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Wöchentliche Kolumne | 8.5.26

Am vergangenen Freitag war es wieder so weit: Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ rief der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu seinen 1.-Mai-Demonstrationen. Oberhavels Sozis besuchen dabei wie in diesem Jahr auch 150 weitere Menschen traditionell die Hennigsdorfer Demo. Besonders viele junge SPD-Mitglieder hielten die Tradition des Arbeiterkampftages hoch. Na dann: Bis zum nächsten Jahr und bis dahin – rein in die Gewerkschaften!

 

Am Dienstag gab es noch einen besonderen Geburtstag: 208 Jahre Karl Marx! Hierzu lohnt sich für die SPD ein nüchterner Blick auf ein ebenso prägendes wie widersprüchliches Verhältnis. Marx hat mit seiner Analyse von Kapitalismus, Klassenverhältnissen und sozialer Ungleichheit das Denken der Arbeiterbewegung tief beeinflusst, auch die frühe Sozialdemokratie. Während Marx jedoch auf die revolutionäre Überwindung des Kapitalismus setzte, entwickelte sich die SPD zur Partei demokratischer Reformen, sozialer Sicherung und parlamentarischer Verantwortung. Gerade diese Ambivalenz gehört zur Geschichte der Sozialdemokratie. Marx bleibt wichtiger Impulsgeber für die Kritik sozialer Ungleichheit, ohne dass seine politischen Antworten eins zu eins zum Selbstverständnis der modernen SPD geworden wären.

In der kommenden Stadtverordnetenversammlung am 11. Mai geht es vom Dorfgemeinschaftshaus über Parkplatz-Photovoltaik bis zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept. Um das alles vorzubesprechen, lud der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Hennig am Mittwoch seine Fraktion zur Sitzung. Die Ausschüsse haben in den meisten Fällen sehr deutliche Empfehlungen abgegeben und so bot sich noch die Zeit, über strategische Ausrichtungen und künftige Antragsideen zu sprechen. Aber dazu später mehr.

„Never change a winning team“ – das oder ähnliches muss sich die Brandenburger SPD-Fraktion wohl auf ihrer Klausurtagung gedacht haben. Unser Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann wurde als Fraktions-Chef bestätigt. Damit belohnen sie sein Engagement der vergangenen Jahre und seine von Weitsicht, Ausgleich und klarer Abgrenzung zur in weiten Teilen rechtsextremen AfD getragenen Reden. Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg, lieber Björn!

Apropos Björn Lüttmann: Bereits am kommenden Mittwoch, dem 13. Mai 2026, lädt er zwischen 17-19 Uhr Interessierte zu seiner Bürgersprechstunde in das Oranienburger SPD-Büro ein. Eine Anmeldung ist möglich per Telefon: 03301-3978890 oder per E-Mail: bjoern.luettmann@spd-fraktion.brandenburg.de . Natürlich können individuelle Termine auch jederzeit über das Bürgerbüro vereinbart werden.

In der vergangenen Woche lief die Oranienburger Fahrbibliothek das erste Mal an, ein Projekt, das aus einem SPD-Antrag hervorging. Sie wird nun an jedem Dienstag in Oranienburgs Ortsteilen unterwegs sein und den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit bieten, Bücher zurückzugeben oder neu auszuleihen. Bisher läuft der Prototyp und der Stadtverordnete Gero Gewald (SPD) hat sich das ganze vor Ort angesehen. In dieser Woche ging es durch Zehlendorf, Schmachtenhagen, Malz und Friedrichsthal. Am kommenden Dienstag sind dann Sachsenhausen, Germendorf, Lehnitz, Wensickendorf und Oranienburg-Süd dran. Ein tolles Angebot für die Ortsteile! Schaut gern mal vorbei. Weitere Infos gibt es auf der Seite der Stadt: Neue Fahrbibliothek der Stadt geht an den Start / Stadt Oranienburg

Vor-Ort-Termin beim Umspannwerk: Es geht voran. Oranienburg macht mit dem Baubeginn des neuen Umspannwerkes einen großen Schritt in die Zukunft. Auf einer Fläche von ca. 10.000 m² bauen die Stadtwerke das neue Umspannwerk, dessen Leistung mit 80 MW die Voraussetzung schafft, die Ansiedlung neuer Industriebetriebe, Schaffung von E-Ladesäulen sowie die Umstellung der Heizsysteme auf Wärmepumpen abzusichern. Klar, dass die Stimmung beim Bauausschussvorsitzenden Burkhard Wilde (SPD) und dem Stadtverordneten Pascal Mundt (CDU) richtig gut war.

Am Mittwoch wurde in der Stadtbibliothek der Inklusive Jahresempfang gefeiert. Vorgestellt wurde dabei auch der neue Aktionsplan „oranienburg inklusiv “ für die nächsten Jahre. Dank des Engagements des Behindertenbeauftragten Holger Dreher ist Oranienburg schon heute Vorbild für viele Kommunen. Unterstützt wird er von vielen Akteuren zum Beispiel der Geschäftsführerin der Lebenshilfe Oberhavel Süd, Uta Gerber, und dem Arbeitskreis für die Belange von Menschen mit Behinderung. Da geht es um barrierefreie Bushaltestellen, abgesenkte Bordsteine oder eine barrierefreie Webseite der Stadtverwaltung. Unter den Gästen waren auch der Stadtverordnete Burkhard Wilde, Kreistagsmitglied Judith Brandt und natürlich Bürgermeisterin Jennifer-Collin-Feeder (SPD).

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Eure

Henriette von Oranienburg