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Wöchentliche Kolumne | 25.9.26

Die Bahn hat diese Woche informiert: Es wird gebaut. Diesmal werden Brücken gebaut, insgesamt drei Unterführungen. Was bei uns allen vermutlich erheblich Störgefühle auslöst ist (auch) eine gute Sache. Die Brückenbauten gehen mit dem Bau von Schallschutzwänden einher. Damit werden alle, die an der Bahn wohnen, vor Lärm geschützt. Und die Fahrt an die Ostsee geht durch neue Stellwerkstechnik schneller. Problematisch sind, wie immer bei solchen Vorhaben, die Sperrungen. Mögen sie gut koordiniert werden.

Festgehalten – Was uns zusammenhält. René Wilke ist Brandenburgs Minister für Arbeit, Soziales und Gesundheit, aber auch für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Er hat eine Reihe aufgelegt, ein Besuchsformat, und war im Zuge dessen bei Lehnitz Connect. Er hat die jungen Leute in Lehnitz beim Volleyball getroffen. Thema waren Treffpunkte junger Menschen, ehrenamtliches Engagement und vieles mehr. Toll, wenn Politik vor Ort ansprechbar ist. Auf seinem Instagram-Kanal verrät er, ob er auch mitgespielt hat.

Getroffen haben sich auch die Ortsvorsteher. Ein gutes Format, bei dem auch die Bürgermeisterin dabei ist und sich den Anliegen aus den Ortsteilen widmet. Themen gibt es genug. Es geht um die Feuerwehr, um Treffpunkte und Dorfgemeinschaftshäuser, aber auch um Photovoltaik-Anlagen. Deren Umsetzung löst immer auch Widerstände aus. Lage und Größe müssen den Bedingungen vor Ort angepasst sein. Positiv ist: Die Ortsteile werden zukünftig massiv vom „Solareuro“ profitieren. In jedem Fall gut, dass geredet wird.

Um Photovoltaik-Anlagen ging es auch bei der Infoveranstaltung in Germendorf diese Woche. Eine wirklich gute Sache. Ob es die Preise an der Tankstelle sind, der Wunsch, bei Strom eigenständig zu sein, oder der Gedanke an Nachhaltigkeit: Viele erwägen eine eigene PV-Anlage auf dem Dach. Die Klimaschutzmanagerin der Stadt Oranienburg hat eingeladen und der Saal war voll. Ein einstündiger Fachvortrag hat alle vorstellbaren technischen und rechtlichen Fragen beantwortet. Von der Einspeisevergütung bis zum Brandschutz, von der Dachneigung bis zu den technischen Bausteilen und Kosten. Gut zu hören, dass die Beantragung inzwischen viel einfacher geworden ist: Es ist kein Kleingewerbe mehr nötig und überhaupt sind die Abläufe schneller geworden.

Nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gibt es viel zu diskutieren. Das stand im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung am Donnerstag. Nach fachlichen Inputs von Arne Grimm und Sören Gruner gings in den Austausch. Ein Fazit kann es nicht geben, aber die Erkenntnis: In der Politik zählen aktuell offenbar Gefühle mehr als Fakten, das lustige Instagram-Reel mehr als wirkliche Lösungskompetenz. Das ist eine Entwicklung, die aufhorchen lässt. Unser Anspruch bleibt: Wir machen soziale Politik für alle – und keine Klientelpolitik.

Zum Schluss: Die Bürgermeisterin hat ihre Wette verloren. Eine schlechte Nachricht? Keineswegs. hatte gewettet, ob Kinder und Jugendliche es schaffen, eine große, lückenlose Kette rund um den Schlossplatz zu ziehen. Wolle, Perlen, Schnüre, der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Ziel war, zu zeigen, wie wichtig Jugendarbeit ist und die Verbindungen, die sich daraus ergeben. Und sie haben es geschafft, der Schlossplatz wurde mehrfach umrundet. Wetteinsatz war gemeinsames Backen von Weihnachtsplätzchen. Das wird im DRK-Jugendclub umgesetzt.

Unser Tipp fürs Wochenende: Besuchen Sie den Regionalmarkt im Schlosspark, der findet am 26. und 27. September statt. Das Wetter soll noch einmal sommerlich werden – also nichts wie raus.

Herzliche Grüße

Henriette von Oranienburg