und die Ausrichtung der SPD aktiv mitzugestalten: Jetzt Mitglied werden! Bei der Auftaktveranstaltung waren Yvonne Lehmann und Marei John-Ohnesorg aus unserem Ortsverein dabei.

Im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche plant traditionell auch unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann eine Veranstaltung. In der JUPP-Bar im Oranienwerk empfängt er hochkarätige Gäste: Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, die städtische Gleichstellungsbeauftragte Christiane Bonk, die Landtagsabgeordnete Katja Poschmann und die Co-Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Romy Segler. Unter dem Titel „Frauen, macht Politik!“ werden sie über Erfahrungen, Hürden und Chancen von Frauen in der Politik sprechen. Es soll aber nicht nur diskutiert, sondern auch ordentlich gefeiert werden. Für rockige Stimmung sorgt die Oranienburger-Band L.A.R.S. Die Veranstaltung findet am 4. März 2026 um 17 Uhr in der JUPP-Bar statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig, erleichtert jedoch die Planung (E-Mail: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de | Tel.: 03301-3978890)

Und wo wir gerade beim Landtag sind: Kennen Sie politisch interessierte Jugendliche? Im Landtag findet vom 24. – 26. April 2026 das erste parlamentarische Jugendforum statt.  Wer Lust hat, hinter die Kulissen des Politikbetriebs zu schauen, ist hier genau richtig. Bis zum 27. Februar 2026 können sich junge Menschen von 14-21 Jahren noch bewerben. Neben Diskussionsrunden stehen auch Treffen mit Landtagsabgeordneten auf dem Programm. Genauere Informationen finden Sie hier: Parlamentarisches Jugendforum

Herzliche Grüße

Eure Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 6.2.26

Letztes Wochenende machte das Traumschüff Theater mit dem Stück „Schankwirtschaft“ zum vorerst letzten Mal Halt, nämlich im Oranienburger Ortsteil Lehnitz. Und wieder volles Haus und super Stimmung. Auch viele Sozis konnte man im Kulturhaus erblicken, darunter Marei John-Ohnesorg, Gero Gewald, Ortsvorsteher Matthias Hennig, Ortsbeirätin Yvonne Lehmann und den Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann.

In dieser Woche gaben sich zahlreiche Kommunalpolitiker im Oranienburger Schloss die Klinke in die Hand. Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) empfing die Fraktionsvorsitzenden von den Freien Wählern, Antje Wendt, den Bündnisgrünen, Susanne Zamecki, der Piraten/FDP-Fraktion, Thomas Ney und der SPD, Matthias Hennig. Den Schluss bildete der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD). Wie man hört, haben beide über eine Stunde intensiv die Lokalpolitik und die Pläne der „Neuen“ besprochen.

Politik lebt von Kontakten – und Oranienburg ist dabei bestens vernetzt. Deshalb trafen sich in dieser Woche auch Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und der Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann (SPD), um ihre Zusammenarbeit weiter zu schärfen. Kurze Wege statt langer Warteschleifen, ein Griff zum Telefon statt umständlicher Anträge: Genau das ist ein echter Standortvorteil, den parteilose Mandatsträger kaum ersetzen können. Mit Jennifer Collin-Feeder im Schloss, Björn Lüttmann als SPD-Fraktionschef im Landtag, Alexander Tönnies als SPD-Landrat und Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke (SPD) an der Spitze des Landes hat Oranienburg beste Karten, wenn es darum geht, kommunale Anliegen zu platzieren.

Am Dienstag kam die SPD-Fraktion der Stadt zusammen, um die Ausschüsse der Stadt in der kommenden Woche zu besprechen. Viele Beschlussvorlagen der Verwaltung, aber auch einige Anträge stehen auf den Tagesordnungen. Matthias Hennig, der Fraktionschef, führte flott durch die Punkte. Zum Schluss überreichte er der anwesenden Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder noch ein Stück selbstgebackenen Apfelkuchen. Diese verriet später, dass sie bei Kuchen und anderen süßen Leckereien nicht „Nein“ sagen kann. Guten Appetit.

Im Bundestag ging es wieder heiß her. Die AfD hat einen Antrag eingebracht, der u.a. sämtliche Erbschaftsteuern streichen sollte. Dabei sagen über 60% der Deutschen, dass Mehrere-Millionen-Euro-Erbschaften stärker besteuert werden sollten. Wieder macht sich die verklärte „Partei der kleinen Leute“ zum Steigbügelhalter für all jene, die hohe Vermögen angehäuft haben. Dann doch lieber der SPD-Vorschlag: Hohe Freibeträge, um kleinen und mittleren Vermögen zu schützen, steuerfreies selbst genutztes Eigenheim für „Omas Häuschen“ und 5 Mio. € Freibetrag für Unternehmensvermögen. So geht Soziale Politik für Dich, statt Vermögenskonzentrationen weiter zu zementieren!

Rutscht nicht aus, bleibt gesund und habt ein schönes Wochenende,

Euer Henri von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 6.3.26

Am letzten Samstag fand die Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Oranienburger Feuerwehr statt. Zuerst standen einige Berichte auf dem Programm. Dann wurde der „Leiterin des Brandschutzes“ Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) das Wort erteilt. Schon allein dieser Auftritt der neuen Bürgermeisterin wurde von einigen nachfolgenden Rednern positiv erwähnt. Der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD), Vertreter der Kreis- und Landesfeuerwehr, sowie die Stadtverordneten Nicole Walter-Mundt (CDU) und Susanne Zamecki (Grüne) gehörten ebenfalls zu den Rednern. Anschließend standen Ehrungen (nach bestandenen Prüfungen und langjährigen Mitgliedschaften) und viele Gespräche auf der Tagesordnung. Ein rührender Höhepunkt waren die Worte von Feuerwehrmann Alexander Kurb, der vom Gesundheitszustand seines Bruders Antonio und der Dankbarkeit der gesamten Familie für die Hilfe und Solidarität berichtete, die die Familie seit der schweren Erkrankung des jungen Mannes seit Monaten erfährt. Bewegend, wenn der gesamte Saal aufsteht und langanhaltend Beifall spendet.

Auch die MAZ berichtete über die Familie Kurb: Antonio ist aus seinem Koma wieder aufgewacht! Die Familie bedankt sich herzlich für viel Unterstützung. Auch wir hoffen gemeinsam mit der Familie. dass Antonio wieder ganz gesund wird!

Am Mittwoch war es so weit: Die Landeschefs von SPD und CDU, Dietmar Woidke und Jan Redmann, haben mit den Generalsekretären ihrer Parteien den ausgehandelten Koalitionsvertrag vorgestellt. Dieser besticht mit seiner Kürze: Auf „nur“ 39 Seiten hält er die groben Linien für die Zukunft des Landes Brandenburgs fest. Er soll ein flexibler Vertrag sein, der jährlich überprüft und aktualisiert werden soll. Damit wird er einer krisenhaften Zeit gerecht. Zeitgleich nennt er konkrete Meilensteine, an denen sich der Erfolg der Regierung immer wieder messen lassen kann. Jetzt steht auch die Verteilung der Ministerien fest, wobei es teils große Überraschungen gibt: Die SPD sichert sich neben der Staatskanzlei das starke Finanzministerium und das Super-Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Asyl und Integration, für das Minister René Wilke zuständig sein wird. Dafür werden das Innenministerium und das Bildungsministerium durch die CDU geführt. Das klingt nach respektvollen Verhandlungen, bei denen beide Parteien erforderliche Zugeständnisse machten. Den Entwurf des Koalitionsvertrags finden Sie hier: Link Koalitionsvertrag .

Der SPD-Fraktionschef im Landtag und Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann zeigte sich zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis. Denn auch Oranienburg und die Region Oberhavel profitieren – zum Beispiel durch folgende Vorhaben: Die „Kompetenzregion Oranienburg bei der Kampfmitteluche“ wird umgesetzt, der Bau des neuen Besucherzentrums von Museum und Gedenkstätte Sachsenhausen wird gefördert und das Erfolgsprojekt „Pakt für Pflege“, das in Oranienburg beim Märkischen Sozialverein angesiedelt ist, wird fest im Landespflegegesetz verankert.

Auch Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist weiter aktiv und berichtet über ihre Social-Media-Kanäle von ihrer Arbeit. Diese Woche auf dem Programm: Treffen mit den Ortsvorstehern, Besuch der Friedrich-Wolf-Grundschule, Lehnitzer Karneval, Ausschusssitzungen, Feuerwehr … . So vielfältig ist die Palette, und sie ist weiterhin engagiert am Ball. Am vergangenen langen Dienstag überraschte der Lehnitzer Ortsvorsteher und SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Hennig sie mit selbstgebackenem Apfelkuchen – mit echten Brandenburger Äpfeln! Wertschätzung geht eben auch durch den Magen.

Für etwas Überraschung sorgte der SPD Ortsverein am vergangenen Freitag: Mit einem Info-Stand war er nahe der Bushaltestelle Bernauer Straße aktiv. Einige nutzten die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen und verschiedene Anliegen insbesondere zu Toiletten im öffentlichen Raum anzusprechen. Viele haben sich sehr darüber gefreut, sich auch außerhalb der Wahlkämpfe mit politischen Vertretern auszutauschen – obwohl das für die Oranienburger Sozis sowieso selbstverständlich ist. Ein Konzept, das der Ortsverein in den kommenden Monaten häufiger anbieten möchte! Natürlich ist er auch jederzeit per Mail und Social-Media erreichbar, aber das direkte Gespräch wird doch von einigen noch immer bevorzugt.

Manchmal traut man seinen Augen nicht. Oranienburgs SPD ist auf den sozialen Medien ständig präsent. Die Oranienburger Kolumne, Einladungen zu Veranstaltungen oder auch Informationen über Wahlergebnisse (wie vor kurzem aus dem Ortsteil Zehlendorf) finden ein immer breiteres Publikum. Ein Beitrag wurde sogar 25.000-mal aufgerufen. Ein Erfolg, den wir gerne auch mal veröffentlichen, so SPD-Ortsvereinsvorsitzende Marei John-Ohnesorg.

Die Oranienburger CDU-Fraktion musste in der vergangenen Woche einiges an Kritik einstecken. Der Oranienburger Generalanzeiger spricht unter anderem von einem „Dauerstreit mit der Verwaltung“, davon, die CDU verhindere zügiges Arbeiten und bremse Projekte aus, und stellt sogar die Frage, ob sie die Verwaltung zu sehr von ihrer eigentlichen Arbeit abhalte. Nun muss man nicht jede dieser Zuspitzungen uneingeschränkt teilen. Die angeführten Beispiele geben dennoch Anlass zur Diskussion: wiederholte Änderungswünsche an einem Bebauungsplan, ein bewusstes Hineinwirken in laufende Verwaltungsprozesse durch zahlreiche Nachfragen – und weitere Punkte, die das Spannungsfeld zwischen Politik und Verwaltung sichtbar machen.

Gleichzeitig gehört es selbstverständlich zu den Kernaufgaben von Stadtverordneten und Fraktionen, kritisch nachzufragen und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Kontrolle und Mitgestaltung sind schließlich wesentliche Elemente kommunalpolitischer Arbeit. Fest steht auch: Oranienburgs neue Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder kennt ihre Zuständigkeiten und verteidigt die Hoheit über die Aufgaben der Verwaltung mit Nachdruck. Sie scheut die Auseinandersetzung nicht – und ist bereit, Debatten offen zu führen. Zu hoffen bleibt, dass sich alle Beteiligten der Außenwirkung ihres Handelns bewusst sind und in einen verantwortungsvollen, konstruktiven Arbeitsmodus finden. Am Montag tagt die Stadtverordnetenversammlung – und wir freuen uns über alle, die die Sitzung live oder vor Ort verfolgen.

Nicht vergessen: Am Sonntag ist Frauentag! Im Vorfeld dessen hatte unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann am Mittwoch traditionell zu einer Gesprächsrunde im Rahmen der Brandenburger Frauenwochen eingeladen: „Frauen, Macht Politik!“. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Kommunalpolitikerin Romy Segler und Landtagsabgeordnete Katja Poschmann sprachen über Chancen und Hürden von Frauen in der Politik. Es entstanden interessante Gespräche mit über 50 Gästen im Publikum, die der Einladung gefolgt sind. Für die feierliche Stimmung sorgte die Oranienburger Band L.A.R.S. Vielen Dank für diesen tollen Abend!

Am Donnerstag Abend fand in Hohen Neuendorf die regionale Auftaktveranstaltung zu den Brandenburgischen Frauenwochen 2026 statt. Die Gleichstellungsbeauftragten haben einen Interviewband präsentiert: „Frauen sprechen Klartext“. Sehr beeindruckend. Hier ist aus den Interviews ein Buch entstanden. Die Themen reichen von Sorgearbeit und Vereinbarkeit über Pflege bis zu politischem Engagement und biografischen Brüchen. Sehr spannend. Marei John-Ohnesorg war dabei im sehr gut besuchten Rathaussaal. Hoffentlich lassen sich viele neu motivieren, sich selbst politisch zu engagieren!

Ein frühlingshaftes Wochenende wünscht herzlich

Euer Henri von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 27.2.26

Die Rechnung ging am letzten Sonntag für das frühere Ortsbeiratsmitglied und AfD-Stadtverordneten Jörg Thomas nicht auf. Im Oktober provozierte er mit seinem Rücktritt aus dem Zehlendorfer Ortsbeirat eine Neuwahl. Am Sonntag entschied sich die Zehlendorfer Bürgerschaft für einen Neuanfang mit Holger Mücke (SPD), der die meisten Stimmen auf sich vereinigte. Danach folgte der Vertreter der Freien Wähler, Andreas Zenser und ein Vertreter der AfD, Thomas Eichstätt. Wer von den dreien Ortsvorsteher wird, entscheidet sich im März, da findet die nächste ordentliche Sitzung statt. Auf jeden Fall kann die Oranienburger/Zehlendorfer SPD zufrieden mit dem Ergebnis von 40,5 % der abgegebenen Stimmen sein. Danke für Euren Einsatz, Ahmet Öztemel, Dominic Kaiser und Holger Mücke.

Am Montag im Hauptausschuss ging es teilweise richtig zur Sache. Inhaltlich wurde teilweise hart gestritten, es wurden bei den meisten Vorlagen aber große Einigkeit hergestellt. Beim Thema „Prüfung von Böllerverbotszonen“ und der „Umbau der Walther-Bothe-Straße“ stimmten AfD, CDU und FDP/Piraten gemeinsam ab. Ein ungewohntes Bild, da sich die demokratischen Parteien bislang einig waren, dass die Stimmen der äußeren Rechten keinen Ausschlag bei Entscheidungen der Stadt Oranienburg haben sollen. Nun haben die drei Fraktionen keine Mehrheit im Hauptausschuss. Der SPD-Stadtverordnete Dirk Blettermann streute genau da Salz in die offene Wunde der CDU und der FDP/Piraten. In der SVV ist wieder alles offen. Vielleicht suchen die beiden Fraktionen doch den Schulterschluss mit den anderen demokratischen Fraktionen. Und gute Argumente können die Kraft des Kompromisses auch beflügeln.

Andernorts haben sich die Christdemokraten aus der Mitte verabschiedet. In Hennigsdorf stimmten fünf CDU-Stadtverordnete einem AfD-Antrag zu, der „Sicherheitspartnerschaften“ für die Stadt vorsieht. Bürgerinnen und Bürger sollen freiwillig patrouillieren, um „unangemessenes Verhalten“ festzustellen und so ein Sicherheitsgefühl zu stärken. Damit wurden an manchen Orten gute Erfahrungen gemacht, wenn es um ruhige Wohngebiete ging und die Initiative aus der Nachbarschaft kam – nicht von einer Partei. Denn die Schattenseite ist: Einfache Bürger dürften danach andere festhalten, ohne dass „unangemessenes Verhalten“ genauer definiert worden wäre. Das rassistische Weltbild der AfD öffne so der Willkür Tür und Tor, wie manche befürchten. Andere sprechen von „AfD-Patrouillen“ und fühlen sich an die vor gut 10 Jahren von der NPD errichteten „Schutz-Zonen“ erinnert. Gruselig, worauf sich CDU-Stadtverordnete hier eingelassen haben.

Eigentlich sagte CDU-Fritze Merz ursprünglich: „Wenn irgendjemand von uns die Hand hebt, um mit der AfD zusammenzuarbeiten, dann steht am nächsten Tag ein Parteiausschlussverfahren an.“ Und die Abgrenzung zur AfD hat beim Parteitag unmissverständlich bekräftigt.

Die SPD ist weiter auf dem Weg „in die neue Zeit“, zu einem neuen Grundsatzprogramm. Auf Antrag der Oberhaveler Jusos haben sich auch die Jusos Brandenburg auf den Weg gemacht, herauszufinden, wie sie sich das Brandenburg von 2040 vorstellen. Dadurch sollen langfristige Visionen gesteckt werden. Am Wochenende fand hierzu das erste Verbandswochenende der Jungsozialisten statt. Es ging um Finanzen & Wirtschaft, Klima & Umwelt, Gesundheit & Rente und Bildung. Dazu wurden Experten anderer Organisationen eingeladen und Ideen und Ergebnisse zusammengetragen, die nun weiterzuverfolgen sind. Aus Oberhavel waren die beiden Vorsitzenden dabei: Vivien Semrau und Gero Gewald.

Am Dienstag jährte sich der offene russische Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine bereits zum vierten Mal. Vier Jahre Krieg, Leid, Elend, die Verschleppung von Kindern und Tod, die die russische Armee in die Ukraine getragen haben. Nach der anfänglichen hohen Solidarität mit dem angegriffenen Land beginnen mittlerweile immer mehr den Lügen und Propaganda-Erzählungen der russischen Machthaber das Wort zu reden. Teil davon sind Troll-Armeen im Internet, die gezielt die Kreml-Narrative wiederholen, um den Zusammenhalt in westlichen Gesellschaften zu zerstören und so die Unterstützung der Ukraine zu unterminieren. Die falsche Annahme, innerhalb weniger Wochen die Ukraine eingenommen zu haben und stattdessen in einem jahrelangen Zermürbungskrieg geendet zu sein, in dem auch hunderttausende russischer Soldaten ihr Leben ließen, wird als große Tragödie in die Geschichte der russischen Föderation eingehen. Es liegt einzig in der Hand Putins, seine Truppen zurückzurufen und den Krieg zu beenden. Wir stehen fest an der Seite der Ukraine, ihren tapferen Kämpfern, die dem Aggressor seit vier Jahren nun offen die Stirn bieten. Slawa Ukrajini!

Aufatmen konnte am Mittwoch die SPD-Kreistagsfraktion: Nach monatelangen Beratungen wurde der Kreishauhalt beschlossen. Trotz nötiger Einsparungen ist der Haushalt 2026 ein Investitionshaushalt vor allem in Bildung. Ein Änderungsantrag von SPD, CDU, Bündnis90/Die Grünen/Tierschutz und BVB/Freie Wähler/LGU zum Haushaltsentwurf fand eine Mehrheit und sorgt dafür, dass die bisher an drei Schulen im Landkreis laufenden Lernwerkstätten weitergeführt werden können – zuvor standen sie auf einer Streichliste.  In Lernwerkstätten werden Schülerinnen und Schülern mit sozial schwierigem Hintergrund unterstützt. Davon profitieren auch Schülerinnen und Schüler der Jean-Clermont-Oberschule in Sachsenhausen.

Nicht vergessen: In der kommenden Woche kommt die Brandenburgische Frauenwoche nach Oranienburg! Unter dem Titel „Frauen: Macht Politik“ spricht der Oranienburger SPD-Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann mit Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Gleichstellungsbeauftragte Christiane Bonk, Landtagsabgeordnete Katja Poschmann und Kommunalpolitikerin Romy Segler. Sie sprechen über Herausforderungen und Chancen für Frauen in der Politik. Viele haben sich bereits angemeldet, daher wird um eine Anmeldung gebeten, um ausreichend Sitzmöglichkeiten bereitzustellen. Anmeldungen bitte an das Büro Björn Lüttmann: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de

Es grüßt herzlich Eure

Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 20.2.26

Am Montag feierte die TURM ErlebnisCity in Oranienburg das 24jährige Bestehen! Eine Erfolgsstory in Oranienburg. Bei einem kurzen Empfang wurden einigen Kolleginnen und Kollegen, die ein „rundes Jubiläum“ hatten, einen Blumenstrauß übergeben. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und der Aufsichtsratsvorsitzende der LEO-Gruppe Burkhard Wilde sprachen einige Grußworte. Auch der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann, sowie Werner Mundt und Christian Howe gehörten zu den Gästen. Am Rande wurde bekannt, dass die Turm ErlebnisCity bereits eine „5 Sterne-Anlage“ ist, eine Auszeichnung die es nur 5-mal in den neuen Bundesländern gibt. Herzlichen Glückwunsch!

Am letzten Samstag gab es einen winterlicher Info-Stand in Zehlendorf. Am 22. Februar wird ein neuer Ortsbeirat gewählt. Unser Team für Zehlendorf: Holger Mücke, Ahmet Öztemel und Dominic Kaiser. Deshalb haben auch Judith Brandt, Burkhard Wilde, Gero Gewald und Dirk Blettermann die drei am letzten Samstag tatkräftig unterstützt. Morgen, am Samstag, werden wieder die Zehlendorfer SPD-Kandidaten öffentlich ansprechbar sein. Wir sind um 11 Uhr vor Ort und freuen uns über Besuch!

In dieser Woche lief ebenfalls die erste Sitzungsrunde der städtischen Gremien weiter. Unter anderem wurde im Sozialausschuss beherzt über eine mögliche Übertragung der Jean-Clermont-Schule an den Landkreis diskutiert. Selbst ihr Schulleiter, Herr Franz, sprach in der Sitzung, um seine Bedenken vorzutragen. „Zum Glück fand unser Änderungsantrag eine Mehrheit, der das Bekenntnis zur Übertragung herausnahm und ein Gespräch zwischen allen Beteiligten aus Stadt, Landkreis und Schule vorsieht“, sagt SPD-Ausschussmitglied Gero Gewald. So wird der Weg für eine Entscheidungsfindung geebnet, von der niemand überrumpelt wird. Toll!
Am Folgetag trat der Ordnungs- und Feuerwehrausschuss zusammen. Es ging insbesondere um die langwierige Umsetzung der Feuerwachen Ost und Nord. Man merkte, dass einige -verständlicherweise – noch sehr dadurch verletzt waren, wie sehr das Thema in der Vergangenheit seitens der Stadtspitze schleifen gelassen wurde. Dies wurde auch zur Kritik an der derzeitigen Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder benutzt, die noch keine 50 Tage im Amt ist und an jenem Abend einen Paralleltermin hatte. Andere wussten es einzuordnen und betonten, wie wichtig der Bürgermeisterin das Thema Feuerwehr ist und dass sie es zur Chefsache erklärt. Aber auch das braucht Zeit und diese sollte ihr dafür auch gewährt werden.

„Ihr lasst euch ja nur zu den Wahlen blicken“, ist ein Vorwurf, der jeder demokratischen Partei dann und wann mal am Infostand vorgeworfen wird. Aufmerksame Kolumnenleser wissen: Das stimmt beim Oranienburger SPD-Ortsverein nicht: Stammtische, Veranstaltungen auch des SPD-Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann wie z.B. seine „Ansprech-Bar“, regelmäßige Rotkehlchen, Präsenz bei Veranstaltungen, das Bürgerbüro in der Bernauer Straße und nicht zuletzt unsere Kolumne widerlegen diese Behauptung. Und so könnt ihr den Ortsverein auch am kommenden Freitag (27.2.26) treffen: Ab 9:00 Uhr findet ihr die SPD mit einem Info-Stand auf dem Wochenmarkt in der Bernauer Straße am Boulevard. Die Oranienburger Sozis freuen sich auf euch, eure Fragen und eure Anliegen!

