Tach! Ich bin Leon, komme aus Lehnitz und studiere Rechtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Neben dem Engagement in der Juso-Hochschulgruppe, bin ich Stipendienbotschafter und in Arbeitskreisen der Friedrich-Ebert-Stiftung sowie als Sprecher der Jusos Oranienburg aktiv.

In diesem Rahmen durfte ich unzählige empathische, solidarische, intelligente Menschen kennenlernen, die die gleichen Werte mit mir teilen und seither viele progressive, politisch-gesellschaftliche Diskussionen führen. Das war der Grund meines Eintritts: Politisches Mitwirken befreit von Arroganz, Plattitüden, Simplifizierungen – Politik für alle. Die Probleme von Nichtakademikerkindern aus einkommensschwachen Familien werden in Diskursen viel zu selten adressiert. Mein Ziel mit dem ParteiEintritt war und ist es, das zu ändern. Seit ich die Untrennbarkeit von Demokratie und Sozialismus begriffen habe, nenne ich mich Sozialdemokrat. Toleranz und Offenheit sind für mich selbstverständliche Werte – in einer Welt, die nicht
selbstverständlich handelt. Dieses Grundproblem gilt es mit synergetischen Kräften an der Wurzel zu packen.

Meine Forderungen sind deutlich: Umverteilung, Klimaschutz und digitalisiertes Europa. Wir brauchen soziale Unabhängigkeit und die Gleichstellung aller Menschen. Es muss gesellschaftliche Umverteilung
geben: Kleine und mittlere Einkommen sind zu entlasten, wobei auch Großverdiener*innen für die Finanzierung einzustehen haben. Hartz4 ist nicht hinnehmbar und muss durch ein soziales Bürgergeld ersetzt werden, das ohne Prüfung der Vermögensverhältnisse und mit Rechtsanspruch auf zumutbare Weiterbildung soziale Teilhabe sichert. Wir brauchen Enteignungs- und Sozialisierungsmechanismen, höhere Vermögens- und Einkommenssteuern und eine Bürgerpflegeversicherung, die angemessenen Zugang zur medizinischen Versorgung für alle schafft. Es muss getreu dem Pariser Abkommen sozialverträgliche Klimaneutralität durch Ausbau erneuerbarer Energien, Stromnetze, Wasserstoffproduktionen, CO2-Bepreisung und ein moderndes Mobilitätssystem mit Mobilitätsgarantie geben. Es bedarf eines digitalsouveränen Europas, das sich für Menschenrechte entlang der
Wertschöpfungskette einsetzt und ambitioniert den Green New Deal verfolgt. Gleichzeitig müssen Plattformen für regionalen Handel und Dienstleistungen gefördert werden, um auf den durch Plattformökonomie veränderten Markt zu reagieren und Innenstädte zu entlasten.

Zu mir persönlich: In meiner Freizeit setze ich mich über das Projekt „Krisensorge e.V.“ für Opfer von Straftaten und Menschen in Krisensituationen ein und mache mir Gedanken darüber, wie ich mein
Politikverständnis in nur drei Forderungen unterbringen soll. Außerdem fröne ich dem Lesen, verbringe Zeit in der Natur, treibe Sport und bin immer für ein Gespräch zu haben!