Am Mittwoch kam die SPD-Kreistagsfraktion zu ihrer Beratung zusammen. Mit am Tisch: die Kreistagsabgeordneten Dirk Blettermann und Judith Brandt. Ihr Oranienburger Kollege Matthias Hennig war zeitgleich in einer Aufsichtsratssitzung gebunden. Hauptthema war der Kreishaushalt: Gemeinsam mit anderen Fraktionen haben die Sozialdemokraten einen Änderungsantrag zum Haushalt eingebracht. Ziel ist es, die Lernwerkstätten im Landkreis zu erhalten – unter anderem an der Jean-Clermont-Oberschule in Oranienburg. Ein Angebot, das gerade jenen Kindern zugutekommt, die es im Alltag nicht immer leicht haben und besondere Unterstützung brauchen. Eine Herzensangelegenheit für die Sozis!

Unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann war am Donnerstag an der Jean-Clermont-Oberschule zu Gast. Das neue Bildungsangebot des Landtages „Der Landtag geht zur Schule“ hatte dort Premiere. Fazit: Die Schülerinnen und Schüler waren inhaltlich super vorbereitet und haben die anwesenden Landtagsabgeordneten mit Fragen gelöchert.

Am Donnerstag hat die Oranienburger SPD-Vorsitzende, Marei John-Ohnesorg, zur Mitgliederversammlung in den TURM eingeladen. Sehr spannend war der Beitrag von Björn Lüttmann, Fraktionsvorsitzender, der von den Koalitionsgesprächen im Land mit der CDU berichtete. Es läuft offensichtlich. Am 14. März 2026 ist der SPD-Parteitag, dann werden wir über die Details berichten können. Bei der anschließenden politischen Debatte über Aktuelles aus Stadt, Land und Bund wurde ein großer Bogen von Gesundheitsthemen über Chatbots bis zur Weltlage gespannt.

Es ging um die SPD-Vorschläge, bei der Finanzierung des Gesundheitssystems auch Kapitalerträge und Mieteinnahmen einzubeziehen (Fazit: Zustimmung). Eine lange Debatte hatten wir über die sogenannten Leerfahrten, die dem Landkreis Sorge bereiten. Die Finanzierung muss neu geklärt werden, wenn der Rettungswagen ohne echte Not und eine Einlieferung ins Krankenhaus erfolgt. Helfen könnte eine Werbekampagne für die 116 117, für den ärztlichen Bereitschaftsdienst, helfen. Der dann aber natürlich auch erreichbar und besetzt sein muss. Und, sehr erfreulich: Wir durften wieder ein neues Mitglied begrüßen. Wir freuen uns!

Wir wünschen wie immer ein tolles Wochenende mit hoffnungsvoll milderen Temperaturen.

Herzlichst

Euer Henri von Oranienburg

 


Nachruf | 18.2.26

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unseren langjährigen Mitgliedern Angret und Dr. Ernst Stransky, die kurz nacheinander verstorben sind – Ernst im Alter von 90 Jahren im Januar, Angret vor wenigen Tagen im Alter von 88 Jahren. Mit ihnen verliert die SPD Oranienburg zwei Persönlichkeiten, die über viele Jahre hinweg das kommunalpolitische Leben unserer Stadt und unseres Landkreises maßgeblich geprägt haben.

Seit 1973 war Oranienburg ihre Heimat. Sie haben miterlebt, wie sich unsere Stadt von einem stark belasteten Industriestandort mit Kriegsschäden und den Einschränkungen der DDR-Zeit zu einer liebenswerten, lebendigen Stadt entwickelte – mit dem Schlosspark, der Orangerie, dem Tierpark und vielen anderen Orten, die heute selbstverständlich zu Oranienburg gehören. Diese Entwicklung haben sie nicht nur beobachtet, sondern aktiv mitgestaltet.

Angret und Ernst waren nicht nur engagierte Kommunalpolitiker – sie waren überzeugte Demokraten.

Angret Stransky trat im September 1990 in die SPD ein – aus dem Wunsch heraus, Verantwortung zu übernehmen und Demokratie vor Ort mit Leben zu füllen. 1993 wurde sie in die  Stadtverordnetenversammlung und in den Kreistag gewählt. Bereits ein Jahr später übernahm sie den Vorsitz der SPD-Fraktion, 1996 wurde sie Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Oranienburg – ein Amt, das sie bis 2003 mit großem Engagement und beeindruckender Souveränität ausübte.

Ihr Grundsatz war stets Neutralität, Sachlichkeit und die Unabhängigkeit von parteipolitischen Querelen. Auch in kontroversen Debatten achtete sie auf einen respektvollen Umgang. Sie repräsentierte unsere Stadt würdevoll bei den Partnerstädten in Hamm, Vught, Melnik und Bagnolet und erlebte 1999 anlässlich der Eröffnung der Oranje-Ausstellung im renovierten Barockschloss Oranienburg einen besonderen Moment, als sie die niederländische Königin begrüßen durfte. Der Erhalt und Ausbau der Orangerie war ihr ein persönliches Anliegen – heute ist sie ein fester Bestandteil unseres Stadtbildes.

Über ihre politische Arbeit sagte sie einmal: „Diese politische Tätigkeit habe ich nie als Belastung und Pflicht, sondern als außergewöhnliche Bereicherung meines Lebens betrachtet.“
Dieser Satz beschreibt ihr Wirken treffend.

Auch Ernst Stransky stellte sein Engagement ganz in den Dienst der Menschen in unserer Region. Von 1998 bis 2003 war er Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses im Kreistag Oberhavel. Bildung und Jugend lagen ihm besonders am Herzen – nicht zuletzt durch seine frühere Tätigkeit als Dezernent der Stadt Oranienburg, in der er unter anderem für die Schulen verantwortlich war.

Als die Auflösung des Runge-Gymnasiums beschlossen werden sollte, stellte er sich – aus Überzeugung und im Interesse der Schülerinnen und Schüler – gegen dieses Vorhaben. Um unabhängig handeln zu können, verließ er sogar seine Fraktion und nahm persönliche Anfeindungen in Kauf. Sein Einsatz zeigte Wirkung: Der Antrag wurde zunächst zurückgezogen. Dieser Schritt zeugt von großem Mut, Standhaftigkeit und einem tiefen Verantwortungsbewusstsein.

Beide verband die Erfahrung der Nachkriegszeit – Jahre des Mangels, des Hungers und der Entbehrung. Bildung bedeutete für sie Hoffnung auf ein besseres Leben. Vielleicht erklärt gerade das ihren unermüdlichen Einsatz für Schulen, Kitas und kommunale Einrichtungen. Ihr politisches Credo war klar: Die Infrastruktur unserer Stadt muss mit dem Wachstum Schritt halten, damit Oranienburg lebenswert bleibt – für alle Generationen.

Angret und Ernst Stransky standen für eine politische Kultur des Respekts, der Sachlichkeit und des persönlichen Gesprächs. Sie waren überzeugt, dass Demokratie vom Mitmachen lebt – und dass insbesondere junge Menschen ihren Platz in der Kommunalpolitik finden müssen.

Wir verlieren mit ihnen zwei aufrechte Sozialdemokraten, die die SPD und unsere Stadt über Jahrzehnte geprägt haben. Ihr Wirken bleibt sichtbar – in Projekten, Entscheidungen und in der Haltung, mit der sie Politik verstanden: als Dienst am Gemeinwohl.

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihnen nahestanden.
Wir werden Angret und Ernst Stransky ein ehrendes Andenken bewahren.


Wöchentliche Kolumne | 13.2.26

Falls Sie es noch nicht bemerkt haben: Heute ist Freitag der Dreizehnte! Aber keine Panik, statistisch gesehen kommt es an diesen Tagen nicht zu mehr Unfällen oder anderen Unglücken. Die Angst vor Freitagen, die auf einen 13. fallen, trägt übrigens den klangvollen Namen Paraskavedekatriaphobie. Eine deutlich näherliegende Sorge dürfte in den vergangenen Wochen viele Oranienburgerinnen und Oranienburger umgetrieben haben: die Pagophobie – die Angst vor Eis, Frost und der Gefahr, bei Glätte auszurutschen. Aber nun sind die Eismassen den Temperaturen über 0 °C weitestgehend gewichen. Eine weitere Angst vorerst gebannt!

Unbeeindruckt von dieser winterlichen Phobie kam am Montagabend der Vorstand der SPD Oranienburg zusammen. Einmal durchgezählt: Alle da! Auf der Tagesordnung stand die Wahl zum Ortsbeirat Zehlendorf am 22. Februar, die inhaltliche Planung kommender Mitgliederversammlungen und auch möglicher Aktionen. Marei John-Ohnesorg, Vorsitzende der SPD Oranienburg, hat eingeladen, Yvonne Lehmann gewohnt souverän moderiert. Parteiarbeit zeigt sich dabei einmal mehr als das, was sie oft ist: engagierte und notwendige Grundlagenarbeit.

Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist angetreten mit dem Versprechen, ansprechbar und sichtbar zu sein. Regelmäßig gewährt sie über Social Media Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Neu ist auch, dass sie wöchentlich Presseinformation dazu verschickt, welche Termine im Laufe der Woche anfallen und wo sie unterwegs ist. Ihr Amtsvorgänger kannte so etwas nicht. Es sind oft die kleinen Dinge, die einen Unterschied machen, aber einen sichtbaren!

Einer dieser Termine fand am Mittwoch im Louise-Henriette-Gymnasium statt. Die Stadt hat zum Jugendforum eingeladen und über 150 Schülerinnen und Schülern folgten der Einladung. Sie konnten sich in verschiedenen Workshops einbringen. Von Beteiligung mit LEGO-Blöcken über Überlegungen zur Gestaltung des Schlossparks bis zu praktischen Demokratie- und Argumentationstrainings war für jede und jeden etwas dabei. Auch viele Stadtverordnete nutzten die Möglichkeit, mit den  jungen Menschen  zu ihren Wünschen für unsere Stadt  ins Gespräch zu kommen. Von der SPD waren Fraktionschef Matthias Hennig und Sozialausschuss-Mitglied Gero Gewald dabei. In ihrer Begrüßungsrede betonte Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder die Relevanz der Jugendbeteiligung und dass sie und die politischen Vertreter der Stadt gern Ansprechpartner für die jungen Menschen sind. Sehr gut!

Jetzt ist die Stadtpolitik wieder am Zug: Die erste Sitzungsfolge startet und alle Ausschüsse tagen. In diesen werden u.a. Satzungsänderungen besprochen, die im Vorfeld bereits zu Diskussionen in den facebook-Kommentarspalten gesorgt haben: Hundesteuer, Zweitwohnsitzsteuer, Kita- und Schulessenbeitragssatzung und einiges mehr. Im Bauausschuss steht das Stadtentwicklungskonzept auf der Tagesordnung und vieles mehr.

Im Werksausschuss am Mittwochabend ging es zum Beispiel um die Hundesteuer. Der Ausschuss empfiehlt eine Erhöhung des derzeitigen Jahressatzes von 50 Euro auf 84 Euro. Dem voraus ging eine Debatte, in der einige Stadtverordnete sich dazu bekannten, zwei Herzen in der Brust zu haben, aber mit Blick auf die Gesamtverantwortung für die Stadt diesen Schritt mitzugehen. Ein Änderungsantrag der CDU bei bestimmten Abständen zu anderen Wohngebäuden eine Ermäßigung für „Wachhunde“ zuzulassen, wurde als unpraktikabel und bürokratielastig kritisiert und mehrheitlich nicht empfohlen. Ebenso empfahl der Ausschuss eine Anhebung der Zweitwohnsitzsteuer. Auch hier zeigte sich, wer bereit dazu ist, Verantwortung zu übernehmen und wer sich nur hinter populistischen Parolen versteckt. Leider erwartbar. Aber die Bürgermeisterin nahm sich die Zeit, der Sitzung beizuwohnen und die Debatten zu begleiten. Ein wichtiger Ausdruck des Interesses und der Wertschätzung!

Am Samstag fand im Willy-Brandt-Haus, der SPD Parteizentrale, der Startschuss für das neue SPD-Grundsatzprogramm statt. Wilhelm Liebknecht, einer der  SPD-Gründerväter, schrieb bereits 1869: „Weil wir die Untrennbarkeit der Demokratie und des Sozialismus begriffen haben, nennen wir uns Sozialdemokraten.“ Seitdem musste die Idee der „Sozialdemokratie“ immer wieder auf neue Herausforderungen und Fragen angewendet werden, welche sich in den angesprochenen Grundsatzprogrammen niedergeschrieben fanden. Das derzeitige „Hamburger Programm“ ist aus dem Jahr 2007 – also einer Zeit vor der Finanzkrise, großen Fluchtbewegungen nach Europa, dem Erstarken des Rechtsextremismus, der Covid-19-Pandemie, den Fridays-for-Future-Demonstrationen, eines US-Präsidenten Trump und des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine. Höchste Zeit also für ein Update! Wer auch einen Sozialdemokraten in seinem Herzen schlagen hört, hat nun die beste Möglichkeit dazu, in die Partei einzutreten und die Ausrichtung der SPD aktiv mitzugestalten: Jetzt Mitglied werden! Bei der Auftaktveranstaltung waren Yvonne Lehmann und Marei John-Ohnesorg aus unserem Ortsverein dabei.

Im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche plant traditionell auch unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann eine Veranstaltung. In der JUPP-Bar im Oranienwerk empfängt er hochkarätige Gäste: Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, die städtische Gleichstellungsbeauftragte Christiane Bonk, die Landtagsabgeordnete Katja Poschmann und die Co-Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Romy Segler. Unter dem Titel „Frauen, macht Politik!“ werden sie über Erfahrungen, Hürden und Chancen von Frauen in der Politik sprechen. Es soll aber nicht nur diskutiert, sondern auch ordentlich gefeiert werden. Für rockige Stimmung sorgt die Oranienburger-Band L.A.R.S. Die Veranstaltung findet am 4. März 2026 um 17 Uhr in der JUPP-Bar statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig, erleichtert jedoch die Planung (E-Mail: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de | Tel.: 03301-3978890)

Und wo wir gerade beim Landtag sind: Kennen Sie politisch interessierte Jugendliche? Im Landtag findet vom 24. – 26. April 2026 das erste parlamentarische Jugendforum statt.  Wer Lust hat, hinter die Kulissen des Politikbetriebs zu schauen, ist hier genau richtig. Bis zum 27. Februar 2026 können sich junge Menschen von 14-21 Jahren noch bewerben. Neben Diskussionsrunden stehen auch Treffen mit Landtagsabgeordneten auf dem Programm. Genauere Informationen finden Sie hier: Parlamentarisches Jugendforum

Herzliche Grüße

Eure Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 6.2.26

Letztes Wochenende machte das Traumschüff Theater mit dem Stück „Schankwirtschaft“ zum vorerst letzten Mal Halt, nämlich im Oranienburger Ortsteil Lehnitz. Und wieder volles Haus und super Stimmung. Auch viele Sozis konnte man im Kulturhaus erblicken, darunter Marei John-Ohnesorg, Gero Gewald, Ortsvorsteher Matthias Hennig, Ortsbeirätin Yvonne Lehmann und den Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann.

In dieser Woche gaben sich zahlreiche Kommunalpolitiker im Oranienburger Schloss die Klinke in die Hand. Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) empfing die Fraktionsvorsitzenden von den Freien Wählern, Antje Wendt, den Bündnisgrünen, Susanne Zamecki, der Piraten/FDP-Fraktion, Thomas Ney und der SPD, Matthias Hennig. Den Schluss bildete der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD). Wie man hört, haben beide über eine Stunde intensiv die Lokalpolitik und die Pläne der „Neuen“ besprochen.

Politik lebt von Kontakten – und Oranienburg ist dabei bestens vernetzt. Deshalb trafen sich in dieser Woche auch Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und der Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann (SPD), um ihre Zusammenarbeit weiter zu schärfen. Kurze Wege statt langer Warteschleifen, ein Griff zum Telefon statt umständlicher Anträge: Genau das ist ein echter Standortvorteil, den parteilose Mandatsträger kaum ersetzen können. Mit Jennifer Collin-Feeder im Schloss, Björn Lüttmann als SPD-Fraktionschef im Landtag, Alexander Tönnies als SPD-Landrat und Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke (SPD) an der Spitze des Landes hat Oranienburg beste Karten, wenn es darum geht, kommunale Anliegen zu platzieren.

Am Dienstag kam die SPD-Fraktion der Stadt zusammen, um die Ausschüsse der Stadt in der kommenden Woche zu besprechen. Viele Beschlussvorlagen der Verwaltung, aber auch einige Anträge stehen auf den Tagesordnungen. Matthias Hennig, der Fraktionschef, führte flott durch die Punkte. Zum Schluss überreichte er der anwesenden Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder noch ein Stück selbstgebackenen Apfelkuchen. Diese verriet später, dass sie bei Kuchen und anderen süßen Leckereien nicht „Nein“ sagen kann. Guten Appetit.

Im Bundestag ging es wieder heiß her. Die AfD hat einen Antrag eingebracht, der u.a. sämtliche Erbschaftsteuern streichen sollte. Dabei sagen über 60% der Deutschen, dass Mehrere-Millionen-Euro-Erbschaften stärker besteuert werden sollten. Wieder macht sich die verklärte „Partei der kleinen Leute“ zum Steigbügelhalter für all jene, die hohe Vermögen angehäuft haben. Dann doch lieber der SPD-Vorschlag: Hohe Freibeträge, um kleinen und mittleren Vermögen zu schützen, steuerfreies selbst genutztes Eigenheim für „Omas Häuschen“ und 5 Mio. € Freibetrag für Unternehmensvermögen. So geht Soziale Politik für Dich, statt Vermögenskonzentrationen weiter zu zementieren!

Rutscht nicht aus, bleibt gesund und habt ein schönes Wochenende,

Euer Henri von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 6.3.26

Am letzten Samstag fand die Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Oranienburger Feuerwehr statt. Zuerst standen einige Berichte auf dem Programm. Dann wurde der „Leiterin des Brandschutzes“ Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) das Wort erteilt. Schon allein dieser Auftritt der neuen Bürgermeisterin wurde von einigen nachfolgenden Rednern positiv erwähnt. Der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD), Vertreter der Kreis- und Landesfeuerwehr, sowie die Stadtverordneten Nicole Walter-Mundt (CDU) und Susanne Zamecki (Grüne) gehörten ebenfalls zu den Rednern. Anschließend standen Ehrungen (nach bestandenen Prüfungen und langjährigen Mitgliedschaften) und viele Gespräche auf der Tagesordnung. Ein rührender Höhepunkt waren die Worte von Feuerwehrmann Alexander Kurb, der vom Gesundheitszustand seines Bruders Antonio und der Dankbarkeit der gesamten Familie für die Hilfe und Solidarität berichtete, die die Familie seit der schweren Erkrankung des jungen Mannes seit Monaten erfährt. Bewegend, wenn der gesamte Saal aufsteht und langanhaltend Beifall spendet.

Auch die MAZ berichtete über die Familie Kurb: Antonio ist aus seinem Koma wieder aufgewacht! Die Familie bedankt sich herzlich für viel Unterstützung. Auch wir hoffen gemeinsam mit der Familie. dass Antonio wieder ganz gesund wird!

Am Mittwoch war es so weit: Die Landeschefs von SPD und CDU, Dietmar Woidke und Jan Redmann, haben mit den Generalsekretären ihrer Parteien den ausgehandelten Koalitionsvertrag vorgestellt. Dieser besticht mit seiner Kürze: Auf „nur“ 39 Seiten hält er die groben Linien für die Zukunft des Landes Brandenburgs fest. Er soll ein flexibler Vertrag sein, der jährlich überprüft und aktualisiert werden soll. Damit wird er einer krisenhaften Zeit gerecht. Zeitgleich nennt er konkrete Meilensteine, an denen sich der Erfolg der Regierung immer wieder messen lassen kann. Jetzt steht auch die Verteilung der Ministerien fest, wobei es teils große Überraschungen gibt: Die SPD sichert sich neben der Staatskanzlei das starke Finanzministerium und das Super-Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Asyl und Integration, für das Minister René Wilke zuständig sein wird. Dafür werden das Innenministerium und das Bildungsministerium durch die CDU geführt. Das klingt nach respektvollen Verhandlungen, bei denen beide Parteien erforderliche Zugeständnisse machten. Den Entwurf des Koalitionsvertrags finden Sie hier: Link Koalitionsvertrag .

Der SPD-Fraktionschef im Landtag und Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann zeigte sich zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis. Denn auch Oranienburg und die Region Oberhavel profitieren – zum Beispiel durch folgende Vorhaben: Die „Kompetenzregion Oranienburg bei der Kampfmitteluche“ wird umgesetzt, der Bau des neuen Besucherzentrums von Museum und Gedenkstätte Sachsenhausen wird gefördert und das Erfolgsprojekt „Pakt für Pflege“, das in Oranienburg beim Märkischen Sozialverein angesiedelt ist, wird fest im Landespflegegesetz verankert.

Auch Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist weiter aktiv und berichtet über ihre Social-Media-Kanäle von ihrer Arbeit. Diese Woche auf dem Programm: Treffen mit den Ortsvorstehern, Besuch der Friedrich-Wolf-Grundschule, Lehnitzer Karneval, Ausschusssitzungen, Feuerwehr … . So vielfältig ist die Palette, und sie ist weiterhin engagiert am Ball. Am vergangenen langen Dienstag überraschte der Lehnitzer Ortsvorsteher und SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Hennig sie mit selbstgebackenem Apfelkuchen – mit echten Brandenburger Äpfeln! Wertschätzung geht eben auch durch den Magen.

Für etwas Überraschung sorgte der SPD Ortsverein am vergangenen Freitag: Mit einem Info-Stand war er nahe der Bushaltestelle Bernauer Straße aktiv. Einige nutzten die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen und verschiedene Anliegen insbesondere zu Toiletten im öffentlichen Raum anzusprechen. Viele haben sich sehr darüber gefreut, sich auch außerhalb der Wahlkämpfe mit politischen Vertretern auszutauschen – obwohl das für die Oranienburger Sozis sowieso selbstverständlich ist. Ein Konzept, das der Ortsverein in den kommenden Monaten häufiger anbieten möchte! Natürlich ist er auch jederzeit per Mail und Social-Media erreichbar, aber das direkte Gespräch wird doch von einigen noch immer bevorzugt.

Manchmal traut man seinen Augen nicht. Oranienburgs SPD ist auf den sozialen Medien ständig präsent. Die Oranienburger Kolumne, Einladungen zu Veranstaltungen oder auch Informationen über Wahlergebnisse (wie vor kurzem aus dem Ortsteil Zehlendorf) finden ein immer breiteres Publikum. Ein Beitrag wurde sogar 25.000-mal aufgerufen. Ein Erfolg, den wir gerne auch mal veröffentlichen, so SPD-Ortsvereinsvorsitzende Marei John-Ohnesorg.

Die Oranienburger CDU-Fraktion musste in der vergangenen Woche einiges an Kritik einstecken. Der Oranienburger Generalanzeiger spricht unter anderem von einem „Dauerstreit mit der Verwaltung“, davon, die CDU verhindere zügiges Arbeiten und bremse Projekte aus, und stellt sogar die Frage, ob sie die Verwaltung zu sehr von ihrer eigentlichen Arbeit abhalte. Nun muss man nicht jede dieser Zuspitzungen uneingeschränkt teilen. Die angeführten Beispiele geben dennoch Anlass zur Diskussion: wiederholte Änderungswünsche an einem Bebauungsplan, ein bewusstes Hineinwirken in laufende Verwaltungsprozesse durch zahlreiche Nachfragen – und weitere Punkte, die das Spannungsfeld zwischen Politik und Verwaltung sichtbar machen.

Gleichzeitig gehört es selbstverständlich zu den Kernaufgaben von Stadtverordneten und Fraktionen, kritisch nachzufragen und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Kontrolle und Mitgestaltung sind schließlich wesentliche Elemente kommunalpolitischer Arbeit. Fest steht auch: Oranienburgs neue Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder kennt ihre Zuständigkeiten und verteidigt die Hoheit über die Aufgaben der Verwaltung mit Nachdruck. Sie scheut die Auseinandersetzung nicht – und ist bereit, Debatten offen zu führen. Zu hoffen bleibt, dass sich alle Beteiligten der Außenwirkung ihres Handelns bewusst sind und in einen verantwortungsvollen, konstruktiven Arbeitsmodus finden. Am Montag tagt die Stadtverordnetenversammlung – und wir freuen uns über alle, die die Sitzung live oder vor Ort verfolgen.

Nicht vergessen: Am Sonntag ist Frauentag! Im Vorfeld dessen hatte unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann am Mittwoch traditionell zu einer Gesprächsrunde im Rahmen der Brandenburger Frauenwochen eingeladen: „Frauen, Macht Politik!“. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Kommunalpolitikerin Romy Segler und Landtagsabgeordnete Katja Poschmann sprachen über Chancen und Hürden von Frauen in der Politik. Es entstanden interessante Gespräche mit über 50 Gästen im Publikum, die der Einladung gefolgt sind. Für die feierliche Stimmung sorgte die Oranienburger Band L.A.R.S. Vielen Dank für diesen tollen Abend!

Am Donnerstag Abend fand in Hohen Neuendorf die regionale Auftaktveranstaltung zu den Brandenburgischen Frauenwochen 2026 statt. Die Gleichstellungsbeauftragten haben einen Interviewband präsentiert: „Frauen sprechen Klartext“. Sehr beeindruckend. Hier ist aus den Interviews ein Buch entstanden. Die Themen reichen von Sorgearbeit und Vereinbarkeit über Pflege bis zu politischem Engagement und biografischen Brüchen. Sehr spannend. Marei John-Ohnesorg war dabei im sehr gut besuchten Rathaussaal. Hoffentlich lassen sich viele neu motivieren, sich selbst politisch zu engagieren!

Ein frühlingshaftes Wochenende wünscht herzlich

Euer Henri von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 27.2.26

Die Rechnung ging am letzten Sonntag für das frühere Ortsbeiratsmitglied und AfD-Stadtverordneten Jörg Thomas nicht auf. Im Oktober provozierte er mit seinem Rücktritt aus dem Zehlendorfer Ortsbeirat eine Neuwahl. Am Sonntag entschied sich die Zehlendorfer Bürgerschaft für einen Neuanfang mit Holger Mücke (SPD), der die meisten Stimmen auf sich vereinigte. Danach folgte der Vertreter der Freien Wähler, Andreas Zenser und ein Vertreter der AfD, Thomas Eichstätt. Wer von den dreien Ortsvorsteher wird, entscheidet sich im März, da findet die nächste ordentliche Sitzung statt. Auf jeden Fall kann die Oranienburger/Zehlendorfer SPD zufrieden mit dem Ergebnis von 40,5 % der abgegebenen Stimmen sein. Danke für Euren Einsatz, Ahmet Öztemel, Dominic Kaiser und Holger Mücke.

Am Montag im Hauptausschuss ging es teilweise richtig zur Sache. Inhaltlich wurde teilweise hart gestritten, es wurden bei den meisten Vorlagen aber große Einigkeit hergestellt. Beim Thema „Prüfung von Böllerverbotszonen“ und der „Umbau der Walther-Bothe-Straße“ stimmten AfD, CDU und FDP/Piraten gemeinsam ab. Ein ungewohntes Bild, da sich die demokratischen Parteien bislang einig waren, dass die Stimmen der äußeren Rechten keinen Ausschlag bei Entscheidungen der Stadt Oranienburg haben sollen. Nun haben die drei Fraktionen keine Mehrheit im Hauptausschuss. Der SPD-Stadtverordnete Dirk Blettermann streute genau da Salz in die offene Wunde der CDU und der FDP/Piraten. In der SVV ist wieder alles offen. Vielleicht suchen die beiden Fraktionen doch den Schulterschluss mit den anderen demokratischen Fraktionen. Und gute Argumente können die Kraft des Kompromisses auch beflügeln.

Andernorts haben sich die Christdemokraten aus der Mitte verabschiedet. In Hennigsdorf stimmten fünf CDU-Stadtverordnete einem AfD-Antrag zu, der „Sicherheitspartnerschaften“ für die Stadt vorsieht. Bürgerinnen und Bürger sollen freiwillig patrouillieren, um „unangemessenes Verhalten“ festzustellen und so ein Sicherheitsgefühl zu stärken. Damit wurden an manchen Orten gute Erfahrungen gemacht, wenn es um ruhige Wohngebiete ging und die Initiative aus der Nachbarschaft kam – nicht von einer Partei. Denn die Schattenseite ist: Einfache Bürger dürften danach andere festhalten, ohne dass „unangemessenes Verhalten“ genauer definiert worden wäre. Das rassistische Weltbild der AfD öffne so der Willkür Tür und Tor, wie manche befürchten. Andere sprechen von „AfD-Patrouillen“ und fühlen sich an die vor gut 10 Jahren von der NPD errichteten „Schutz-Zonen“ erinnert. Gruselig, worauf sich CDU-Stadtverordnete hier eingelassen haben.

Eigentlich sagte CDU-Fritze Merz ursprünglich: „Wenn irgendjemand von uns die Hand hebt, um mit der AfD zusammenzuarbeiten, dann steht am nächsten Tag ein Parteiausschlussverfahren an.“ Und die Abgrenzung zur AfD hat beim Parteitag unmissverständlich bekräftigt.

Die SPD ist weiter auf dem Weg „in die neue Zeit“, zu einem neuen Grundsatzprogramm. Auf Antrag der Oberhaveler Jusos haben sich auch die Jusos Brandenburg auf den Weg gemacht, herauszufinden, wie sie sich das Brandenburg von 2040 vorstellen. Dadurch sollen langfristige Visionen gesteckt werden. Am Wochenende fand hierzu das erste Verbandswochenende der Jungsozialisten statt. Es ging um Finanzen & Wirtschaft, Klima & Umwelt, Gesundheit & Rente und Bildung. Dazu wurden Experten anderer Organisationen eingeladen und Ideen und Ergebnisse zusammengetragen, die nun weiterzuverfolgen sind. Aus Oberhavel waren die beiden Vorsitzenden dabei: Vivien Semrau und Gero Gewald.

Am Dienstag jährte sich der offene russische Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine bereits zum vierten Mal. Vier Jahre Krieg, Leid, Elend, die Verschleppung von Kindern und Tod, die die russische Armee in die Ukraine getragen haben. Nach der anfänglichen hohen Solidarität mit dem angegriffenen Land beginnen mittlerweile immer mehr den Lügen und Propaganda-Erzählungen der russischen Machthaber das Wort zu reden. Teil davon sind Troll-Armeen im Internet, die gezielt die Kreml-Narrative wiederholen, um den Zusammenhalt in westlichen Gesellschaften zu zerstören und so die Unterstützung der Ukraine zu unterminieren. Die falsche Annahme, innerhalb weniger Wochen die Ukraine eingenommen zu haben und stattdessen in einem jahrelangen Zermürbungskrieg geendet zu sein, in dem auch hunderttausende russischer Soldaten ihr Leben ließen, wird als große Tragödie in die Geschichte der russischen Föderation eingehen. Es liegt einzig in der Hand Putins, seine Truppen zurückzurufen und den Krieg zu beenden. Wir stehen fest an der Seite der Ukraine, ihren tapferen Kämpfern, die dem Aggressor seit vier Jahren nun offen die Stirn bieten. Slawa Ukrajini!

Aufatmen konnte am Mittwoch die SPD-Kreistagsfraktion: Nach monatelangen Beratungen wurde der Kreishauhalt beschlossen. Trotz nötiger Einsparungen ist der Haushalt 2026 ein Investitionshaushalt vor allem in Bildung. Ein Änderungsantrag von SPD, CDU, Bündnis90/Die Grünen/Tierschutz und BVB/Freie Wähler/LGU zum Haushaltsentwurf fand eine Mehrheit und sorgt dafür, dass die bisher an drei Schulen im Landkreis laufenden Lernwerkstätten weitergeführt werden können – zuvor standen sie auf einer Streichliste.  In Lernwerkstätten werden Schülerinnen und Schülern mit sozial schwierigem Hintergrund unterstützt. Davon profitieren auch Schülerinnen und Schüler der Jean-Clermont-Oberschule in Sachsenhausen.

Nicht vergessen: In der kommenden Woche kommt die Brandenburgische Frauenwoche nach Oranienburg! Unter dem Titel „Frauen: Macht Politik“ spricht der Oranienburger SPD-Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann mit Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Gleichstellungsbeauftragte Christiane Bonk, Landtagsabgeordnete Katja Poschmann und Kommunalpolitikerin Romy Segler. Sie sprechen über Herausforderungen und Chancen für Frauen in der Politik. Viele haben sich bereits angemeldet, daher wird um eine Anmeldung gebeten, um ausreichend Sitzmöglichkeiten bereitzustellen. Anmeldungen bitte an das Büro Björn Lüttmann: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de

Es grüßt herzlich Eure

Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 20.2.26

Am Montag feierte die TURM ErlebnisCity in Oranienburg das 24jährige Bestehen! Eine Erfolgsstory in Oranienburg. Bei einem kurzen Empfang wurden einigen Kolleginnen und Kollegen, die ein „rundes Jubiläum“ hatten, einen Blumenstrauß übergeben. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und der Aufsichtsratsvorsitzende der LEO-Gruppe Burkhard Wilde sprachen einige Grußworte. Auch der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann, sowie Werner Mundt und Christian Howe gehörten zu den Gästen. Am Rande wurde bekannt, dass die Turm ErlebnisCity bereits eine „5 Sterne-Anlage“ ist, eine Auszeichnung die es nur 5-mal in den neuen Bundesländern gibt. Herzlichen Glückwunsch!

Am letzten Samstag gab es einen winterlicher Info-Stand in Zehlendorf. Am 22. Februar wird ein neuer Ortsbeirat gewählt. Unser Team für Zehlendorf: Holger Mücke, Ahmet Öztemel und Dominic Kaiser. Deshalb haben auch Judith Brandt, Burkhard Wilde, Gero Gewald und Dirk Blettermann die drei am letzten Samstag tatkräftig unterstützt. Morgen, am Samstag, werden wieder die Zehlendorfer SPD-Kandidaten öffentlich ansprechbar sein. Wir sind um 11 Uhr vor Ort und freuen uns über Besuch!

In dieser Woche lief ebenfalls die erste Sitzungsrunde der städtischen Gremien weiter. Unter anderem wurde im Sozialausschuss beherzt über eine mögliche Übertragung der Jean-Clermont-Schule an den Landkreis diskutiert. Selbst ihr Schulleiter, Herr Franz, sprach in der Sitzung, um seine Bedenken vorzutragen. „Zum Glück fand unser Änderungsantrag eine Mehrheit, der das Bekenntnis zur Übertragung herausnahm und ein Gespräch zwischen allen Beteiligten aus Stadt, Landkreis und Schule vorsieht“, sagt SPD-Ausschussmitglied Gero Gewald. So wird der Weg für eine Entscheidungsfindung geebnet, von der niemand überrumpelt wird. Toll!
Am Folgetag trat der Ordnungs- und Feuerwehrausschuss zusammen. Es ging insbesondere um die langwierige Umsetzung der Feuerwachen Ost und Nord. Man merkte, dass einige -verständlicherweise – noch sehr dadurch verletzt waren, wie sehr das Thema in der Vergangenheit seitens der Stadtspitze schleifen gelassen wurde. Dies wurde auch zur Kritik an der derzeitigen Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder benutzt, die noch keine 50 Tage im Amt ist und an jenem Abend einen Paralleltermin hatte. Andere wussten es einzuordnen und betonten, wie wichtig der Bürgermeisterin das Thema Feuerwehr ist und dass sie es zur Chefsache erklärt. Aber auch das braucht Zeit und diese sollte ihr dafür auch gewährt werden.

„Ihr lasst euch ja nur zu den Wahlen blicken“, ist ein Vorwurf, der jeder demokratischen Partei dann und wann mal am Infostand vorgeworfen wird. Aufmerksame Kolumnenleser wissen: Das stimmt beim Oranienburger SPD-Ortsverein nicht: Stammtische, Veranstaltungen auch des SPD-Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann wie z.B. seine „Ansprech-Bar“, regelmäßige Rotkehlchen, Präsenz bei Veranstaltungen, das Bürgerbüro in der Bernauer Straße und nicht zuletzt unsere Kolumne widerlegen diese Behauptung. Und so könnt ihr den Ortsverein auch am kommenden Freitag (27.2.26) treffen: Ab 9:00 Uhr findet ihr die SPD mit einem Info-Stand auf dem Wochenmarkt in der Bernauer Straße am Boulevard. Die Oranienburger Sozis freuen sich auf euch, eure Fragen und eure Anliegen!

Am Mittwoch kam die SPD-Kreistagsfraktion zu ihrer Beratung zusammen. Mit am Tisch: die Kreistagsabgeordneten Dirk Blettermann und Judith Brandt. Ihr Oranienburger Kollege Matthias Hennig war zeitgleich in einer Aufsichtsratssitzung gebunden. Hauptthema war der Kreishaushalt: Gemeinsam mit anderen Fraktionen haben die Sozialdemokraten einen Änderungsantrag zum Haushalt eingebracht. Ziel ist es, die Lernwerkstätten im Landkreis zu erhalten – unter anderem an der Jean-Clermont-Oberschule in Oranienburg. Ein Angebot, das gerade jenen Kindern zugutekommt, die es im Alltag nicht immer leicht haben und besondere Unterstützung brauchen. Eine Herzensangelegenheit für die Sozis!

Unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann war am Donnerstag an der Jean-Clermont-Oberschule zu Gast. Das neue Bildungsangebot des Landtages „Der Landtag geht zur Schule“ hatte dort Premiere. Fazit: Die Schülerinnen und Schüler waren inhaltlich super vorbereitet und haben die anwesenden Landtagsabgeordneten mit Fragen gelöchert.

Am Donnerstag hat die Oranienburger SPD-Vorsitzende, Marei John-Ohnesorg, zur Mitgliederversammlung in den TURM eingeladen. Sehr spannend war der Beitrag von Björn Lüttmann, Fraktionsvorsitzender, der von den Koalitionsgesprächen im Land mit der CDU berichtete. Es läuft offensichtlich. Am 14. März 2026 ist der SPD-Parteitag, dann werden wir über die Details berichten können. Bei der anschließenden politischen Debatte über Aktuelles aus Stadt, Land und Bund wurde ein großer Bogen von Gesundheitsthemen über Chatbots bis zur Weltlage gespannt.

Es ging um die SPD-Vorschläge, bei der Finanzierung des Gesundheitssystems auch Kapitalerträge und Mieteinnahmen einzubeziehen (Fazit: Zustimmung). Eine lange Debatte hatten wir über die sogenannten Leerfahrten, die dem Landkreis Sorge bereiten. Die Finanzierung muss neu geklärt werden, wenn der Rettungswagen ohne echte Not und eine Einlieferung ins Krankenhaus erfolgt. Helfen könnte eine Werbekampagne für die 116 117, für den ärztlichen Bereitschaftsdienst, helfen. Der dann aber natürlich auch erreichbar und besetzt sein muss. Und, sehr erfreulich: Wir durften wieder ein neues Mitglied begrüßen. Wir freuen uns!

Wir wünschen wie immer ein tolles Wochenende mit hoffnungsvoll milderen Temperaturen.

Herzlichst

Euer Henri von Oranienburg

 


Nachruf | 18.2.26

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unseren langjährigen Mitgliedern Angret und Dr. Ernst Stransky, die kurz nacheinander verstorben sind – Ernst im Alter von 90 Jahren im Januar, Angret vor wenigen Tagen im Alter von 88 Jahren. Mit ihnen verliert die SPD Oranienburg zwei Persönlichkeiten, die über viele Jahre hinweg das kommunalpolitische Leben unserer Stadt und unseres Landkreises maßgeblich geprägt haben.

Seit 1973 war Oranienburg ihre Heimat. Sie haben miterlebt, wie sich unsere Stadt von einem stark belasteten Industriestandort mit Kriegsschäden und den Einschränkungen der DDR-Zeit zu einer liebenswerten, lebendigen Stadt entwickelte – mit dem Schlosspark, der Orangerie, dem Tierpark und vielen anderen Orten, die heute selbstverständlich zu Oranienburg gehören. Diese Entwicklung haben sie nicht nur beobachtet, sondern aktiv mitgestaltet.

Angret und Ernst waren nicht nur engagierte Kommunalpolitiker – sie waren überzeugte Demokraten.

Angret Stransky trat im September 1990 in die SPD ein – aus dem Wunsch heraus, Verantwortung zu übernehmen und Demokratie vor Ort mit Leben zu füllen. 1993 wurde sie in die  Stadtverordnetenversammlung und in den Kreistag gewählt. Bereits ein Jahr später übernahm sie den Vorsitz der SPD-Fraktion, 1996 wurde sie Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Oranienburg – ein Amt, das sie bis 2003 mit großem Engagement und beeindruckender Souveränität ausübte.

Ihr Grundsatz war stets Neutralität, Sachlichkeit und die Unabhängigkeit von parteipolitischen Querelen. Auch in kontroversen Debatten achtete sie auf einen respektvollen Umgang. Sie repräsentierte unsere Stadt würdevoll bei den Partnerstädten in Hamm, Vught, Melnik und Bagnolet und erlebte 1999 anlässlich der Eröffnung der Oranje-Ausstellung im renovierten Barockschloss Oranienburg einen besonderen Moment, als sie die niederländische Königin begrüßen durfte. Der Erhalt und Ausbau der Orangerie war ihr ein persönliches Anliegen – heute ist sie ein fester Bestandteil unseres Stadtbildes.

Über ihre politische Arbeit sagte sie einmal: „Diese politische Tätigkeit habe ich nie als Belastung und Pflicht, sondern als außergewöhnliche Bereicherung meines Lebens betrachtet.“
Dieser Satz beschreibt ihr Wirken treffend.

Auch Ernst Stransky stellte sein Engagement ganz in den Dienst der Menschen in unserer Region. Von 1998 bis 2003 war er Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses im Kreistag Oberhavel. Bildung und Jugend lagen ihm besonders am Herzen – nicht zuletzt durch seine frühere Tätigkeit als Dezernent der Stadt Oranienburg, in der er unter anderem für die Schulen verantwortlich war.

Als die Auflösung des Runge-Gymnasiums beschlossen werden sollte, stellte er sich – aus Überzeugung und im Interesse der Schülerinnen und Schüler – gegen dieses Vorhaben. Um unabhängig handeln zu können, verließ er sogar seine Fraktion und nahm persönliche Anfeindungen in Kauf. Sein Einsatz zeigte Wirkung: Der Antrag wurde zunächst zurückgezogen. Dieser Schritt zeugt von großem Mut, Standhaftigkeit und einem tiefen Verantwortungsbewusstsein.

Beide verband die Erfahrung der Nachkriegszeit – Jahre des Mangels, des Hungers und der Entbehrung. Bildung bedeutete für sie Hoffnung auf ein besseres Leben. Vielleicht erklärt gerade das ihren unermüdlichen Einsatz für Schulen, Kitas und kommunale Einrichtungen. Ihr politisches Credo war klar: Die Infrastruktur unserer Stadt muss mit dem Wachstum Schritt halten, damit Oranienburg lebenswert bleibt – für alle Generationen.

Angret und Ernst Stransky standen für eine politische Kultur des Respekts, der Sachlichkeit und des persönlichen Gesprächs. Sie waren überzeugt, dass Demokratie vom Mitmachen lebt – und dass insbesondere junge Menschen ihren Platz in der Kommunalpolitik finden müssen.

Wir verlieren mit ihnen zwei aufrechte Sozialdemokraten, die die SPD und unsere Stadt über Jahrzehnte geprägt haben. Ihr Wirken bleibt sichtbar – in Projekten, Entscheidungen und in der Haltung, mit der sie Politik verstanden: als Dienst am Gemeinwohl.

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihnen nahestanden.
Wir werden Angret und Ernst Stransky ein ehrendes Andenken bewahren.


Wöchentliche Kolumne | 13.2.26

Falls Sie es noch nicht bemerkt haben: Heute ist Freitag der Dreizehnte! Aber keine Panik, statistisch gesehen kommt es an diesen Tagen nicht zu mehr Unfällen oder anderen Unglücken. Die Angst vor Freitagen, die auf einen 13. fallen, trägt übrigens den klangvollen Namen Paraskavedekatriaphobie. Eine deutlich näherliegende Sorge dürfte in den vergangenen Wochen viele Oranienburgerinnen und Oranienburger umgetrieben haben: die Pagophobie – die Angst vor Eis, Frost und der Gefahr, bei Glätte auszurutschen. Aber nun sind die Eismassen den Temperaturen über 0 °C weitestgehend gewichen. Eine weitere Angst vorerst gebannt!

Unbeeindruckt von dieser winterlichen Phobie kam am Montagabend der Vorstand der SPD Oranienburg zusammen. Einmal durchgezählt: Alle da! Auf der Tagesordnung stand die Wahl zum Ortsbeirat Zehlendorf am 22. Februar, die inhaltliche Planung kommender Mitgliederversammlungen und auch möglicher Aktionen. Marei John-Ohnesorg, Vorsitzende der SPD Oranienburg, hat eingeladen, Yvonne Lehmann gewohnt souverän moderiert. Parteiarbeit zeigt sich dabei einmal mehr als das, was sie oft ist: engagierte und notwendige Grundlagenarbeit.

Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist angetreten mit dem Versprechen, ansprechbar und sichtbar zu sein. Regelmäßig gewährt sie über Social Media Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Neu ist auch, dass sie wöchentlich Presseinformation dazu verschickt, welche Termine im Laufe der Woche anfallen und wo sie unterwegs ist. Ihr Amtsvorgänger kannte so etwas nicht. Es sind oft die kleinen Dinge, die einen Unterschied machen, aber einen sichtbaren!

Einer dieser Termine fand am Mittwoch im Louise-Henriette-Gymnasium statt. Die Stadt hat zum Jugendforum eingeladen und über 150 Schülerinnen und Schülern folgten der Einladung. Sie konnten sich in verschiedenen Workshops einbringen. Von Beteiligung mit LEGO-Blöcken über Überlegungen zur Gestaltung des Schlossparks bis zu praktischen Demokratie- und Argumentationstrainings war für jede und jeden etwas dabei. Auch viele Stadtverordnete nutzten die Möglichkeit, mit den  jungen Menschen  zu ihren Wünschen für unsere Stadt  ins Gespräch zu kommen. Von der SPD waren Fraktionschef Matthias Hennig und Sozialausschuss-Mitglied Gero Gewald dabei. In ihrer Begrüßungsrede betonte Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder die Relevanz der Jugendbeteiligung und dass sie und die politischen Vertreter der Stadt gern Ansprechpartner für die jungen Menschen sind. Sehr gut!

Jetzt ist die Stadtpolitik wieder am Zug: Die erste Sitzungsfolge startet und alle Ausschüsse tagen. In diesen werden u.a. Satzungsänderungen besprochen, die im Vorfeld bereits zu Diskussionen in den facebook-Kommentarspalten gesorgt haben: Hundesteuer, Zweitwohnsitzsteuer, Kita- und Schulessenbeitragssatzung und einiges mehr. Im Bauausschuss steht das Stadtentwicklungskonzept auf der Tagesordnung und vieles mehr.

Im Werksausschuss am Mittwochabend ging es zum Beispiel um die Hundesteuer. Der Ausschuss empfiehlt eine Erhöhung des derzeitigen Jahressatzes von 50 Euro auf 84 Euro. Dem voraus ging eine Debatte, in der einige Stadtverordnete sich dazu bekannten, zwei Herzen in der Brust zu haben, aber mit Blick auf die Gesamtverantwortung für die Stadt diesen Schritt mitzugehen. Ein Änderungsantrag der CDU bei bestimmten Abständen zu anderen Wohngebäuden eine Ermäßigung für „Wachhunde“ zuzulassen, wurde als unpraktikabel und bürokratielastig kritisiert und mehrheitlich nicht empfohlen. Ebenso empfahl der Ausschuss eine Anhebung der Zweitwohnsitzsteuer. Auch hier zeigte sich, wer bereit dazu ist, Verantwortung zu übernehmen und wer sich nur hinter populistischen Parolen versteckt. Leider erwartbar. Aber die Bürgermeisterin nahm sich die Zeit, der Sitzung beizuwohnen und die Debatten zu begleiten. Ein wichtiger Ausdruck des Interesses und der Wertschätzung!

Am Samstag fand im Willy-Brandt-Haus, der SPD Parteizentrale, der Startschuss für das neue SPD-Grundsatzprogramm statt. Wilhelm Liebknecht, einer der  SPD-Gründerväter, schrieb bereits 1869: „Weil wir die Untrennbarkeit der Demokratie und des Sozialismus begriffen haben, nennen wir uns Sozialdemokraten.“ Seitdem musste die Idee der „Sozialdemokratie“ immer wieder auf neue Herausforderungen und Fragen angewendet werden, welche sich in den angesprochenen Grundsatzprogrammen niedergeschrieben fanden. Das derzeitige „Hamburger Programm“ ist aus dem Jahr 2007 – also einer Zeit vor der Finanzkrise, großen Fluchtbewegungen nach Europa, dem Erstarken des Rechtsextremismus, der Covid-19-Pandemie, den Fridays-for-Future-Demonstrationen, eines US-Präsidenten Trump und des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine. Höchste Zeit also für ein Update! Wer auch einen Sozialdemokraten in seinem Herzen schlagen hört, hat nun die beste Möglichkeit dazu, in die Partei einzutreten und die Ausrichtung der SPD aktiv mitzugestalten: Jetzt Mitglied werden! Bei der Auftaktveranstaltung waren Yvonne Lehmann und Marei John-Ohnesorg aus unserem Ortsverein dabei.

Im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche plant traditionell auch unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann eine Veranstaltung. In der JUPP-Bar im Oranienwerk empfängt er hochkarätige Gäste: Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, die städtische Gleichstellungsbeauftragte Christiane Bonk, die Landtagsabgeordnete Katja Poschmann und die Co-Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Romy Segler. Unter dem Titel „Frauen, macht Politik!“ werden sie über Erfahrungen, Hürden und Chancen von Frauen in der Politik sprechen. Es soll aber nicht nur diskutiert, sondern auch ordentlich gefeiert werden. Für rockige Stimmung sorgt die Oranienburger-Band L.A.R.S. Die Veranstaltung findet am 4. März 2026 um 17 Uhr in der JUPP-Bar statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig, erleichtert jedoch die Planung (E-Mail: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de | Tel.: 03301-3978890)

Und wo wir gerade beim Landtag sind: Kennen Sie politisch interessierte Jugendliche? Im Landtag findet vom 24. – 26. April 2026 das erste parlamentarische Jugendforum statt.  Wer Lust hat, hinter die Kulissen des Politikbetriebs zu schauen, ist hier genau richtig. Bis zum 27. Februar 2026 können sich junge Menschen von 14-21 Jahren noch bewerben. Neben Diskussionsrunden stehen auch Treffen mit Landtagsabgeordneten auf dem Programm. Genauere Informationen finden Sie hier: Parlamentarisches Jugendforum

Herzliche Grüße

Eure Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 6.2.26

Letztes Wochenende machte das Traumschüff Theater mit dem Stück „Schankwirtschaft“ zum vorerst letzten Mal Halt, nämlich im Oranienburger Ortsteil Lehnitz. Und wieder volles Haus und super Stimmung. Auch viele Sozis konnte man im Kulturhaus erblicken, darunter Marei John-Ohnesorg, Gero Gewald, Ortsvorsteher Matthias Hennig, Ortsbeirätin Yvonne Lehmann und den Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann.

In dieser Woche gaben sich zahlreiche Kommunalpolitiker im Oranienburger Schloss die Klinke in die Hand. Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) empfing die Fraktionsvorsitzenden von den Freien Wählern, Antje Wendt, den Bündnisgrünen, Susanne Zamecki, der Piraten/FDP-Fraktion, Thomas Ney und der SPD, Matthias Hennig. Den Schluss bildete der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD). Wie man hört, haben beide über eine Stunde intensiv die Lokalpolitik und die Pläne der „Neuen“ besprochen.

Politik lebt von Kontakten – und Oranienburg ist dabei bestens vernetzt. Deshalb trafen sich in dieser Woche auch Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und der Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann (SPD), um ihre Zusammenarbeit weiter zu schärfen. Kurze Wege statt langer Warteschleifen, ein Griff zum Telefon statt umständlicher Anträge: Genau das ist ein echter Standortvorteil, den parteilose Mandatsträger kaum ersetzen können. Mit Jennifer Collin-Feeder im Schloss, Björn Lüttmann als SPD-Fraktionschef im Landtag, Alexander Tönnies als SPD-Landrat und Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke (SPD) an der Spitze des Landes hat Oranienburg beste Karten, wenn es darum geht, kommunale Anliegen zu platzieren.

Am Dienstag kam die SPD-Fraktion der Stadt zusammen, um die Ausschüsse der Stadt in der kommenden Woche zu besprechen. Viele Beschlussvorlagen der Verwaltung, aber auch einige Anträge stehen auf den Tagesordnungen. Matthias Hennig, der Fraktionschef, führte flott durch die Punkte. Zum Schluss überreichte er der anwesenden Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder noch ein Stück selbstgebackenen Apfelkuchen. Diese verriet später, dass sie bei Kuchen und anderen süßen Leckereien nicht „Nein“ sagen kann. Guten Appetit.

Im Bundestag ging es wieder heiß her. Die AfD hat einen Antrag eingebracht, der u.a. sämtliche Erbschaftsteuern streichen sollte. Dabei sagen über 60% der Deutschen, dass Mehrere-Millionen-Euro-Erbschaften stärker besteuert werden sollten. Wieder macht sich die verklärte „Partei der kleinen Leute“ zum Steigbügelhalter für all jene, die hohe Vermögen angehäuft haben. Dann doch lieber der SPD-Vorschlag: Hohe Freibeträge, um kleinen und mittleren Vermögen zu schützen, steuerfreies selbst genutztes Eigenheim für „Omas Häuschen“ und 5 Mio. € Freibetrag für Unternehmensvermögen. So geht Soziale Politik für Dich, statt Vermögenskonzentrationen weiter zu zementieren!

Rutscht nicht aus, bleibt gesund und habt ein schönes Wochenende,

Euer Henri von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 6.3.26

Am letzten Samstag fand die Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Oranienburger Feuerwehr statt. Zuerst standen einige Berichte auf dem Programm. Dann wurde der „Leiterin des Brandschutzes“ Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) das Wort erteilt. Schon allein dieser Auftritt der neuen Bürgermeisterin wurde von einigen nachfolgenden Rednern positiv erwähnt. Der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD), Vertreter der Kreis- und Landesfeuerwehr, sowie die Stadtverordneten Nicole Walter-Mundt (CDU) und Susanne Zamecki (Grüne) gehörten ebenfalls zu den Rednern. Anschließend standen Ehrungen (nach bestandenen Prüfungen und langjährigen Mitgliedschaften) und viele Gespräche auf der Tagesordnung. Ein rührender Höhepunkt waren die Worte von Feuerwehrmann Alexander Kurb, der vom Gesundheitszustand seines Bruders Antonio und der Dankbarkeit der gesamten Familie für die Hilfe und Solidarität berichtete, die die Familie seit der schweren Erkrankung des jungen Mannes seit Monaten erfährt. Bewegend, wenn der gesamte Saal aufsteht und langanhaltend Beifall spendet.

Auch die MAZ berichtete über die Familie Kurb: Antonio ist aus seinem Koma wieder aufgewacht! Die Familie bedankt sich herzlich für viel Unterstützung. Auch wir hoffen gemeinsam mit der Familie. dass Antonio wieder ganz gesund wird!

Am Mittwoch war es so weit: Die Landeschefs von SPD und CDU, Dietmar Woidke und Jan Redmann, haben mit den Generalsekretären ihrer Parteien den ausgehandelten Koalitionsvertrag vorgestellt. Dieser besticht mit seiner Kürze: Auf „nur“ 39 Seiten hält er die groben Linien für die Zukunft des Landes Brandenburgs fest. Er soll ein flexibler Vertrag sein, der jährlich überprüft und aktualisiert werden soll. Damit wird er einer krisenhaften Zeit gerecht. Zeitgleich nennt er konkrete Meilensteine, an denen sich der Erfolg der Regierung immer wieder messen lassen kann. Jetzt steht auch die Verteilung der Ministerien fest, wobei es teils große Überraschungen gibt: Die SPD sichert sich neben der Staatskanzlei das starke Finanzministerium und das Super-Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Asyl und Integration, für das Minister René Wilke zuständig sein wird. Dafür werden das Innenministerium und das Bildungsministerium durch die CDU geführt. Das klingt nach respektvollen Verhandlungen, bei denen beide Parteien erforderliche Zugeständnisse machten. Den Entwurf des Koalitionsvertrags finden Sie hier: Link Koalitionsvertrag .

Der SPD-Fraktionschef im Landtag und Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann zeigte sich zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis. Denn auch Oranienburg und die Region Oberhavel profitieren – zum Beispiel durch folgende Vorhaben: Die „Kompetenzregion Oranienburg bei der Kampfmitteluche“ wird umgesetzt, der Bau des neuen Besucherzentrums von Museum und Gedenkstätte Sachsenhausen wird gefördert und das Erfolgsprojekt „Pakt für Pflege“, das in Oranienburg beim Märkischen Sozialverein angesiedelt ist, wird fest im Landespflegegesetz verankert.

Auch Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist weiter aktiv und berichtet über ihre Social-Media-Kanäle von ihrer Arbeit. Diese Woche auf dem Programm: Treffen mit den Ortsvorstehern, Besuch der Friedrich-Wolf-Grundschule, Lehnitzer Karneval, Ausschusssitzungen, Feuerwehr … . So vielfältig ist die Palette, und sie ist weiterhin engagiert am Ball. Am vergangenen langen Dienstag überraschte der Lehnitzer Ortsvorsteher und SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Hennig sie mit selbstgebackenem Apfelkuchen – mit echten Brandenburger Äpfeln! Wertschätzung geht eben auch durch den Magen.

Für etwas Überraschung sorgte der SPD Ortsverein am vergangenen Freitag: Mit einem Info-Stand war er nahe der Bushaltestelle Bernauer Straße aktiv. Einige nutzten die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen und verschiedene Anliegen insbesondere zu Toiletten im öffentlichen Raum anzusprechen. Viele haben sich sehr darüber gefreut, sich auch außerhalb der Wahlkämpfe mit politischen Vertretern auszutauschen – obwohl das für die Oranienburger Sozis sowieso selbstverständlich ist. Ein Konzept, das der Ortsverein in den kommenden Monaten häufiger anbieten möchte! Natürlich ist er auch jederzeit per Mail und Social-Media erreichbar, aber das direkte Gespräch wird doch von einigen noch immer bevorzugt.

Manchmal traut man seinen Augen nicht. Oranienburgs SPD ist auf den sozialen Medien ständig präsent. Die Oranienburger Kolumne, Einladungen zu Veranstaltungen oder auch Informationen über Wahlergebnisse (wie vor kurzem aus dem Ortsteil Zehlendorf) finden ein immer breiteres Publikum. Ein Beitrag wurde sogar 25.000-mal aufgerufen. Ein Erfolg, den wir gerne auch mal veröffentlichen, so SPD-Ortsvereinsvorsitzende Marei John-Ohnesorg.

Die Oranienburger CDU-Fraktion musste in der vergangenen Woche einiges an Kritik einstecken. Der Oranienburger Generalanzeiger spricht unter anderem von einem „Dauerstreit mit der Verwaltung“, davon, die CDU verhindere zügiges Arbeiten und bremse Projekte aus, und stellt sogar die Frage, ob sie die Verwaltung zu sehr von ihrer eigentlichen Arbeit abhalte. Nun muss man nicht jede dieser Zuspitzungen uneingeschränkt teilen. Die angeführten Beispiele geben dennoch Anlass zur Diskussion: wiederholte Änderungswünsche an einem Bebauungsplan, ein bewusstes Hineinwirken in laufende Verwaltungsprozesse durch zahlreiche Nachfragen – und weitere Punkte, die das Spannungsfeld zwischen Politik und Verwaltung sichtbar machen.

Gleichzeitig gehört es selbstverständlich zu den Kernaufgaben von Stadtverordneten und Fraktionen, kritisch nachzufragen und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Kontrolle und Mitgestaltung sind schließlich wesentliche Elemente kommunalpolitischer Arbeit. Fest steht auch: Oranienburgs neue Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder kennt ihre Zuständigkeiten und verteidigt die Hoheit über die Aufgaben der Verwaltung mit Nachdruck. Sie scheut die Auseinandersetzung nicht – und ist bereit, Debatten offen zu führen. Zu hoffen bleibt, dass sich alle Beteiligten der Außenwirkung ihres Handelns bewusst sind und in einen verantwortungsvollen, konstruktiven Arbeitsmodus finden. Am Montag tagt die Stadtverordnetenversammlung – und wir freuen uns über alle, die die Sitzung live oder vor Ort verfolgen.

Nicht vergessen: Am Sonntag ist Frauentag! Im Vorfeld dessen hatte unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann am Mittwoch traditionell zu einer Gesprächsrunde im Rahmen der Brandenburger Frauenwochen eingeladen: „Frauen, Macht Politik!“. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Kommunalpolitikerin Romy Segler und Landtagsabgeordnete Katja Poschmann sprachen über Chancen und Hürden von Frauen in der Politik. Es entstanden interessante Gespräche mit über 50 Gästen im Publikum, die der Einladung gefolgt sind. Für die feierliche Stimmung sorgte die Oranienburger Band L.A.R.S. Vielen Dank für diesen tollen Abend!

Am Donnerstag Abend fand in Hohen Neuendorf die regionale Auftaktveranstaltung zu den Brandenburgischen Frauenwochen 2026 statt. Die Gleichstellungsbeauftragten haben einen Interviewband präsentiert: „Frauen sprechen Klartext“. Sehr beeindruckend. Hier ist aus den Interviews ein Buch entstanden. Die Themen reichen von Sorgearbeit und Vereinbarkeit über Pflege bis zu politischem Engagement und biografischen Brüchen. Sehr spannend. Marei John-Ohnesorg war dabei im sehr gut besuchten Rathaussaal. Hoffentlich lassen sich viele neu motivieren, sich selbst politisch zu engagieren!

Ein frühlingshaftes Wochenende wünscht herzlich

Euer Henri von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 27.2.26

Die Rechnung ging am letzten Sonntag für das frühere Ortsbeiratsmitglied und AfD-Stadtverordneten Jörg Thomas nicht auf. Im Oktober provozierte er mit seinem Rücktritt aus dem Zehlendorfer Ortsbeirat eine Neuwahl. Am Sonntag entschied sich die Zehlendorfer Bürgerschaft für einen Neuanfang mit Holger Mücke (SPD), der die meisten Stimmen auf sich vereinigte. Danach folgte der Vertreter der Freien Wähler, Andreas Zenser und ein Vertreter der AfD, Thomas Eichstätt. Wer von den dreien Ortsvorsteher wird, entscheidet sich im März, da findet die nächste ordentliche Sitzung statt. Auf jeden Fall kann die Oranienburger/Zehlendorfer SPD zufrieden mit dem Ergebnis von 40,5 % der abgegebenen Stimmen sein. Danke für Euren Einsatz, Ahmet Öztemel, Dominic Kaiser und Holger Mücke.

Am Montag im Hauptausschuss ging es teilweise richtig zur Sache. Inhaltlich wurde teilweise hart gestritten, es wurden bei den meisten Vorlagen aber große Einigkeit hergestellt. Beim Thema „Prüfung von Böllerverbotszonen“ und der „Umbau der Walther-Bothe-Straße“ stimmten AfD, CDU und FDP/Piraten gemeinsam ab. Ein ungewohntes Bild, da sich die demokratischen Parteien bislang einig waren, dass die Stimmen der äußeren Rechten keinen Ausschlag bei Entscheidungen der Stadt Oranienburg haben sollen. Nun haben die drei Fraktionen keine Mehrheit im Hauptausschuss. Der SPD-Stadtverordnete Dirk Blettermann streute genau da Salz in die offene Wunde der CDU und der FDP/Piraten. In der SVV ist wieder alles offen. Vielleicht suchen die beiden Fraktionen doch den Schulterschluss mit den anderen demokratischen Fraktionen. Und gute Argumente können die Kraft des Kompromisses auch beflügeln.

Andernorts haben sich die Christdemokraten aus der Mitte verabschiedet. In Hennigsdorf stimmten fünf CDU-Stadtverordnete einem AfD-Antrag zu, der „Sicherheitspartnerschaften“ für die Stadt vorsieht. Bürgerinnen und Bürger sollen freiwillig patrouillieren, um „unangemessenes Verhalten“ festzustellen und so ein Sicherheitsgefühl zu stärken. Damit wurden an manchen Orten gute Erfahrungen gemacht, wenn es um ruhige Wohngebiete ging und die Initiative aus der Nachbarschaft kam – nicht von einer Partei. Denn die Schattenseite ist: Einfache Bürger dürften danach andere festhalten, ohne dass „unangemessenes Verhalten“ genauer definiert worden wäre. Das rassistische Weltbild der AfD öffne so der Willkür Tür und Tor, wie manche befürchten. Andere sprechen von „AfD-Patrouillen“ und fühlen sich an die vor gut 10 Jahren von der NPD errichteten „Schutz-Zonen“ erinnert. Gruselig, worauf sich CDU-Stadtverordnete hier eingelassen haben.

Eigentlich sagte CDU-Fritze Merz ursprünglich: „Wenn irgendjemand von uns die Hand hebt, um mit der AfD zusammenzuarbeiten, dann steht am nächsten Tag ein Parteiausschlussverfahren an.“ Und die Abgrenzung zur AfD hat beim Parteitag unmissverständlich bekräftigt.

Die SPD ist weiter auf dem Weg „in die neue Zeit“, zu einem neuen Grundsatzprogramm. Auf Antrag der Oberhaveler Jusos haben sich auch die Jusos Brandenburg auf den Weg gemacht, herauszufinden, wie sie sich das Brandenburg von 2040 vorstellen. Dadurch sollen langfristige Visionen gesteckt werden. Am Wochenende fand hierzu das erste Verbandswochenende der Jungsozialisten statt. Es ging um Finanzen & Wirtschaft, Klima & Umwelt, Gesundheit & Rente und Bildung. Dazu wurden Experten anderer Organisationen eingeladen und Ideen und Ergebnisse zusammengetragen, die nun weiterzuverfolgen sind. Aus Oberhavel waren die beiden Vorsitzenden dabei: Vivien Semrau und Gero Gewald.

Am Dienstag jährte sich der offene russische Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine bereits zum vierten Mal. Vier Jahre Krieg, Leid, Elend, die Verschleppung von Kindern und Tod, die die russische Armee in die Ukraine getragen haben. Nach der anfänglichen hohen Solidarität mit dem angegriffenen Land beginnen mittlerweile immer mehr den Lügen und Propaganda-Erzählungen der russischen Machthaber das Wort zu reden. Teil davon sind Troll-Armeen im Internet, die gezielt die Kreml-Narrative wiederholen, um den Zusammenhalt in westlichen Gesellschaften zu zerstören und so die Unterstützung der Ukraine zu unterminieren. Die falsche Annahme, innerhalb weniger Wochen die Ukraine eingenommen zu haben und stattdessen in einem jahrelangen Zermürbungskrieg geendet zu sein, in dem auch hunderttausende russischer Soldaten ihr Leben ließen, wird als große Tragödie in die Geschichte der russischen Föderation eingehen. Es liegt einzig in der Hand Putins, seine Truppen zurückzurufen und den Krieg zu beenden. Wir stehen fest an der Seite der Ukraine, ihren tapferen Kämpfern, die dem Aggressor seit vier Jahren nun offen die Stirn bieten. Slawa Ukrajini!

Aufatmen konnte am Mittwoch die SPD-Kreistagsfraktion: Nach monatelangen Beratungen wurde der Kreishauhalt beschlossen. Trotz nötiger Einsparungen ist der Haushalt 2026 ein Investitionshaushalt vor allem in Bildung. Ein Änderungsantrag von SPD, CDU, Bündnis90/Die Grünen/Tierschutz und BVB/Freie Wähler/LGU zum Haushaltsentwurf fand eine Mehrheit und sorgt dafür, dass die bisher an drei Schulen im Landkreis laufenden Lernwerkstätten weitergeführt werden können – zuvor standen sie auf einer Streichliste.  In Lernwerkstätten werden Schülerinnen und Schülern mit sozial schwierigem Hintergrund unterstützt. Davon profitieren auch Schülerinnen und Schüler der Jean-Clermont-Oberschule in Sachsenhausen.

Nicht vergessen: In der kommenden Woche kommt die Brandenburgische Frauenwoche nach Oranienburg! Unter dem Titel „Frauen: Macht Politik“ spricht der Oranienburger SPD-Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann mit Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Gleichstellungsbeauftragte Christiane Bonk, Landtagsabgeordnete Katja Poschmann und Kommunalpolitikerin Romy Segler. Sie sprechen über Herausforderungen und Chancen für Frauen in der Politik. Viele haben sich bereits angemeldet, daher wird um eine Anmeldung gebeten, um ausreichend Sitzmöglichkeiten bereitzustellen. Anmeldungen bitte an das Büro Björn Lüttmann: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de

Es grüßt herzlich Eure

Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 20.2.26

Am Montag feierte die TURM ErlebnisCity in Oranienburg das 24jährige Bestehen! Eine Erfolgsstory in Oranienburg. Bei einem kurzen Empfang wurden einigen Kolleginnen und Kollegen, die ein „rundes Jubiläum“ hatten, einen Blumenstrauß übergeben. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und der Aufsichtsratsvorsitzende der LEO-Gruppe Burkhard Wilde sprachen einige Grußworte. Auch der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann, sowie Werner Mundt und Christian Howe gehörten zu den Gästen. Am Rande wurde bekannt, dass die Turm ErlebnisCity bereits eine „5 Sterne-Anlage“ ist, eine Auszeichnung die es nur 5-mal in den neuen Bundesländern gibt. Herzlichen Glückwunsch!

Am letzten Samstag gab es einen winterlicher Info-Stand in Zehlendorf. Am 22. Februar wird ein neuer Ortsbeirat gewählt. Unser Team für Zehlendorf: Holger Mücke, Ahmet Öztemel und Dominic Kaiser. Deshalb haben auch Judith Brandt, Burkhard Wilde, Gero Gewald und Dirk Blettermann die drei am letzten Samstag tatkräftig unterstützt. Morgen, am Samstag, werden wieder die Zehlendorfer SPD-Kandidaten öffentlich ansprechbar sein. Wir sind um 11 Uhr vor Ort und freuen uns über Besuch!

In dieser Woche lief ebenfalls die erste Sitzungsrunde der städtischen Gremien weiter. Unter anderem wurde im Sozialausschuss beherzt über eine mögliche Übertragung der Jean-Clermont-Schule an den Landkreis diskutiert. Selbst ihr Schulleiter, Herr Franz, sprach in der Sitzung, um seine Bedenken vorzutragen. „Zum Glück fand unser Änderungsantrag eine Mehrheit, der das Bekenntnis zur Übertragung herausnahm und ein Gespräch zwischen allen Beteiligten aus Stadt, Landkreis und Schule vorsieht“, sagt SPD-Ausschussmitglied Gero Gewald. So wird der Weg für eine Entscheidungsfindung geebnet, von der niemand überrumpelt wird. Toll!
Am Folgetag trat der Ordnungs- und Feuerwehrausschuss zusammen. Es ging insbesondere um die langwierige Umsetzung der Feuerwachen Ost und Nord. Man merkte, dass einige -verständlicherweise – noch sehr dadurch verletzt waren, wie sehr das Thema in der Vergangenheit seitens der Stadtspitze schleifen gelassen wurde. Dies wurde auch zur Kritik an der derzeitigen Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder benutzt, die noch keine 50 Tage im Amt ist und an jenem Abend einen Paralleltermin hatte. Andere wussten es einzuordnen und betonten, wie wichtig der Bürgermeisterin das Thema Feuerwehr ist und dass sie es zur Chefsache erklärt. Aber auch das braucht Zeit und diese sollte ihr dafür auch gewährt werden.

„Ihr lasst euch ja nur zu den Wahlen blicken“, ist ein Vorwurf, der jeder demokratischen Partei dann und wann mal am Infostand vorgeworfen wird. Aufmerksame Kolumnenleser wissen: Das stimmt beim Oranienburger SPD-Ortsverein nicht: Stammtische, Veranstaltungen auch des SPD-Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann wie z.B. seine „Ansprech-Bar“, regelmäßige Rotkehlchen, Präsenz bei Veranstaltungen, das Bürgerbüro in der Bernauer Straße und nicht zuletzt unsere Kolumne widerlegen diese Behauptung. Und so könnt ihr den Ortsverein auch am kommenden Freitag (27.2.26) treffen: Ab 9:00 Uhr findet ihr die SPD mit einem Info-Stand auf dem Wochenmarkt in der Bernauer Straße am Boulevard. Die Oranienburger Sozis freuen sich auf euch, eure Fragen und eure Anliegen!

Am Mittwoch kam die SPD-Kreistagsfraktion zu ihrer Beratung zusammen. Mit am Tisch: die Kreistagsabgeordneten Dirk Blettermann und Judith Brandt. Ihr Oranienburger Kollege Matthias Hennig war zeitgleich in einer Aufsichtsratssitzung gebunden. Hauptthema war der Kreishaushalt: Gemeinsam mit anderen Fraktionen haben die Sozialdemokraten einen Änderungsantrag zum Haushalt eingebracht. Ziel ist es, die Lernwerkstätten im Landkreis zu erhalten – unter anderem an der Jean-Clermont-Oberschule in Oranienburg. Ein Angebot, das gerade jenen Kindern zugutekommt, die es im Alltag nicht immer leicht haben und besondere Unterstützung brauchen. Eine Herzensangelegenheit für die Sozis!

Unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann war am Donnerstag an der Jean-Clermont-Oberschule zu Gast. Das neue Bildungsangebot des Landtages „Der Landtag geht zur Schule“ hatte dort Premiere. Fazit: Die Schülerinnen und Schüler waren inhaltlich super vorbereitet und haben die anwesenden Landtagsabgeordneten mit Fragen gelöchert.

Am Donnerstag hat die Oranienburger SPD-Vorsitzende, Marei John-Ohnesorg, zur Mitgliederversammlung in den TURM eingeladen. Sehr spannend war der Beitrag von Björn Lüttmann, Fraktionsvorsitzender, der von den Koalitionsgesprächen im Land mit der CDU berichtete. Es läuft offensichtlich. Am 14. März 2026 ist der SPD-Parteitag, dann werden wir über die Details berichten können. Bei der anschließenden politischen Debatte über Aktuelles aus Stadt, Land und Bund wurde ein großer Bogen von Gesundheitsthemen über Chatbots bis zur Weltlage gespannt.

Es ging um die SPD-Vorschläge, bei der Finanzierung des Gesundheitssystems auch Kapitalerträge und Mieteinnahmen einzubeziehen (Fazit: Zustimmung). Eine lange Debatte hatten wir über die sogenannten Leerfahrten, die dem Landkreis Sorge bereiten. Die Finanzierung muss neu geklärt werden, wenn der Rettungswagen ohne echte Not und eine Einlieferung ins Krankenhaus erfolgt. Helfen könnte eine Werbekampagne für die 116 117, für den ärztlichen Bereitschaftsdienst, helfen. Der dann aber natürlich auch erreichbar und besetzt sein muss. Und, sehr erfreulich: Wir durften wieder ein neues Mitglied begrüßen. Wir freuen uns!

Wir wünschen wie immer ein tolles Wochenende mit hoffnungsvoll milderen Temperaturen.

Herzlichst

Euer Henri von Oranienburg

 


Nachruf | 18.2.26

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unseren langjährigen Mitgliedern Angret und Dr. Ernst Stransky, die kurz nacheinander verstorben sind – Ernst im Alter von 90 Jahren im Januar, Angret vor wenigen Tagen im Alter von 88 Jahren. Mit ihnen verliert die SPD Oranienburg zwei Persönlichkeiten, die über viele Jahre hinweg das kommunalpolitische Leben unserer Stadt und unseres Landkreises maßgeblich geprägt haben.

Seit 1973 war Oranienburg ihre Heimat. Sie haben miterlebt, wie sich unsere Stadt von einem stark belasteten Industriestandort mit Kriegsschäden und den Einschränkungen der DDR-Zeit zu einer liebenswerten, lebendigen Stadt entwickelte – mit dem Schlosspark, der Orangerie, dem Tierpark und vielen anderen Orten, die heute selbstverständlich zu Oranienburg gehören. Diese Entwicklung haben sie nicht nur beobachtet, sondern aktiv mitgestaltet.

Angret und Ernst waren nicht nur engagierte Kommunalpolitiker – sie waren überzeugte Demokraten.

Angret Stransky trat im September 1990 in die SPD ein – aus dem Wunsch heraus, Verantwortung zu übernehmen und Demokratie vor Ort mit Leben zu füllen. 1993 wurde sie in die  Stadtverordnetenversammlung und in den Kreistag gewählt. Bereits ein Jahr später übernahm sie den Vorsitz der SPD-Fraktion, 1996 wurde sie Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Oranienburg – ein Amt, das sie bis 2003 mit großem Engagement und beeindruckender Souveränität ausübte.

Ihr Grundsatz war stets Neutralität, Sachlichkeit und die Unabhängigkeit von parteipolitischen Querelen. Auch in kontroversen Debatten achtete sie auf einen respektvollen Umgang. Sie repräsentierte unsere Stadt würdevoll bei den Partnerstädten in Hamm, Vught, Melnik und Bagnolet und erlebte 1999 anlässlich der Eröffnung der Oranje-Ausstellung im renovierten Barockschloss Oranienburg einen besonderen Moment, als sie die niederländische Königin begrüßen durfte. Der Erhalt und Ausbau der Orangerie war ihr ein persönliches Anliegen – heute ist sie ein fester Bestandteil unseres Stadtbildes.

Über ihre politische Arbeit sagte sie einmal: „Diese politische Tätigkeit habe ich nie als Belastung und Pflicht, sondern als außergewöhnliche Bereicherung meines Lebens betrachtet.“
Dieser Satz beschreibt ihr Wirken treffend.

Auch Ernst Stransky stellte sein Engagement ganz in den Dienst der Menschen in unserer Region. Von 1998 bis 2003 war er Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses im Kreistag Oberhavel. Bildung und Jugend lagen ihm besonders am Herzen – nicht zuletzt durch seine frühere Tätigkeit als Dezernent der Stadt Oranienburg, in der er unter anderem für die Schulen verantwortlich war.

Als die Auflösung des Runge-Gymnasiums beschlossen werden sollte, stellte er sich – aus Überzeugung und im Interesse der Schülerinnen und Schüler – gegen dieses Vorhaben. Um unabhängig handeln zu können, verließ er sogar seine Fraktion und nahm persönliche Anfeindungen in Kauf. Sein Einsatz zeigte Wirkung: Der Antrag wurde zunächst zurückgezogen. Dieser Schritt zeugt von großem Mut, Standhaftigkeit und einem tiefen Verantwortungsbewusstsein.

Beide verband die Erfahrung der Nachkriegszeit – Jahre des Mangels, des Hungers und der Entbehrung. Bildung bedeutete für sie Hoffnung auf ein besseres Leben. Vielleicht erklärt gerade das ihren unermüdlichen Einsatz für Schulen, Kitas und kommunale Einrichtungen. Ihr politisches Credo war klar: Die Infrastruktur unserer Stadt muss mit dem Wachstum Schritt halten, damit Oranienburg lebenswert bleibt – für alle Generationen.

Angret und Ernst Stransky standen für eine politische Kultur des Respekts, der Sachlichkeit und des persönlichen Gesprächs. Sie waren überzeugt, dass Demokratie vom Mitmachen lebt – und dass insbesondere junge Menschen ihren Platz in der Kommunalpolitik finden müssen.

Wir verlieren mit ihnen zwei aufrechte Sozialdemokraten, die die SPD und unsere Stadt über Jahrzehnte geprägt haben. Ihr Wirken bleibt sichtbar – in Projekten, Entscheidungen und in der Haltung, mit der sie Politik verstanden: als Dienst am Gemeinwohl.

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihnen nahestanden.
Wir werden Angret und Ernst Stransky ein ehrendes Andenken bewahren.


Wöchentliche Kolumne | 13.2.26

Falls Sie es noch nicht bemerkt haben: Heute ist Freitag der Dreizehnte! Aber keine Panik, statistisch gesehen kommt es an diesen Tagen nicht zu mehr Unfällen oder anderen Unglücken. Die Angst vor Freitagen, die auf einen 13. fallen, trägt übrigens den klangvollen Namen Paraskavedekatriaphobie. Eine deutlich näherliegende Sorge dürfte in den vergangenen Wochen viele Oranienburgerinnen und Oranienburger umgetrieben haben: die Pagophobie – die Angst vor Eis, Frost und der Gefahr, bei Glätte auszurutschen. Aber nun sind die Eismassen den Temperaturen über 0 °C weitestgehend gewichen. Eine weitere Angst vorerst gebannt!

Unbeeindruckt von dieser winterlichen Phobie kam am Montagabend der Vorstand der SPD Oranienburg zusammen. Einmal durchgezählt: Alle da! Auf der Tagesordnung stand die Wahl zum Ortsbeirat Zehlendorf am 22. Februar, die inhaltliche Planung kommender Mitgliederversammlungen und auch möglicher Aktionen. Marei John-Ohnesorg, Vorsitzende der SPD Oranienburg, hat eingeladen, Yvonne Lehmann gewohnt souverän moderiert. Parteiarbeit zeigt sich dabei einmal mehr als das, was sie oft ist: engagierte und notwendige Grundlagenarbeit.

Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist angetreten mit dem Versprechen, ansprechbar und sichtbar zu sein. Regelmäßig gewährt sie über Social Media Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Neu ist auch, dass sie wöchentlich Presseinformation dazu verschickt, welche Termine im Laufe der Woche anfallen und wo sie unterwegs ist. Ihr Amtsvorgänger kannte so etwas nicht. Es sind oft die kleinen Dinge, die einen Unterschied machen, aber einen sichtbaren!

Einer dieser Termine fand am Mittwoch im Louise-Henriette-Gymnasium statt. Die Stadt hat zum Jugendforum eingeladen und über 150 Schülerinnen und Schülern folgten der Einladung. Sie konnten sich in verschiedenen Workshops einbringen. Von Beteiligung mit LEGO-Blöcken über Überlegungen zur Gestaltung des Schlossparks bis zu praktischen Demokratie- und Argumentationstrainings war für jede und jeden etwas dabei. Auch viele Stadtverordnete nutzten die Möglichkeit, mit den  jungen Menschen  zu ihren Wünschen für unsere Stadt  ins Gespräch zu kommen. Von der SPD waren Fraktionschef Matthias Hennig und Sozialausschuss-Mitglied Gero Gewald dabei. In ihrer Begrüßungsrede betonte Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder die Relevanz der Jugendbeteiligung und dass sie und die politischen Vertreter der Stadt gern Ansprechpartner für die jungen Menschen sind. Sehr gut!

Jetzt ist die Stadtpolitik wieder am Zug: Die erste Sitzungsfolge startet und alle Ausschüsse tagen. In diesen werden u.a. Satzungsänderungen besprochen, die im Vorfeld bereits zu Diskussionen in den facebook-Kommentarspalten gesorgt haben: Hundesteuer, Zweitwohnsitzsteuer, Kita- und Schulessenbeitragssatzung und einiges mehr. Im Bauausschuss steht das Stadtentwicklungskonzept auf der Tagesordnung und vieles mehr.

Im Werksausschuss am Mittwochabend ging es zum Beispiel um die Hundesteuer. Der Ausschuss empfiehlt eine Erhöhung des derzeitigen Jahressatzes von 50 Euro auf 84 Euro. Dem voraus ging eine Debatte, in der einige Stadtverordnete sich dazu bekannten, zwei Herzen in der Brust zu haben, aber mit Blick auf die Gesamtverantwortung für die Stadt diesen Schritt mitzugehen. Ein Änderungsantrag der CDU bei bestimmten Abständen zu anderen Wohngebäuden eine Ermäßigung für „Wachhunde“ zuzulassen, wurde als unpraktikabel und bürokratielastig kritisiert und mehrheitlich nicht empfohlen. Ebenso empfahl der Ausschuss eine Anhebung der Zweitwohnsitzsteuer. Auch hier zeigte sich, wer bereit dazu ist, Verantwortung zu übernehmen und wer sich nur hinter populistischen Parolen versteckt. Leider erwartbar. Aber die Bürgermeisterin nahm sich die Zeit, der Sitzung beizuwohnen und die Debatten zu begleiten. Ein wichtiger Ausdruck des Interesses und der Wertschätzung!

Am Samstag fand im Willy-Brandt-Haus, der SPD Parteizentrale, der Startschuss für das neue SPD-Grundsatzprogramm statt. Wilhelm Liebknecht, einer der  SPD-Gründerväter, schrieb bereits 1869: „Weil wir die Untrennbarkeit der Demokratie und des Sozialismus begriffen haben, nennen wir uns Sozialdemokraten.“ Seitdem musste die Idee der „Sozialdemokratie“ immer wieder auf neue Herausforderungen und Fragen angewendet werden, welche sich in den angesprochenen Grundsatzprogrammen niedergeschrieben fanden. Das derzeitige „Hamburger Programm“ ist aus dem Jahr 2007 – also einer Zeit vor der Finanzkrise, großen Fluchtbewegungen nach Europa, dem Erstarken des Rechtsextremismus, der Covid-19-Pandemie, den Fridays-for-Future-Demonstrationen, eines US-Präsidenten Trump und des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine. Höchste Zeit also für ein Update! Wer auch einen Sozialdemokraten in seinem Herzen schlagen hört, hat nun die beste Möglichkeit dazu, in die Partei einzutreten und die Ausrichtung der SPD aktiv mitzugestalten: Jetzt Mitglied werden! Bei der Auftaktveranstaltung waren Yvonne Lehmann und Marei John-Ohnesorg aus unserem Ortsverein dabei.

Im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche plant traditionell auch unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann eine Veranstaltung. In der JUPP-Bar im Oranienwerk empfängt er hochkarätige Gäste: Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, die städtische Gleichstellungsbeauftragte Christiane Bonk, die Landtagsabgeordnete Katja Poschmann und die Co-Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Romy Segler. Unter dem Titel „Frauen, macht Politik!“ werden sie über Erfahrungen, Hürden und Chancen von Frauen in der Politik sprechen. Es soll aber nicht nur diskutiert, sondern auch ordentlich gefeiert werden. Für rockige Stimmung sorgt die Oranienburger-Band L.A.R.S. Die Veranstaltung findet am 4. März 2026 um 17 Uhr in der JUPP-Bar statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig, erleichtert jedoch die Planung (E-Mail: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de | Tel.: 03301-3978890)

Und wo wir gerade beim Landtag sind: Kennen Sie politisch interessierte Jugendliche? Im Landtag findet vom 24. – 26. April 2026 das erste parlamentarische Jugendforum statt.  Wer Lust hat, hinter die Kulissen des Politikbetriebs zu schauen, ist hier genau richtig. Bis zum 27. Februar 2026 können sich junge Menschen von 14-21 Jahren noch bewerben. Neben Diskussionsrunden stehen auch Treffen mit Landtagsabgeordneten auf dem Programm. Genauere Informationen finden Sie hier: Parlamentarisches Jugendforum

Herzliche Grüße

Eure Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 6.2.26

Letztes Wochenende machte das Traumschüff Theater mit dem Stück „Schankwirtschaft“ zum vorerst letzten Mal Halt, nämlich im Oranienburger Ortsteil Lehnitz. Und wieder volles Haus und super Stimmung. Auch viele Sozis konnte man im Kulturhaus erblicken, darunter Marei John-Ohnesorg, Gero Gewald, Ortsvorsteher Matthias Hennig, Ortsbeirätin Yvonne Lehmann und den Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann.

In dieser Woche gaben sich zahlreiche Kommunalpolitiker im Oranienburger Schloss die Klinke in die Hand. Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) empfing die Fraktionsvorsitzenden von den Freien Wählern, Antje Wendt, den Bündnisgrünen, Susanne Zamecki, der Piraten/FDP-Fraktion, Thomas Ney und der SPD, Matthias Hennig. Den Schluss bildete der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD). Wie man hört, haben beide über eine Stunde intensiv die Lokalpolitik und die Pläne der „Neuen“ besprochen.

Politik lebt von Kontakten – und Oranienburg ist dabei bestens vernetzt. Deshalb trafen sich in dieser Woche auch Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und der Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann (SPD), um ihre Zusammenarbeit weiter zu schärfen. Kurze Wege statt langer Warteschleifen, ein Griff zum Telefon statt umständlicher Anträge: Genau das ist ein echter Standortvorteil, den parteilose Mandatsträger kaum ersetzen können. Mit Jennifer Collin-Feeder im Schloss, Björn Lüttmann als SPD-Fraktionschef im Landtag, Alexander Tönnies als SPD-Landrat und Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke (SPD) an der Spitze des Landes hat Oranienburg beste Karten, wenn es darum geht, kommunale Anliegen zu platzieren.

Am Dienstag kam die SPD-Fraktion der Stadt zusammen, um die Ausschüsse der Stadt in der kommenden Woche zu besprechen. Viele Beschlussvorlagen der Verwaltung, aber auch einige Anträge stehen auf den Tagesordnungen. Matthias Hennig, der Fraktionschef, führte flott durch die Punkte. Zum Schluss überreichte er der anwesenden Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder noch ein Stück selbstgebackenen Apfelkuchen. Diese verriet später, dass sie bei Kuchen und anderen süßen Leckereien nicht „Nein“ sagen kann. Guten Appetit.

Im Bundestag ging es wieder heiß her. Die AfD hat einen Antrag eingebracht, der u.a. sämtliche Erbschaftsteuern streichen sollte. Dabei sagen über 60% der Deutschen, dass Mehrere-Millionen-Euro-Erbschaften stärker besteuert werden sollten. Wieder macht sich die verklärte „Partei der kleinen Leute“ zum Steigbügelhalter für all jene, die hohe Vermögen angehäuft haben. Dann doch lieber der SPD-Vorschlag: Hohe Freibeträge, um kleinen und mittleren Vermögen zu schützen, steuerfreies selbst genutztes Eigenheim für „Omas Häuschen“ und 5 Mio. € Freibetrag für Unternehmensvermögen. So geht Soziale Politik für Dich, statt Vermögenskonzentrationen weiter zu zementieren!

Rutscht nicht aus, bleibt gesund und habt ein schönes Wochenende,

Euer Henri von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 6.3.26

Am letzten Samstag fand die Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Oranienburger Feuerwehr statt. Zuerst standen einige Berichte auf dem Programm. Dann wurde der „Leiterin des Brandschutzes“ Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) das Wort erteilt. Schon allein dieser Auftritt der neuen Bürgermeisterin wurde von einigen nachfolgenden Rednern positiv erwähnt. Der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD), Vertreter der Kreis- und Landesfeuerwehr, sowie die Stadtverordneten Nicole Walter-Mundt (CDU) und Susanne Zamecki (Grüne) gehörten ebenfalls zu den Rednern. Anschließend standen Ehrungen (nach bestandenen Prüfungen und langjährigen Mitgliedschaften) und viele Gespräche auf der Tagesordnung. Ein rührender Höhepunkt waren die Worte von Feuerwehrmann Alexander Kurb, der vom Gesundheitszustand seines Bruders Antonio und der Dankbarkeit der gesamten Familie für die Hilfe und Solidarität berichtete, die die Familie seit der schweren Erkrankung des jungen Mannes seit Monaten erfährt. Bewegend, wenn der gesamte Saal aufsteht und langanhaltend Beifall spendet.

Auch die MAZ berichtete über die Familie Kurb: Antonio ist aus seinem Koma wieder aufgewacht! Die Familie bedankt sich herzlich für viel Unterstützung. Auch wir hoffen gemeinsam mit der Familie. dass Antonio wieder ganz gesund wird!

Am Mittwoch war es so weit: Die Landeschefs von SPD und CDU, Dietmar Woidke und Jan Redmann, haben mit den Generalsekretären ihrer Parteien den ausgehandelten Koalitionsvertrag vorgestellt. Dieser besticht mit seiner Kürze: Auf „nur“ 39 Seiten hält er die groben Linien für die Zukunft des Landes Brandenburgs fest. Er soll ein flexibler Vertrag sein, der jährlich überprüft und aktualisiert werden soll. Damit wird er einer krisenhaften Zeit gerecht. Zeitgleich nennt er konkrete Meilensteine, an denen sich der Erfolg der Regierung immer wieder messen lassen kann. Jetzt steht auch die Verteilung der Ministerien fest, wobei es teils große Überraschungen gibt: Die SPD sichert sich neben der Staatskanzlei das starke Finanzministerium und das Super-Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Asyl und Integration, für das Minister René Wilke zuständig sein wird. Dafür werden das Innenministerium und das Bildungsministerium durch die CDU geführt. Das klingt nach respektvollen Verhandlungen, bei denen beide Parteien erforderliche Zugeständnisse machten. Den Entwurf des Koalitionsvertrags finden Sie hier: Link Koalitionsvertrag .

Der SPD-Fraktionschef im Landtag und Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann zeigte sich zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis. Denn auch Oranienburg und die Region Oberhavel profitieren – zum Beispiel durch folgende Vorhaben: Die „Kompetenzregion Oranienburg bei der Kampfmitteluche“ wird umgesetzt, der Bau des neuen Besucherzentrums von Museum und Gedenkstätte Sachsenhausen wird gefördert und das Erfolgsprojekt „Pakt für Pflege“, das in Oranienburg beim Märkischen Sozialverein angesiedelt ist, wird fest im Landespflegegesetz verankert.

Auch Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist weiter aktiv und berichtet über ihre Social-Media-Kanäle von ihrer Arbeit. Diese Woche auf dem Programm: Treffen mit den Ortsvorstehern, Besuch der Friedrich-Wolf-Grundschule, Lehnitzer Karneval, Ausschusssitzungen, Feuerwehr … . So vielfältig ist die Palette, und sie ist weiterhin engagiert am Ball. Am vergangenen langen Dienstag überraschte der Lehnitzer Ortsvorsteher und SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Hennig sie mit selbstgebackenem Apfelkuchen – mit echten Brandenburger Äpfeln! Wertschätzung geht eben auch durch den Magen.

Für etwas Überraschung sorgte der SPD Ortsverein am vergangenen Freitag: Mit einem Info-Stand war er nahe der Bushaltestelle Bernauer Straße aktiv. Einige nutzten die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen und verschiedene Anliegen insbesondere zu Toiletten im öffentlichen Raum anzusprechen. Viele haben sich sehr darüber gefreut, sich auch außerhalb der Wahlkämpfe mit politischen Vertretern auszutauschen – obwohl das für die Oranienburger Sozis sowieso selbstverständlich ist. Ein Konzept, das der Ortsverein in den kommenden Monaten häufiger anbieten möchte! Natürlich ist er auch jederzeit per Mail und Social-Media erreichbar, aber das direkte Gespräch wird doch von einigen noch immer bevorzugt.

Manchmal traut man seinen Augen nicht. Oranienburgs SPD ist auf den sozialen Medien ständig präsent. Die Oranienburger Kolumne, Einladungen zu Veranstaltungen oder auch Informationen über Wahlergebnisse (wie vor kurzem aus dem Ortsteil Zehlendorf) finden ein immer breiteres Publikum. Ein Beitrag wurde sogar 25.000-mal aufgerufen. Ein Erfolg, den wir gerne auch mal veröffentlichen, so SPD-Ortsvereinsvorsitzende Marei John-Ohnesorg.

Die Oranienburger CDU-Fraktion musste in der vergangenen Woche einiges an Kritik einstecken. Der Oranienburger Generalanzeiger spricht unter anderem von einem „Dauerstreit mit der Verwaltung“, davon, die CDU verhindere zügiges Arbeiten und bremse Projekte aus, und stellt sogar die Frage, ob sie die Verwaltung zu sehr von ihrer eigentlichen Arbeit abhalte. Nun muss man nicht jede dieser Zuspitzungen uneingeschränkt teilen. Die angeführten Beispiele geben dennoch Anlass zur Diskussion: wiederholte Änderungswünsche an einem Bebauungsplan, ein bewusstes Hineinwirken in laufende Verwaltungsprozesse durch zahlreiche Nachfragen – und weitere Punkte, die das Spannungsfeld zwischen Politik und Verwaltung sichtbar machen.

Gleichzeitig gehört es selbstverständlich zu den Kernaufgaben von Stadtverordneten und Fraktionen, kritisch nachzufragen und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Kontrolle und Mitgestaltung sind schließlich wesentliche Elemente kommunalpolitischer Arbeit. Fest steht auch: Oranienburgs neue Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder kennt ihre Zuständigkeiten und verteidigt die Hoheit über die Aufgaben der Verwaltung mit Nachdruck. Sie scheut die Auseinandersetzung nicht – und ist bereit, Debatten offen zu führen. Zu hoffen bleibt, dass sich alle Beteiligten der Außenwirkung ihres Handelns bewusst sind und in einen verantwortungsvollen, konstruktiven Arbeitsmodus finden. Am Montag tagt die Stadtverordnetenversammlung – und wir freuen uns über alle, die die Sitzung live oder vor Ort verfolgen.

Nicht vergessen: Am Sonntag ist Frauentag! Im Vorfeld dessen hatte unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann am Mittwoch traditionell zu einer Gesprächsrunde im Rahmen der Brandenburger Frauenwochen eingeladen: „Frauen, Macht Politik!“. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Kommunalpolitikerin Romy Segler und Landtagsabgeordnete Katja Poschmann sprachen über Chancen und Hürden von Frauen in der Politik. Es entstanden interessante Gespräche mit über 50 Gästen im Publikum, die der Einladung gefolgt sind. Für die feierliche Stimmung sorgte die Oranienburger Band L.A.R.S. Vielen Dank für diesen tollen Abend!

Am Donnerstag Abend fand in Hohen Neuendorf die regionale Auftaktveranstaltung zu den Brandenburgischen Frauenwochen 2026 statt. Die Gleichstellungsbeauftragten haben einen Interviewband präsentiert: „Frauen sprechen Klartext“. Sehr beeindruckend. Hier ist aus den Interviews ein Buch entstanden. Die Themen reichen von Sorgearbeit und Vereinbarkeit über Pflege bis zu politischem Engagement und biografischen Brüchen. Sehr spannend. Marei John-Ohnesorg war dabei im sehr gut besuchten Rathaussaal. Hoffentlich lassen sich viele neu motivieren, sich selbst politisch zu engagieren!

Ein frühlingshaftes Wochenende wünscht herzlich

Euer Henri von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 27.2.26

Die Rechnung ging am letzten Sonntag für das frühere Ortsbeiratsmitglied und AfD-Stadtverordneten Jörg Thomas nicht auf. Im Oktober provozierte er mit seinem Rücktritt aus dem Zehlendorfer Ortsbeirat eine Neuwahl. Am Sonntag entschied sich die Zehlendorfer Bürgerschaft für einen Neuanfang mit Holger Mücke (SPD), der die meisten Stimmen auf sich vereinigte. Danach folgte der Vertreter der Freien Wähler, Andreas Zenser und ein Vertreter der AfD, Thomas Eichstätt. Wer von den dreien Ortsvorsteher wird, entscheidet sich im März, da findet die nächste ordentliche Sitzung statt. Auf jeden Fall kann die Oranienburger/Zehlendorfer SPD zufrieden mit dem Ergebnis von 40,5 % der abgegebenen Stimmen sein. Danke für Euren Einsatz, Ahmet Öztemel, Dominic Kaiser und Holger Mücke.

Am Montag im Hauptausschuss ging es teilweise richtig zur Sache. Inhaltlich wurde teilweise hart gestritten, es wurden bei den meisten Vorlagen aber große Einigkeit hergestellt. Beim Thema „Prüfung von Böllerverbotszonen“ und der „Umbau der Walther-Bothe-Straße“ stimmten AfD, CDU und FDP/Piraten gemeinsam ab. Ein ungewohntes Bild, da sich die demokratischen Parteien bislang einig waren, dass die Stimmen der äußeren Rechten keinen Ausschlag bei Entscheidungen der Stadt Oranienburg haben sollen. Nun haben die drei Fraktionen keine Mehrheit im Hauptausschuss. Der SPD-Stadtverordnete Dirk Blettermann streute genau da Salz in die offene Wunde der CDU und der FDP/Piraten. In der SVV ist wieder alles offen. Vielleicht suchen die beiden Fraktionen doch den Schulterschluss mit den anderen demokratischen Fraktionen. Und gute Argumente können die Kraft des Kompromisses auch beflügeln.

Andernorts haben sich die Christdemokraten aus der Mitte verabschiedet. In Hennigsdorf stimmten fünf CDU-Stadtverordnete einem AfD-Antrag zu, der „Sicherheitspartnerschaften“ für die Stadt vorsieht. Bürgerinnen und Bürger sollen freiwillig patrouillieren, um „unangemessenes Verhalten“ festzustellen und so ein Sicherheitsgefühl zu stärken. Damit wurden an manchen Orten gute Erfahrungen gemacht, wenn es um ruhige Wohngebiete ging und die Initiative aus der Nachbarschaft kam – nicht von einer Partei. Denn die Schattenseite ist: Einfache Bürger dürften danach andere festhalten, ohne dass „unangemessenes Verhalten“ genauer definiert worden wäre. Das rassistische Weltbild der AfD öffne so der Willkür Tür und Tor, wie manche befürchten. Andere sprechen von „AfD-Patrouillen“ und fühlen sich an die vor gut 10 Jahren von der NPD errichteten „Schutz-Zonen“ erinnert. Gruselig, worauf sich CDU-Stadtverordnete hier eingelassen haben.

Eigentlich sagte CDU-Fritze Merz ursprünglich: „Wenn irgendjemand von uns die Hand hebt, um mit der AfD zusammenzuarbeiten, dann steht am nächsten Tag ein Parteiausschlussverfahren an.“ Und die Abgrenzung zur AfD hat beim Parteitag unmissverständlich bekräftigt.

Die SPD ist weiter auf dem Weg „in die neue Zeit“, zu einem neuen Grundsatzprogramm. Auf Antrag der Oberhaveler Jusos haben sich auch die Jusos Brandenburg auf den Weg gemacht, herauszufinden, wie sie sich das Brandenburg von 2040 vorstellen. Dadurch sollen langfristige Visionen gesteckt werden. Am Wochenende fand hierzu das erste Verbandswochenende der Jungsozialisten statt. Es ging um Finanzen & Wirtschaft, Klima & Umwelt, Gesundheit & Rente und Bildung. Dazu wurden Experten anderer Organisationen eingeladen und Ideen und Ergebnisse zusammengetragen, die nun weiterzuverfolgen sind. Aus Oberhavel waren die beiden Vorsitzenden dabei: Vivien Semrau und Gero Gewald.

Am Dienstag jährte sich der offene russische Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine bereits zum vierten Mal. Vier Jahre Krieg, Leid, Elend, die Verschleppung von Kindern und Tod, die die russische Armee in die Ukraine getragen haben. Nach der anfänglichen hohen Solidarität mit dem angegriffenen Land beginnen mittlerweile immer mehr den Lügen und Propaganda-Erzählungen der russischen Machthaber das Wort zu reden. Teil davon sind Troll-Armeen im Internet, die gezielt die Kreml-Narrative wiederholen, um den Zusammenhalt in westlichen Gesellschaften zu zerstören und so die Unterstützung der Ukraine zu unterminieren. Die falsche Annahme, innerhalb weniger Wochen die Ukraine eingenommen zu haben und stattdessen in einem jahrelangen Zermürbungskrieg geendet zu sein, in dem auch hunderttausende russischer Soldaten ihr Leben ließen, wird als große Tragödie in die Geschichte der russischen Föderation eingehen. Es liegt einzig in der Hand Putins, seine Truppen zurückzurufen und den Krieg zu beenden. Wir stehen fest an der Seite der Ukraine, ihren tapferen Kämpfern, die dem Aggressor seit vier Jahren nun offen die Stirn bieten. Slawa Ukrajini!

Aufatmen konnte am Mittwoch die SPD-Kreistagsfraktion: Nach monatelangen Beratungen wurde der Kreishauhalt beschlossen. Trotz nötiger Einsparungen ist der Haushalt 2026 ein Investitionshaushalt vor allem in Bildung. Ein Änderungsantrag von SPD, CDU, Bündnis90/Die Grünen/Tierschutz und BVB/Freie Wähler/LGU zum Haushaltsentwurf fand eine Mehrheit und sorgt dafür, dass die bisher an drei Schulen im Landkreis laufenden Lernwerkstätten weitergeführt werden können – zuvor standen sie auf einer Streichliste.  In Lernwerkstätten werden Schülerinnen und Schülern mit sozial schwierigem Hintergrund unterstützt. Davon profitieren auch Schülerinnen und Schüler der Jean-Clermont-Oberschule in Sachsenhausen.

Nicht vergessen: In der kommenden Woche kommt die Brandenburgische Frauenwoche nach Oranienburg! Unter dem Titel „Frauen: Macht Politik“ spricht der Oranienburger SPD-Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann mit Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Gleichstellungsbeauftragte Christiane Bonk, Landtagsabgeordnete Katja Poschmann und Kommunalpolitikerin Romy Segler. Sie sprechen über Herausforderungen und Chancen für Frauen in der Politik. Viele haben sich bereits angemeldet, daher wird um eine Anmeldung gebeten, um ausreichend Sitzmöglichkeiten bereitzustellen. Anmeldungen bitte an das Büro Björn Lüttmann: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de

Es grüßt herzlich Eure

Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 20.2.26

Am Montag feierte die TURM ErlebnisCity in Oranienburg das 24jährige Bestehen! Eine Erfolgsstory in Oranienburg. Bei einem kurzen Empfang wurden einigen Kolleginnen und Kollegen, die ein „rundes Jubiläum“ hatten, einen Blumenstrauß übergeben. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und der Aufsichtsratsvorsitzende der LEO-Gruppe Burkhard Wilde sprachen einige Grußworte. Auch der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann, sowie Werner Mundt und Christian Howe gehörten zu den Gästen. Am Rande wurde bekannt, dass die Turm ErlebnisCity bereits eine „5 Sterne-Anlage“ ist, eine Auszeichnung die es nur 5-mal in den neuen Bundesländern gibt. Herzlichen Glückwunsch!

Am letzten Samstag gab es einen winterlicher Info-Stand in Zehlendorf. Am 22. Februar wird ein neuer Ortsbeirat gewählt. Unser Team für Zehlendorf: Holger Mücke, Ahmet Öztemel und Dominic Kaiser. Deshalb haben auch Judith Brandt, Burkhard Wilde, Gero Gewald und Dirk Blettermann die drei am letzten Samstag tatkräftig unterstützt. Morgen, am Samstag, werden wieder die Zehlendorfer SPD-Kandidaten öffentlich ansprechbar sein. Wir sind um 11 Uhr vor Ort und freuen uns über Besuch!

In dieser Woche lief ebenfalls die erste Sitzungsrunde der städtischen Gremien weiter. Unter anderem wurde im Sozialausschuss beherzt über eine mögliche Übertragung der Jean-Clermont-Schule an den Landkreis diskutiert. Selbst ihr Schulleiter, Herr Franz, sprach in der Sitzung, um seine Bedenken vorzutragen. „Zum Glück fand unser Änderungsantrag eine Mehrheit, der das Bekenntnis zur Übertragung herausnahm und ein Gespräch zwischen allen Beteiligten aus Stadt, Landkreis und Schule vorsieht“, sagt SPD-Ausschussmitglied Gero Gewald. So wird der Weg für eine Entscheidungsfindung geebnet, von der niemand überrumpelt wird. Toll!
Am Folgetag trat der Ordnungs- und Feuerwehrausschuss zusammen. Es ging insbesondere um die langwierige Umsetzung der Feuerwachen Ost und Nord. Man merkte, dass einige -verständlicherweise – noch sehr dadurch verletzt waren, wie sehr das Thema in der Vergangenheit seitens der Stadtspitze schleifen gelassen wurde. Dies wurde auch zur Kritik an der derzeitigen Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder benutzt, die noch keine 50 Tage im Amt ist und an jenem Abend einen Paralleltermin hatte. Andere wussten es einzuordnen und betonten, wie wichtig der Bürgermeisterin das Thema Feuerwehr ist und dass sie es zur Chefsache erklärt. Aber auch das braucht Zeit und diese sollte ihr dafür auch gewährt werden.

„Ihr lasst euch ja nur zu den Wahlen blicken“, ist ein Vorwurf, der jeder demokratischen Partei dann und wann mal am Infostand vorgeworfen wird. Aufmerksame Kolumnenleser wissen: Das stimmt beim Oranienburger SPD-Ortsverein nicht: Stammtische, Veranstaltungen auch des SPD-Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann wie z.B. seine „Ansprech-Bar“, regelmäßige Rotkehlchen, Präsenz bei Veranstaltungen, das Bürgerbüro in der Bernauer Straße und nicht zuletzt unsere Kolumne widerlegen diese Behauptung. Und so könnt ihr den Ortsverein auch am kommenden Freitag (27.2.26) treffen: Ab 9:00 Uhr findet ihr die SPD mit einem Info-Stand auf dem Wochenmarkt in der Bernauer Straße am Boulevard. Die Oranienburger Sozis freuen sich auf euch, eure Fragen und eure Anliegen!

Am Mittwoch kam die SPD-Kreistagsfraktion zu ihrer Beratung zusammen. Mit am Tisch: die Kreistagsabgeordneten Dirk Blettermann und Judith Brandt. Ihr Oranienburger Kollege Matthias Hennig war zeitgleich in einer Aufsichtsratssitzung gebunden. Hauptthema war der Kreishaushalt: Gemeinsam mit anderen Fraktionen haben die Sozialdemokraten einen Änderungsantrag zum Haushalt eingebracht. Ziel ist es, die Lernwerkstätten im Landkreis zu erhalten – unter anderem an der Jean-Clermont-Oberschule in Oranienburg. Ein Angebot, das gerade jenen Kindern zugutekommt, die es im Alltag nicht immer leicht haben und besondere Unterstützung brauchen. Eine Herzensangelegenheit für die Sozis!

Unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann war am Donnerstag an der Jean-Clermont-Oberschule zu Gast. Das neue Bildungsangebot des Landtages „Der Landtag geht zur Schule“ hatte dort Premiere. Fazit: Die Schülerinnen und Schüler waren inhaltlich super vorbereitet und haben die anwesenden Landtagsabgeordneten mit Fragen gelöchert.

Am Donnerstag hat die Oranienburger SPD-Vorsitzende, Marei John-Ohnesorg, zur Mitgliederversammlung in den TURM eingeladen. Sehr spannend war der Beitrag von Björn Lüttmann, Fraktionsvorsitzender, der von den Koalitionsgesprächen im Land mit der CDU berichtete. Es läuft offensichtlich. Am 14. März 2026 ist der SPD-Parteitag, dann werden wir über die Details berichten können. Bei der anschließenden politischen Debatte über Aktuelles aus Stadt, Land und Bund wurde ein großer Bogen von Gesundheitsthemen über Chatbots bis zur Weltlage gespannt.

Es ging um die SPD-Vorschläge, bei der Finanzierung des Gesundheitssystems auch Kapitalerträge und Mieteinnahmen einzubeziehen (Fazit: Zustimmung). Eine lange Debatte hatten wir über die sogenannten Leerfahrten, die dem Landkreis Sorge bereiten. Die Finanzierung muss neu geklärt werden, wenn der Rettungswagen ohne echte Not und eine Einlieferung ins Krankenhaus erfolgt. Helfen könnte eine Werbekampagne für die 116 117, für den ärztlichen Bereitschaftsdienst, helfen. Der dann aber natürlich auch erreichbar und besetzt sein muss. Und, sehr erfreulich: Wir durften wieder ein neues Mitglied begrüßen. Wir freuen uns!

Wir wünschen wie immer ein tolles Wochenende mit hoffnungsvoll milderen Temperaturen.

Herzlichst

Euer Henri von Oranienburg

 


Nachruf | 18.2.26

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unseren langjährigen Mitgliedern Angret und Dr. Ernst Stransky, die kurz nacheinander verstorben sind – Ernst im Alter von 90 Jahren im Januar, Angret vor wenigen Tagen im Alter von 88 Jahren. Mit ihnen verliert die SPD Oranienburg zwei Persönlichkeiten, die über viele Jahre hinweg das kommunalpolitische Leben unserer Stadt und unseres Landkreises maßgeblich geprägt haben.

Seit 1973 war Oranienburg ihre Heimat. Sie haben miterlebt, wie sich unsere Stadt von einem stark belasteten Industriestandort mit Kriegsschäden und den Einschränkungen der DDR-Zeit zu einer liebenswerten, lebendigen Stadt entwickelte – mit dem Schlosspark, der Orangerie, dem Tierpark und vielen anderen Orten, die heute selbstverständlich zu Oranienburg gehören. Diese Entwicklung haben sie nicht nur beobachtet, sondern aktiv mitgestaltet.

Angret und Ernst waren nicht nur engagierte Kommunalpolitiker – sie waren überzeugte Demokraten.

Angret Stransky trat im September 1990 in die SPD ein – aus dem Wunsch heraus, Verantwortung zu übernehmen und Demokratie vor Ort mit Leben zu füllen. 1993 wurde sie in die  Stadtverordnetenversammlung und in den Kreistag gewählt. Bereits ein Jahr später übernahm sie den Vorsitz der SPD-Fraktion, 1996 wurde sie Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Oranienburg – ein Amt, das sie bis 2003 mit großem Engagement und beeindruckender Souveränität ausübte.

Ihr Grundsatz war stets Neutralität, Sachlichkeit und die Unabhängigkeit von parteipolitischen Querelen. Auch in kontroversen Debatten achtete sie auf einen respektvollen Umgang. Sie repräsentierte unsere Stadt würdevoll bei den Partnerstädten in Hamm, Vught, Melnik und Bagnolet und erlebte 1999 anlässlich der Eröffnung der Oranje-Ausstellung im renovierten Barockschloss Oranienburg einen besonderen Moment, als sie die niederländische Königin begrüßen durfte. Der Erhalt und Ausbau der Orangerie war ihr ein persönliches Anliegen – heute ist sie ein fester Bestandteil unseres Stadtbildes.

Über ihre politische Arbeit sagte sie einmal: „Diese politische Tätigkeit habe ich nie als Belastung und Pflicht, sondern als außergewöhnliche Bereicherung meines Lebens betrachtet.“
Dieser Satz beschreibt ihr Wirken treffend.

Auch Ernst Stransky stellte sein Engagement ganz in den Dienst der Menschen in unserer Region. Von 1998 bis 2003 war er Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses im Kreistag Oberhavel. Bildung und Jugend lagen ihm besonders am Herzen – nicht zuletzt durch seine frühere Tätigkeit als Dezernent der Stadt Oranienburg, in der er unter anderem für die Schulen verantwortlich war.

Als die Auflösung des Runge-Gymnasiums beschlossen werden sollte, stellte er sich – aus Überzeugung und im Interesse der Schülerinnen und Schüler – gegen dieses Vorhaben. Um unabhängig handeln zu können, verließ er sogar seine Fraktion und nahm persönliche Anfeindungen in Kauf. Sein Einsatz zeigte Wirkung: Der Antrag wurde zunächst zurückgezogen. Dieser Schritt zeugt von großem Mut, Standhaftigkeit und einem tiefen Verantwortungsbewusstsein.

Beide verband die Erfahrung der Nachkriegszeit – Jahre des Mangels, des Hungers und der Entbehrung. Bildung bedeutete für sie Hoffnung auf ein besseres Leben. Vielleicht erklärt gerade das ihren unermüdlichen Einsatz für Schulen, Kitas und kommunale Einrichtungen. Ihr politisches Credo war klar: Die Infrastruktur unserer Stadt muss mit dem Wachstum Schritt halten, damit Oranienburg lebenswert bleibt – für alle Generationen.

Angret und Ernst Stransky standen für eine politische Kultur des Respekts, der Sachlichkeit und des persönlichen Gesprächs. Sie waren überzeugt, dass Demokratie vom Mitmachen lebt – und dass insbesondere junge Menschen ihren Platz in der Kommunalpolitik finden müssen.

Wir verlieren mit ihnen zwei aufrechte Sozialdemokraten, die die SPD und unsere Stadt über Jahrzehnte geprägt haben. Ihr Wirken bleibt sichtbar – in Projekten, Entscheidungen und in der Haltung, mit der sie Politik verstanden: als Dienst am Gemeinwohl.

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihnen nahestanden.
Wir werden Angret und Ernst Stransky ein ehrendes Andenken bewahren.


Wöchentliche Kolumne | 13.2.26

Falls Sie es noch nicht bemerkt haben: Heute ist Freitag der Dreizehnte! Aber keine Panik, statistisch gesehen kommt es an diesen Tagen nicht zu mehr Unfällen oder anderen Unglücken. Die Angst vor Freitagen, die auf einen 13. fallen, trägt übrigens den klangvollen Namen Paraskavedekatriaphobie. Eine deutlich näherliegende Sorge dürfte in den vergangenen Wochen viele Oranienburgerinnen und Oranienburger umgetrieben haben: die Pagophobie – die Angst vor Eis, Frost und der Gefahr, bei Glätte auszurutschen. Aber nun sind die Eismassen den Temperaturen über 0 °C weitestgehend gewichen. Eine weitere Angst vorerst gebannt!

Unbeeindruckt von dieser winterlichen Phobie kam am Montagabend der Vorstand der SPD Oranienburg zusammen. Einmal durchgezählt: Alle da! Auf der Tagesordnung stand die Wahl zum Ortsbeirat Zehlendorf am 22. Februar, die inhaltliche Planung kommender Mitgliederversammlungen und auch möglicher Aktionen. Marei John-Ohnesorg, Vorsitzende der SPD Oranienburg, hat eingeladen, Yvonne Lehmann gewohnt souverän moderiert. Parteiarbeit zeigt sich dabei einmal mehr als das, was sie oft ist: engagierte und notwendige Grundlagenarbeit.

Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist angetreten mit dem Versprechen, ansprechbar und sichtbar zu sein. Regelmäßig gewährt sie über Social Media Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Neu ist auch, dass sie wöchentlich Presseinformation dazu verschickt, welche Termine im Laufe der Woche anfallen und wo sie unterwegs ist. Ihr Amtsvorgänger kannte so etwas nicht. Es sind oft die kleinen Dinge, die einen Unterschied machen, aber einen sichtbaren!

Einer dieser Termine fand am Mittwoch im Louise-Henriette-Gymnasium statt. Die Stadt hat zum Jugendforum eingeladen und über 150 Schülerinnen und Schülern folgten der Einladung. Sie konnten sich in verschiedenen Workshops einbringen. Von Beteiligung mit LEGO-Blöcken über Überlegungen zur Gestaltung des Schlossparks bis zu praktischen Demokratie- und Argumentationstrainings war für jede und jeden etwas dabei. Auch viele Stadtverordnete nutzten die Möglichkeit, mit den  jungen Menschen  zu ihren Wünschen für unsere Stadt  ins Gespräch zu kommen. Von der SPD waren Fraktionschef Matthias Hennig und Sozialausschuss-Mitglied Gero Gewald dabei. In ihrer Begrüßungsrede betonte Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder die Relevanz der Jugendbeteiligung und dass sie und die politischen Vertreter der Stadt gern Ansprechpartner für die jungen Menschen sind. Sehr gut!

Jetzt ist die Stadtpolitik wieder am Zug: Die erste Sitzungsfolge startet und alle Ausschüsse tagen. In diesen werden u.a. Satzungsänderungen besprochen, die im Vorfeld bereits zu Diskussionen in den facebook-Kommentarspalten gesorgt haben: Hundesteuer, Zweitwohnsitzsteuer, Kita- und Schulessenbeitragssatzung und einiges mehr. Im Bauausschuss steht das Stadtentwicklungskonzept auf der Tagesordnung und vieles mehr.

Im Werksausschuss am Mittwochabend ging es zum Beispiel um die Hundesteuer. Der Ausschuss empfiehlt eine Erhöhung des derzeitigen Jahressatzes von 50 Euro auf 84 Euro. Dem voraus ging eine Debatte, in der einige Stadtverordnete sich dazu bekannten, zwei Herzen in der Brust zu haben, aber mit Blick auf die Gesamtverantwortung für die Stadt diesen Schritt mitzugehen. Ein Änderungsantrag der CDU bei bestimmten Abständen zu anderen Wohngebäuden eine Ermäßigung für „Wachhunde“ zuzulassen, wurde als unpraktikabel und bürokratielastig kritisiert und mehrheitlich nicht empfohlen. Ebenso empfahl der Ausschuss eine Anhebung der Zweitwohnsitzsteuer. Auch hier zeigte sich, wer bereit dazu ist, Verantwortung zu übernehmen und wer sich nur hinter populistischen Parolen versteckt. Leider erwartbar. Aber die Bürgermeisterin nahm sich die Zeit, der Sitzung beizuwohnen und die Debatten zu begleiten. Ein wichtiger Ausdruck des Interesses und der Wertschätzung!

Am Samstag fand im Willy-Brandt-Haus, der SPD Parteizentrale, der Startschuss für das neue SPD-Grundsatzprogramm statt. Wilhelm Liebknecht, einer der  SPD-Gründerväter, schrieb bereits 1869: „Weil wir die Untrennbarkeit der Demokratie und des Sozialismus begriffen haben, nennen wir uns Sozialdemokraten.“ Seitdem musste die Idee der „Sozialdemokratie“ immer wieder auf neue Herausforderungen und Fragen angewendet werden, welche sich in den angesprochenen Grundsatzprogrammen niedergeschrieben fanden. Das derzeitige „Hamburger Programm“ ist aus dem Jahr 2007 – also einer Zeit vor der Finanzkrise, großen Fluchtbewegungen nach Europa, dem Erstarken des Rechtsextremismus, der Covid-19-Pandemie, den Fridays-for-Future-Demonstrationen, eines US-Präsidenten Trump und des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine. Höchste Zeit also für ein Update! Wer auch einen Sozialdemokraten in seinem Herzen schlagen hört, hat nun die beste Möglichkeit dazu, in die Partei einzutreten und die Ausrichtung der SPD aktiv mitzugestalten: Jetzt Mitglied werden! Bei der Auftaktveranstaltung waren Yvonne Lehmann und Marei John-Ohnesorg aus unserem Ortsverein dabei.

Im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche plant traditionell auch unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann eine Veranstaltung. In der JUPP-Bar im Oranienwerk empfängt er hochkarätige Gäste: Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, die städtische Gleichstellungsbeauftragte Christiane Bonk, die Landtagsabgeordnete Katja Poschmann und die Co-Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Romy Segler. Unter dem Titel „Frauen, macht Politik!“ werden sie über Erfahrungen, Hürden und Chancen von Frauen in der Politik sprechen. Es soll aber nicht nur diskutiert, sondern auch ordentlich gefeiert werden. Für rockige Stimmung sorgt die Oranienburger-Band L.A.R.S. Die Veranstaltung findet am 4. März 2026 um 17 Uhr in der JUPP-Bar statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig, erleichtert jedoch die Planung (E-Mail: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de | Tel.: 03301-3978890)

Und wo wir gerade beim Landtag sind: Kennen Sie politisch interessierte Jugendliche? Im Landtag findet vom 24. – 26. April 2026 das erste parlamentarische Jugendforum statt.  Wer Lust hat, hinter die Kulissen des Politikbetriebs zu schauen, ist hier genau richtig. Bis zum 27. Februar 2026 können sich junge Menschen von 14-21 Jahren noch bewerben. Neben Diskussionsrunden stehen auch Treffen mit Landtagsabgeordneten auf dem Programm. Genauere Informationen finden Sie hier: Parlamentarisches Jugendforum

Herzliche Grüße

Eure Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 6.2.26

Letztes Wochenende machte das Traumschüff Theater mit dem Stück „Schankwirtschaft“ zum vorerst letzten Mal Halt, nämlich im Oranienburger Ortsteil Lehnitz. Und wieder volles Haus und super Stimmung. Auch viele Sozis konnte man im Kulturhaus erblicken, darunter Marei John-Ohnesorg, Gero Gewald, Ortsvorsteher Matthias Hennig, Ortsbeirätin Yvonne Lehmann und den Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann.

In dieser Woche gaben sich zahlreiche Kommunalpolitiker im Oranienburger Schloss die Klinke in die Hand. Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) empfing die Fraktionsvorsitzenden von den Freien Wählern, Antje Wendt, den Bündnisgrünen, Susanne Zamecki, der Piraten/FDP-Fraktion, Thomas Ney und der SPD, Matthias Hennig. Den Schluss bildete der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD). Wie man hört, haben beide über eine Stunde intensiv die Lokalpolitik und die Pläne der „Neuen“ besprochen.

Politik lebt von Kontakten – und Oranienburg ist dabei bestens vernetzt. Deshalb trafen sich in dieser Woche auch Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und der Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann (SPD), um ihre Zusammenarbeit weiter zu schärfen. Kurze Wege statt langer Warteschleifen, ein Griff zum Telefon statt umständlicher Anträge: Genau das ist ein echter Standortvorteil, den parteilose Mandatsträger kaum ersetzen können. Mit Jennifer Collin-Feeder im Schloss, Björn Lüttmann als SPD-Fraktionschef im Landtag, Alexander Tönnies als SPD-Landrat und Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke (SPD) an der Spitze des Landes hat Oranienburg beste Karten, wenn es darum geht, kommunale Anliegen zu platzieren.

Am Dienstag kam die SPD-Fraktion der Stadt zusammen, um die Ausschüsse der Stadt in der kommenden Woche zu besprechen. Viele Beschlussvorlagen der Verwaltung, aber auch einige Anträge stehen auf den Tagesordnungen. Matthias Hennig, der Fraktionschef, führte flott durch die Punkte. Zum Schluss überreichte er der anwesenden Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder noch ein Stück selbstgebackenen Apfelkuchen. Diese verriet später, dass sie bei Kuchen und anderen süßen Leckereien nicht „Nein“ sagen kann. Guten Appetit.

Im Bundestag ging es wieder heiß her. Die AfD hat einen Antrag eingebracht, der u.a. sämtliche Erbschaftsteuern streichen sollte. Dabei sagen über 60% der Deutschen, dass Mehrere-Millionen-Euro-Erbschaften stärker besteuert werden sollten. Wieder macht sich die verklärte „Partei der kleinen Leute“ zum Steigbügelhalter für all jene, die hohe Vermögen angehäuft haben. Dann doch lieber der SPD-Vorschlag: Hohe Freibeträge, um kleinen und mittleren Vermögen zu schützen, steuerfreies selbst genutztes Eigenheim für „Omas Häuschen“ und 5 Mio. € Freibetrag für Unternehmensvermögen. So geht Soziale Politik für Dich, statt Vermögenskonzentrationen weiter zu zementieren!

Rutscht nicht aus, bleibt gesund und habt ein schönes Wochenende,

Euer Henri von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 6.3.26

Am letzten Samstag fand die Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Oranienburger Feuerwehr statt. Zuerst standen einige Berichte auf dem Programm. Dann wurde der „Leiterin des Brandschutzes“ Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) das Wort erteilt. Schon allein dieser Auftritt der neuen Bürgermeisterin wurde von einigen nachfolgenden Rednern positiv erwähnt. Der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD), Vertreter der Kreis- und Landesfeuerwehr, sowie die Stadtverordneten Nicole Walter-Mundt (CDU) und Susanne Zamecki (Grüne) gehörten ebenfalls zu den Rednern. Anschließend standen Ehrungen (nach bestandenen Prüfungen und langjährigen Mitgliedschaften) und viele Gespräche auf der Tagesordnung. Ein rührender Höhepunkt waren die Worte von Feuerwehrmann Alexander Kurb, der vom Gesundheitszustand seines Bruders Antonio und der Dankbarkeit der gesamten Familie für die Hilfe und Solidarität berichtete, die die Familie seit der schweren Erkrankung des jungen Mannes seit Monaten erfährt. Bewegend, wenn der gesamte Saal aufsteht und langanhaltend Beifall spendet.

Auch die MAZ berichtete über die Familie Kurb: Antonio ist aus seinem Koma wieder aufgewacht! Die Familie bedankt sich herzlich für viel Unterstützung. Auch wir hoffen gemeinsam mit der Familie. dass Antonio wieder ganz gesund wird!

Am Mittwoch war es so weit: Die Landeschefs von SPD und CDU, Dietmar Woidke und Jan Redmann, haben mit den Generalsekretären ihrer Parteien den ausgehandelten Koalitionsvertrag vorgestellt. Dieser besticht mit seiner Kürze: Auf „nur“ 39 Seiten hält er die groben Linien für die Zukunft des Landes Brandenburgs fest. Er soll ein flexibler Vertrag sein, der jährlich überprüft und aktualisiert werden soll. Damit wird er einer krisenhaften Zeit gerecht. Zeitgleich nennt er konkrete Meilensteine, an denen sich der Erfolg der Regierung immer wieder messen lassen kann. Jetzt steht auch die Verteilung der Ministerien fest, wobei es teils große Überraschungen gibt: Die SPD sichert sich neben der Staatskanzlei das starke Finanzministerium und das Super-Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Asyl und Integration, für das Minister René Wilke zuständig sein wird. Dafür werden das Innenministerium und das Bildungsministerium durch die CDU geführt. Das klingt nach respektvollen Verhandlungen, bei denen beide Parteien erforderliche Zugeständnisse machten. Den Entwurf des Koalitionsvertrags finden Sie hier: Link Koalitionsvertrag .

Der SPD-Fraktionschef im Landtag und Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann zeigte sich zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis. Denn auch Oranienburg und die Region Oberhavel profitieren – zum Beispiel durch folgende Vorhaben: Die „Kompetenzregion Oranienburg bei der Kampfmitteluche“ wird umgesetzt, der Bau des neuen Besucherzentrums von Museum und Gedenkstätte Sachsenhausen wird gefördert und das Erfolgsprojekt „Pakt für Pflege“, das in Oranienburg beim Märkischen Sozialverein angesiedelt ist, wird fest im Landespflegegesetz verankert.

Auch Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist weiter aktiv und berichtet über ihre Social-Media-Kanäle von ihrer Arbeit. Diese Woche auf dem Programm: Treffen mit den Ortsvorstehern, Besuch der Friedrich-Wolf-Grundschule, Lehnitzer Karneval, Ausschusssitzungen, Feuerwehr … . So vielfältig ist die Palette, und sie ist weiterhin engagiert am Ball. Am vergangenen langen Dienstag überraschte der Lehnitzer Ortsvorsteher und SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Hennig sie mit selbstgebackenem Apfelkuchen – mit echten Brandenburger Äpfeln! Wertschätzung geht eben auch durch den Magen.

Für etwas Überraschung sorgte der SPD Ortsverein am vergangenen Freitag: Mit einem Info-Stand war er nahe der Bushaltestelle Bernauer Straße aktiv. Einige nutzten die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen und verschiedene Anliegen insbesondere zu Toiletten im öffentlichen Raum anzusprechen. Viele haben sich sehr darüber gefreut, sich auch außerhalb der Wahlkämpfe mit politischen Vertretern auszutauschen – obwohl das für die Oranienburger Sozis sowieso selbstverständlich ist. Ein Konzept, das der Ortsverein in den kommenden Monaten häufiger anbieten möchte! Natürlich ist er auch jederzeit per Mail und Social-Media erreichbar, aber das direkte Gespräch wird doch von einigen noch immer bevorzugt.

Manchmal traut man seinen Augen nicht. Oranienburgs SPD ist auf den sozialen Medien ständig präsent. Die Oranienburger Kolumne, Einladungen zu Veranstaltungen oder auch Informationen über Wahlergebnisse (wie vor kurzem aus dem Ortsteil Zehlendorf) finden ein immer breiteres Publikum. Ein Beitrag wurde sogar 25.000-mal aufgerufen. Ein Erfolg, den wir gerne auch mal veröffentlichen, so SPD-Ortsvereinsvorsitzende Marei John-Ohnesorg.

Die Oranienburger CDU-Fraktion musste in der vergangenen Woche einiges an Kritik einstecken. Der Oranienburger Generalanzeiger spricht unter anderem von einem „Dauerstreit mit der Verwaltung“, davon, die CDU verhindere zügiges Arbeiten und bremse Projekte aus, und stellt sogar die Frage, ob sie die Verwaltung zu sehr von ihrer eigentlichen Arbeit abhalte. Nun muss man nicht jede dieser Zuspitzungen uneingeschränkt teilen. Die angeführten Beispiele geben dennoch Anlass zur Diskussion: wiederholte Änderungswünsche an einem Bebauungsplan, ein bewusstes Hineinwirken in laufende Verwaltungsprozesse durch zahlreiche Nachfragen – und weitere Punkte, die das Spannungsfeld zwischen Politik und Verwaltung sichtbar machen.

Gleichzeitig gehört es selbstverständlich zu den Kernaufgaben von Stadtverordneten und Fraktionen, kritisch nachzufragen und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Kontrolle und Mitgestaltung sind schließlich wesentliche Elemente kommunalpolitischer Arbeit. Fest steht auch: Oranienburgs neue Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder kennt ihre Zuständigkeiten und verteidigt die Hoheit über die Aufgaben der Verwaltung mit Nachdruck. Sie scheut die Auseinandersetzung nicht – und ist bereit, Debatten offen zu führen. Zu hoffen bleibt, dass sich alle Beteiligten der Außenwirkung ihres Handelns bewusst sind und in einen verantwortungsvollen, konstruktiven Arbeitsmodus finden. Am Montag tagt die Stadtverordnetenversammlung – und wir freuen uns über alle, die die Sitzung live oder vor Ort verfolgen.

Nicht vergessen: Am Sonntag ist Frauentag! Im Vorfeld dessen hatte unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann am Mittwoch traditionell zu einer Gesprächsrunde im Rahmen der Brandenburger Frauenwochen eingeladen: „Frauen, Macht Politik!“. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Kommunalpolitikerin Romy Segler und Landtagsabgeordnete Katja Poschmann sprachen über Chancen und Hürden von Frauen in der Politik. Es entstanden interessante Gespräche mit über 50 Gästen im Publikum, die der Einladung gefolgt sind. Für die feierliche Stimmung sorgte die Oranienburger Band L.A.R.S. Vielen Dank für diesen tollen Abend!

Am Donnerstag Abend fand in Hohen Neuendorf die regionale Auftaktveranstaltung zu den Brandenburgischen Frauenwochen 2026 statt. Die Gleichstellungsbeauftragten haben einen Interviewband präsentiert: „Frauen sprechen Klartext“. Sehr beeindruckend. Hier ist aus den Interviews ein Buch entstanden. Die Themen reichen von Sorgearbeit und Vereinbarkeit über Pflege bis zu politischem Engagement und biografischen Brüchen. Sehr spannend. Marei John-Ohnesorg war dabei im sehr gut besuchten Rathaussaal. Hoffentlich lassen sich viele neu motivieren, sich selbst politisch zu engagieren!

Ein frühlingshaftes Wochenende wünscht herzlich

Euer Henri von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 27.2.26

Die Rechnung ging am letzten Sonntag für das frühere Ortsbeiratsmitglied und AfD-Stadtverordneten Jörg Thomas nicht auf. Im Oktober provozierte er mit seinem Rücktritt aus dem Zehlendorfer Ortsbeirat eine Neuwahl. Am Sonntag entschied sich die Zehlendorfer Bürgerschaft für einen Neuanfang mit Holger Mücke (SPD), der die meisten Stimmen auf sich vereinigte. Danach folgte der Vertreter der Freien Wähler, Andreas Zenser und ein Vertreter der AfD, Thomas Eichstätt. Wer von den dreien Ortsvorsteher wird, entscheidet sich im März, da findet die nächste ordentliche Sitzung statt. Auf jeden Fall kann die Oranienburger/Zehlendorfer SPD zufrieden mit dem Ergebnis von 40,5 % der abgegebenen Stimmen sein. Danke für Euren Einsatz, Ahmet Öztemel, Dominic Kaiser und Holger Mücke.

Am Montag im Hauptausschuss ging es teilweise richtig zur Sache. Inhaltlich wurde teilweise hart gestritten, es wurden bei den meisten Vorlagen aber große Einigkeit hergestellt. Beim Thema „Prüfung von Böllerverbotszonen“ und der „Umbau der Walther-Bothe-Straße“ stimmten AfD, CDU und FDP/Piraten gemeinsam ab. Ein ungewohntes Bild, da sich die demokratischen Parteien bislang einig waren, dass die Stimmen der äußeren Rechten keinen Ausschlag bei Entscheidungen der Stadt Oranienburg haben sollen. Nun haben die drei Fraktionen keine Mehrheit im Hauptausschuss. Der SPD-Stadtverordnete Dirk Blettermann streute genau da Salz in die offene Wunde der CDU und der FDP/Piraten. In der SVV ist wieder alles offen. Vielleicht suchen die beiden Fraktionen doch den Schulterschluss mit den anderen demokratischen Fraktionen. Und gute Argumente können die Kraft des Kompromisses auch beflügeln.

Andernorts haben sich die Christdemokraten aus der Mitte verabschiedet. In Hennigsdorf stimmten fünf CDU-Stadtverordnete einem AfD-Antrag zu, der „Sicherheitspartnerschaften“ für die Stadt vorsieht. Bürgerinnen und Bürger sollen freiwillig patrouillieren, um „unangemessenes Verhalten“ festzustellen und so ein Sicherheitsgefühl zu stärken. Damit wurden an manchen Orten gute Erfahrungen gemacht, wenn es um ruhige Wohngebiete ging und die Initiative aus der Nachbarschaft kam – nicht von einer Partei. Denn die Schattenseite ist: Einfache Bürger dürften danach andere festhalten, ohne dass „unangemessenes Verhalten“ genauer definiert worden wäre. Das rassistische Weltbild der AfD öffne so der Willkür Tür und Tor, wie manche befürchten. Andere sprechen von „AfD-Patrouillen“ und fühlen sich an die vor gut 10 Jahren von der NPD errichteten „Schutz-Zonen“ erinnert. Gruselig, worauf sich CDU-Stadtverordnete hier eingelassen haben.

Eigentlich sagte CDU-Fritze Merz ursprünglich: „Wenn irgendjemand von uns die Hand hebt, um mit der AfD zusammenzuarbeiten, dann steht am nächsten Tag ein Parteiausschlussverfahren an.“ Und die Abgrenzung zur AfD hat beim Parteitag unmissverständlich bekräftigt.

Die SPD ist weiter auf dem Weg „in die neue Zeit“, zu einem neuen Grundsatzprogramm. Auf Antrag der Oberhaveler Jusos haben sich auch die Jusos Brandenburg auf den Weg gemacht, herauszufinden, wie sie sich das Brandenburg von 2040 vorstellen. Dadurch sollen langfristige Visionen gesteckt werden. Am Wochenende fand hierzu das erste Verbandswochenende der Jungsozialisten statt. Es ging um Finanzen & Wirtschaft, Klima & Umwelt, Gesundheit & Rente und Bildung. Dazu wurden Experten anderer Organisationen eingeladen und Ideen und Ergebnisse zusammengetragen, die nun weiterzuverfolgen sind. Aus Oberhavel waren die beiden Vorsitzenden dabei: Vivien Semrau und Gero Gewald.

Am Dienstag jährte sich der offene russische Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine bereits zum vierten Mal. Vier Jahre Krieg, Leid, Elend, die Verschleppung von Kindern und Tod, die die russische Armee in die Ukraine getragen haben. Nach der anfänglichen hohen Solidarität mit dem angegriffenen Land beginnen mittlerweile immer mehr den Lügen und Propaganda-Erzählungen der russischen Machthaber das Wort zu reden. Teil davon sind Troll-Armeen im Internet, die gezielt die Kreml-Narrative wiederholen, um den Zusammenhalt in westlichen Gesellschaften zu zerstören und so die Unterstützung der Ukraine zu unterminieren. Die falsche Annahme, innerhalb weniger Wochen die Ukraine eingenommen zu haben und stattdessen in einem jahrelangen Zermürbungskrieg geendet zu sein, in dem auch hunderttausende russischer Soldaten ihr Leben ließen, wird als große Tragödie in die Geschichte der russischen Föderation eingehen. Es liegt einzig in der Hand Putins, seine Truppen zurückzurufen und den Krieg zu beenden. Wir stehen fest an der Seite der Ukraine, ihren tapferen Kämpfern, die dem Aggressor seit vier Jahren nun offen die Stirn bieten. Slawa Ukrajini!

Aufatmen konnte am Mittwoch die SPD-Kreistagsfraktion: Nach monatelangen Beratungen wurde der Kreishauhalt beschlossen. Trotz nötiger Einsparungen ist der Haushalt 2026 ein Investitionshaushalt vor allem in Bildung. Ein Änderungsantrag von SPD, CDU, Bündnis90/Die Grünen/Tierschutz und BVB/Freie Wähler/LGU zum Haushaltsentwurf fand eine Mehrheit und sorgt dafür, dass die bisher an drei Schulen im Landkreis laufenden Lernwerkstätten weitergeführt werden können – zuvor standen sie auf einer Streichliste.  In Lernwerkstätten werden Schülerinnen und Schülern mit sozial schwierigem Hintergrund unterstützt. Davon profitieren auch Schülerinnen und Schüler der Jean-Clermont-Oberschule in Sachsenhausen.

Nicht vergessen: In der kommenden Woche kommt die Brandenburgische Frauenwoche nach Oranienburg! Unter dem Titel „Frauen: Macht Politik“ spricht der Oranienburger SPD-Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann mit Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, Gleichstellungsbeauftragte Christiane Bonk, Landtagsabgeordnete Katja Poschmann und Kommunalpolitikerin Romy Segler. Sie sprechen über Herausforderungen und Chancen für Frauen in der Politik. Viele haben sich bereits angemeldet, daher wird um eine Anmeldung gebeten, um ausreichend Sitzmöglichkeiten bereitzustellen. Anmeldungen bitte an das Büro Björn Lüttmann: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de

Es grüßt herzlich Eure

Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 20.2.26

Am Montag feierte die TURM ErlebnisCity in Oranienburg das 24jährige Bestehen! Eine Erfolgsstory in Oranienburg. Bei einem kurzen Empfang wurden einigen Kolleginnen und Kollegen, die ein „rundes Jubiläum“ hatten, einen Blumenstrauß übergeben. Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und der Aufsichtsratsvorsitzende der LEO-Gruppe Burkhard Wilde sprachen einige Grußworte. Auch der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann, sowie Werner Mundt und Christian Howe gehörten zu den Gästen. Am Rande wurde bekannt, dass die Turm ErlebnisCity bereits eine „5 Sterne-Anlage“ ist, eine Auszeichnung die es nur 5-mal in den neuen Bundesländern gibt. Herzlichen Glückwunsch!

Am letzten Samstag gab es einen winterlicher Info-Stand in Zehlendorf. Am 22. Februar wird ein neuer Ortsbeirat gewählt. Unser Team für Zehlendorf: Holger Mücke, Ahmet Öztemel und Dominic Kaiser. Deshalb haben auch Judith Brandt, Burkhard Wilde, Gero Gewald und Dirk Blettermann die drei am letzten Samstag tatkräftig unterstützt. Morgen, am Samstag, werden wieder die Zehlendorfer SPD-Kandidaten öffentlich ansprechbar sein. Wir sind um 11 Uhr vor Ort und freuen uns über Besuch!

In dieser Woche lief ebenfalls die erste Sitzungsrunde der städtischen Gremien weiter. Unter anderem wurde im Sozialausschuss beherzt über eine mögliche Übertragung der Jean-Clermont-Schule an den Landkreis diskutiert. Selbst ihr Schulleiter, Herr Franz, sprach in der Sitzung, um seine Bedenken vorzutragen. „Zum Glück fand unser Änderungsantrag eine Mehrheit, der das Bekenntnis zur Übertragung herausnahm und ein Gespräch zwischen allen Beteiligten aus Stadt, Landkreis und Schule vorsieht“, sagt SPD-Ausschussmitglied Gero Gewald. So wird der Weg für eine Entscheidungsfindung geebnet, von der niemand überrumpelt wird. Toll!
Am Folgetag trat der Ordnungs- und Feuerwehrausschuss zusammen. Es ging insbesondere um die langwierige Umsetzung der Feuerwachen Ost und Nord. Man merkte, dass einige -verständlicherweise – noch sehr dadurch verletzt waren, wie sehr das Thema in der Vergangenheit seitens der Stadtspitze schleifen gelassen wurde. Dies wurde auch zur Kritik an der derzeitigen Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder benutzt, die noch keine 50 Tage im Amt ist und an jenem Abend einen Paralleltermin hatte. Andere wussten es einzuordnen und betonten, wie wichtig der Bürgermeisterin das Thema Feuerwehr ist und dass sie es zur Chefsache erklärt. Aber auch das braucht Zeit und diese sollte ihr dafür auch gewährt werden.

„Ihr lasst euch ja nur zu den Wahlen blicken“, ist ein Vorwurf, der jeder demokratischen Partei dann und wann mal am Infostand vorgeworfen wird. Aufmerksame Kolumnenleser wissen: Das stimmt beim Oranienburger SPD-Ortsverein nicht: Stammtische, Veranstaltungen auch des SPD-Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann wie z.B. seine „Ansprech-Bar“, regelmäßige Rotkehlchen, Präsenz bei Veranstaltungen, das Bürgerbüro in der Bernauer Straße und nicht zuletzt unsere Kolumne widerlegen diese Behauptung. Und so könnt ihr den Ortsverein auch am kommenden Freitag (27.2.26) treffen: Ab 9:00 Uhr findet ihr die SPD mit einem Info-Stand auf dem Wochenmarkt in der Bernauer Straße am Boulevard. Die Oranienburger Sozis freuen sich auf euch, eure Fragen und eure Anliegen!

Am Mittwoch kam die SPD-Kreistagsfraktion zu ihrer Beratung zusammen. Mit am Tisch: die Kreistagsabgeordneten Dirk Blettermann und Judith Brandt. Ihr Oranienburger Kollege Matthias Hennig war zeitgleich in einer Aufsichtsratssitzung gebunden. Hauptthema war der Kreishaushalt: Gemeinsam mit anderen Fraktionen haben die Sozialdemokraten einen Änderungsantrag zum Haushalt eingebracht. Ziel ist es, die Lernwerkstätten im Landkreis zu erhalten – unter anderem an der Jean-Clermont-Oberschule in Oranienburg. Ein Angebot, das gerade jenen Kindern zugutekommt, die es im Alltag nicht immer leicht haben und besondere Unterstützung brauchen. Eine Herzensangelegenheit für die Sozis!

Unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann war am Donnerstag an der Jean-Clermont-Oberschule zu Gast. Das neue Bildungsangebot des Landtages „Der Landtag geht zur Schule“ hatte dort Premiere. Fazit: Die Schülerinnen und Schüler waren inhaltlich super vorbereitet und haben die anwesenden Landtagsabgeordneten mit Fragen gelöchert.

Am Donnerstag hat die Oranienburger SPD-Vorsitzende, Marei John-Ohnesorg, zur Mitgliederversammlung in den TURM eingeladen. Sehr spannend war der Beitrag von Björn Lüttmann, Fraktionsvorsitzender, der von den Koalitionsgesprächen im Land mit der CDU berichtete. Es läuft offensichtlich. Am 14. März 2026 ist der SPD-Parteitag, dann werden wir über die Details berichten können. Bei der anschließenden politischen Debatte über Aktuelles aus Stadt, Land und Bund wurde ein großer Bogen von Gesundheitsthemen über Chatbots bis zur Weltlage gespannt.

Es ging um die SPD-Vorschläge, bei der Finanzierung des Gesundheitssystems auch Kapitalerträge und Mieteinnahmen einzubeziehen (Fazit: Zustimmung). Eine lange Debatte hatten wir über die sogenannten Leerfahrten, die dem Landkreis Sorge bereiten. Die Finanzierung muss neu geklärt werden, wenn der Rettungswagen ohne echte Not und eine Einlieferung ins Krankenhaus erfolgt. Helfen könnte eine Werbekampagne für die 116 117, für den ärztlichen Bereitschaftsdienst, helfen. Der dann aber natürlich auch erreichbar und besetzt sein muss. Und, sehr erfreulich: Wir durften wieder ein neues Mitglied begrüßen. Wir freuen uns!

Wir wünschen wie immer ein tolles Wochenende mit hoffnungsvoll milderen Temperaturen.

Herzlichst

Euer Henri von Oranienburg

 


Nachruf | 18.2.26

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unseren langjährigen Mitgliedern Angret und Dr. Ernst Stransky, die kurz nacheinander verstorben sind – Ernst im Alter von 90 Jahren im Januar, Angret vor wenigen Tagen im Alter von 88 Jahren. Mit ihnen verliert die SPD Oranienburg zwei Persönlichkeiten, die über viele Jahre hinweg das kommunalpolitische Leben unserer Stadt und unseres Landkreises maßgeblich geprägt haben.

Seit 1973 war Oranienburg ihre Heimat. Sie haben miterlebt, wie sich unsere Stadt von einem stark belasteten Industriestandort mit Kriegsschäden und den Einschränkungen der DDR-Zeit zu einer liebenswerten, lebendigen Stadt entwickelte – mit dem Schlosspark, der Orangerie, dem Tierpark und vielen anderen Orten, die heute selbstverständlich zu Oranienburg gehören. Diese Entwicklung haben sie nicht nur beobachtet, sondern aktiv mitgestaltet.

Angret und Ernst waren nicht nur engagierte Kommunalpolitiker – sie waren überzeugte Demokraten.

Angret Stransky trat im September 1990 in die SPD ein – aus dem Wunsch heraus, Verantwortung zu übernehmen und Demokratie vor Ort mit Leben zu füllen. 1993 wurde sie in die  Stadtverordnetenversammlung und in den Kreistag gewählt. Bereits ein Jahr später übernahm sie den Vorsitz der SPD-Fraktion, 1996 wurde sie Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Oranienburg – ein Amt, das sie bis 2003 mit großem Engagement und beeindruckender Souveränität ausübte.

Ihr Grundsatz war stets Neutralität, Sachlichkeit und die Unabhängigkeit von parteipolitischen Querelen. Auch in kontroversen Debatten achtete sie auf einen respektvollen Umgang. Sie repräsentierte unsere Stadt würdevoll bei den Partnerstädten in Hamm, Vught, Melnik und Bagnolet und erlebte 1999 anlässlich der Eröffnung der Oranje-Ausstellung im renovierten Barockschloss Oranienburg einen besonderen Moment, als sie die niederländische Königin begrüßen durfte. Der Erhalt und Ausbau der Orangerie war ihr ein persönliches Anliegen – heute ist sie ein fester Bestandteil unseres Stadtbildes.

Über ihre politische Arbeit sagte sie einmal: „Diese politische Tätigkeit habe ich nie als Belastung und Pflicht, sondern als außergewöhnliche Bereicherung meines Lebens betrachtet.“
Dieser Satz beschreibt ihr Wirken treffend.

Auch Ernst Stransky stellte sein Engagement ganz in den Dienst der Menschen in unserer Region. Von 1998 bis 2003 war er Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses im Kreistag Oberhavel. Bildung und Jugend lagen ihm besonders am Herzen – nicht zuletzt durch seine frühere Tätigkeit als Dezernent der Stadt Oranienburg, in der er unter anderem für die Schulen verantwortlich war.

Als die Auflösung des Runge-Gymnasiums beschlossen werden sollte, stellte er sich – aus Überzeugung und im Interesse der Schülerinnen und Schüler – gegen dieses Vorhaben. Um unabhängig handeln zu können, verließ er sogar seine Fraktion und nahm persönliche Anfeindungen in Kauf. Sein Einsatz zeigte Wirkung: Der Antrag wurde zunächst zurückgezogen. Dieser Schritt zeugt von großem Mut, Standhaftigkeit und einem tiefen Verantwortungsbewusstsein.

Beide verband die Erfahrung der Nachkriegszeit – Jahre des Mangels, des Hungers und der Entbehrung. Bildung bedeutete für sie Hoffnung auf ein besseres Leben. Vielleicht erklärt gerade das ihren unermüdlichen Einsatz für Schulen, Kitas und kommunale Einrichtungen. Ihr politisches Credo war klar: Die Infrastruktur unserer Stadt muss mit dem Wachstum Schritt halten, damit Oranienburg lebenswert bleibt – für alle Generationen.

Angret und Ernst Stransky standen für eine politische Kultur des Respekts, der Sachlichkeit und des persönlichen Gesprächs. Sie waren überzeugt, dass Demokratie vom Mitmachen lebt – und dass insbesondere junge Menschen ihren Platz in der Kommunalpolitik finden müssen.

Wir verlieren mit ihnen zwei aufrechte Sozialdemokraten, die die SPD und unsere Stadt über Jahrzehnte geprägt haben. Ihr Wirken bleibt sichtbar – in Projekten, Entscheidungen und in der Haltung, mit der sie Politik verstanden: als Dienst am Gemeinwohl.

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihnen nahestanden.
Wir werden Angret und Ernst Stransky ein ehrendes Andenken bewahren.


Wöchentliche Kolumne | 13.2.26

Falls Sie es noch nicht bemerkt haben: Heute ist Freitag der Dreizehnte! Aber keine Panik, statistisch gesehen kommt es an diesen Tagen nicht zu mehr Unfällen oder anderen Unglücken. Die Angst vor Freitagen, die auf einen 13. fallen, trägt übrigens den klangvollen Namen Paraskavedekatriaphobie. Eine deutlich näherliegende Sorge dürfte in den vergangenen Wochen viele Oranienburgerinnen und Oranienburger umgetrieben haben: die Pagophobie – die Angst vor Eis, Frost und der Gefahr, bei Glätte auszurutschen. Aber nun sind die Eismassen den Temperaturen über 0 °C weitestgehend gewichen. Eine weitere Angst vorerst gebannt!

Unbeeindruckt von dieser winterlichen Phobie kam am Montagabend der Vorstand der SPD Oranienburg zusammen. Einmal durchgezählt: Alle da! Auf der Tagesordnung stand die Wahl zum Ortsbeirat Zehlendorf am 22. Februar, die inhaltliche Planung kommender Mitgliederversammlungen und auch möglicher Aktionen. Marei John-Ohnesorg, Vorsitzende der SPD Oranienburg, hat eingeladen, Yvonne Lehmann gewohnt souverän moderiert. Parteiarbeit zeigt sich dabei einmal mehr als das, was sie oft ist: engagierte und notwendige Grundlagenarbeit.

Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder ist angetreten mit dem Versprechen, ansprechbar und sichtbar zu sein. Regelmäßig gewährt sie über Social Media Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Neu ist auch, dass sie wöchentlich Presseinformation dazu verschickt, welche Termine im Laufe der Woche anfallen und wo sie unterwegs ist. Ihr Amtsvorgänger kannte so etwas nicht. Es sind oft die kleinen Dinge, die einen Unterschied machen, aber einen sichtbaren!

Einer dieser Termine fand am Mittwoch im Louise-Henriette-Gymnasium statt. Die Stadt hat zum Jugendforum eingeladen und über 150 Schülerinnen und Schülern folgten der Einladung. Sie konnten sich in verschiedenen Workshops einbringen. Von Beteiligung mit LEGO-Blöcken über Überlegungen zur Gestaltung des Schlossparks bis zu praktischen Demokratie- und Argumentationstrainings war für jede und jeden etwas dabei. Auch viele Stadtverordnete nutzten die Möglichkeit, mit den  jungen Menschen  zu ihren Wünschen für unsere Stadt  ins Gespräch zu kommen. Von der SPD waren Fraktionschef Matthias Hennig und Sozialausschuss-Mitglied Gero Gewald dabei. In ihrer Begrüßungsrede betonte Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder die Relevanz der Jugendbeteiligung und dass sie und die politischen Vertreter der Stadt gern Ansprechpartner für die jungen Menschen sind. Sehr gut!

Jetzt ist die Stadtpolitik wieder am Zug: Die erste Sitzungsfolge startet und alle Ausschüsse tagen. In diesen werden u.a. Satzungsänderungen besprochen, die im Vorfeld bereits zu Diskussionen in den facebook-Kommentarspalten gesorgt haben: Hundesteuer, Zweitwohnsitzsteuer, Kita- und Schulessenbeitragssatzung und einiges mehr. Im Bauausschuss steht das Stadtentwicklungskonzept auf der Tagesordnung und vieles mehr.

Im Werksausschuss am Mittwochabend ging es zum Beispiel um die Hundesteuer. Der Ausschuss empfiehlt eine Erhöhung des derzeitigen Jahressatzes von 50 Euro auf 84 Euro. Dem voraus ging eine Debatte, in der einige Stadtverordnete sich dazu bekannten, zwei Herzen in der Brust zu haben, aber mit Blick auf die Gesamtverantwortung für die Stadt diesen Schritt mitzugehen. Ein Änderungsantrag der CDU bei bestimmten Abständen zu anderen Wohngebäuden eine Ermäßigung für „Wachhunde“ zuzulassen, wurde als unpraktikabel und bürokratielastig kritisiert und mehrheitlich nicht empfohlen. Ebenso empfahl der Ausschuss eine Anhebung der Zweitwohnsitzsteuer. Auch hier zeigte sich, wer bereit dazu ist, Verantwortung zu übernehmen und wer sich nur hinter populistischen Parolen versteckt. Leider erwartbar. Aber die Bürgermeisterin nahm sich die Zeit, der Sitzung beizuwohnen und die Debatten zu begleiten. Ein wichtiger Ausdruck des Interesses und der Wertschätzung!

Am Samstag fand im Willy-Brandt-Haus, der SPD Parteizentrale, der Startschuss für das neue SPD-Grundsatzprogramm statt. Wilhelm Liebknecht, einer der  SPD-Gründerväter, schrieb bereits 1869: „Weil wir die Untrennbarkeit der Demokratie und des Sozialismus begriffen haben, nennen wir uns Sozialdemokraten.“ Seitdem musste die Idee der „Sozialdemokratie“ immer wieder auf neue Herausforderungen und Fragen angewendet werden, welche sich in den angesprochenen Grundsatzprogrammen niedergeschrieben fanden. Das derzeitige „Hamburger Programm“ ist aus dem Jahr 2007 – also einer Zeit vor der Finanzkrise, großen Fluchtbewegungen nach Europa, dem Erstarken des Rechtsextremismus, der Covid-19-Pandemie, den Fridays-for-Future-Demonstrationen, eines US-Präsidenten Trump und des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine. Höchste Zeit also für ein Update! Wer auch einen Sozialdemokraten in seinem Herzen schlagen hört, hat nun die beste Möglichkeit dazu, in die Partei einzutreten und die Ausrichtung der SPD aktiv mitzugestalten: Jetzt Mitglied werden! Bei der Auftaktveranstaltung waren Yvonne Lehmann und Marei John-Ohnesorg aus unserem Ortsverein dabei.

Im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche plant traditionell auch unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann eine Veranstaltung. In der JUPP-Bar im Oranienwerk empfängt er hochkarätige Gäste: Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, die städtische Gleichstellungsbeauftragte Christiane Bonk, die Landtagsabgeordnete Katja Poschmann und die Co-Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Romy Segler. Unter dem Titel „Frauen, macht Politik!“ werden sie über Erfahrungen, Hürden und Chancen von Frauen in der Politik sprechen. Es soll aber nicht nur diskutiert, sondern auch ordentlich gefeiert werden. Für rockige Stimmung sorgt die Oranienburger-Band L.A.R.S. Die Veranstaltung findet am 4. März 2026 um 17 Uhr in der JUPP-Bar statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig, erleichtert jedoch die Planung (E-Mail: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de | Tel.: 03301-3978890)

Und wo wir gerade beim Landtag sind: Kennen Sie politisch interessierte Jugendliche? Im Landtag findet vom 24. – 26. April 2026 das erste parlamentarische Jugendforum statt.  Wer Lust hat, hinter die Kulissen des Politikbetriebs zu schauen, ist hier genau richtig. Bis zum 27. Februar 2026 können sich junge Menschen von 14-21 Jahren noch bewerben. Neben Diskussionsrunden stehen auch Treffen mit Landtagsabgeordneten auf dem Programm. Genauere Informationen finden Sie hier: Parlamentarisches Jugendforum

Herzliche Grüße

Eure Henriette von Oranienburg


Wöchentliche Kolumne | 6.2.26

Letztes Wochenende machte das Traumschüff Theater mit dem Stück „Schankwirtschaft“ zum vorerst letzten Mal Halt, nämlich im Oranienburger Ortsteil Lehnitz. Und wieder volles Haus und super Stimmung. Auch viele Sozis konnte man im Kulturhaus erblicken, darunter Marei John-Ohnesorg, Gero Gewald, Ortsvorsteher Matthias Hennig, Ortsbeirätin Yvonne Lehmann und den Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann.

In dieser Woche gaben sich zahlreiche Kommunalpolitiker im Oranienburger Schloss die Klinke in die Hand. Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder (SPD) empfing die Fraktionsvorsitzenden von den Freien Wählern, Antje Wendt, den Bündnisgrünen, Susanne Zamecki, der Piraten/FDP-Fraktion, Thomas Ney und der SPD, Matthias Hennig. Den Schluss bildete der Vorsitzende der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung, Dirk Blettermann (SPD). Wie man hört, haben beide über eine Stunde intensiv die Lokalpolitik und die Pläne der „Neuen“ besprochen.

Politik lebt von Kontakten – und Oranienburg ist dabei bestens vernetzt. Deshalb trafen sich in dieser Woche auch Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und der Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann (SPD), um ihre Zusammenarbeit weiter zu schärfen. Kurze Wege statt langer Warteschleifen, ein Griff zum Telefon statt umständlicher Anträge: Genau das ist ein echter Standortvorteil, den parteilose Mandatsträger kaum ersetzen können. Mit Jennifer Collin-Feeder im Schloss, Björn Lüttmann als SPD-Fraktionschef im Landtag, Alexander Tönnies als SPD-Landrat und Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke (SPD) an der Spitze des Landes hat Oranienburg beste Karten, wenn es darum geht, kommunale Anliegen zu platzieren.

Am Dienstag kam die SPD-Fraktion der Stadt zusammen, um die Ausschüsse der Stadt in der kommenden Woche zu besprechen. Viele Beschlussvorlagen der Verwaltung, aber auch einige Anträge stehen auf den Tagesordnungen. Matthias Hennig, der Fraktionschef, führte flott durch die Punkte. Zum Schluss überreichte er der anwesenden Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder noch ein Stück selbstgebackenen Apfelkuchen. Diese verriet später, dass sie bei Kuchen und anderen süßen Leckereien nicht „Nein“ sagen kann. Guten Appetit.

Im Bundestag ging es wieder heiß her. Die AfD hat einen Antrag eingebracht, der u.a. sämtliche Erbschaftsteuern streichen sollte. Dabei sagen über 60% der Deutschen, dass Mehrere-Millionen-Euro-Erbschaften stärker besteuert werden sollten. Wieder macht sich die verklärte „Partei der kleinen Leute“ zum Steigbügelhalter für all jene, die hohe Vermögen angehäuft haben. Dann doch lieber der SPD-Vorschlag: Hohe Freibeträge, um kleinen und mittleren Vermögen zu schützen, steuerfreies selbst genutztes Eigenheim für „Omas Häuschen“ und 5 Mio. € Freibetrag für Unternehmensvermögen. So geht Soziale Politik für Dich, statt Vermögenskonzentrationen weiter zu zementieren!

Rutscht nicht aus, bleibt gesund und habt ein schönes Wochenende,

Euer Henri von Oranienburg